[Stratocaster] Gussblock vs. Stahlblock (56mm-Tremolo)

  • Ersteller Stratspieler
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Ich habe bei meinen Mexikanerinnen vor kurzem den GFS Stahlblock nachgerüstet. In der ersten (von 2004) war ein kleines graues Mini-Blöckchen drin, wie bei den asiatischen Strats, in der anderen (von 2011) war ein großer Block drin, aber nicht aus Stahl, sondern aus irgendeinem grauen Guss-Material (Zinn?), aus dem auch der kleine Block bestand.
Durch die beiden GFS Blöcke ist der Klang meiner Meinung nach ein wenig definierter geworden mit mehr Hochmitten, allgemein etwas knackiger und markanter, mit mehr "Plonk!"-Effekt. ;) Das Sustain hat sich aber nicht merklich verbessert, langes Sustain erwarte ich bei einer Strat aber auch nicht.
Für insgesamt 25 Euro pro Block (inkl. passendem Hebel) kann man sich nicht beschweren. Ist jetzt immerhin näher am Original. Die Fender Standard ist überhaupt eine gute Grundlage für Modifikationen.
 
Zinn war es nicht, das wäre zu weich. Zinkguß (meist mäßiger Quali) wird aber bei Asiaten oft genommen, sonst irgendein billiges Messing oder Aluguß. Alles grauenhaft klingendes Zeug.

Dasselbe gilt für deren "Stahl" für Floyd-Kopien - klingt nur blechern und dumpf im Vergleich zum echten Ding.

Bubili, Zinkguß muss nicht schlecht klingen, es liegt eher an schlechter Qualität der Zutaten in den billigen Trems.
 
Das das Material des Blockes den Klang verändert, ist unumstritten.

Mich interessiert eigentlich jetzt, wo man genaue Aussagen herbekommt, wer was wie und woraus herstellt = Recherche bzw. Anfrage bei den Herstellern und Händlern.

Das bin ich (mir) schon aus dem Grunde schuldig, weil ich ja damit angefangen habe und inzwischen gemerkt habe, dass es womöglich gar ned stimmt oder zu ungenau ist von wegen "Guss vs. Stahl".

CU MM
 
ich würde da jetzt aber auch nicht zuviel Aufwand reinstecken. Estens muss es jeder selber probieren und zweitens driften wir dann schnell in die Alchemie ab.

Spannend wäre ein A/B Blindtest, aber wer hat schon zwei- oder dreimal die identische Gitarre :gruebel:
 
Also (Alu-, Zink-, Messing-)Guß erkennt man ja sofort, ist ja meistens unbeschichtet und sichtbar, drauf geklopft klingt es nur dumpf und tot ohne jegliche Resonanz. Stahl ist durchs abklopfen eindeutig erkennbar, scharf und sauber im Klang wie eine Glocke. Gutes Messing ist auch sichtbar/hörbar, klingt abgeklopft etwas wärmer als Stahl anber auch recht sauber und hat eine kupfer-goldige Farbe, kann auch mal verzinnt sein wie bei Floyd Rose (bei Gotoh ist es z.B. nackt).

aloitoc: man kann mit derselben Klampfe ein paar Blöcke durchwechseln, man hört das auch so, kein Blindtest nötig.

Wobei das für außenstehende weniger zu hören ist, das spürt eher der Spieler selber, dass die Klampfe aufs Spiel anders reagiert. Im Publikum hört man so was kaum.
 
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aloitoc: man kann mit derselben Klampfe ein paar Blöcke durchwechseln, man hört das auch so, kein Blindtest nötig.

Wobei das für außenstehende weniger zu hören ist, das spürt eher der Spieler selber, dass die Klampfe aufs Spiel anders reagiert. Im Publikum hört man so was kaum.


mmmmh. da habe ich inzwischen schon ein wenig Zweifel, das ist doch sehr von Tagesform anhängig. Meine verstärker klingen ejden Tag anders, obwohl ich nichts dran verändere.

Wenn ich also zwischen dem speilen eine Stunde rumschraube sind das keine empirischen Daten ;-)
 
... driften wir dann schnell in die Alchemie ab...

Zwar weiß ich nicht, was eine Auskunft vom Hersteller hinsichtlich Herstellungsverfahren, Stahl- bzw. Metallsorten mit Alchemie zu tun hat, aber sei's mal drum.

OK, es sei denn, der Hersteller hüllt sich himself in alchemistischen Angaben. Aber he - ich bin ned vom Gitarren-Fachmagazin, die können mir also eigentlich schon was ordentliches sagen... ;)

Ich frage an, mal schauen, wer wie auskunftet.
 
Zwar weiß ich nicht, was eine Auskunft vom Hersteller hinsichtlich Herstellungsverfahren, Stahl- bzw. Metallsorten mit Alchemie zu tun hat, aber sei's mal drum.

OK, es sei denn, der Hersteller hüllt sich himself in alchemistischen Angaben. Aber he - ich bin ned vom Gitarren-Fachmagazin, die können mir also eigentlich schon was ordentliches sagen... ;)

Ich frage an, mal schauen, wer wie auskunftet.

Ich meinte weder Auskunft noch Deine Recherche, sondern eher die anschließende Diskussion
erwarte aber gespannt die Reaktion der Hersteller :gutenmorgen:
 
Bilde ich mir das eigentlich nur ein oder hört man auch unverstärkt schon einen leichten Unterschied? Ich finde meine beiden Mexikanerinnen klangen mit dem billigen Block anders.
 
Bubili, Zinkguß muss nicht schlecht klingen, es liegt eher an schlechter Qualität der Zutaten in den billigen Trems.

der Sustain Block der Erstgitarre ist nach 10+ Jahren zerbrochen. Es war eine Ibanez Strat aus den frühen 90ern, für damals 600Mark.
So ist das gewissermassen der Anhaltspunkt für die besagten wohl Stabilitätsmängel der Zutatenmischung.
Das Metall ist wohl einfach zu weich, bzw. auch andernfalls zu spröde für eine längere Zeit des Gebrauchs.
 
An den vielen Trems die ich bisher selbst verbaut oder beim Service gesehen oder gespielt habe, war so ziemlich jedes Metall als Sustainblock vertreten. Alu, Grauguss, weicher und harter Stahl, Zink? und Messing. Wobei ich persönlich aus dem Vollen gefrästes Messing vorziehe.
 
Moin,

Rockinger hat netterweise schon geantwortert - vielen Dank an dieser Stelle! Man verwendet kaltgezogenen Stahl.

So können wir zunächst festhalten, dass ich diese Blöcke aus kaltgezogenem Stahl getestet habe vs. vermutlich gesintertem Material der MIM-Strats. Ich vermute das vorsichtig deswegen, weil die Rockinger-Blöcke Ansätze von Flugrost zeigen, das gesinterte Material hingegen nicht.

Ich glaube kaum, dass wir Aussagen bekommen, welche Stahlsorte sich dahinter verbirgt - erinnere mich aber dunkel ans 30 Jahre zurückliegende Werkstoffkunde-Studiom, dass auch schon durch das Ziehen gefügemetallurgische Veränderungen im Stahl entstehen.


An den vielen Trems die ich bisher selbst verbaut oder beim Service gesehen oder gespielt habe, war so ziemlich jedes Metall als Sustainblock vertreten. Alu, Grauguss, weicher und harter Stahl, Zink? und Messing. Wobei ich persönlich aus dem Vollen gefrästes Messing vorziehe.

Ja, ich denke auch, dass so jeder Hersteller grad das nimmt, was er preisgünstig verbauen kann oder was nicht schnell genug auf'm Baum ist. :D
Oder beziehst Du Dich mit deiner Aussage nur auf Fender?

CU MM
 
Fender (USA) ist von der Quali astrein finde ich, nur die standard-Mex Trems sind Käse. Reflektiert im Preis aber, daher passt es.
 
Fender (USA) ist von der Quali astrein finde ich, nur die standard-Mex Trems sind Käse. Reflektiert im Preis aber, daher passt es.

Na, ich würde ja schmunzeln, wenn ich ein Vid finde, welches ich hier über einen französischen Server sehen kann (und welches in D GEMA gesperrt ist...) und wo man schön sehen kann, wie die Trems alle - also auch die für die USA - in Ensenada gefertigt werden :D

Ansonsten halte ich erst einmal fest, dass ich den irreführenden bzw. nicht korrekten Namen meines Freds umbenennen muss: [Stahlblock] vermutlich gesintert vs. kalt gezogen.

Den Anstoß lieferte Towomba - THX! :great:
 
Moin,
Ja, ich denke auch, dass so jeder Hersteller grad das nimmt, was er preisgünstig verbauen kann oder was nicht schnell genug auf'm Baum ist. :D
Oder beziehst Du Dich mit deiner Aussage nur auf Fender?
CU MM

Nein, es bezog sich nicht auf Fender. Dort habe ich bisher keinen Graugussblock oder Ä. erlebt. Es waren die verschiedensten anderen Hersteller. Wobei nach meiner Meinung es weniger auf das Material ankommt, sondern auf das Gewicht? Je dicker (schwerer) die Blöcke waren, meinte ich mehr Sustain zu spüren.
 
Stratspieler, ich rede vom standard USA Trem. Egal wo sie hergestellt sind, das Material und die Verarbeitung sind top. Gilt für etliche Hardware, Potis, Schalter bis hin zu Gurtknöpfen auf US-Modellen.
 
Stratspieler, ich rede vom standard USA Trem. Egal wo sie hergestellt sind, das Material und die Verarbeitung sind top...

Könntest Du mal den Block (D)eines USA - Standard Trem fotografieren und hier einstellen? THX!

Bzgl. der übrigen, von Dir aufgezeigten Materialien kann ich vergleichsweise zwischen meiner ollen 89er AmStd und den MIM-Strats augenscheinlich keinen Unterschied erkennen bis auf die Gurtpins (die der AmStd sind Mist, weil zu leicht rutschend) und natürlich das Trem.

CU MM
 
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