Ob ein günstiger Amp jetzt aber wirklich besser ist, als dein vorhandener, nur weil eine Röhre drin ist?
Entscheidend ist, wo die Röhre sitzt. Aus meiner Sicht ist es kein klanglicher Vorteil, wenn sie in der Vorstufe arbeitet, die Endstufe macht den eigentlichen Sound. Es gibt/gab die Hybrid Amps, mit einer Vorstufenröhre und mit transistor Endstufe. Nicht so der Bringer, muss man aber selbst wissen.
Anders herum, Transistor-Vorstufe, Röhre in der Endstufe, hat mehr Röhrencharakter. Das, was man als Röhrensound kennt, oder möchte, entsteht in der Endstufe. Um den Röhrensound zu bekommen, muss man aber die Endstufe etwas fordern, bedeutet, man muss aufdrehen.
Und mich würde echt Mal das Ergebnis eines Blindtests mit Menschen interessieren, die nix von "Röhre vs Transistor" wissen.
Wenn ein ModellingAmp das auch in Zimmerlautstärke simulieren kann (Röhre), ist das die Lösung (in diesem Fall). Der Blindtest müsste den Beweis liefern.
Die "Definition" Röhrensound, kommt aus der Zeit, als auch erstmalig reine Transistoramps auf den Markt geworfen wurden. Die Übersteuerung war halt ziemlich grätzig, harsch, kratzende Höhen. Eine Vollröhre reagiert anders.
Ein Modeller simuliert einen Röhrenamp, das ist das Ziel, in der Dynamik, ohne die kratzenden Höhen. Jetzt müsste tatsächlich ein Blindtest erfolgen, das Original gegenüber den anderen, zahlreichen ModellingAmps, die alle versuchen, die Röhre zu simulieren.
Ich kann mir vorstellen, dass das Modelling in manchen Bereichen besser abschneidet, ein Röhrenamp kann nämlich auch etwas (ziemlich?) grätzig klingen.
Kann sein, dass es etwas OT ist, da eine Röhre vor einem Modelling verlangt ist. Wenn es für Recording sein soll, kann die Röhrenvorstufe hilfreich sein, weil man die Vorstufe abgreift.