REICHE-(R)EVOLUTION

Klangone

HCA Percussion
HCA
Zuletzt hier
21.11.25
Registriert
28.12.07
BeitrÀge
1.995
Kekse
6.211
Jost Reiche hat eine neue Serie entworfen - und was er dazu im April gesagt hat, macht natĂŒrlich neugierig:
https://www.facebook.com/pages/Reich...50455041675201
Es ist soweit, die ersten Exemplare unserer neuen Serie sind fertig!!! Hier ein paar Fotos von Quinto, Conga und Tumba unseres Endorsers Markus Ostfeld. Diese drei Modelle sind nun auch fĂŒr Euch verfĂŒgbar! Requinto und Super Tumba gehen nun in die Produktion und sind bald ebenfalls erhĂ€ltlich! Die neuen Congas klingen dank einer neuen, einzigartigen Fellauflage wesentlich prĂ€senter, klarer und direkter! Der Sound hat uns so sehr ĂŒberzeugt, dass wir die bisherigen Modelle nicht mehr herstellen werden!


Das klingt natĂŒrlich super, und was Markus Ostfeld dazu meint auch:
Die neuen Reiche Congas schlagen alle von mir bisher gehörten Congas... der Wahnsinn!!!


Man darf also auf weitere Erfahrungsberichte gespannt sein. Nichts dass die "alten" Reiche Congas nicht auch schon exzellent geklungen hÀtten...1a- Congas halt:)
Optisch erinnern die Sideplates diese Congas ja an Gon Bops bzw. es sind die von der Markus-Ostfeld Signature-Serie:



Das Holz ist wohl das gleiche geblieben, aber ich bin sehr neugierig, was sich bei der Fellauflage getan hat
und wie sich die neuen Congas spielen... Haben Conga &Tumba evtl. sogar noch mehr als 7 Spannhaken?

Hier sieht man nochmal schön die (r)evolutionÀre Entwicklung dieser wunderschönen Top-Congas:
https://www.facebook.com/pages/Reich...=photos_stream
 
Eigenschaft
 

Leider habe ich spontan nicht soo viel Zeit, aber folgende Fragen stelle ich mir:
Liegt es tatsĂ€chlich an der Fellauflage? Mir kommt es vor, als hĂ€tten die neuen Reiches vor allem ein anderes Shaping. Im Gegensatz zu den alten Modellen mehr so wie bei anderen Herstellern ĂŒblich (also konventioneller). Ein nach oben versetzter Bauch könnte doch auch sehr große Auswirkungen auf PrĂ€senz, Klar- und Direktheit haben.

Den Fans manufaktorieller Trommelbaukunst (ich eingeschlossen) drĂŒcke ich ganz doll die Daumen, dass es sich hierbei nicht um Aussagen handelt, hinter denen eine (zumindest teilweise) Produktionsverlagerung nach Fernost steckt. Nach all der Aufmerksamkeit, die Reiche-Trommeln inzwischen in Foren entgegengebracht wird, wĂ€re das ein Schritt, zu dem sich viele Hersteller aufgrund gestiegener/gesicherter Nachfrage entschließen.

Das klingt natĂŒrlich super, und was Markus Ostfeld dazu meint auch: [...]
Zu den eigenen Signature-Sachen muss ein Endorser sich selbstverstĂ€ndlich euphorisch Ă€ußern. Aber etwas weniger reißerisch, wĂ€re fĂŒr mein GefĂŒhl sehr viel glaubwĂŒrdiger.

Haben Conga &Tumba evtl. sogar noch mehr als 7 Spannhaken?
Die Frage stelle ich mir schon lĂ€nger: Ist das fĂŒr die Fellstimmung bzw. -stimmbarkeit ĂŒberhaupt gut? WĂ€ren nicht 3 Haken an einen entsprechend stabileren Spannring besser? Oder vielleicht 4 Haken, wenn man die unterschiedliche Dehnbarkeit von Naturfellen in LĂ€ngs- und Querrichtung mit einbezieht? Bei 7 oder 8 Haken bin ich fast der Meinung, dass das nur positiv zu bewerten ist, wenn der Spannring entsprechend flexibel auf die einzelnen ZugkrĂ€fte reagieren kann.

FĂŒr die Übertragung der ZugkrĂ€fte auf den Korpus ist eine höhere Anzahl von Haken natĂŒrlich besser.
 
  • Ersteller
  • #3
Den Fans manufaktorieller Trommelbaukunst (ich eingeschlossen) drĂŒcke ich ganz doll die Daumen, dass es sich hierbei nicht um Aussagen handelt, hinter denen eine (zumindest teilweise) Produktionsverlagerung nach Fernost steckt. Nach all der Aufmerksamkeit, die Reiche-Trommeln inzwischen in Foren entgegengebracht wird, wĂ€re das ein Schritt, zu dem sich viele Hersteller aufgrund gestiegener/gesicherter Nachfrage entschließen.

DAS glaube nun ganz gewiss nicht, das kann ich mir bei Jost Reiche beileibe nicht vorstellen.
Klar, eine gewisse Aufmerksamkeit genießen Reiche-Congas - aber zu Recht meiner Meinung nach:
Ganz im Gegensatz zu den Standardtrommeln von LP, Meinl, Pearl & Konsorten klingen die einfach um LĂ€ngen besser, und das bedeutet hier: anders als der gemeine thailĂ€ndische Gummibaum-mit-WasserbĂŒffel-Standard ;-)
Dazu kommt, dass sie handwerklich perfekt und optisch sehr ansprechend sind.

Ist das fĂŒr die Fellstimmung bzw. -stimmbarkeit ĂŒberhaupt gut? WĂ€ren nicht 3 Haken an einen entsprechend stabileren Spannring besser? Oder vielleicht 4 Haken, wenn man die unterschiedliche Dehnbarkeit von Naturfellen in LĂ€ngs- und Querrichtung mit einbezieht? Bei 7 oder 8 Haken bin ich fast der Meinung, dass das nur positiv zu bewerten ist, wenn der Spannring entsprechend flexibel auf die einzelnen ZugkrĂ€fte reagieren kann.

Mehr Spannhaken verteilen in der Tat nicht nur die ZugkrÀfte schonender auf den Korpus, sondern erleichtern das genaue Stimmen ungemein. Meine Erfahrung ist zwar die, dass man auch Congas mit 5 Spannhaken gut stimmen kann (weniger fÀnd ich problematisch), aber bei 7 Spannhaken, wie Reiche und Delaporte-Congas sie haben, sind feinste Nuancen leichter und stimmstabiler zu realisieren.

Ja, die neuen Trommeln sind etwas weiter oben bauchig. Das erinnert mich etwas an die Meinl Woodcrafts, aber die Reiches haben die schöneren Rundungen :) Und sind immer noch unverkennbar Reiche.

Naja, und die Sideplates sind wie gesagt wie von Gon Bops, nur etwas kleiner - grĂ¶ĂŸer wĂ€re ja auch bei der Anzahl nicht wirklich nötig ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

DAS glaube nun ganz gewiss nicht, das kann ich mir bei Jost Reiche beileibe nicht vorstellen.
Ich kenne den Mann nicht persönlich, aber QualitĂ€tsproben asiatischer Auftragnehmer haben schon einige ĂŒberzeugt, von denen ich das auch nicht gedacht hatte. Man muss ja sehen, dass in der seriellen Conga-Fertigung viele Fertigungsschritte mit Arbeit verbunden sind. Und irgendwann hat vielleicht auch Herr Reiche keine Lust mehr, Magonistaub auszuhusten bzw. zu schlucken. Und wenn dann ein freundlicher Mann aus Taiwan mit einem Katalog erscheint, aus dem ersichtlich ist, dass seine Firma bereits die Korpusse von LP, Tycoon u. a. fertigt, außerdem zeigt, wieviele SonderwĂŒnsche (z. B. OberflĂ€chenbearbeitung) möglich sind ...

Vielleicht ergibt sich außerdem, dass im nĂ€chsten PJ-Container noch ein wenig Platz ist. Da kann man schon neugierig werden und sich einfach mal ein paar Vorgaben fĂŒr einen neuen Prototypen ĂŒberlegen. Nach Lieferung montiert man dann seine eigene Hardware und die guten Rinderfelle, stellt keine klanglichen Defizite fest, rechnet nochmal konkret nach ist erstaunt.

klingen die einfach um LĂ€ngen besser, und das bedeutet hier: anders als der GthailĂ€ndische Gummibaum-mit-WasserbĂŒffel-Standard.
Dazu kommt, dass sie handwerklich perfekt und optisch sehr ansprechend sind.
Ob man nun eine Fuhre afrikanisches Mahagoni nach Vechelade/Germany dirigiert oder an einen Ort in Asien, dĂŒrfte eigentlich keinen so großen Unterschied machen. Die Endmontage inkl. Fellaufziehen behĂ€lt man sich fĂŒr die heimische Werkstatt vor. Bestes Beispiel fĂŒr diese Praxis wĂ€re Schalloch, wo die das dann fĂŒr ihr Badge mit dem Hinweis auf Hamburg ausschlachten

Mehr Spannhaken verteilen in der Tat nicht nur die ZugkrÀfte schonender auf den Korpus, sondern erleichtern das genaue Stimmen ungemein.
In der Umkehrung des Prinzips, dass ein Dreibein immer sicher steht, wĂŒrden m. E. auch drei ZugkrĂ€fte optimal sein, wenn der Spannring die entsprechende Steifigkeit hat.

Angesichts der Dehnbarkeitsunterschiede eines Fells (lĂ€ngs zu quer) wĂŒrde ich vier Haken zu diesen beiden Richtungen um 45 Grad versetzt positionieren, sodass sie jeweils mit gleicher Zugkraft wirken können. Bei fĂŒnf Haken sind solche GrundĂŒberlegungen nicht mehr möglich. FĂŒr noch mehr Haken spicht evt., dass mit ihnen einzelne Fell-Unebenheiten (Vernarbungen in Randbereichen) stimmungsmĂ€ĂŸig genauer ausjustiert werden können. Andererseits ergibt sich das Problem (vor allem bei dickeren Fellen), dass jede einzelne VerĂ€nderung der Zugkraft eines Hakens Auswirkungen auf die ZugkrĂ€fte der (nahe-) benachbarten Haken bewirkt. Da wĂ€re es am Ende unter UmstĂ€nden gut, wenn der Spannring nicht allzu steif ist und geringe KrĂ€fte-Unterschiede selbstĂ€ndig ausgleichen kann.

NĂ€chste Frage, die ich mir stelle: Ein Naturfell zieht sich im Laufe einer bestimmten Zeit ja auch selbstĂ€ndig zurecht und gleicht damit die Spannungsunterschiede aus. Kann das nicht weitaus gesamtflĂ€chiger passieren, wenn nur vier Haken ziehen? In Anlehnung an das, was WilliamBasie zum Spannprinzip alter Sonor-Bongos geschrieben hat, könnte man womöglich behaupten, dass sich fĂŒr ein Fell immer besser auswirkt, wenn es so ganzheitlich wie möglich gezogen wird. Acht Einzelpunkte könnten am Ende zu einem eher schlaffen Mittelbereich fĂŒhren, weil sich KrĂ€fte zwischen nahe beieinanderliegenden Randbereichen ausgleichen mĂŒssen. Kann mir jemand folgen?

Und sind immer noch unverkennbar Reiche.
Woran machst Du das fest? Man mĂŒsste die mal neben einem Satz LP Classics sehen. Sind es denn ĂŒberhaupt noch Mahagoni-Korpusse? Ich fand die frĂŒhere Farbe ja sehr schön und wĂŒrde daran einen großen Wiedererkennungseffekt knĂŒpfen. Warum jetzt diese gebeizte Verschleierung?

Die Hardware von Reiche fand ich bei den alten Modellen nicht so gelungen. Stabil genug war die bestimmt, aber so sah sie nicht aus.
 
  • Ersteller
  • #5
Tja, man könnte vielleicht einfach mal beim Meister persönlich nachfragen, worin die Unterschiede nun genau liegen zur bisherigen Serie.
Farbe, Form, Auflagekante, das mag zwar ein wenig anders zu sein.
Das Holz sieht fĂŒr mich durchaus wie das afrikanische Mahagoni aus, das Jost seit Jahrzehnten verbaut.


NĂ€chste Frage, die ich mir stelle: Ein Naturfell zieht sich im Laufe einer bestimmten Zeit ja auch selbstĂ€ndig zurecht und gleicht damit die Spannungsunterschiede aus. Kann das nicht weitaus gesamtflĂ€chiger passieren, wenn nur vier Haken ziehen? In Anlehnung an das, was WilliamBasie zum Spannprinzip alter Sonor-Bongos geschrieben hat, könnte man womöglich behaupten, dass sich fĂŒr ein Fell immer besser auswirkt, wenn es so ganzheitlich wie möglich gezogen wird. Acht Einzelpunkte könnten am Ende zu einem eher schlaffen Mittelbereich fĂŒhren, weil sich KrĂ€fte zwischen nahe beieinanderliegenden Randbereichen ausgleichen mĂŒssen. Kann mir jemand folgen?

Leider nein, ich glaube, da irrst Du Dich. Wenn ein Fell "ganzheitlich" gezogen werden soll, dann meines Erachtens mit so vielen Spannmöglichkeiten wie möglich.
Schau Dir doch mal andere Trommeln an, z.B. Kpanlogos oder auch Djembes: Da gibt es doch eine fast durchgehende "Fell-Zug-Vorrichtung", und zwar nicht von ungefÀhr!
kpanlogo1.jpg PRO-GHANA-2.jpg
Aber vielleicht könnte man/könntest Du ja mal einen heroischen Selbstversuch machen und eine 6hakige Conga Conga nur mit 3 oder vier Spannhaken spannen?
Ich habe gerade keine Lust das zu machen, glaube nĂ€mlich, dass die guten Congafelle dann ganz schön schlabbern wĂŒrden.


Die Hardware von Reiche fand ich bei den alten Modellen nicht so gelungen. Stabil genug war die bestimmt, aber so sah sie nicht aus.
Nun ja, 7 mal vier Schrauben sprachen doch schon immer eine deutliche Sprache. Außerdem sind die Spannringe und Haken superstabil sowie exzellent verchromt gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • GefĂ€llt mir
Reaktionen: Congaman und (gelöschtes Mitglied)
  • Ersteller
  • #7
Bring den Beweiss oder lass es sein, hier im Forum einen angesehenen Hersteller zu verdÀchtigen !

Ja, dieses "vielleicht" hat nicht wirklich eine Grundlage.
Und ich halte es gelinde gesagt fĂŒr einigermaßen verwegen, derartige Verschwörungstheorien bei einer kleinen Congamanufaktur zu hegen, die eben bewusst gerade andere Wege gegangen ist als fast alle anderen deutschen Hersteller (mir fĂ€llt da nur noch Munz & Simonsen ein): massive Dauben, beste Felle, Verarbeitung ohne jeglichen Makel und mit Sinn fĂŒr Ästhetik.

Übrigens: Hast Du eigentlich jemals Reiche-Congas gespielt, Zambamba?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Ersteller
  • #8
Hier noch ein Foto:
Reiche Conga_neu.jpg
"Die Neue" sieht super aus, finde ich.
 
  • Ersteller
  • #9
  • #10
Wenn ein Fell "ganzheitlich" gezogen werden soll, dann meines Erachtens mit so vielen Spannmöglichkeiten wie möglich.
Schau Dir doch mal andere Trommeln an, z.B. Kpanlogos oder auch Djembes: Da gibt es doch eine fast durchgehende "Fell-Zug-Vorrichtung", und zwar nicht von ungefÀhr!
Das ist richtig. Aber bei den genannten Trommeln gibt es keinen planen und steifen Stahlring, der nach unten gezogen wird. Wegen dieses Stahlrings, sofern er sich nicht verbiegt, sollte eigentlich das Prinzip eines dreibeinigen Tisches gelten. Das heißt, jede Umdrehung einer Spannmutter betrifft das Fell als Ganzes. Vielleicht wĂ€ren auch vier Haken sinnvoll, weil ein Fell zwei unterschiedliche ZugkrĂ€fte besitzt, die rechtwinkelig zueinander verlaufen. Wenn man ganz penibel daran gehen möchte, könnte man ĂŒberlegen, ob das Fell mit seinen Richtungen zu den vier Haken orientiert sein sollte oder um 45 Grad gedreht (weil dann jeder Haken mit den selben GegenkrĂ€ften konfrontiert ist). Das Spannprinzip von Bongos wĂ€re in meinen Augen deshalb optimal, was durch die Höhe und Form von Congas nicht verwendet werden kann. Dem nahe kommen vielleicht die Floatunes von Meinl, wobei ich nicht weiß, wie belastbar die Krallen an der unteren Öffnung sind.

In Anbetracht der unterschiedlichen Dehnungsrichtungen von Fellen ist es vielleicht eine Recherche wert, ob man beim Bestellen von Rinderpergament darauf achten sollte, dass es von Stieren und nicht von KĂŒhen stammt. Leider habe ich im Internet (Leder-Lexikon und anderes) nicht viel Aufschluss dazu bekommen. Meine Vermutung ist, dass die besondere Festigkeit von Maultierfell darauf zurĂŒckzufĂŒhren ist, dass diese Tiere keinen Nachwuchs bekommen und deshalb eine besondere Dehnbarkeit in eine Richtung nicht nötig ist.

ZurĂŒck zu der 6-Haken-Frage. FĂŒr die Fell-Stimmbarkeit sind so viele Haken wahrscheinlich nicht nötig, wenn, wie gesagt, der Spannring plan und steif ist. Ein einzelner Haken, der geringfĂŒgig krĂ€ftiger zieht als seine beiden Nachbarn, bewirkt, dass diese weniger ziehen. Und wenn der Spannring wirklich steif ist, bildet sich sowieso mit grĂ¶ĂŸter Wahrscheinlichkeit eine Dreiecks-Konstellation (wahrscheinlich genauso wie es bei einem sechsbeinigen Tisch der Fall wĂ€re). Eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Haken verteilt aber natĂŒrlich die ZugkrĂ€fte auf entsprechend viele Ansatzpunkte am Korpus. Streng genommen wĂ€re ein umlaufender Konterring, der ebenfalls steif bzw. in einer Nut versenkt ist, aber die bessere Lösung als die in einzelne Dauben geschraubten Halterungen.

Im Grunde genommen ist das Spannprinzip einer Djembe, bei der der obere Spannring relativ formbar ist, die konstruktiv gĂŒnstigere Lösung. Die SchnĂŒre im Verbund mit einem relativ biegsamen Stahl-Rundeisen werden sich mit der Zeit immer zu einer sehr gleichmĂ€ĂŸigen Spannung hinziehen, denke ich. Die Mini Congas von Kevin ... (RHD) gefallen mir z. B. sehr gut.

CongaAshikoHybridFinal.jpg


CongaAshikoHybridShell.jpg


Problematisch könnte sich bei unserem Klima aber auswirken, dass dicke Congafelle mehr arbeiten als dĂŒnne Djembe-Felle. Das Handling wĂ€re deshalb eventuell ziemlich mĂŒhselig.
 
  • Ersteller
  • #11
. Eine grĂ¶ĂŸere Anzahl von Haken verteilt aber natĂŒrlich die ZugkrĂ€fte auf entsprechend viele Ansatzpunkte am Korpus.
Das ist der Punkt, der von Anfang an klar war.
Abgesehen davon hat die Entwicklung der BeitrÀge so langsam nicht mehr so viel mit dem Thema bzw. meinem Ausgangspost zu tun...
Wie auch immer:
Streng genommen wÀre ein umlaufender Konterring, der ebenfalls steif bzw. in einer Nut versenkt ist, aber die bessere Lösung als die in einzelne Dauben geschraubten Halterungen.

Im Grunde genommen ist das Spannprinzip einer Djembe, bei der der obere Spannring relativ formbar ist, die konstruktiv gĂŒnstigere Lösung. Die SchnĂŒre im Verbund mit einem relativ biegsamen Stahl-Rundeisen werden sich mit der Zeit immer zu einer sehr gleichmĂ€ĂŸigen Spannung hinziehen, denke ich.
Das sind wohl bedenkenswerte AnsĂ€tze, und Djembe und Co. haben ja schließlich das perfekte free-floating System.
Aber Du sagst es ja selbst:
Problematisch könnte sich bei unserem Klima aber auswirken, dass dicke Congafelle mehr arbeiten als dĂŒnne Djembe-Felle. Das Handling wĂ€re deshalb eventuell ziemlich mĂŒhselig.

Das ist allerdings eher andersrum: DĂŒnne Felle sind sehr temperaturempfindlich bzw. arbeiten zwar sogar noch mehr (z.B. bei trockener Heizungsluft), aber wie auch immer, das mit der Felldicke ist letztlich der Punkt bei Congas!

Von daher denke ich, dass das mit den 5-7 Spannhaken bei Congas schon ziemlich in Ordnung geht (wenn man nicht eine SchnĂŒrconga haben will).
Eine einigermaßen gleiche Fellspannung und demzufolge ein runder, klarer Ton ist schließlich mit dieser Zahl von Spannhaken problemlos möglich.
Nach wie vor halte ich angesichts der Dicke von Congafellen (1.5 bis 5 mm) die Idee, eine optimale Fellspannung mit 4 oder gar nur 3 Punkten hinbekommen zu können aus den genannten GrĂŒnden fĂŒr abwegig.
Und Jost Reiches Ansatz mit 7 Spannhaken fĂŒr Ă€ußerst gelungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Nach wie vor halte ich angesichts der Dicke von Congafellen (1.5 bis 5 mm) die Idee, eine optimale Fellspannung mit 4 oder gar nur 3 Punkten hinbekommen zu können aus den genannten GrĂŒnden fĂŒr abwegig.
Wenn der Spannring plan und steif ist und sich deshalb nur im Ganzen in der Ebene justieren lĂ€sst, sind logischerweise drei Verstellpunkte (idealerweise als gleichseitiges Dreieck angeordnet) optimal. Alles andere macht in Bezug auf die Fellspannung nur Sinn, wenn der Spannring in sich flexibel auf Unterschiede benachbarter Haken reagieren wĂŒrde.

Und Jost Reiches Ansatz mit 7 Spannhaken fĂŒr Ă€ußerst gelungen.
FĂŒr die Spannungsverteilung auf den Korpus evt. sinnvoll.
 
  • Ersteller
  • #13
Wenn der Spannring plan und steif ist und sich deshalb nur im Ganzen in der Ebene justieren lĂ€sst, sind logischerweise drei Verstellpunkte (idealerweise als gleichseitiges Dreieck angeordnet) optimal. Alles andere macht in Bezug auf die Fellspannung nur Sinn, wenn der Spannring in sich flexibel auf Unterschiede benachbarter Haken reagieren wĂŒrde.

Ganz ehrlich, ich kann Deine Auffassung immer noch nicht nachvollziehen: bei Congas ist ne wahnsinnige Spannung drauf, da wĂŒrde sich bei nur drei Verstellpunkten garantiert der im Fell befindliche Drahtreifen biegen!
 
  • GefĂ€llt mir
Reaktionen: HPBrass
  • #14
Ähh? Der im Fell befindliche Drahtreifen wird vom darauf sitzenden Spannring nach unten gedrĂŒckt. Wenn letzterer steif ist, kann es dem ersteren völlig wurscht sein, mit wievielen Haken der Zug erzeugt wird.
 
  • Ersteller
  • #15
Der im Fell befindliche Drahtreifen wird vom darauf sitzenden Spannring nach unten gedrĂŒckt. Wenn letzterer steif ist, kann es dem ersteren völlig wurscht sein, mit wievielen Haken der Zug erzeugt wird.

Wenn... Ich habe schon schlimm verzogene Spannreifen gesehen, wenn die Spannhakitos lĂ€ngerfristig ungleichmĂ€ĂŸig angezogen waren oder gar ein Spannhaken fehlte, und das nicht nur bei No name-Congas. Ist natĂŒrlich auch eine Frage der QualitĂ€t des Materials.
Wie gesagt, da sind mir zu viele Variablen drin in der Gleichung "3 Spannpunkte = reicht". Probier es doch einfach mal bei einer von Deinen Congas aus. Ich bin aus diesem Spiel raus.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
So habe ich es in dem Beitrag, den Du nicht nachvollziehen konntest, geschrieben:
Wenn der Spannring plan und steif ist und sich deshalb nur im Ganzen in der Ebene justieren lĂ€sst, sind logischerweise drei Verstellpunkte (idealerweise als gleichseitiges Dreieck angeordnet) optimal. Alles andere macht in Bezug auf die Fellspannung nur Sinn, wenn der Spannring in sich flexibel auf Unterschiede benachbarter Haken reagieren wĂŒrde.
WÀre jetzt also zu fragen, ob Reiche-Spannringe 7 statt 5 oder 6 Haken benötigen, um sich in der Ebene plan zu halten.
 
  • Ersteller
  • #17
Zuletzt bearbeitet:
  • GefĂ€llt mir
Reaktionen: HPBrass
  • #18
Oder 3, 4 oder 8 - Zusatzzahl?
Genau so sehe ich das auch. Wenn 7 besser als 6, dann vielleicht 8 auch besser als 7. Nach oben gibt es jede Menge Spielraum. Mehr als eine Sideplate pro Daube wĂŒrde ich allerdings fĂŒr extrem ĂŒbertrieben halten. ;)

Frag doch Jost Reiche selbst:
Wer gerade auf der Suche nach hochwertigen Congas ist, sollte von dieser Möglichkeit unbedingt Gebrauch machen. Man könnte auch noch andere Hersteller anrufen, warum sie der Meinung sind, mit 5 oder 6 Haken auszukommen. Mir reicht, mich mit interessierten Menschen ausgiebig ĂŒber solche Sachen auszutauschen. :)
 
  • Ersteller
  • #19
Ich hol nochmal was aus der Versenkung.

Komisch: Mir ist letztens eine Reiche-Conga mit nur 6 Spannhaken begegnet, die ĂŒberdies auch noch 77,5cm statt der standardmĂ€ĂŸigen 75cm hoch ist (hab nachgemessen).
Der Spieler konnte mir nicht wirklich viel sagen ĂŒber die Trommel, er hatte sie aus zweiter Hand.
Ob das ein Sonderanfertigung von Jost Reiche gewesen ist?:gruebel:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Schade, kann man hier keine eigenen Bilder mehr hochladen ?

Ich hab doch Bilder von meinen 3 neuen Reiche Revolution Schnuckis :-)

GrĂŒĂŸe Peace
 
ZurĂŒck
Oben