Normal vs reversed vs angled headstock

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superafro182
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Hi,
man liest hin und wieder, dass sich ein reversed headstock anders als ein normaler headstock auf die Saitenspannung und somit das Spielgefühl auswirkt. gleiches mit angewinkelten zu geraden.

Was sind eure Erfahrungen? Ich habe keine Gitarre mit reversed headstock und deshalb selbst dazu nichts sagen.
Nun haben Fender-like Strats eine gerade Kopfplatte, Gibson und moderne Strats eine angewinkelte. Gibson ist aber wiederum eine andere Mensur als eine Strat, weshalb ich aus meinen Gitarren keinen aussagekräftigen Vergleich ziehen kann.

Hintergrund meiner Frage:
Ich will mir was bauen lassen und habe quasi freie Auswahl. Die Gitarre wird für tiefere Tunings, nicht höher als Drop-C, eher Drop-B bis Drop-Bb angeschafft und da dachte ich mir, man kann ja mal versuchen das Optimum für sich zu finden.
Da ich aber im Ausland lebe und es hier keine Gitarrenshops gibt, kann ich nicht groß selbst testen und werde mich auf Internet-Weisheiten berufen :D
 
Ich mag reverse headstock wegen der Optik.

Aus dem Rest kann man so viel Wissenschaft machen, wie man braucht um sich vom Üben abzulenken.

...nicht dass noch einer darauf kommt dass man zum Kompensieren einen leichteren/stärkeren Satz aufziehen könnte.

Für Tunings bis B ist die Mensur viel wichtiger.
 
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Wenn die Kopfplatte sinnvoll gestaltet ist dürfte es egal sein.
Ein Vorteil ist, wenn man einen schraubhals einstellen möchte, hat man immer einige gebrauchte dickere Saiten die lange genug sind und nicht geknickt
 
ich hab einige Gitarren mit Reversed Headstock, normalem Headstock aber auch eine Gitarre ohne Headstock, einige mit 3+3er Headstock und eine mit 4+2er Headstock

Meine Erfahrung ist das eine Gitarre mit Reversed Headstock hat weder ein anders Spielgefühl noch Vor oder Nachteile, es ist einfach nur eine andere Optik.

Auf den Saitenzug hat die Variante der Kopfplatte keinerlei Auswirkung, denn dieser ist abhängig von der Mensur und der Stimmung. was dann hinter dem Sattel dann noch passiert, ist dafür irrelevant.

Anders ist es mit dem Winkel der Kopfplatte, und die Höhe der Mechaniken, dieses Detail hat sehr wohl eine Auswirkung weil wenn der Winkel zu flach ist, es zu verschiedensten Problemen kommen kann, dh es hat einen Grund warum Kopfplatten abgwinkelt sind, bzw bei geraden Kopfplatten tiefer versetzt und ggf Staggered Mechaniken oder zb auch Stringtrees verwendet werden, damit der Winkel zum Sattel hin nicht zu flach ist.

Wenn du daher dir eine Gitarre speziell für tiefe Tunings bauen lassen möchtest, würde ich darauf schauen das du dir eine Gitarre mit längerer Mensur, ab zb 26.5" bauen lässt
 
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Meine Erfahrung ist das eine Gitarre mit Reversed Headstock hat weder ein anders Spielgefühl noch Vor oder Nachteile, es ist einfach nur eine andere Optik.
dann solltest du vielleicht statt zu musizieren lieber Briefmarken sammeln:p Ein Reversed Headstock hat zur Folge, dass die Saitenspannungen auch reversed sind.
Ein findiger Saitenhersteller soll der Sage nach deshalb den 10-38 Satz auf den Markt gebracht haben, um das gleiche Stringfeeling wie bei
Jimi Hendrix zu haben.
 
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Auf den Saitenzug hat die Variante der Kopfplatte keinerlei Auswirkung, denn dieser ist abhängig von der Mensur und der Stimmung. was dann hinter dem Sattel dann noch passiert, ist dafür irrelevant.

Na das ist so nicht richtig.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel damit es für alle nachzuvollziehen ist:

Wenn ich bei einer Strat die Kopfplatte umdrehe ist die hohe e-Saite ca. 12 cm kürzer, was dazu führt dass ich bei einem bending die Saite eine wesentlich kürzere Strecke bewegen muss um den Zielton zu erreichen, denn die Strecke zwischen Sattel und Mechanik will ja auch gedehnt werden.

*
 
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ich bin ganz deiner Meinung, das wird theoretisch mit ziemlicher Sicherheit stimmen und ganz sicher auch im Labor messbar sein, aber ich merke halt in der Praxis rein gar nichts davon, insofern hat es für mich dann dieser Punkt auch recht wenig Relevanz ob ich mich für eine Normale oder eine Reversed Kopfplatte entscheide.
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Ein Reversed Headstock hat zur Folge, dass die Saitenspannungen auch reversed sind.
dem stimme ich nicht zu, die Saitenspannung ändert sich nicht dadurch, die ist ganz einfach durch die Saitenstärke x Stimmung x Mensur definiert.
Wenn du die Saitenspannung bei gleichbleibender Mensur und gleichbleibender Saitenstärke änderst, ändert sich nur die Stimmung, den genau das passiert wenn du an den Stirmwirbeln der Mechanik drehst.

was geschätzer Forums Kollege @Bassturmator geschrieben hat ist aber mit bestimmter Sicherheit richtig, das beim Saitenziehen, auch die die Strecke hinterm Sattel und hinter der Brücke in die Saitendehnungsfaktor berücksichtigt wird. aber vielleicht verstehen wir unter Saitenspannung einfach unterschiedliche Dinge :hat:
 
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Das einzige "Nachteilige", was ich bei einem reverse Headstock ausmachen kann, ist, dass das Nachstimmen in Spielposition ein wenig ungelenkter abläuft, da man um die Kopfplatte herumfassen muss. Für mich ist das jedoch nicht weiter dramatisch. Ich stehe ebenso wie @Korken auf diese Art von Kopfplatten, vor allen Dingen bei Jackson.
 
Ob diese "modernen Hirnzerreissüberlegungen" einen gewissen J.H. damals in den 60ern (und andere heutzutage) genauso verrückt gemacht haben, als er seine Strat "verkehrt herum" ("reversed") zu spielen begann und gar nicht mehr aufhörte :gruebel:? Das war/ist dem/denen wahrscheinlich sowas von wumpe, dass er/sie sogar "richtig herum" und Saiten e->E von oben nach unten und alles vice versa spielt/e/n.........wenn er/sie wollte/n :rock:.

LG Lenny
 
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Bei Floid Rose ist es aber egal.
 
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dem stimme ich nicht zu, die Saitenspannung ändert sich nicht dadurch, die ist ganz einfach durch die Saitenstärke x Stimmung x Mensur definiert.
Wenn du die Saitenspannung bei gleichbleibender Mensur und gleichbleibender Saitenstärke änderst, ändert sich nur die Stimmung, den genau das passiert wenn du an den Stirmwirbeln der Mechanik drehst.
Also doch Briefmarken sammeln:)
Je länger eine Saite ist, desto höher muss ihre Spannung sein um einen bestimmten Ton zu erreichen.
Deswegen hat eine Strat (65cm Mensur) eine höhere Saitenspannung als eine Les Paul (63cm Mensur).
QED.
 
ich glaub du verstehst es nicht oder willst es nicht verstehen, aber egal, vielleicht liesst du dir den Absatz nochmal in Ruhe durch ;)
 
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Ob diese "modernen Hirnzerreissüberlegungen" einen gewissen J.H. damals in den 60ern (und andere heutzutage) genauso verrückt gemacht haben, als er seine Strat "verkehrt herum" ("reversed") zu spielen begann und gar nicht mehr aufhörte :gruebel:? Das war/ist dem/denen wahrscheinlich sowas von wumpe, dass er/sie sogar "richtig herum" und Saiten e->E von oben nach unten und alles vice versa spielt/e/n.........wenn er/sie wollte/n :rock:.

LG Lenny
ich meinte damit nicht, dass JH diese gespielt hat, sondern dass, will man die gleiche Saitenspannung auf einer non reversed Strat haben will, eben dieser Saitensatz dies möglich machen soll. Oder mit anderen Worten: auf einer normalen Strat ergibt dieser Saitensatz keinen Sinn.
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ich glaub du verstehst es nicht oder willst es nicht verstehen, aber egal
ich glaube du verstehst es nicht. Die Mensur ist der schwingende Teil der Saite. Das Saitenstück, was hinter dem Steg bzw. dem Sattel ist, muss in die Kraftermittlung hinzu addiert werden.
 
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Dann ist also die E Saite etwas weicher und die e Saite etwas härter ber Reverse.
Aber sicher nur geringfüg.
 
ich glaube du verstehst es nicht. Die Mensur ist der schwingende Teil der Saite. Das Saitenstück, was hinter dem Steg bzw. dem Sattel ist, muss in die Kraftermittlung hinzu addiert werden.
schau lieber Harry, es ist eigentlich ganz einfach

nimm 3 Gitarren mit gleichlanger Mensur, zb 648mm

eine davon mit Normaler Kopfplatte
eine mit Reversed Kopfplatte
und eine mit Klemmsattel, und blockiertem Floyd Rose und oder eine Headless Instrument.

spanne auf alle 3 Instrumente einen identen Saitensatz zb einen 009er
und dann schau ob du einen Unterschied beim spielen und bei den Bendings spürst.

Ich kann dir sagen und versichern, ich spüre da keinen Unterschied
es mag rechnerisch und im Labor sicher einen Unterschied geben, aber in der Praxis merke ich davon nichts.
Ich hätte es nicht auch so im #4 Beitrag geschrieben, wenn es nicht meine eigene persönliche Erfahrung wiederspiegelt
 
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Den 10er zum 09er spüre ich deutlich
, die Mensur verändert nur die Abstände, ich spüre die Unterschiede in der Saitenspannung nicht. Saitenlage schon
Da muss man wohl schon sehr feinfühlig sein.
Aber mathematisch ist das dann doch so.
 
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Hey,
es ist schon so, dass die hohe E-Saite bei Reversed Headstock bei Bendings nicht so weit gezogen werden muss, da sich ihre insgesamt auf der Gitarre aufgezogene Länge im Verhältnis zur Dehnbewegung beim Bending verkürzt.
Da reagiert jeder anders darauf...und jeder Player hat eine andere Häufigkeit was Bending angeht.
Ich spüre das zB sehr, da ich sehr viel bende...und habe aus Zweifel daran dass ich mit Reverse Headstock klar komme mir noch nie einen solchen Hals bestellt...obwohl ich rein optisch da bei meiner Jaguar/Tele schon Bock drauf gehabt hätte.

Bei Paulas uä zB irritiert es mich ziemlich, dass die hohe E-Saite bei Bendings so schnell hoch geht - aber da kommt ja auch noch die kürzere Mensur dazu.
Bei ner Tele mit Bigsby war ich irritiert, dass beim Benden der hohen E-Saite, auch bei allen Saiten, weniger passiert - da ist sie nochmal länger...

Kann mir gut vorstellen, dass Player die weniger benden da keinen Unterschied feststellen können.

Klar macht`s bei nem Floyd Rose keinen Unterschied - da wird die Länge durch den Klemmsattel bestimmt.

Gruß,
Bernie
 
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spanne auf alle 3 Instrumente einen identen Saitensatz zb einen 009er
und dann schau ob du einen Unterschied beim spielen und bei den Bendings spürst.
Ich spüre einen deutlichen Unterschied - ganau wie sich eine Strat und eine Les Paul unterschiedlich anfühlen.
Ich habe ua 2 reversed Gitarren: eine Firebird und eine Super Sonic und da ist das Bending und auch das normale Spielgefühl deutlich anders, als bei nonreversed Hälsen.

Aber ich sammle ja auch keine Briefmarken:)
 
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