Wie anfängerfreundlich sind beschichtete Saiten ?

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Capo_al_Dente
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Hi, ein Freund will mit ner E-Gitarre anfangen. Hilft es, schont es die Greiffinger etwas, wenn man mit beschichteten Saiten anfängt oder "beissen" die ebenso wie unbeschichtete? Meine Gitarrenerfahrungen sind ewig lange her und beschränken sich auf Nylon.
Mit Dank im voraus,
Capo
 
Die korrodieren halt weniger und werden von daher nicht so schnell rauh, aber so richtig viel Unterschied wird das nicht machen, da geht's eher um die Dicke (bzw. Dünne) des Materials, welches bei entsprechendem Druck einfach die Fingerkuppen eindellt, bis dann irgendwann genug Hornhaut da ist.
 
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Ein Gedicht für die Finger sind Flat Wound Saiten.
 
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schont es die Greiffinger etwas
Bis die Hornhaut aufgebaut ist, gibt es nichts, was den Schmerz des Anfangs wirklich vermindert. Sind die Fingerkuppen noch weich, müssen sie abgehärtet werden. Wenn Dein Kumpel Freeclimber ist, könnte das helfen - oder halt irgendwas macht, bei dem er auf den Kuppen Hornhaut aufgebaut hat. Ob normal, beschichtet oder Flatwound macht da keinen messbaren Unterschied. Es tut erstmal wirklich weh. Ich habe es seinerzeit mit allen Tricks versucht und Gaffatape, Sekundenkleber und sonstige bescheuerten Hilfsmittel benutzt. Einfach dranbleiben und aufhören, wenn es weh tut. Auch wenn es am Anfang vielleicht nach 10 Minuten ist.
 
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+1 für alle Vorposter.
Außerdem: Beschichtete halten meist etwas länger und verschieben/reduzieren damit ein typisches Anfängerproblem - den Saitenwechsel...
 
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anders gesagt, wird ein Anfänger (und evtl. auch ein Fortgeschrittener Gitarrist) nicht unterscheiden können, ob es sich um beschichtete oder konventionelle Saiten handelt. Das fühlt sich (kaum) „weicher“ , „vergebender“ an.
 
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Hi. Ich bedanke mich bei allen für die Antworten, ich hätte nicht so viel Einigkeit und Übereinstimmung erwartet. Da scheint dann nichts zu helfen. Also Augen zu und durch ;)

Frohe Tage allerseits,

der Capo
 
Soweit ich das aus eigener Erfahrung sagen kann, verbessern weder eine Saitenbeschichtung noch Flatwound Saiten die "Bissigkeit" auf ungeübte Fingerkuppen. Dahingehend muss man wohl einfach durch.
Was die beiden erwähnten Saiten-Typen allerdings sehr verbessern, sind die Saiten-Rutsch-Geräusche! Das war etwas, was mir am Anfang extrem auf die Nüsse ging, und mit beschichteten Saiten wurde das deutlich erträglicher.
Noch besser waren Flatwound-Saiten, die ich auf einer Hollow-Body spiele - allerdings sind diese Saiten etwas widerspenstiger, wenn es um Bendings geht und sind generell etwas "härter", also vielleicht nicht so optimal für die allerersten Gehversuche.
 
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Ich würde trotzdem empfehlen welche zu benutzen weil sie einfach deutlich länger halten. Als Anfänger hat man ja schon genug Baustellen und warum sollte man dann noch unnötigerweise auf frische Saiten achten müssen?
Einfach mal beschichtete 9er aufziehen und los gehts.

ach, und auf frisch polierte Bundstäbchen würde ich auch wert legen. Eine neue Gitarre sollte welche haben. Wenn nicht, dann lieber mal einen Bekannten fragen, der das machen kann, oder in einem Musikladen mal machen lassen. Sollte hoffentlich kein Vermögen kosten.

Anderer Ansatz wäre natürlich: wenn jemand auf einer total schrecklichen Gitarre mit rostigen Saiten die Lust am Spielen nicht verliert, wird wohl auch lange durchhalten ;).
 
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...und nicht vergessen: Das Anfängerproblem ist nicht die fehlende Hornhaut, sondern der unkontrollierte Druck. Wenn ich längere Pausen eingelegt habe, konnte ich danach ohne massive Schmerzen recht fix wieder einsteigen, weil ich eben immer noch weiß, wie man richtig und effizient greift (also im Rahmen meiner beschränkten Möglichkeiten) :D. Wenn man nämlich nur mit "so viel Kraft wie gerade nötig" greift, braucht man keine fette Hornhaut, selbst bei den von mir gespielten .13er auf der Reso und .16er auf meinem Stella-Nachbau. Ein bisschen Hornhaut kommt natürlich dann schnell wieder.

Hilft einem Anfänger halt trotzdem nix, ich weiß. Ich habe mir in den 1990ern auch schon mal die Fingerkuppen blutig gespielt, als ich das erste Mal intensiv mit einer Gitarre mit Stahlsaiten unterwegs war.

Will nur drauf hinweisen, dass man vor allem auf vernünftige Spieltechnik schauen sollte, um schnell aus der Schmerzphase herauszukommen - und es auch nicht zu übertreiben.

Trotzdem ein +1 für beschichtete Saiten, mit denen hat man halt Ruhe für eine Weile.
 
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Ich stimme absolut zu, dass es für den Anfänger egal ist, die Finger werden wahrscheinlich so oder so schmerzen. Selbst wenn er mit einer akustischen Gitarre mit Nylonsaiten anfängt. Und ich kann @DerZauberer nur zustimmen - am besten gleich den richtigen Druck angewöhnen, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es schwer ist sich später umzugewöhnen.
 
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Außerdem: Beschichtete halten meist etwas länger und verschieben/reduzieren damit ein typisches Anfängerproblem - den Saitenwechsel...
Den meisten Anfängern gehen Saiten nich kaputt weil sie überaltern oder verdrecken.
Sie reißen beim Stimmen und Üben/Spielen.
Daher würde ich mir die Kohle für die Beschichtung schlichtweg sparen.
 
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Die meisten beschichteten Saiten enthalten in der Beschichtung PTFE, besser bekannt als 'Teflon'.

Die unbestrittenen Vorteile beschichteter Saiten werden mit dem Einsatz einer "Ewigkeitschemikalie" erkauft, die auch z.B. bei Backpapier, Kochgeräten und der Membran von Funktionskleidung zum Einsatz kommt.

Ich persönlich finde den Einsatz von PTFE bei Gitarrensaiten am entbehrlichsten.
 
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Macht eigentlich null Unterschied. Ob Saiten beschichtet sind erfühlt man als Anfänger eh kaum bis gar nicht. Beschichtete Saiten sind nur teurer und bleiben etwas länger frisch...
 
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Pyramid Electric Strings 010-046


Ich hab echt einiges ausprobiert und möchte dir zu diesen Saiten raten.
Beschichtet muss gar nicht sein, gerade am Anfang reißen Saiten in der Regel eher beim stimmen & aufziehen beim und beim ungeübten kräftigen spiel.
Da lohnt (vielleicht sogar generell) es sich, aus meiner Sicht, bicht wirklich teure beschichtete Saiten zu kaufen.
Leichter greifen lassen sich diese auch nicht.

Pyramid Electric Strings Medium
(.010, .013, .017, .026, .036, .046)

1. Sie sind mit 4,50 € wirlich sehr günstig, bei hoher Qualität
2. Made in Germany im "Familienbetrieb" hier sind Menschen am werk
3. Sehr guter Service/Support bei Fragen oder Problemen
4. Sie klingen meiner Meinung nach toll, sehr ausgeglichen und warm
5. Meiner Erfahrung nach lange haltbar und gleichbleibend in Klang & Qualität




Meine einzige persönlich Alternative hierzu sind ( das muss aber gar nicht sein )

Pyramid Nickel Classic Saiten
Der Unterschied:
Die umwickelten Saitehaben einen runden Kerndraht, "normale" Saiten besitzen hexagonale Kerndrähte.
Der runde Kerndraht bedarf aufwändigerer Arbeitsschritte, sorgt hierbei aber für ein extrem gleichmäßiges Schwingungsverhalten, einen warmen Klangcharakter und wunderbaresSustain. Sie klingen sehr lange sehr gut.
Leider Nix für Menschen mit Nickelallergie ;-)
Kosten halt auch 8,50
Kannst du auch mal probieren, muss aber gar nicht sein die o.g. bieten dir wirklich auch massiv viel fürs Geld und sie echte allrounder.
 
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Meinen ganz herzlichen Dank an alle, die hier eine so grosse Fülle an Argumenten beigetragen haben, ist ne tolle Sammlung geworden.

Capo 😀
 

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