Zu viel Bass bei einem Röhrenverstärker?

  • Ersteller Gast28734
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Habe dann zum Ausgleich die Pole Pieces etwas zurück gedreht.
Pole Pieces raus würde aber eher deine Höhen pushen.
Entkoppele ich ihn aber vom Boden, indem ich ihn schräg auf einen Ampständer stelle, so dass er direkter strahlt, dann ist die Basswiedergabe weit weniger mächtig.
Auch ein großer Faktor, den ich bspw. an meiner 112 Thiele stark spüre. Wenn die bspw auc meiner anderen 112 steht, ist die Basswiedergabe gefühlt gar kein vergleich mehr.
 
Das hängt IMO stark vom Amp Design und dem Gain Grad ab.
Amps Designs die eigentlich mal dazu konzipiert waren einen guten Clean Sound zu liefern wie z.B. ein Marshall JTM reagieren im verzerrten Bereich auf zu viel Bassanteil mit bösen Intermodulationen und es wird fuzzig. Frühe Boogies sind da auch zickig.
Modernere Amps sind da gutmütiger und klingen auch im High Gain mit EQ Stellung auch 12 Uhr oder gar mit Bassanhebung immer noch recht harmonisch.
Das Problem ist dann wie schon angesprochen, die Durchsetzungsfähigkeit bzw. Gemummel durch Frequenzüberschneidungen mit den anderen Instrumenten.
 
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Hab hier mal versucht den Effekt fest zu halten.
Zuerst ist der Bassregler auf 9:00, dann drehe ich ihn etwas auf. Das erste Riff ist mit zu viel Bass und dann wechsele ich hin und her.
Der Bassregler ist nie über 12:00.
Ich hab heute eine Menge Zeit gehabt alles genau aus zu probieren(Power-Soak, Gitarren, Volumpoti-Stellungen, Kabel)....alles ohne relevanten Effekt. Die Pick-Up-Höhe ist schon eher wichtig. Die ist bei den meisten meiner Gitarren um unteren Grenzwert, aber die lässt sich leider dort nicht einstellen. Ein etwas größerer Abstand von so 3-4mm gefällt mir eigentlich ganz gut. Wie ist das bei euch?
Danke für eure Antworten!

Grüße J
 
Ich musste den SH10 kürzlich etwas runterschrauben, weil bei meinem Anschlag die Saiten doch des öfteren gegen die Polepieces geknallt sind (supertolles geräusch und Übersteuerungsprobleme mit dem Interface)....rein klanglich dürfte der Pickup mit den Saiten kuscheln, der gefällt mir sehr hoch sehr gut :D
Kommt aber letztendlich auf die Gitarre/Pickups drauf an. Ist mal so mal so. Zu niedrig kann den Klang allerdings etwas dumpf und vll auch wummerig werden lassen. Schonmal mit höheren Positionen rumprobiert, obs (etwas) besser wird?
 
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Ich hab jetzt von Engl nicht so die Ahnung, aber schon mal dran gedacht, es gibt doch Amps mit aktiver- und welche mit passiver Klangregelung. Bei der passiven ( die meisten Marshall ) beeinflusst ein Regler den Anderen, man hat also eine riesige Bandbreite an Soundmöglichkeiten. Die aktive Regelung verändert meist stark das Signal.
 
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Bei den Engls von denen ichs weiß, ist der EQ auch immer passiv. (Blackmore, Fire-/Powerball...) Dürfte beim SE denke ich auch so sein. Mir fiele jetzt generell kein Amp ein, bei dem ich von einem aktiven EQ wüsste. Könnte sein, dass die Mesa Marks mit dem EQ eine aktive Regelung haben? Beim SE bezweifel ich das.
 
nur mal als Anstoß.
Wenn der auch passiv ist, nützt es nicht viel, nur am Bass zu kurbeln.

Danke für den Hinweis, das hab ich schon überprüft. Sowohl theoretisch als auch praktisch. Es handelt sich um eine passive Schaltung. Die gegenseitige Beeinflussung durch der Regler durch den Bassregler ist nicht so stark ausgeprägt. Jedoch regelt der Mittenregler nach meinem Empfinden relativ tiefe Mitten sodass hier auch Vorsicht gilt.

Hier eine genauere Beleuchtung der Regelerinteraktionen:
http://pickroar.com/1003/the-tone-stack-explained-in-english-for-humans/
Der Schaltplan beim Engl entspricht diesem Schema.

@Smoke165
Leider lässt sich die PU-Position bei den meisten meiner Gitarren nicht verändert. Ich hab welche, da ist der Abstand etwas größer und das gefällt mir eigentlich schon. Ein paar Gitarren von mir haben höhenverstellbare PU. Das sind jedoch andere Pu's und der Effekt war nicht besonders stark.
 
FYI [Problem solved]

Das Problem waren die Vorstufenröhren. Standardmäßig sind JJ Ecc83 verbaut und eine Shuguang 12ax7 als PI. Ich habe allerdings alle Vorstufenröhren durch Shuguangs ersetzt. Das war wohl zu viel des Guten, da diese Röhren eine höhere Verstärkung haben und die tieferen Frequenzen betonten. Das scheint sich wohl in der spezifischen Schaltung des SE ungünstig potenziert zu haben. [Quelle: https://www.amplifiedparts.com/tech-articles/12ax7-comparison-current-made-tubes]
Falls Ihr ähnliche Erfahrungen mit Euren Amps machen solltet ist ein Zurückrüsten auf die originalen Röhren sicher eine Überlegung wert. Verschiedene Röhren reagieren völlig unterschiedlich in verschiedenen Amps.

Grüße J
 
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Dafür gibt es Kekse. Sowas macht ja auch nicht jeder. :)
 
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Bei meinen Fender Amps kann ich den Bass auch weiter reindrehen als bei meinen Marshalls. Beim Vintage Modern steht er tatsächlich fast auf Null - ABER ... das hängt auch stark von der Box ab.
Als ich den VM an einer 2x12 hatte konnte ich mehr Bass reinmachen als an einer 4x12
 
Also an meinem Engl Ironball tritt das beschriebene Problem trotz Thiele-Box nicht auf.
Allerdings kann es sein, dass bei den kleinen Amps der Bass reduziert ist, damit der Amp nicht so schnell in die Knie geht...
 
Boxen und Raum wurden ja schon mehrfach als Mitverursacher erwähnt.
Dennoch gibt es Amps, die deutlich mehr Bass-Reserven haben, als man sinnvoll einsetzen kann.

Marshall VM: sehr große Bassreserve, Bass Poti habe ich hier fast auf Null, wobei der Body Regler ( der ja auch zum Bass beiträgt ) je nach Art des gewünschten Sounds eher +/- auf 12.00 Uhr steht. Stark nach rechts wird es fuzziger, was aber auch cool klingen kann. Bei einer 412 verstärkt sich das, aber auch mit kleineren Boxen hat der Amp mächtig Bässe

Fender Vibrolux RI: hat auch ziemlich große Bass Reserven. Mehr als auf Mittelstellung habe ich nie benötigt und finde es auch nicht sinnvoll

Fender Blues Jr Tweed: Klangregelung ist generell nicht sooo effektiv, man kann nicht von riesigen Bass Reserven sprechen

Marshall Class 5 ( Combo ) an einer externen Box sind die Bass Reserven ausreichend, kann teilweise etwas überbetont sein, wenn man alles reindreht. Habe ich normalerweise auf 1/3 bis 50%. Mit dem internen Speaker kann es schon schneller dröhnen, ist aber ein kleines Gehäuse mit 10" Speaker - da darf man auch nicht zu viel erwarten

Ich würde sagen, dass ist Amp-spezifisch.

So lange man so viel zurückregeln kann, dass es trotzdem gut klingt, ist das ja alles ok. Schlimm wäre es, wenn der Bass auch noch noch wummert, wenn der Regler auf null steht. Dann wäre es wirklich zu viel des Guten ;-)
 

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