Alu Schlagbrett für Strat?

Ich bin mit einem Gitarrenbauer befreundet, der schwört sogar, dass das Material und die Stärke des Pickguards den Klang beeinflusst.
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich hatte mal eine Squier Hardtail Strat mit diesem einteiligen Plastik-Pickguard. Den habe ich dann ersetzt durch einen selbstgebauten Holz-Pickguard der natürlich vom Material anders war aber ebenso auch viel dicker als das Original. Die gleichen PU klangen merklich anders. Ich kann mir also durchaus vorstellen, dass ein Pickguard aus Alu auch einen anderen Klang hat, kann es aber null abschätzen in welche Richtung die Veränderung geht.
IMG_9265.JPG
 
Hier geht es um Wirbelströme, die können nur in Materialien entstehen welche auch einigermassen gut Strom leiten also hauptsächlich Metalle wie z.B. Alu oder Edelstahl Pickguards aber nicht in Holz Pickguards!

Dass diese Wirbelströme auch in metallenen PU-Kappen entstehen können ist richtig, hier hilft es wenn man als Material dünnes Neusilber verwendet, das ist zwar etwas teurer leitet aber deutlich schlechter als Messing oder Alu.
 
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Rein klanglich gefällt mit "Nr.2" immer noch etwas besser als "Paulus".
"Nr.2" hat Schaller Golden50s mit Schaller -Metallrahmen und ein DIY-Schlagbrett aus Decor-Schichtstoff mit vergoldeter Aluschicht.
"Paulus" hat ebenfalls Schaller Golden50s, Kunststoff-Rähmchen und -Schlagbrett.
Beide klingen seeehr ähnlich:
Thema 'Direkter Soundvergleich zweier E-Gitarren mit Schaller "Golden 50s" (Workshop)'
Mittlerweile hat "Paulus" auch einen Kahler-Vibratosteg bekommen:
Beitrag im Thema '"Projekt Paulus" - Die Worship-Gitarre mit dem gewissen Etwas'
Dadurch klingen sie noch ähnlicher.
20230130_230810.jpg

Die Beeinflussung ist aus meiner Erfahrung also sehr gering und auf keinen Fall negativ.
Probiere es doch einfach aus @OldRocker und mach vorher und nachher ne Aufnahme.
 
Hier geht es um Wirbelströme
Mag sein aber unabhängig von Thema Ströme, beeinflussen schon Material und Stärke bereits den Sound. Nur das wollte ich bestätigen. Bin ja schon weg wenn es nicht interessiert.
 
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Die Beeinflussung ist aus meiner Erfahrung also sehr gering und auf keinen Fall negativ.
Wie ich schon erwähnte, machen sich die Wirbelströme im Pickguard bei Humbuckern nicht so deutlich bis gar nicht bemerkbar, da sich in Base Plate und AlNiCo Magnete schon Wirbelströme bilden.
 
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...dieses dünne, schwarze Alu Schlagbrett von Musiclily sieht einfach geil aus (hab ich schon hier)
Wenn Du das PG schon hast, warum probierst Du es denn nicht aus?
Das ist doch keine große Aktion und schnell gemacht.
 
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....puh, ich hatte die Strat in den letzten 40 Jahren schon so oft offen, langsam halten die Schrauben nix mehr...deswegen hab ich keine Lust mehr auf probieren und jetzt ists an der Zeit dass mal fertig sein muss.
Schon auf Grund der Vermutung dass hier ne negative Klangbeeinflussung entsteht kommt wieder standard Plastik drauf.
Hab noch n altes gut gerelictes Pickguard welches ich nun montieren werde...das ist optisch soweit ok, ein Kompromiss mit dem ich gut leben kann ;)
 
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Das hast Du gelesen:

Wie ich schon erwähnte, machen sich die Wirbelströme im Pickguard bei Humbuckern nicht so deutlich bis gar nicht bemerkbar, da sich in Base Plate und AlNiCo Magnete schon Wirbelströme bilden.

Ohne @Ben zen Berg s Expertise oder Diagramme anzuzweifeln, nicht alles, was man messen kann, hört man auch. Ich höre selbst bei SCs keinen Unterschied. Was selbstverständlich aber auch an meinen Ohren oder Einstellungen (EQ usw.) liegen kann.

langsam halten die Schrauben nix mehr.

Für harte Fälle: Zahnstocher und Ponal bzw. Tite Bond (Rot). Schnell und unkompliziert.
In der Regel reicht es einfach einen Span von einem Zahnstocher in das Bohrloch zu stecken.
 
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Im direkten Vergleich hört man den Unterschied zwischen einem Pickup mit und ohne negativen Wirbelstrom-Einfluss schon deutlich. Aber einen direkten Vergleich kann man eigentlich nur unter Labor Bedingungen machen. Wenn der Unterschied drei bis fünf Prozent ausmacht und die Tonabnehmer dann in unterschiedlichen Gitarren verglichen werden - wohl noch mit einem Gitarrenwechsel, weil man nicht zwei identische Aufbauten zur Wiedergabe hat - ??? - Da spielt der emotionale Faktor meiner Meinung nach eine größere Rolle.
Wenn der Unterschied aber größer ausfällt, sieht das schon anders aus.

20260209_090155.jpg


Die Natural Strat ist mein zweiter DIY Bau, da ist schon eine emotionale Bindung. Die Inlays in den offenen Covern wurden aus den Pickguard-Aussparungen für die Tonabnehmer gemacht. Aber seitdem ich die Contemporary Strat habe, greife ich nur noch selten zur DIY Strat. Die Saite ist mir vor vier/fünf Monaten gerissen und ich habe wahrlich genügend Ersatzsaiten hier rumliegen...
 
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Ich hab meiner Fallout ein eloxiertes Alu-Pickguard verpasst und hab keine große Veränderung festgestellt gegenüber dem Kunststoff-Pickguard:

60FB6C07-60FC-4B04-98D2-0ED1FA9092D6.jpeg
 
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Das sehe ich wie gutmann: kein Unterschied. :)

G&L hatte "black-/" oder auch "white-crinkle" Aluminium-Schlagbretter bis Anfang der 1990er Jahre bei vielen Gitarren verbaut,
da höre ich keinerlei Unterschiede, egal ob ein Alu-/ oder Kunststoff-Schlagbrett verbaut ist.
Eine Klangverschiebung hin zu Tiefmitten oder gar eine Dynamikreduzierung kann ich auch nicht bestätigen. ;)
Die Unterschiede zwischen den einzelnen "baugleichen" Instrumenten können da schon größer sein.

ASAT blonde Korpus vorne_.jpg ASAT Special Signature 1988, swamp-ash, white-crinkle Schlagbrett

ASAT Cent Korpus vorne_.jpg ASAT Centennial 2009, swamp-ash, black-crinkle Schlagbrett

ASAT Classic Sig1 Korpus vorne_.jpg ASAT Classic Signature 1990, swamp-ash, white-crinkle Schlagbrett

ASAT Classic Sig2 Korpus vorne_.jpg ASAT Classic Signature 1994, swamp-ash, 3-lagig weißes Kunststoff Schlagbrett

ASAT_CHB_bodyv_.jpg ASAT 1994, Ahorn, 3-lagig schwarzes Kunststoff Schlagbrett

ASATCHB1994Bodyvorn_.jpg ASAT 1994, Ahorn, black-crinkle Schlagbrett

Auch die Brücke, ob black-crinkle lackiert oder verchromt ändert nicht wirklich was.
Black-crinkle oder verchromte Reglerplatte - egal, schwarze oder verchromte Knöpfe - egal ...

Nicht nur bei den T-style Modellen, auch bei den S-style Modellen ist es so.
Die hatten dann sogar noch entweder black-crinkle oder Kunststoff Federkammerabdeckplatten.
Keine Unterschiede.
 
@George&Leo Haben die alle MFD-Tonabnehmer?
Das Pickguard selbst ist ca. 1,5 mm dick und die PUs haben Keramik-Magnete. Daß das Aluminium Pickguard den Sound nicht verändern soll, ist für mich kaum vorstellbar. Daß der Einfluß mit einer Schraubendrehung an den Pole Pieces wieder ausgeglichen werden kann, schon.
 
Ja, die haben alle MFD-Tonabnehmer mit Keramikmagnet.
Die habe ich bei mir immer alle auf einer Höhe, da mir das so besser gefällt. :biggrinB:
Ich bevorzuge auch bei allen anderen Tonabnehmern gleich hohe Pole, egal ob SC oder HB.
Bei meinen Ü50 E-Gitarren würde ich schon die Unterschiede hören, wenn sie denn da wären.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn das so einfach wäre, den Klang in die eine oder andere Richtung zu verändern:

Heute Alufolie drunter, morgen Kupferfolie, einlagig - mehrlagig - mit und ohne metal-flake, dünnes Blech unter dem Plastik ...
Gab und gibt es, wer es braucht und dran glaubt, in Ordnung.

Für mich gibt es andere Faktoren, speziell bei der Regelung, die das stärker beeinflussen.
 
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Na, jetzt verdrehst Du aber meine Aussagen.
Von Abschirmfolien habe ich nichts geschrieben. Das Material muss schon eine gewisse Stärke haben, damit es auch einen umfänglichen Einfluss hat. Und natürlich kann jede Änderung einer Einstellung in der Signalkette größer Auswirkung haben. Es ist halt ein komplexes System mit vielen Einflussfaktoren, die sich aufschaukeln, verschieben oder auslöschen können.
Die Frage war, ob der Wechsel zum Alu-Pickguard bei einer Strat mit stacked Humbuckern Einfluss auf den Sound hat oder nicht. Und ja, das ist - mIt dem wichtigen Hinweis auf eine Labor Umgebung - mess- und hörbar.
Welche Relevanz das hat? Da will ich gar keine Relgion raus machen.
 
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Ich hab' gerade noch mal gegoogelt - die MFD-Tonabnehmer haben ja Copper Base Plates 😱 - Na dann kannst Du der Gitte auch noch unbemerkt ein zweites Alu-Pickguard unterschieben. Kupfer ist die Mutter aller Wirbelströme.
 
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Kupfer ist die Mutter aller Wirbelströme.
Da gibt es ein schönens physikalisches Beispiel mit einem Kupferrohr und zwei Kugeln gleicher Größe die mit etwas Luft da rein passen.
Die nichtmagnetische Kugel fällt durch das senkrechte Rohr durch.
Die magnetische Kugel aber schwebt langsam im Rohr nach unten.
 
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...ich hatte in der Strat schon so ein Alu Schlagbrett drin und zwar in SSS Ausführung, hinten mit dem schmalen Fleor Klingenpickup an der Bridge.
Hierbei fiel mir schon auf, dass der Ton auch über meinen Direct-Switch (umgeht Volumen und Tonepoti) eher "cremig" war, mir die frechen Hochmitten immer gefehlt haben.
Das ist nun besser, da brauche ich keinen Direkt Vergleich...diese "Bauchlastigkeit" hat sich wieder deutlich hörbar nach oben in den "Brustbereich" verschoben.
Interessant ist dabei, dass man so auch Abstimmen kann...ganz grob würde ich mal sagen, dass ne Strat mit Humbucker durch diese Cremigkeit eines Metall Pickguards etwas mehr Richtung Gibson "gevoiced" werden kann😉
 
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Ein Kupferschlagbrett wäre auch mal interessant. Eine U-scheibe rutscht eine steil schräge Metallplatte schnell runter. Ist sie aber magnetisch und die Platte aus Kupfer wird die Scheibe stark abgebremst.
 
Also sollte ich die Kupferfolie an meinerm Keramik PU abkratzen?
Oder erstmal den chremigeren Sound testen?
Die Folie ist dünn, aber auch direkt auf die Spule gebabbt. Unter dem Klebeband.
Das könnte schief gehen.
 
Mach' das besser nicht. Der Wickeldraht ist so dünn, der reißt schon bei einer Belastung von weniger als 100g.
Und, ja, hör' Dir doch erst einmal das Teil an.
Die Anekdote bezieht sich jetzt nicht auf die Abschirmfolie deiner Tomabnehmer. Aber gerade bei Gitarrentonabnehmern führt eine nicht perfekte Konstruktion oft zu einem besonderen Sound.
Die Verwendung einer Copper Base Plate - eigentlich Elevator Plate genannt - hatte (ganz Fender-like) einen sehr pragmatischen Grund. Damit sollte der PU bei der Telecaster einfach mit drei Schrauben zur Höhenverstellung unter die Bridge montiert werden.
Die Platte war auch nicht aus Kupfer, sondern aus Stahl. Sie wurde verkupfert, weil sich das besser Löten lässt. So konnte die Platte auch zur Erdung der Saiten dienen, das ersparte einen weiteren Montage-Schritt.
Wie stark das veränderte Magnetfeld und die Wirbelstöme den Sound verändern würde, soll Fender angeblich erst später festgestellt haben.
 
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