Tastenbreite und Registerschalter

tsgzwa
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Grüezi mitenand,
Mir ist da eine Frage aufgetaucht: Sind bei den Pianoakkordeon bei allen Modellen die Tasten immer gleich gross oder gibt es da unterschiede?

Zweite Frage: Ist die Reihenfolge der Registerschalter genormt oder sind die je nach Modell angeordnet?
 
Eigenschaft
 
Hallo tsgzwa,

die Tasten sind leider immer unterschiedlich breit. Sie variieren je nach Baujahr. Außerdem ist noch zu berücksichtigen, welches Akkordeon es ist. Zum Beispiel stellt Beltuna von manchen Akkordeons Standard- und Compactgrößen her, die je andere Tastaturbreiten aufweisen. Bei Converter-Modellen gibt es bei z.B. bei Pigini kleinere Tastaturbreiten speziell für Kinder, die noch keine großen Intervalle greifen können. Und so weiter.

Wenn man also zwei Akkordeons sucht, die eine ähnliche Tastaturbreite aufweisen sollten, muss man nachmessen.

Grüße,
Bernd
 
Sind bei den Pianoakkordeon bei allen Modellen die Tasten immer gleich gross oder gibt es da unterschiede?

Zweite Frage: Ist die Reihenfolge der Registerschalter genormt oder sind die je nach Modell angeordnet?
Tastenbreite siehe obenstehende Antwort #2
Bei den Registern ist es ganz schlimm: Nicht einmal die Bezeichnungen sind einheitlich
Sehr schön zu sehen bei "Musette" 3 Akkordeons => 3 verschiedene Registerbelegungen:
RegisterNamen.jpg


Hoffentlich ist auch bei den beigelegten Files etwas Interessantes für Dich dabei. mfG Paul Frager.
 

Anhänge

  • RegisterTabelle.pdf
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  • RegisterBeschrieb.pdf
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  • RegisterFragen.pdf
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Hallo André
Das ist alles so genormt wie die Lottozahlen :rofl: .
Man gewöhnt sich aber an die unterschiedlichen Tasten halbwegs "leicht", meine Meinung. Ich rede hier nicht von Akkordeon-Virtuosen! Was mich mehr gestört hat ist die unterschiedliche Höhe der schwarzen Tasten, sodaß die mal schnell zu Stolperfallen werden können. Ich hatte in meiner Jugend ein Akkordeon aus der Kindheit meiner Mutter, da waren die Tasten so lang wie Klaviertasten und hatten ziemlichen Hub. Als ich mal ein jüngeres Akkordeon in Händen hielt konnte ich den Unterschied kaum glauben, ganz zu schweigen von den spielerischen Möglichkeiten.

Den Registern Namen wie Violine, Sax oder Organ zu geben ist wohl sowieso etwas vermessen, in den meisten Fällen hat das Klangerlebnis mit dem Namen nichts gemein. (da gibts jetzt sicher gleich wieder Schelte :hail:) Das System mit den Knopflöchern ist da relativ eindeutig, zumindest was die Stimmlage betrifft, der eigentliche Klang hängt von vielen Kriterien ab. Man kann aber auch z.B. nicht sehen ob der Klang einer Stimme durch's Cassotto kommt oder nicht. Ist halt alles Musi und deshalb subjektiv.

Was ist eigentlich der Hintergrund deiner Frage ? Du bist ja wohl selbst Akkordeonist, od'r ?
 
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Hallo Andre,

zu 1)
Es gibt zwar unterschiedlich Tastenbreiten, aber in der Regel dürfte sich bei den weißen Tasten heute alles zwischen 18mm und 20mm bewegen. Evtl. könnte es bei Instrumenten für Kinder oder Miniakkordeons (zum Wandern oder als Gag o.ä.) noch schmalere Tasten geben.
Zum Messen empfehle ich, 10 weißen Tasten am Stück zu messen und das Ergebnis dann entsprechend durch 10 zu teilen. Denn der eine hat vielleicht 19 mm pro Taste und dann 1 mm Abstand zwischen den Tasten, der andere 19,5mm und dann 0,5mm Abstand zwischen den Tasten, was aber m.E. auf das gleiche herausläuft, in dem Fall 20mm Tastatur; zudem ist Messgenauigkeit beid er Methode höher.

zu 2)
Wie @Landes schon schrieb, haben die namentlichen Bezeichnungen wenig mit dem Klangergebnis zu tun; ich würde vermuten, dass dieses Phänomen teilweise von der Orgel herkommt.
Eine Normung der Register wäre zwar wünschenswert, wenn man häufig die Instrumente wechselt, ergibt aber insgesamt wenig Sinn.
Da Akkordeons mit verschiedenen Chören ausgestattet sind (Oktav-Stimmung; Musette-Stimmung und weitere), sind verschiende Register notwendig. Auch bei unterschiedlichen Tremolo-/Schwebeton-Stimmungen können unterschiedliche Registerschaltungen sinnvoll sein bzw. wären manche Kombinationen sinnlos.
Zudem gibt es bei der Anordnung der Register, selbst bei gleicher Ausstattung hinsichtlich der Chöre, verschiedene Philosophien.


Gruß,
Tobias R.
 
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A Das ist alles so genormt wie die Lottozahlen :rofl: .
B Was mich mehr gestört hat ist die unterschiedliche Höhe der schwarzen Tasten, sodaß die mal schnell zu Stolperfallen werden können.
C Den Registern Namen wie Violine, Sax oder Organ zu geben ist wohl sowieso etwas vermessen, in den meisten Fällen hat das Klangerlebnis mit dem Namen nichts gemein. (da gibts jetzt sicher gleich wieder Schelte)
D Man kann aber auch z.B. nicht sehen ob der Klang einer Stimme durch's Cassotto kommt oder nicht.

E Da Akkordeons mit verschiedenen Chören ausgestattet sind (Oktav-Stimmung; Musette-Stimmung und weitere), sind verschiende Register notwendig
F Auch bei unterschiedlichen Tremolo-/Schwebeton-Stimmungen können unterschiedliche Registerschaltungen sinnvoll sein bzw. wären manche Kombinationen sinnlos
G Zudem gibt es bei der Anordnung der Register, selbst bei gleicher Ausstattung hinsichtlich der Chöre, verschiedene Philosophien
Hallo zusammen

ad A: sehr lustiger und treffender Vergleich
ad B: darum spiele ich Knopf-Akkordeon; und andere lernen um (z.Bsp. lil, Karin66)
ad C: keine Schelte, sondern Zustimmung
ad D: wenn man das Instrument kennt, weiss man das ja und Cassoto wählbar – geht das überhaupt?
ad E: meine Record hat deshalb 3 Tremolo-Register 8–8o8+ und 8– ^ 8+ sowie 8–8o ^ so kann ich wählen :good_evil:
ad F: siehe das Register-Tabelle.PDF weiter oben
ad G: die minimalistische "Philosophie" (nur 1 Register, auch bei 5 Chören) hatte leider HOHNER

♥-liche Grüsse von Paul
 
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Man kann aber auch z.B. nicht sehen ob der Klang einer Stimme durch's Cassotto kommt oder nicht
Kann man bei manchen Herstellern schon, so sind z.B. dann die Chöre mit Cassotto nich ausgefüllte Punkte, die Chöre ohne Cassotto ausgefüllte Punkte.

hat deshalb 3 Tremolo-Register 8–8o8+ und 8– ^ 8+ sowie 8–8o ^ so kann ich wählen
Ich hab 4 :D zusätzlich noch 8o 8+

Meine Poeta V hat 15 Register + 5. Chorschalter
Ich hab mir die Belegung der Register selbst zusammengestellt, wie es mir logisch ist, sonst käme ich bei so vielen nicht klar.

Gruß,
Jonny
 
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Ja zum Thema Cassotto gab's ja schon mal einen langen Faden (bzw. mehrere). Es ist richtig, dass manche Akkordeons die Cassotto Stimmen mit Ringen in den Knopflöchern darstellen, nicht ausgefüllt. Eine Auswahl, Cassotto ein/aus, gibt es meines Wissens nicht.

Siehe auch hier ---> https://www.musiker-board.de/threads/hat-diese-morino-4n-casotto.634215/#post-7816417

Und es ist richtig, wenn man sein Instrument kennt, weiss man auch welche Stimmen durch's Cassotto gehen.
 
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Klingt wie eine neue Zahnpasta :D aus Italien , auf jeden Fall nicht mein Preislevel. Mag schon sein, dass es Modelle gibt die durch Schieberegler die Luft in, oder eben nicht in den Cassotto leiten können. Ich glaub's dir uneingeschränkt. ;-)
Der Laden ist ja für mich eh viel zu weit weg. Zum Akkordeontest einst zu Thomann waren weit über 200 km (einfach bei Schneeregen), das hatte gereicht. Obwohl der natürlich nicht diese Zuckerl hat, wie die Spezialgeschäfte.
Das weicht aber jetzt wohl alles etwas vom Ursprungsthema ab, obwohl sicher der Urheber (André) gar nicht mehr gemeldet hat.
 
Ist die Reihenfolge der Registerschalter genormt oder sind die je nach Modell angeordnet?

Mitunter kann man bei der Bestellung des Instruments auch selber wählen, welches Register wo ist. Als ich mir mein "Reiseakkordeon" zusammengestellt habe, konnte ich die Registerbelegung frei wählen, welches Register ich wo haben wollte.

Kann man bei manchen Herstellern schon, so sind z.B. dann die Chöre mit Cassotto nich ausgefüllte Punkte, die Chöre ohne Cassotto ausgefüllte Punkte.

... Und dann gibts auch Instrumente, wo z.B. in kleiner Schrift die Registernamen wie Violin, Bandoneon, Organ etc drüber stehen, die Registerschalter selber aber nicht beschriftet sind und der Käufer obendrein auch noch frei wählen kann, welches Register welche Chöre schaltet - da wirds dann besonders spaßig.:D
 
Da hier die Tastenbreite bereis thematisiert ist, möchte ich trotz der hohen, zeitlichen Distanz zum thread darauf zurück kommen und um Eure Erfahrungen bitten:

Da wir ja in der ungewöhnlich glücklichen Lage sind, 'zwei Wohnsitze' am Bodensee und am Lago Mezzola im Val Chiavenna, zu haben, nehme ich meine Beltuna immer wieder mal hin- und her.

Zur Frage: Meine Beltuna hat 19mm Tastenbreite. - Daran kann man sich sehr gut gewöhnen - und die erlaubt auch ganz bequem Oktav-Griffe im Diskant. - Manchmal spiele ich mit dem Gedanken, für das Val Chiavenna nochmal ein weiteres Akkorden zu erwerben - zweifle aber immer wieder wegen der Tastenbreite - und der ganzen, übrigen Positionierungen, auch der Bässe und Register, - abgesehen auch vom Klang.

Wie schätzt Ihr eigentlich die Bedeutung der mechanischen und klanglichen Unterschiede ein, wenn man auf zwei ganz unterschiedlichen Instrumenten spielen möchte??

Da ja viele von Euch zwei oder noch mehr Instrumente spielen, würde ich mich über Hinweise und 'Erfahrungsberichte' freuen; vielen Dank!

Hans aus Achberg
 
Ich besitze 6 Akkordeons:
7 ... 11 kg
72 ... 120 Bässe (normal und Helikon)
34 ... 41 Tasten (18 ... 19,7 mm breit)
3 Chöre ... 4 Chöre (Doppeloktav und Musette)

Je nach Einsatz nehme ich das eine oder das andere mit, zu Hause spontan nach Lust und Laune.
Bei denen mit weniger Tasten schaut man vor Spielen des Liedes, welche höchste und tiefste Töne gebraucht werden und muss evtl. oktavieren und/oder Register umschalten.
Natürlich verschafft man sich zu Anfang einen Überblick, wo welche Register liegen.

Eine Sonderstellung, was das Umgewöhnen betrifft, nimmt meine Weltmeister Opal ein mit 37 Tasten und 96 Bässen in einem 72-Bass-Gehäuse. Die 18 mm schmalen Tasten erfordern eine Umstellung, die wenige Minuten bis eine halbe Stunde brauchen kann. Aber ich habe die Opal gezielt gesucht und will sie nicht missen.
 
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bt01
  • Gelöscht von Wil_Riker
  • Grund: OffTopic
Wie schätzt Ihr eigentlich die Bedeutung der mechanischen und klanglichen Unterschiede ein, wenn man auf zwei ganz unterschiedlichen Instrumenten spielen möchte??

Da ja viele von Euch zwei oder noch mehr Instrumente spielen, würde ich mich über Hinweise und 'Erfahrungsberichte' freuen; vielen Dank!
Nach allem, was ich höre, gibt es Leute, für die gehen unterschiedliche Tastenbreiten gar nicht, anderen macht das wenig aus.

Mir selbst macht das auf der Diskantseite wenig aus, hier habe ich die weit verbreiteten 19,5-20mm ja nach Messmethode und 18mm, das lässt sich relativ schnell wechseln, auch vom Akkordeon aufs Klavier.
Viel anfälliger bin ich, was die Basseite angeht, da verhaue ich mich direkt nach einem Wechsel durchaus mehrfach und gründlich. Neben unterschiedlichem Knopfabstand und anderen Maßabweichungen dürften hier auch Gehäuseform, Bassiremen; Balgbetätigung etc. eine Rolle spielen.

Was klangliche Unterschiede angeht, so muss man sich mehr oder weniger umstellen. Wenn ich von der Morino VS zur Supita gewechselt habe, konnte ich die Dinge trotz unterschiedlichem Klangcharakter ähnlich spielen, auch was die Register angeht. Nehme ich die Balzer, mein kleines Reiseinstrument, spiele ich manches anders.

Ich denke, du musst das einfach ausprobieren. Noch dazu kommt, dass du ja anscheinend nicht innerhalb einer Session wechseln wirst, sondern an zwei Orten jeweils ein Instrument hat. Möglicherweise sind die ersten Töne oder Stücke ungewohnt und dann geht es!? Könnte auch eine Bereicherung werden.

Gruß, Tobias
 
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Im Diskant war ich zu Tastenzeiten recht flexibel - möglicherweise, weil ich mich auf Treffen immer sehr stark durch die vorhandenen Instrumente gespielt habe. Seit dem Umstieg auf Knopf bin ich unflexibler. Meine Kopfi ist extrem enggriffig + Flachgriff, auf weitgriffigen Instrumenten komme ich nicht klar - und wenn sie dann noch gestuft sind :sick:. Vielleicht ist der Abstandsunterschied z.B. einer Oktave bei Knopfinstrumenten (prozentual gesehen) größer als bei Tasteninstrumenten?

Auf der Bassseite sind mir bis jetzt unterschiedliche Knopfabstände noch nicht aufgefallen - falls welche da waren, hat es mir also nichts ausgemacht. Was mich aber stark irritierte, waren zwei Instrumente. Beim einen war die Knopfatur nach oben oder unten verschoben (bei gewohnter Instrumentengröße), so dass da, wo ich das C erwartete, B oder Es bzw. D oder A zu finden war. Beim anderen war nicht nur das C durch eine Kuhle markiert, sondern auch As und E, so dass ich (trotz gewohnter "Höhenlage") plötzlich orientierungslos war und nicht mehr wusste, ob ich jetzt auf C bin oder doch auf E ...

Klangunterschiede bei unterschiedlichen Instrumenten haben mich noch nie gestört, das finde ich eher spannend. Wenn ich ein anderes Instrument spiele, darf man / ich das auch hören.
 
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Bei erstem Herumgestümper auf meiner jüngst erworbenen Morino VI M war dte Tastenbreite (19,5 statt der gewohnten 20,2 Millimeter) weniger das Problem als die Lage der Baßknöpfe (keine v7 und 8 statt 10 Millimeter ab Gehäusekante)..
Die Registerschieber werde ich vermutlich nutzen, schade, daß die eine Schaltung OEP statt OE bewirkt.

<rant>Und natürlich sind die "normalen" Registerschalter wieder anders angeordnet.</rant> Ich hab jetzt einen laminierten DIN A4 Spickzettel.
 
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Hallo!

Nur am Rande:
Es ist doch da, nur in einer anderen Form:
Bei der 5-Reihen-Version wird im d7 die Tonika weggelassen, so daß nur noch Terz, Quinte und Sept klingen, um auch v7 mittels des d7 der Quinte spielen zu können. Spiele ich also einen C Grundbaß und nehme die d7 der F-Reihe, so habe ich klanglich a, c, eb, was eben d7 von F, aber v7 von C ist. Diesen v7 kann ich ja genauso kombinieren wie ich will.
bezüglich des Abstands der Knöpfe vom Rand:
und 8 statt 10 Millimeter ab Gehäusekante
Daran kann man sich gewöhnen.;)

Ansonsten schätze ich bei den originalen (unveränderten) VIM-Modellen die schmaleren Halbtontasten...

Gruß, Vladimir
 
Die Auswirkungen eines Wechsels hängen bei mir vom Grad der Schwierigkeit und vom Grad der Anpassung ans Instrument ab.

Leichtes Stück oder Impro ... völlig egal.
Komplexer Bach mit ausgereiztem Balg und Registern, kombinierten Systemen, Hilfsreihen und Fingersätzen, Tonumfang usw. gehen irgendwann nicht mehr ohne komplett neu anzufangen.
 
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