So, die Testreihe ist abgeschlossen. Ich habe sowohl subjektiv den Syn30 und Syn20IR über Boxen (Mesa 4x12 OS und Mesa 2x12 Rectifier).
Die Module habe ich für die Amps einzeln eingestellt, um den Sweetspot zu finden.
Clean hat ganz klar der Syn30 gewonnen. Der klingt viel voller und wirkt dynamischer, der Syn20IR ist dünner. Der Syn30 hat aber auch mehr Einstellungsmöglichkeiten. (Bright Switch, Mid Switch Bass- und Treble-Regler gegen einen Tone-Regler).
Die Module habe ich dann doch leise über den Syn30 eingestellt bekommen. Da war der Klangunterschied jetzt nicht so überragend besser bei dem Syn20IR mit dem Master, zumal ich auch bei dem die Module runterregeln musste. Angefangen hatte ich mit dem SLO über die Woche und heute das Diezel Hagen Modul probiert. Das Herbert-Modul ist so bröselig im Fundament, dass ich erst dachte, dass etwas kaputt sei. An dem habe ich lange dran herum geregelt.
Hierbei ist zu beachten, dass der Reactive-Regler und auch die Wahl der Power Structure nicht zu verachten sind! Ein mächtiges Instrument, meiner Meinung nach aber etwas "schönfärbend". Der Syn30 ist dagegen brutal ehrlich.
Dann habe ich etwas Reamping betrieben und beide über das Captor X aufgenommen. Ich wollte gleiche Bedingungenfür den Vergleich schaffen.
Hier zeigt sich der Syn30 auch Clean etwas voller, geht aber von selbst recht früh ins Clipping. Dynamisches Spielen ist da sehr gut möglich, sehr perlig ist möglich mit gutem Fundament.
Der Syn20IR klingt auch gut, ist aber doch dünner. Gleiche Volume Einstellungen führen bei dem nicht zum Clipping.
Bei den Modulen habe ich Diezel Herbert, Soldano SLO und Fortin Killer Kali in den Amps verglichen. Die Module wurden mit den gleichen Einstellung zwischen den Amps getauscht. Das war auch gut, da die Amps sehr ähnlich im Voicing sind.Das Ergebnis war sehr eindeutig und lässt sich sogar an den Spuren erkennen. Der Syn30 gibt ein breiteres Spektrum raus als der Syn20IR (gestetet mit allen über Gehör mit ellen drei Power Structure-Positionen, aufgenommen mit der ersten). Und Untenrum kommt da viel mehr als beim Syn20IR.
Was der Syn20 IR nicht hat, was viele EL84 Endstufen haben, ist brösiliger zu werden beim Aufdrehen in den Tiefmitten. Auch hier zeigt sich der Syn20IR als "schönfärber".
Es folgen noch mir wichtige Punkte:
- aus dem Syn20IR kommen auch Töne beim spielen. Das hatte ich schon bei wenigen Amps ... das nervt etwas
- beim Syn20IR hört man einige Relais arbeiten. Durch eine schlechte Erfahrung mit einem Mesa Ace Stiletto, bei dem mal eines kaputt ging, bin ich davon kein großer Fan. Irgendwann gehen die kaputt.
- ich brauche den IR-Loader im Amp nicht. Dafür habe ich das Captor X.
- der Syn30 ist stumpf aufgebaut. Mehr als Kanal-Schaltung ist neben dem DI-Ausgang nicht drin. Weniger, was kaputt gehen kann.
- mir gefallen die Lautsprecher-Ausgänge beim Syn20IR besser als mit dem Switch beim Syn30.
- der Syn20IR hat nur einen An/Aus-Schalter. Der Syn30 hat auch einen Standby-Schalter. So konnte ich die Module wechseln ohne den Amp ausschalten zu müssen.
- der Syn30 gefällt mir optisch viel besser.
Der Syn30 wird also bleiben. Ich bin ganz froh doch noch bergleichen zu können. Ursprünglich wollte ich den Syn30 ja verkaufen, um den Syn20IR zu kaufen.
Der Syn20IR ist übrigens auch nicht sooo viel leiser als der Syn30. Gefuhlt ist da kein Unterschied.
Ich hätte gerne die Aufnahmen hochgeladen. Leider war die Zeit knapp und ich würde gerne den Mix aus zwei Spuren hochladen. Das geht nicht so leicht bei StudioOne 3.
Ich ünerlege ein Review aus diesem Beitrag zu machen.