Einstiegshilfe, brauche kurzen Rat!

  • Ersteller Portishead
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Muss es denn immer ein Rohdiamant sein??

Sagen wir es so: es kann nicht immer einer sein.

Ich finde das übrigens gerade im musikalischen Bereich etwas anstrengend, dass nach Rohdiamanten Ausschau gehalten wird ;)

Von "Ausschau halten" habe ich nichts gesagt.

Ich glaube, dass viele Metal/Rock oder auch Punkbands unter diesem Aspekt direkt ihre Sänger abschieben müssten :gruebel:

Warum ? Singen bzw. Musizieren darf jeder, das schreibe ich nun zum dritten Mal. Auch ein Schrammelgitarrist, der nur 3 Akkorde beherrscht, kann eine Band finden, die ihn nimmt.
 
Meinst du denn, dass das obene beschrieben eher aus frühkindlicher Förderung oder Genen (Talent) stammt?? Denn normalerweise wird die Entwicklung zum Profi stark an dem eigenen Reflektions & Introspektions-Vermögen gemessen (zumindestens aus den Quellen die mir bekannt sind).

Isch habe nischt die giringste Aaaahnung, woher das kommt. Ich bin Musiker geworden, weil die Mädchen drauf standen :) .. eine bessere Motivation kann man sich in der Pubertät kaum vorstellen.
 
Warum ? Singen bzw. Musizieren darf jeder, das schreibe ich nun zum dritten Mal. Auch ein Schrammelgitarrist, der nur 3 Akkorde beherrscht, kann eine Band finden, die ihn nimmt.

Nein, so meinte ich das nicht. Das "dürfen" klar. Aber auch das "gut finden" der allgemeinen Bevölkerung geht nicht immer nach dem Professionalitätsgrad ;) Sogar wenn die Person nicht extrem viel Talent mitbringt und technisch Top-Fitt ist, so kommt dennoch gern eine überwältigende Leistung bei rum.

@Antipasti
*head desk* Der Grund "weil die Mädels drauf stehen" ist wahrhaft genial :D ... Sollte ich im Hinterkopf behalten :cool:
 
*head desk* Der Grund "weil die Mädels drauf stehen" ist wahrhaft genial :D ... Sollte ich im Hinterkopf behalten :cool:

Ich glaube tatsächlich, die Art und Ehrlichkeit der Motivation spielt eine große Rolle. Der oben genannte Grund war anfänglich der Anlass. Aber sehr schnell sind alle anderen Sachen ins Hintertreff geraten und aus dem "Musik machen wollen" wurde "machen müssen" ... klingt Kitschig: aber Musik öffnet tatsächlich Türen zu anderen Welten. Sofern man sie nicht nur allein zu Hause macht.
 
Hi, Du ....
Lies Dir doch noch einmal durch, was Du von Dir geschrieben hast - da kommst Du Dir selbst schon ein wenig auf die Schliche:)
Gaaaaaaaanz wichtig - wenn nicht das Wichtigste überhaupt (bei mir ist das so) - DIR! auf die Spur zu kommen - bzw. Deiner ganz persönlichen Geschichte. Deinem schlechten? Körpergefühl - bzw. WARUM ist das schlecht??? Ausgraben und mit allem, was Du hast in ein GUTES! umwandeln. Das geht ... glaub mir das ..... ich hab dran gearbeitet - wild! entschlossen!
Ich habe vor 2 Jahren meine `Schulband` reaktiviert, nach vielen Jahren, weil ich IMMER! singen wollte. Herzenswunsch durch und durch. Ich wußte, dass Potenzial da ist (wenn ich mir zugehört hab in der Wanne :D) . Bei den ersten Treffen hab ich KEINEN! halbwegs schönen Ton rausgekriegt - angstschlotternd mit meinen Jungs im Proberaum gestanden (die kamen aber immer wieder und glaubten an mich ...).
Heute singe ich - und das hat mit dem Aufdröseln meiner Geschichte zu tun - vielleicht passt das auch ein wenig auf Dich ... DU bist Dein Instrument - und die Seele und das Herz und der Glaube muß freigeschaufelt werden, damit man diese Komponenten hören kann. Das berührt die Menschen - die Seele muß mitsingen und der Körper muß mitmachen. Verstehste noch was? Hope so.
SING DOCH! Hör Dir zu - nimm Dich auf ... spiele es Deinen Freunden vor und höre ihre Rückmeldungen. LOS! ANFANGEN! Es wird dauern ... aber trau Dich und mach das ... und es werden sich auch Wege auftun ...... Sing uns doch mal was vor! :) Hier sind so tolle Menschen, die Dir etwas mitgeben können und Dir Tips und Anregungen geben - auch ohne, dass Du jetzt eine Bank überfallen mußt .. *GO FOR IT!*
 
Ein guter Sänger erkennt einen anderen guten Sänger eigentlich sofort, selbst wenn der noch ganz am Anfang steht - der "Rohdiamant" scheint immer schon durch. Ein schlechter Sänger bleibt meistens auch ein schlechter Sänger; er kann sich verbessern, wird aber den guten Sänger nie einholen.
Singen dürfen trotzdem alle, aber das schrub ich ja bereits ;)

Hallo Bell* und alle anderen...

das macht mich neugierig. Du bist doch Gesangslehrerin, richtig?? Was sagst du jemanden, der zu dir kommt um Unterricht zu nehmen, bei dem/der du aber sofort in der 1. Stunde merkst, dass leider kein solcher "Rohdiamant" in der Person schlummert? Wenn du ehrliches Feedback gibst, ist derjenige doch sofort entmutigt und wird es vermutlich gar nicht weiter versuchen wollen, zumindest wenn er an sich selbst den anspruch stellt, ein ~guter Sänger~ (ist ja was anderes als ~Profi~, oder??? :gruebel:) zu werden - und das tut doch jeder, der Unterricht nehmen will schätze ich...?!? Wenn du aber nun nichts weiter darüber sagst - aber von vornherein weisst, dass er/sie nie gut sein wird - ist das dann für dich nicht vergebliche "Liebesmüh"?? Oder wie muss ich mir das vorstellen???

Ich danke dir (bzw. euch, falls noch wer mag :)) vorab für Aufklärung!

Viele liebe Grüße
despairia
 
Wenn du ehrliches Feedback gibst, ist derjenige doch sofort entmutigt und wird es vermutlich gar nicht weiter versuchen wollen,

Wenn ein GL sagt "das kann man verbessern", dann ist ehrlich und entmutigt auch niemanden.

Denn wie Bell* ja sagt, dürfen auch nicht-Rohdiamanten an ihrer Stimme arbeiten. Und eine Verbesserung ist niemals vergebliche Liebesmüh.

Zum GU gehen mit dem Ansatz "Los, mach mich Popstar" ist eh humbug.
 
Hallo despairia,
nicht jeder, der zum Gesangsunterricht kommt, strebt gleich eine semiprofessionelle oder professionelle Schiene an. Es gibt auch jede Menge Leute, die nur für sich singen möchten, im Hobbychor sind, oder mit der Familie musizieren wollen. Und ich versuche jede Stimme zu verbessern, glaub mir. Das gelingt meistens auch.
Es kommt darauf an, wie weit Selbstbild und Realität auseinanderklaffen.
Wenn jetzt - das ist nur ein Beispiel - ein Mädel zu mir kommt, das von einer Pop- oder Musicalkarriere träumt, evtl. bei einem Casting oder einer Aufnahmeprüfung vorsingen will und ich hören kann, daß das nichts wird, dann bin ich ehrlich. Sehr ehrlich. Aber ehrlich zu sein heißt nicht, bösartig zu sein!
Dieser Person steht es selbstverständlich völlig frei, zu einem anderen GL zu gehen. Es ist wie mit einer ärztlichen Diagnose: am besten zwei Meinungen einholen, es sagt eh jeder etwas anderes ;)
 
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Ja schon klar. Aber wenn der GL sagt, "du wirst nie gut sein"... darauf war meine Frage bezogen. Das mit dem "ehrlich antworten" war nicht richtig formuliert so, Entschuldigung.

War jetzt auf Antipasti's Antwort bezogen.
 
antipasti schrieb:
Jetzt nur mal so, ohne unbedngt Recht haben zu wollen: was macht dich da so sicher? Und warum wehrst Du Dich so vehement dagegen, dass es vielleicht einfach auch anders sein könnte? Es kann dir doch auch eigentich egal sein. Es redet dabei ja niemand von Dir.

Ich fühl mich auch nicht angesprochen, keine Sorge. Bin ja zum Glück eine von jenen, die es jemals über den Laienstatus hinaus schafften. So sicher macht mich a) dass man "der schafft es nie" in keinster Weise pauschal sagen kann. Also lässt die Aussage "es gibt Sänger die es nie über den Laienstatus hinaus schaffen" genügend Spielrum, das Gegenteil aufzuzeigen. Und b) ist es bedeutend einfacher zu 'belegen' dass es nunmal doch möglich ist, als felsenfest und wasserdicht zu 'belegen' dass es bei Person X niiiemals in ihrem Leben möglich sein wird. Und c) ist es Tatsache, so lange man geistig und anatomisch in der Lage ist, dass jeder die Möglichkeit hat, über den Laienstatus hinaus zu kommen. Und d) bin ich jemand, der weder mich selbst noch andere aufgibt, weil ich e) weiß, dass es nunmal eindeutig möglich ist.

despairia schrieb:
Aber wenn der GL sagt, "du wirst nie gut sein"...

Dann ist das entweder eine unüberlegte Aussage, oder der Lehrer ist einfach nicht in der Lage die notwendige Lehrtätigkeit für diesen Speziellen Schüler bei dem es vielleicht ein wenig mehr Aufwand braucht, zu leisten, gibt das aber nicht zu (wer macht das schon gern) und wählt daher den für ihn einfachsten Weg, es auf das "sowieso nie schaffen" des Schülers zu schieben. Dass die Aussage 'gelogen' wäre, will ich so drastisch nicht sagen, es gibt einfach Lehrer, die wissen- oder können es nicht besser ;)

(es gibt Gesangslehrer, die werden es nie über einen bestimmten Punkt ihrer Lehrtätigkeit hinaus schaffen, wie sehr sie sich auch anstrengen...)
 
Zum GU gehen mit dem Ansatz "Los, mach mich Popstar" ist eh humbug.
Davon abgesehen bezweifel ich ganz stark, dass solche Leute es überhaupt schaffen nur in die Nähe des Titels Popstar zu kommen.

Aus einem anderen Bereich habe ich mal von einem Profi gehört "Doch, doch, die Leute an der Spitze sind verdammt kritikfähig und realistisch - sonst hätten sie es niemals an die Spitze geschafft".

Womit ein zukünftiger Profi wohl niemals sagen würd "los, mach mich binnen von 2 Monaten zum Popstar" sowas ist dann gleich von Beginn an zum Scheitern verurteilt.
 
Hallo Bell*,

Danke für deine Antwort… Mmh verstehe ich schon. Ich strebe doch selber auch keine (semi-)professionellen Ziele an, insofern dass ich auf irgendeine Bühne möchte. Aber unter „guter Sänger“ verstehe ich jemanden, dem man gerne zuhört ;-) … egal was derjenige jetzt damit anstellen will. Und solch ein Ziel hat doch sicher jeder, der zum GU geht, mich eingeschlossen. Vielleicht hast du mit „guter Sänger“ mehr gemeint als ich…

Das glaube ich, dass du zu niemandem bösartig wärst ;-)
 
so lange man geistig und anatomisch in der Lage ist,

Im Grunde sagst du doch das dasselbe wie wir.

Fehlende anatomische/mentale Bedingungen heißt ja nicht gleich "total plemplem und taubstumm"

Demnach sind " fehlende geistige und anantomische Vorausetzungen" das gleiche wie "kein Talent / mangelnde Anlagen" .. nur halt schicker ausgedrückt.



...
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Eilina: Dein Idealismus ehrt dich :) Dahinter sehe ich auch eine positive Sicht auf das was Menschen an Entwicklung möglich ist, wenn sie für etwas wirklich brennen, etwas wirklich, wirklich wollen. Mein bestes Beispiel ist dafür immer die Schülerin von der ich hier schon ein paar Mal geschrieben habe. Sie hat bei Null begonnen, aber sie liebt das Singen. Sie nimmt nicht nur Einzelunterricht, sondern geht auch noch in die Musical-AG und in meinen Pop/Rock Workshop. Sie hat sich immer auf das eingelassen, was ich ihr sagte, fleissig Atemtraining gemacht und inzwischen hat sie einen ganz beachtlichen Stand erreicht für jemanden mit ohne Talent. Sogar musikalisch gesehen hat sich bei ihr viel getan. Sie ist in vielerlei Hinsicht meine beste Schülerin und ich glaube auch, daß ihr Limit noch nicht erreicht ist. Dennoch wäre es falsch nicht auch zu sehen - und ehrlich zu kommunizieren - daß diese Schülerin engere Grenzen hat was den musikalischen Ausdruck als "Sängerin" angeht. Sie singt inzwischen so gut, daß sie auf einem Musikschulkonzert solo singen kann. Aber stell eine von den naturtalentierten Anfängerinnen mit 5 Gesangsstunden daneben und du hörst den Unterschied.

Ich finde auch sehr gut, was antipasti schreibt: Professionalität beginnt dort, wo "Freiheit" im musikalischen Ausdruck erreicht ist, eine gewisse anleitungsunabhängige Ausdrucksfähigkeit. Ich hatte Schülerinnen, deren sängerische Fähigkeiten und deren sängerisches Talent durchaus nicht überwältigend waren, die aber irgendwann an den Punkt kamen, wo sie eigentlich alles singen konnten, was sie wollten - auf ihre eigene Art und Weise. Ich denke an eine Schülerin, die sogar Songs von Shakira oder anderen Individualistinnen nahm und für sich singbar machte. Sie stieg in eine Cover-Band ein und war dort gut erfolgreich. Zwar auf Hobby-Niveau gesanglich gesehen, das aber doch so, daß das Publikum und die Band Spaß an der Sache hat. Ist doch super, oder?

Shana
 
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Ich glaub ich muss mich mal zwischen den Fronten positionieren.

Ich bin selbst kein Naturtalent, sondern musste mir alles erarbeiten. Trotzdem bin ich wohl das, was man Profi nennt, wenns darum geht, mit Gesang(-sunterricht) Geld zu verdienen. Ich konnte anfangs keinen Ton treffen, jetzt studiere ich musik und hab etwa 3 Oktaven Range. Und wie gut ich war, lag massiv am Lehrer.

==> ABER: Es lag auch mindestens genausosehr an mir. Ich hab mich nie hingesetzt und mir gesagt: "Los, mach!", sondern hab selbst was gemacht. Ich habe so viele Stunden Arbeit in üben und Bandproben und Songwriting investiert, mir auf Bühnen die Seele aus dem Leib gesungen, dass es für mich gewissermaßen kein Zurück mehr gab.
Ich hab wirklich so viel für die Musik aufgeben müssen, dass sich manche Menschen fragen, ob das wirklich klug war. Und die wenigsten Menschen bringen diese Opferbereitschaft. Und da trennt sich bei den "Halbedelsteinen" die Spreu vom Weizen.

"Diamanten" habens schon deutlich leichter. :)

lg,
Paul

PS: Übrigens, gebt mir genug Geld - ich mach euch jeden in 2 Monaten zum Popstar. ^^
 
antipasti schrieb:
Demnach sind "fehlende geistige und anantomische Vorausetzungen" das gleiche wie "kein Talent / mangelnde Anlagen"

Das meinte ich eher nicht. Anders ausgedrückt: So lange jemand rein anatomisch
in der Lage ist zu singen und nicht gerade taubstumm oder geistig behindert ist.

Talent ist sicher keine Voraussetzung, um über den Laienstatus hinaus zu kommen.
Ebensowenig bestimmte Veranlagungen. Talent und Veranlagung mögen dabei helfen,
in entsprechender Geschwindigkeit Fortschritte zu machen, doch genügend Leute
haben gesanglich bei null angefangen und es trotzdem weit über den Laienstatus geschafft.

:) . - ~ Glaub' an dich, dann ist dir alles möglich ~ - . :) (es stimmt wirklich)
 
Da spricht ganz offensichtlich die große Weisheit und Lebenserfahrung :rolleyes:. Es ist ja schön, daß Du daran glaubst - und in gewisser Weise stimmt es tatsächlich. Aber leider nicht so, wie Du es interpretierst.
Darüber hinaus gibt es hier verschiedene Definitionen von "Laie", wie mir scheint. Um mich in etwas anderer Wortwahl zu wiederholen: die Technik kann jeder lernen, die Mechanik, die Ausführung, den korrekten Ablauf. Aber einen guten Sänger macht das nicht aus. Das Ganze ist hier wesentlich mehr als die Summe der Teile. Es gibt jede Menge hervorragende Sänger, die von Technik keinen Schimmer haben, genauso wie es jede Menge grottenschlechte Sänger gibt, die ein Buch über Technik schreiben könnten. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Niemand kann alles können. Sonst wären ja alle Menschen gleich - was für ein Alptraum. Übrigens, und das ist nur eine Hypothese, hätte die Menschheit wohl gar nicht so lange überlebt, wenn es tatsächlich so wäre. Teamwork ist der entscheidende Faktor, der uns bis hierher geführt - und wenn ich richtig informiert bin, uns gegenüber dem Neandertaler hat die Überhand gewinnen lassen (Neandertaler sollen auch Sexmuffel gewesen sein, kommt noch erschwerend hinzu...). Das funktioniert aber nur, wenn jeder bestimmte Aufgaben übernimmt, nämlich die, für die es ein besonderes Talent gibt. Der eine macht Klamotten, der nächste ist Jäger, wieder einer macht Waffen, ein anderer ist die Beerenaufspürgranate etc. - es kann nur mit dieser Art Vielfalt gehen. Und diese Art Vielfalt kann es nur geben, wenn wir nicht alle gleich sind und unterschiedliche Fähigkeiten haben.

Niemand kann alles können. Ich habe 8 Jahre Saxophon- und 3 Jahre Gitarrenunterricht bei hervorragenden Lehrern hinter mir, bei beiden war ich damals mit Herz und Seele dabei, hab' geübt wie ein Berserker und bin heute, tadaaaa, ein unfaßbar lausiger Saxophonist und ein Najaaaaa-solala-Gitarrist. Ich kann beide Instrumente bedienen, aber auf keinem davon bin ich gut. Dafür kann ich andere Sachen umso besser, und das ist gut so.
 
Nein.

Ich habe einen Schulkameraden (mittlerweile Dr. mit Professur im Bereich Quantenphysik :eek:), dem ist es nicht möglich, z.B. zu Tanzen. Er beherrscht Tanzschritte von der technischen Seite her (Abfolge usw.) aber ihm fehlt jegliches Gefühl für den "Takt". Er ist selbst nach monatelangem Üben nicht in der Lage, wenigstens per Klatschen einen Rhythmus zu klatschen. Spätestens im 3ten Takt fliegt er raus. :eek:

Es gibt Leute, die können keine Tonhöhen auseinanderhalten. Und bitte baut das nicht für die moderne Medizin in ein Krankheitsbild um. :D
Das könnte man einige Zeit so weiterführen, in jedem Bereich des Lebens und Lernens.
Und manchmal ist es nützlich, wenn einem das auch jemand sagt und nicht versucht, einem das Geld für Tanzstunden aus der Tasche zu ziehen.

Andererseits verstehe ich die ganze Diskussion hier nicht so ganz. Der Weg vom Nichtsänger (-musiker) hin zum Sänger ist weit, hat viele Abzweigungen und es gibt unterwegs einige tolle Kneipen. Talent ist nicht alles, hilft aber enorm. Manchmal hindert es einen aber auch.
So ein bischen hab ich den Eindruck, das es hier darum geht, sich selbst Mut zu machen, um weiter zu kommen, weil man selbst meint, kein Talent zu haben.

Talent ist für mich persönlich gar nicht die Motivation, etwas zu lernen, sondern der Spaß an meinem Tun. Und ich habe nicht das Ziel, Topmusiker zu werden, ich habe das Ziel, besser zu werden.

Was ist den Deine Motivation beim Singen Eilina?
 
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Aber unter "guter Sänger" verstehe ich jemanden, dem man gerne zuhört ;-)

Ich auch.
Es gibt Menschen, die - man stelle sich vor, ohne jemals Unterricht genommen zu haben - mit ihrem Gesang gefallen oder sogar faszinieren. Das sind eben die Diamanten. Das hat erstmal auch nichts mit drei Oktaven Umfang, super Belting und toller Gesangstechnik zu tun - diese Dinge sind eh nur Handwerk. Die kann Dir ein Lehrer natürlich vermitteln. Aber kein Gesangsunterricht der Welt kann dir eine Garantie dafür geben, daß Du mit deinem Gesang Menschen berührst, daß sie Dir gerne und mit Genuß zuhören, daß sie eine Eintrittskarte für Dein Konzert bezahlen. Das können bei weitem nicht alle erreichen.
However.... irgendwie verstehe ich das Problem nicht.
Was wäre denn so furchtbar daran, wenn es so wäre ?
 
Was ist den Deine Motivation beim Singen Eilina?

Meine wunderschöne Singstimme (ich lieb es, mich selbst singen zu hören, das klingt so schön)
und auch das tolle Gefühl beim Singen, schöner als Fliegen. Aber beides in gleichem Maße.

Doch auch, wenn ich nicht so schön klinen würde, ich liebe das Singen einfach. Es vergeht
kein Tag, an dem ich nicht singe, es braucht nur ein bekanntes Lied zu kommen, da kann
ich die Klappe schon nicht mehr halten. Aber ich liebe es auch, mir andere Sänger/innen anzuhören.

Aber unter "guter Sänger" verstehe ich jemanden, dem man gerne zuhört

Es gibt auch manche Profis die 1a singen können, denen ich ganz und gar nicht gerne zuhöre.
 

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