Etwas verspätet: American Doll Posse - Tori Amos

von Ratti, 03.07.07.

  1. Ratti

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    Erstellt: 03.07.07   #1
    Amerikas wohl anspruchsvollste Pianokünstlerin kommt nur 2 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum "The Beekeeper", 1 Jahr nach ihrer 6-CDs-Bootleg-Kollektion und nicht mal 8 Monate nach der "The Piano Collection" mit einem grandiosen neuen Konzeptalbum namens "American Doll Posse", was soviel wie "Amerikanische Puppen-Gang" heißt, zurück in die Ohren ihrer Fans. Nun ja, mehr und weniger "Fans" denn, so habe ich mir sagen lassen, sind viele "Fans", die auf den englischen und deutschen Foren unterwegs sind, zum Großteil nicht begeistert von den 23 Songs, die man in knapp 79 Minuten auf der CD erhören, sprich entdecken kann.
    Dazu kann ich nur sagen: "WTF ?!";
    Tori Amos ist Künstlerin und Kunst lässt sich nunmal nicht wirklich an Erwartungen a la "sie sollte sowas wie Boys For Pele" machen! Und net sowas...." orientieren. Wenn man als alteingessessener "Fan" nicht mit ihren letzten Sachen zurande kommt, sollte man eben den Künstler wechseln....- Eigentlich sollte so etwas eher ans Ende einer Rezension, aber das musste nun doch gleich raus.
    An alle Unsicheren: Das Album ist genial!
    Ich jedenfalls habe mich nach kurzer "Eingewöhnungsphase" totalst in das Album verliebt und kann in dieser Einleitung schonmal festhalten: es ist für mich mit Abstand das abwechslungsreichste und anspruchsvollste was die musikalische Produktion, sowie das interessanteste was den Großteil der Texte angeht von Toris Veröffentlichungen bisher. Wobei ich hier auch anmerken muss, dass sich ein entgültiges Urteil erst nach ein paar Monaten einstellen kann wenn die Songs 'verinnerlicht' sind.

    *Edit nach dem Ende hier eingeschoben*:
    Hätte ich mehr noch mehr Zeit und Muse, hätte ich eine noch längere Rezension bzw. einen längeren Eindrucksbericht gschrieben. Leider nur geht das nicht weil ein Tag bekanntlich nur 24 Stunden hat und ich die Songs aufgrund ihrer großen Anzahl auf dem Album in Bezug auf ihren Inhalt und ihre Bedeutung (für mich) erst nach ein paar Wochen hätte wirklich detailliert eschreiben können; gerade bei einem so geliebten Künstler wir Tori. Hier also eine eher kurze Version (*Edit nach dem Ende hier eingeschoben: es hat ganze 3 Stunden gedauert will ich nicht ohne *grummel* anmerken*):


    Wie bereits erwähnt ist auch "American Doll Posse" nach "Scarlet's Walk" und "The Beekeeper" wieder ein Konzeptalbum. Diesmal hat sich Tori 5 Charaktere geschaffen, die nach eigener Aussage alle einen Teil ihrer Persönlichkeit wiederspiegeln. Als da wären: Tori, Pip, Clyde, Isabel und Santa. Diese Charaktere, zu denen man auch ein visuelles Erscheinungsbild im Booklet oder dem Video zu "Big Wheel" (was übrigens Tori selbst performed) bekommt, sind wiederum teilweise von der griechischen Mythologie inspiriert worden und haben sich im Grunde erst mit der Zeit durch und über die Songs selbst entwickelt:

    Isabel (HisTORIcal) gründet auf der Götting der Jagd, Artemis. Sie ist die Stimme der Songs Yo George, Mr. Bad Man, Devils And Gods, Almost Rosey und Dark Side Of The Sun. Sie ist Photographin und diejenige, die speziell in Bezug auf Politik kein Blatt vor den Mund nimmt... - ein Motto, das Tori auf diesem Album übrigens zur Chefsache gemacht hat, lautet "Das Politische ist persönlich" ( --> "The main message of my new album is: the political is personal. This as opposed to the feminist statement from years ago that the personal is political. I know it has been said that it goes both ways, but we have to turn it around. We have to think like that. I’m now taking on subjects that I could not have been able to take on in my twenties. With Little Earthquakes I took on more personal things. But if you are going to be an American woman in 2007 with a real view on what is going on, you need to be brave, and you need to know that some people won’t want to look at it.").

    Clyde (CliTORIdes) gründet auf der Königin der Unterwelt, Persephone, und ist Stimme der Songs Bouncing Off Clouds, Girl Disappearing, Roosterspur Bridge und Beauty Of Speed. Tori erklärte zu diesem Charakter, dass Clyde ihre emotionalen Wunden auf der Zunge trägt aber doch idealistisch eingestellt sei. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen, die man als unvollständige Person erlebt, versucht herauszufinden an was sie glaubt und befasst sich mit den Enttäschungen, die sie in ihrem Leben erfahren hat.

    Pip (ExpiraTORIal) gründet auf der Göttin des Krieges und der Weisheit, Athena. Sie ist Stimme der Songs Teenage Hustling, Fat Slut, Body And Soul (zusammen mit Santa), Velvet Revolution and Smokey Joe. Sie ist wahrlich eine Kriegerin und scheut die Konfrontation nicht...

    Santa (SanaTORIum) gründet auf der Göttin der Liebe und Schönheit, Aphrodite. Sie ist Stimme der Songs You Can Bring Your Dog, Secret Spell, Body And Soul (zusammen mit Pip), Programmable Soda and Dragon. Sie ist sinnlich und leidenschaftlich.

    Tori (TerraTORIes) Zu guter letzt gründet auf den Landwirtschaftsgöttern Demeter und Dionysus und gibt den Songs Big Wheel, Digital Ghost, Father's Son, Code Red and Posse Bonus ihre Stimme. Sie soll eine Art Karikatur von Tori selbst sein ;)...

    Hier nochmal zur Übersicht die Trackliste inklusive den Charakteren:
    01. Yo George (Isabel)
    02. Big Wheel (Tori)
    03. Bouncing Off Clouds (Clyde)
    04. Teenage Hustling (Pip)
    05. Digital Ghost (Tori)
    06. You Can Bring Your Dog (Santa)
    07. Mr. Bad Man (Isabel)
    08. Fat Slut (Pip)
    09. Girl Disappearing (Clyde)
    10. Secret Spell (Santa)
    11. Devils And Gods (Isabel)
    12. Body And Soul (Pip and Santa)
    13. Father’s Son (Tori)
    14. Programmable Soda (Santa)
    15. Code Red (Tori)
    16. Roosterspur Bridge (Clyde)
    17. Beauty Of Speed (Clyde)
    18. Almost Rosey (Isabel)
    19. Velvet Revolution (Pip)
    20. Dark Side Of The Sun (Isabel)
    21. Posse Bonus (Tori)
    22. Smokey Joe (Pip)
    23. Dragon (Santa)


    Jetzt da das geklärt ist will ich mich daran machen, der wundervollen Komplexität des Albums als Ganzes, den teilweise einfachen und dennoch oder gerade deswegen tiefsinngen Texten als solchen sowie dem wunderbar abwechslungsreichen musikalischen Aspekt des Album einfach nur zu huldigen; wie gesagt leider nicht in der Detailverliebtheit wie ich es mir gewünscht hätte.


    Das Statement "das Politische ist persönlich" fängt Dank Isabel gleich beim Opener an, dem 1:25 minütigen Yo George, das offensichtlich und, liest man sich den Text durch, an Mr Bush gerichtet ist. Ich muss sagen dass einen diese fast schon vor den Kopf gehauenen Lyrics aufgrund ihrer fast schon unterkühlt sarkastisch-zynisch gesungenen Art dann doch sehr überraschen und man erstmal verdauen will, dass Tori das Statement dann doch gleich so galant angeht um dann....gleich von Big Wheel, was auch erste Single ist, geradezu überrollt zu werden. Ein toller Upbeat-Sound der sowas von radiotauglich ist dass man Hoffnung hat ;). Textlich will ich meinen, kann man hier auch etwas auf Bush interpretieren lässt man das mit MILF Don't You Forget mal weg ;) womit eine Bedeutung hin zu einem Beziehungsstatus oder der "WTF?"-Einstellung von oben auch naheliegend sein kann. Either way, der Songs kicks sowas von ass ;)....klasse!
    Bei Bouncing Off Clouds muss ich zum ersten Mal die Produktion wirklich besonders herausstellen: besonders das Pianospiel in den Versen vor dem Refrain hats mir angetan, so simpel und doch so eindringlich. Der Charakter von Clyde kommt hier zudem auch sehr gut zur Geltung, sozusagen...
    Der musikalische Abwechslungsreichtum, oben bereits angedeutet, findet bei Song vier mit Teenage Hustling dann ein erstes Ausrufezeichen: nach kurzen Pianointro wirft man sich musikalisch gegen eine Wand aus Gitarren und Drums. Richtig heavy für Tori-Verhältnisse und das Springen bei "You gotta right you gotta right to know" sind so geil zum Anhören dass es ein purer musikalisch-textlicher Genuss ist, das Lied zu hören. Pip, unsere "Kriegerin", macht ihren Attributen hier jedenfalls alle Ehre ;). Lovin' It!
    Digital Ghost ist dann eine wundervolle Ballade die, will man vielleicht einen Vergleich nennen, das neue "1,000 Oceans" für mich. Der Text ist so wunderschön und so bedeutungsvoll und tiefsinnig dass er fast schon zu schön ist. Tori gibt hier etwas von ihrem verletzlichen, ängstlichen und besorgtem Charakter Preis. Und zusammen mit dem Gitarren-Riff der sich mit durchs Lied zieht und stellenweise sogar etwas über das Klavier tritt, lässt es das Lied dann auch wieder von dem überdimensionalen Schatten, den man vielleicht noch vom vorherigen Lied fühlt, abgrenzen und als etwas besonderes 'feststellen'.
    Leider kann man in diesem state of being nicht lange verweilen weil mit You Can Bring Your Dog sich Santa erstmals zu Wort meldet. Wie bei Teenage Hustling ist auch hier der Sound etwas rockiger aber doch dezent gehalten...ich muss sagen Tori und Gitarren passen schon zusammen, genauso wie Cars And Guitars (kleiner Scherz am Rande hier *g*); Der Titel lässt zwar einen zynischen Text vermuten, doch bei näherem Betrachten erkennt man, was sie mit der Aussage meint und eigentlich will...
    Ein Song, der mich zuerst ein wenig verwirrt hat aufgrund der Produktion kommt danach mit Mr Bad Man. Die vorherigen Songs ließen keine Weiterführung in gerade dieser Art vermuten wobei man es sich hätte denken können bei Tori. Vom Stil her vielleicht eine Mischung auf "Leather" und "Happy Phantom", ist das Lied recht 'beschwingt' (Stichwort Ukulele ;)) will ich mal sagen. Anders als bei You Can Bring Your Dog aber ist der Text dann wohl doch eher zynisch gemeint, schließlich singt ihn die politisch gestimmte Isabel.
    Mit Fat Slut von Pip (ja, so hört es sich dann auch an) hat man dann die erste von drei bzw. vier sog. Interludes. Innerhalb von 41 Sekunden führt einem Pip, je nachdem wie man es sieht, vor Augen wie es und dass du, verdammt nochmal, was ändern solltest - egal ob du von deinem Ehemann verprügelt oder dich dem Schönheitsideal unterwirfst. Wenn ich mich sogar recht entsinne, hat Tori in einem Interview über den Song sich in etwa so geäußert, dass sie es nicht gut findet, dass vor allem amerikanische jugendliche, hier im Speziellen die Mädchen, anscheinend mehr damit beschäftigt sind, Diät zu halten und ein pseudo-fröhliches Leben zu führen als sich für die wirklichen Probleme in der Welt zu interessieren. Egal, diese 43 Sekunden sind geil weil so schockierend - ich hätte nie gedacht, dass Tori mal ein Lied mit diesem Titel machen würde *g*.
    Das hierauf folgende wieder etwas bedächtigere Lied ist mit Girl Disappearing, vorgestellt von Clyde, auch das erste Lied, das sogar Streicher beinhaltet. Thematisch kann es eine Art Antwort oder Reaktion auf Fat Slut sein. Auf jeden Fall sehr treffende Sätze imo.
    Secret Spell kommt als nächstes und ist einfach ein sooooooooooo tolles Lied. Angefangen bei dem quasi treibenden Pianobeat der ein klitzekleinwenig an Big Wheel erinnert und ne tolle Percussion als Begleitung hat bis hin zum grandiosen Text - ich kann mich nur wiederholen: Tori Amos' Texte sind sowas von anspruchsvoll und so voller Potential an verschiedenen Bedeutung, dass es einfach .... grandios ist, die Lieder vielleicht nicht gleich nach dem ersten Hören zu entdecken, aber mit jedem weiteren Mal ein bisschen intensiver.
    Devils And Gods steht dem in nichts nach! Ich will sogar meinen, dass dies das Lied ist, dessen Genialität ich mir erst nach dem zehnten Mal hören bewusst wurde!!!! Ohne Klavier, dafür aber mit Mandoline, Ukulele und Gittare verkündet uns hier mein Lieblingscharakter Isabel eine fast schon philosophische Weisheit. Nach 53 Sekunden ist dann aber leider auch schon wieder Schluss und Body And Soul (Duett von Pip und Santa) platzt mit einer recht düsteren Percussion herein, die dann durch ihr Piano auch noch leicht agressiv wird. Leidenschaftlich.
    Father's Son ist eine Art entwaffnende Feststellung Tori's auf ihr Selbst, sozusagen. Von der Produktion aufgrund des Pianospiels wohl am Ehesten mit dem Pianogirl, das "Fans" wollen, vergleichbar. Meiner Meinung nach ist dieses Lied optimal platziert da es einen schönen Kontrast zu allem bisher Gehörtem bietet was dem Abwechslungsreichtum, den man wohl unbedingt braucht bei einer so langen Trackliste, zugute kommt und man sich hoffentlich entscheided, das Album nicht auf zwei Anläufe aufzuteilen. Man hat ja quasi auch nicht die Möglichkeit dazu, denn das auf Father's Son folgende kleine Gem mit Namen Programmable Soda lässt einen dann nicht den Hauch einer Chance, den "Stop"-Knopf des CD-Spielers zu drücken. Der verwendeten Tuba und den Streichern, und natürlich dem witzigen Text sei Dank *g*.
    Das nächste Stück, Code Red, ist mit 5:27 Minuten denn auch das längste Stück auf der Platte. Die Produktion trägt deutlich Tori's Handschrift bzw. ist die Tori, die man eigentlich kennt mit den Piano-Arrangements und der sozusagen lasziven Aufmachung des Songs als Ganzem. Ja...Sooooooooooooooo Tori!
    Ein anderes Stück das erst nach einen Weile einen bedeutenden "Einschlag" bei mir verzeichnete (aber einen gewaltigen dann!) ist Roosterspur Bridge. Das Lied erinnert mich irgendwie gewaltig an Your Cloud oder Toast von der Bedeutung und dem Gefühl her dass es mir einen Schauer einjagt. Ein besonders geniales Lied in einer Reihe von genialen Liedern bisher. Tori ist halt mit das Beste was es gibt.
    Genauso genial ist auch das nächste Stück, Beauty Of Speed. Von der Produktion her würde es wohl auf The Beekeeper passen von den Pianoarrangements. Wieder ein toller Text/Lied von Clyde, das sich mit den zwischenmenschlichen Enttäschungen beschäftigt; Afraid we've been changin'
    in a way I wasn't lovin'. Feel those colors changing. The beauty of speed.
    Lange nichts mehr gehört hat man bis hier von Isabel, die sich nun mit Almost Rosey wieder zu Wort meldet. Sehr friedvoll und ausgereift versucht sie hier erneut die Aufmerksamkeit auf die Welt wie wir sie sehen und erleben (oder ignorieren) zu lenken. Ich kann nichts dagegen tun, es ist und bleibt einfach so: über die Maßen grandiose Lyrics - ich meine es ist nicht so, dass sie Dinge ganz direkt anspricht und anprangert. Nein, sie verpackt es in Poesie, die man erstmal erschließen muss und die dann umso intensiver 'reinhaut'. Was ich hier auch noch liebe, ist die elektische Gitarre die sich dem Pianospiel wunderbar anpasst. Nur eine Frage: wer ist mit Rosey gemeint ?
    Auch schon ewig lange nichts mehr gehört hat man dann an dieser Stelle von Pip. Und wer nun meint dass man jetzt langsam mal Schluss machen kann mit Anhören des Albums wird es wieder nicht zum "Stop"-Knopf an der Anlage schaffen. Mandoline und der Genialität Tori's sei Dank! 79 Sekunden lang wird man fit gemacht für die letzten vier Songs. Velvet Revolution, so der Titel von Lied Nummer 19 (!) ist von der Produktion gar nicht mal so auf Konfrontation aus wie Pip's Charakter eigentlich ist, dafür ist der Text umso bissiger.
    Dark Side Of The Sun ist für mich dann die Fortsetzung von Velvet Revolution und der Song, der vor allem textlich am Deutlichsten die Entrüstung und Unverstädnis des Charakters von Isabel bzgl. einiger.... Verhaltensweisen .... darstellt. Ein Song, der mich mit seinem impulsiven So how many young men have to lay down their life and their love of their woman for some sick promise of a heaven ? schon beim ersten Hören gefesselt hat.
    Tori wäre nicht "unsere" Tori, würde sie nicht auch mal ihr verschmitzes Lächeln in einen Song packen. So geschehen hier mit Posse Bonus. Gott sei Dank mag sie uns *lach*.
    Die zwei folgenden so zu bezeichnenen Bonussongs halten dann auch fast schon mehr als sie versprechen. Besonders das nun kommende Smokey Joe ist grandios allein wegen den zwei Vokalspuren, durch die sich Pip - a la Krieg und Weisheit-like shizophren, an- bzw. besingt. Ich liebe den Text!
    Geschlossen wird das Album nicht wie es begonnen wurde, will heißen politisch, sondern sinnlich und leidenschaftlich. Santa, singt in Pianogirl-Manier von einer Beziehung in Dragon, die sie aufbauen und hervorbringen will in ihrem Partner. Ähnlich wie bei Father's Song macht dieses Lied seine gewisse hypnotische Athmosphäre aus, vor allem das Stay awhile leistet hierzu seinen Beitrag.


    Was zu sagen bleibt ist, dass "American Doll Posse" imo stärker und anspruchsvoller ist als der Vorgänger "The Beekeeper" (was an sich ja schon schwierig genug ist!). Gleichzeitig ist vor allem die Produktion mit den hervorstechenden Gitarren und der doch etwas härteren Gangart ein toller Kontrast zu den letzten Veröffentlichungen. Denn sind wir ehrlich: nach "The Beekeeper" musste man schon etwas 'Angst' haben, dass Tori nun vollends in etwas seichtere (aber immer noch wunderbare) Gewässer driften würde. Ich würde sagen eindrucksvoller kann man darauf nicht antworten. Die Texte sind teilweise leichter zugänglich bleiben aber das von "Fans" so geschätzte intellektuelle Spielzeug. Ach und das Konzept an sich, das ist doch wohl mal das allergenialste! Vor allem die philosophischen "Selbstbeschreibungen" der einzelnen Charaktere im Booklet sind einfach nur zum Kinnlade runterfallen lassen, salopp ausgedrückt...!

    Genre: Adult Alternative Pop/Rock, Singer-Songwriter
    Similar Artists: Fiona Apple, Sarah Slean, Chantal Kreviazuk, Paula Cole, Sarah McLachlan, Jeff Buckley, Rufus Wainwright, Martha Wainwright, Counting Crows, Regina Spektor, Missy Higgins
    Faves: Was für eine Frage...

    Quelle: http://mymusicgems.livejournal.com/tag/tori+amos
     
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