Normal vs reversed vs angled headstock

  • Ersteller superafro182
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aber ich merke halt in der Praxis rein gar nichts davon,
Dem schließe ich mich an.

Bei gleichen Saiten, 9 - 42 Pyramid Performance, spüre ich keinen Unterschied.

auf einer normalen Strat ergibt dieser Saitensatz keinen Sinn.

Wenn man dem I-net glauben darf, dann spielte Rory Gallagher (und auch Duane Allman) eben auch die Saiten, die auf einer Strat keinen Sinn ergeben: Fender Rock 'N' Roll 150 Strings .010 bis .038 (10-13-15-26-32-38).
 
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Hi @superafro182

Ich will mir was bauen lassen und habe quasi freie Auswahl.
Hast du schon alle anderen Parameter (Elektronik, Mensur, Holz, Halsprofil !!! etc.) sortiert und weißt, was du willst? Der Reversed Headstock hat ein bisschen Einfluss auf das Spielgefühl, aber m.E. viel weniger als die Halsform oder -Länge.

Ich würde empfehlen das zu bestellen, was du kennst. Nur weil mir ein Headstock besser passt muss nicht heißen, dass du damit auch glücklicher wirst.

Eine Meinung zum angled Headstock habe ich: ich lege meine Gitarren gern flach auf einen Tisch (oder Amp/Cab etc.). Bei einem angled Headstock liegt die Gitarre i.d.R. auf der Headstockspitze und der Hals ist dadurch belastet. Ist kein Ding, ich lagere die Gitarren ja nicht so, aber bei einem geraden Headstock berührt der Hals erst gar nicht die Fläche. Wäre für mich kein KO Kriterium beim Kauf, wollte ich aber erwähnen.

Also überlege dir eine schöne Form, ein passendes Halsprofil, eine für dich sinnvolle Schaltung und wähle den Headstock nach der Optik. Das wäre meine Empfehlung.

Ah ja, vergiss nicht durchzugeben, welche Saitenstärke du spielen wirst, damit der Gitarrenbauer den Sattel passend kerben kann.

Viel Erfolg und Spaß mit der neuen custom Gitarre!

Gruß
P.
 
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Das einzige "Nachteilige", was ich bei einem reverse Headstock ausmachen kann, ist, dass das Nachstimmen in Spielposition ein wenig ungelenkter abläuft, da man um die Kopfplatte herumfassen muss.
Und da finde ich genau das Gegenteil, meine Hand ist unterhalb des Griffbrettes, da schiebe ich sie zum Stimmen mit Reversed Headstock nur ein wenig rüber. Beim Oldskool Headstock muss ich die Hand um den Hals drum herum bewegen, um von oben an die Mechanikknöpfe dran zu kommen.
 
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Wenn man dem I-net glauben darf, dann spielte Rory Gallagher (und auch Duane Allman) eben auch die Saiten, die auf einer Strat keinen Sinn ergeben: Fender Rock 'N' Roll 150 Strings .010 bis .038 (10-13-15-26-32-38).
ich denke, dass sind eher die Ausnahmen.
Wie ich schon oben schrieb, soll dieser Saitensatz das Feeling einer reversed Strat auf einer normalen nonreversed ergeben.
 
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Wie ich schon oben schrieb, soll dieser Saitensatz das Feeling einer reversed Strat auf einer normalen nonreversed ergeben.
...selbst wenn das stimmt, gibt es da evtl. noch einen anderen Aspekt: Stabilität der Saiten.
Ich habe zB einen sehr harten Anschlag, zudem noch mit der runden Seite des Picks. Zudem liebe ich schnelle, knallende Läufe auf den Bass-Saiten. Elixier 046-009 halten das ne Zeit lang aus, doch der Bruch/Riss von E/A/D Saite (meist A) kommt ganz bestimmt. Eine 038er oder 040er E-Saite, auch die jeweils zugehörenden A-Saiten würden da nicht lange durchhalten - ich bräuchte auch bei Reverse Headstock unten eine 046/036/026 Besaitung...und hätte dadurch wahrscheinlich eine recht starke Beeinflussung der Formbarkeit durch Bending in den Bassläufen....übrigens auch was, das mir bei der Bigsby Tele (war mit nem normalen 10er Satz bestückt) schon negativ auffiel.
Reverse Headstock mag also wohl überlegt sein ;)
 
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Also ich hatte damals sofort den Unterschied bemerkt, und das Gefühl ist bis heute geblieben.
Bei meiner HB Amarok mit 10/46 Saitensatz lässt sich zum Beispiel die G Saite im 2. Bund deutlich leichter Benden als bei meiner Tele mit 9/42. und noch stärker ist der Unterschied wenn ich die Rele mit 10/46 bestücke.
Amarok - Reverse und die Tele klassischer Headstock

Tatsächlich empfinde ich es sogar leichter als mit meiner Hagstrom SG mäßiger Stil mit kurzer Mensur mit 10/46, aber wenn ich da 9/42 oder 9/46 aufziehe - dann ist der Unterschied kaum zu spüren
 
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Es ist wieder reine Physik, dass für die Saitenspannung ausschließlich die Mensur (Abstand Sattel-Steg), Saitenstärke (und Material) und die Stimmung, ausschlaggebend ist. Der Anteil der Saite vor dem Sattel und hinter dem Steg hat (praktisch gesehen) keinen Anteil an der Tonerzeugung! Alles worüber man hier reden kann, ist die Elastizität der Saitenstücke vor und hinter den Auflagepunkten und die ist nur bei Bendings von von Belang.
 
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Es ist wieder reine Physik, dass für die Saitenspannung ausschließlich die Mensur (Abstand Sattel-Steg), Saitenstärke (und Material) und die Stimmung, ausschlaggebend ist
Und da ist der Denkfehler. Außer bei Gitarren mit Saitenklemmen am Steg oder Sattel, wo Saitenlänge=Mensur ist, ist alles zwischen Mechanik und Saitenaufhängung bestimmend für die Saitenspannung und nicht nur die Mensur.
Wenn ich z.B. bei einer Tele die Saite hinter dem Sattel runter drücke, erhalte ich eine Tonerhöhung, da sich die Saitenspannung erhöht. Oder Beispiel Firebird: durch die sehr lange Kopfplatte ist das Stück Saite hinter dem Sattel der E-Saite ca 21cm lang, bei einer Les Paul sind es nur ca 5,5cm. D.h. um die gleiche Tonhöhe auf dieser E-Saite zu erreichen, muss sie Saitenspannung bei der Firebird höher sein und fühlt sich dadurch straffer an.
 
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Du verwechselst hier zwei Dinge miteinander.

Die Frequenz, mit der eine Saite schwingt, also die Tonhöhe, ist abhängig von der schwingenden Länge, der Saitenspannung und der Materialdichte. Ich habe mal diese Formeldarstellung geklaut:
1769335169185.png

(https://www.leifiphysik.de/mechanik/mechanische-wellen/aufgabe/spannung-einer-stahlsaite)
f = Frequenz, l = schwingende Länge, T = Saitenspannung, mü = Dichte.

Der nicht mitschwingende Teil der Saite hinter dem Sattel (oder auch auf der anderen Seite zwischen Steg und Saitenhalter) spielt beim Zusammenhang zwischen Tonhöhe und Saitenspannung keine Rolle!

Wenn du aber jetzt die Saite ziehst (Bending), um die Frequenz zu erhöhen, dann wird diese nicht schwingende Länge wichtig: du brauchst nämlich umso mehr Kraft, um auf die Zieltonhöhe zu kommen, je länger die Saite als ganzes ist. In deinem Beispiel: du musst bei der Firebird mehr Kraft als bei der Les Paul aufwenden, um z.B. einen Ganzton nach oben zu benden. (Trotzdem ist auch beim Zielton die Saitenspannung wieder in beiden Fällen gleich.)

Ob diese theoretisch mehr aufzuwendende Kraft praktisch relevant ist, scheint nach dem Diskussionsverlauf individuell verschieden zu sein.
 
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Nicht mehr Kraft , mehr Weg
Mehr Kraft braucht die kürzere.
Ansonsten stimme ich dir zu.

Ich bevorzuge die dünnen Saiten, da merk ich's nicht.
 
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Und da ist der Denkfehler.
Nein kein Denkfehler! (siehe @Blazer81 )
Wenn ich z.B. bei einer Tele die Saite hinter dem Sattel runter drücke, erhalte ich eine Tonerhöhung, da sich die Saitenspannung erhöht.
Das ist genau konform damit, dass die ausschließlich Mensur, Saitenspannung, Saitendicke und Tonhöhe miteinander in Relation stehen. Die Saitenlänge vor oder hinter dem Sattel/Steg hat da keinen Einfluss. Erhöht man die Saitenspannung, in dem man auf die Saite hinter dem Sattel herunter drückt, erhöht sich die Tonhöhe. Dafür sind idR eher die Mechaniken da, um die Saitenspannung zu verändern.
 
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Doch rein mathematisch, hat eine längere Saite auch eine entsprechend höhere elastizität.
In pikometer pro Meter
Egal ob die Stange am Rand oder der Mitte aufliegt .
Auch das dick aufrollen der Saite auf den Wirbel zählt mit.
Auch Temperatur Schwankungen beeinflussen längere Saiten entsprechend mehr.
Das es mit dickeren Saiten auch spürbar ist, Halte ich für möglich.

Floid Rose Besitzer könnten das messen.
Aber wer spannt seine FR in den Schraubstock.
 
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Die Elastizität hat erstmal keinen Einfluß in der von @Blazer81 zitierten Formel, aus der bei gegebener Mensur, Saitenstärke (Dichte) und Tonhöhe, die Saitenspannung ermittelt werden kann.
Diese Relation ist auch Grundlage für die Online Saitenzugberechnungstools wie z.B.
Musiksaitenrechner
Diese Rechner arbeiten auch ohne Angaben der Saitenlänge vor und hinter Sattel und Steg, weil das eben irrelevant für den Saitenzug ist.

Die Elastizität hat einen Einfluß darauf, um welche Länge ich eine Saite dehnen muss, um z.B. einen Halbton höher, bzw. eben auf die dazu notwendige Zugkraft zu kommen.
Das Elastizitätsmodul gilt für die jeweilige Saite „komplett“. D.h. da dehnt sich in der Tat auch die Saite hinter dem Sattel und so gibt sich hier zwischen „Normal“ und Reversed Headstock ein minimal unterschiedlicher Weg beim Benden. Die notwendige Kraft ist aber wegen der Taylor Gleichung für unterschiedliche Anordnungen der Mechaniken die selbe. Wir sind für die notwendige Kraft aber viel sensibler, als wenn hier 1/100stel mm mehr oder weniger Saitenauslenkung aufzulösen sind.
Daher ist allgemein eher die Wahrnehmung idR: „Merkt man nicht“.

Viel mehr Einfluss hat hier z.B. ein floating Tremolosystem, das beim Benden auch nachgibt und eher spürbar den notwendigen Weg beim Benden verändert.
Doch auch hier „fühlen“ sich Hardtail und Tremologitarren nicht grundsätzlich so unterschiedlich an.
(Das da ungleiche Doubelstops Bendings (B-Bender Licks…) auf Tremologitarren nicht ordentlich funktionieren ist dann wieder ein anderes Thema…).
 
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Hi Leute,
also mit nem wissenschaftlichen Gefecht habe ich gar nicht unbedingt gerechnet.

Soweit zieh ich mal den Schluss, dass es keine Überlegung wert ist, wenn man sich nicht an das umgekehrte Stimmen gewöhnen will :D
 
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Korken
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OldRocker
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So würde ich das nicht sagen, aber auch die Wissenschaft würde ich nicht beachten.
Wenn du Möglichkeit hast sowas einfach selbst in einem Laden zu testen/spüren, erst danach wirst du wissen ob es für dich relevant sein kann oder nicht.
Ich hatte mir davor nie eine Kopf darum gemacht, ich war nur positiv überrascht ob des Spielgefühles beim benden.

Wie ich schon geschrieben habe, ich spüre es, teilweise sogar deutlich - aber am Ende wäre es für mich dennoch kein Kaufkriterium bzw. in deinem Fall Bauanweisung. Es ist ja jetzt nicht so als ob ich mit der einen Gitarre Stahlträger bende und mit der anderen nur Luft.

Ich würde dich meine testen lassen, müsstest dann aber in Richtung Heilbronn kommen
 
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