Entweder das gesamte Trem oder einen Block (der aber auch wieder einen speziellen Arm erfordert) werde ich mir dann wohl bei GF bestellen. Muss mir jetzt die Tage noch überlegen, was es werden soll. Abschlussbericht folgt natürlich!
Da ich es bei anderen Usern auch immer hilfreich finde, wenn man erfährt, was letztendlich aus dem Projekt geworden ist, hier auch ein kleines Resumée von mir; wenn auch nicht so unendlich aussagekräftig...
Vorgehen: Der Block mit dem falschen Spacing ging zunächst zu Rockinger zurück, alles ganz unkompliziert! Dann kam
ein passendes Tremolo von Guitar Fetish. Ich habe mich für ein komplettes System entschieden, weil ich so sichergehen konnte, dass alles zusammen passt, und der Aufpreis unwesentlich ist. Es kamen übrigens 18$ Versand und gut 5€ Zoll drauf, die ich der Breifträgerin bar geben musste.
Einbau: Ich hatte sowas noch nie vorher gemacht, aber es gestaltete sich als genau so unkompliziert, wie ich es erhofft hatte. Es geht wirklich nur um Lösen und Festziehen von Schrauben - alles andere als ein Hexenwerk. Das Spacing stimmte exakt. Irgendwo hier hatte ich gelesen, dass man nur die äußeren beiden Schrauben richtig fest anzieht und die vier anderen nicht. Genauso habe ich es gemacht; ob das jetzt die Standard-Vorgehensweise ist, weiß ich nicht, aber es funktioniert so auf jeden Fall!

Die Original-Federkralle habe ich samt Schrauben dringelassen, der Rest wurde komplett getauscht. Entschieden habe ich mich für drei Federn, wobei die beiden äußeren schräg eingespannt wurden. Soweit ich es in Erinnerung habe, war das das Setting beim Kauf. Das Tremolo ist so auf jeden Fall freischwebend.
Einstellung: Zunächst klangen die Federn ziemlich heftig beim Saitenanschlag mit. Ich weiß nicht, ob das früher nicht der Fall oder mir nur nicht aufgefallen war. So war es jedenfalls untragbar! Nach kurzen Experimenten mit unterschiedlicher Federspannung, Isolierband und Taschentüchern habe ich mich doch dazu durchgerungen, einen Küchenschwamm zu sezieren. Ein Stück unter die Federkralle und mit Hilfe eines Schraubenzieher einen Streifen in jede Feder geschoben - schon war Ruhe im Karton!

Die Oktavreinheit hatte ich in ca. 2min eingestellt, da war überraschenderweise nicht mehr viel zu tun! Zuvor hatte ich mir die Höhe der Saitenreiter (die man jeweils mit zwei Madenschrauben und Inbusschlüssel verstellen kann) vom alten Tremolo grob abgeguckt, nicht jedoch die Position der Saitenreiter. Dass diese schon in etwa stimmte, war wohl Zufall.
Nach kurzem Spielen konnte ich keine nennenswerte Verstimmung feststellen, hatte vorher aber auch alles ordentlich mit Graphit eingestrichen. Die Testzeit war aber auch nur sehr kurz, hier also keine verlässliche Angabe!
Sound: Hier kann ich eigentlich keine brauchbaren Angaben machen. Die Gitarre stand schon sehr lange einfach nur rum, die Saiten waren schon uralt. Ich habe mir vor dem Umbau noch nicht einmal die Mühe gemacht, die Saiten noch einmal zu stimmen, sondern sie direkt durchgeschnitten.
Es kann also sehr gut sein, dass da wirklich ein recht deutlicher Unterschied im Sound gewesen wäre. Ich hab so aber keinen wahrgenommen! Die Gitarre klingt so oder so nicht wirklich schlecht, aber mir nach wie vor ein wenig zu dünn. Dieser urtypische Strat-Sound, den man bei jedem Stratspieler und in jeder Switch-Position irgendwie durchhören kann, ist nach wie vor nur sehr bedingt da; es dürfte also nach wie vor noch ein recht großer Unterschied zu den USA-Modellen da sein. Also, wie gesagt: Einen Vergleich kann ich beim besten Willen nicht anstellen, aber es hat mich nicht aus den Socken gehauen, als ich die Gitarre in die Hand genommen habe. Nach wie vor bin ich froh, dass sie geht, nur der Neck-Position werde ich hinterhertrauern - dieser Sound ist wohl alleine einer Strat vorbehalten, auch wenn meine Tele sich alle Mühe gibt!

Vielleicht wäre ein Messing-Block sinnvoller gewesen, aber das ist Spekulation.