1234-Fingerübung: Frage bzgl. "Rückweg"

Argh
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Entschuldigt bitte den etwas seltsamen Thread-Titel, aber ich wusste meine Frage nicht besser zu umschreiben, als am Beispielt der (wohl jedem hier bekannten *g*) 1234-Fingerübung. Was mich daran interessieren würde: Wenn man quasi 4321 spielt, wie gehe ich das Ganze an? Bisher setze ich jeden Finger einen nach dem anderen - mir viel aber letztens auf, dass man scheinbar viel mehr zuerst alle vier Finger auf die entsprechenden Bünde setzen und dann nur nach und nach den entsprechenden Finger "abziehen" solle - was ist nun richtig? Gibt es überhaupt am Ende einen spürbaren Unterschied zwischen den beiden Techniken? Logischweise würde die letzetgenannte auch nicht bei jedem Lauf funktionieren (wenn man die Noten über die Saiten verteilts spielt).
Im schlimmsten Fall werde ich dann wohl nach nun inzwischen sieben Monaten mehr oder weniger von Vorne beginnen dürfen... :(

...ich hoffe das war einigermassen verständlich, wenn nicht bessere ich gerne nach ;)

edit: ich wollte nochmal unterstreichen, dass ich die 1234-Fingerübung nur als Beispiel benutze - meine Frage ist allerdings allgemein gemeint.

mfg
Andre
 
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ich denke mal jeder sollte selber wissen wie er das macht, vom klang her merk ich keinen unterschied, aber wenn ich alle aufsetze und dann nach und nach die finger runternehme bin ich schneller als wenn ich die finger einzeln aufsetze
 
Du legst immer so viele Finger wie möglich auf. Das heisst bei 1234 legst du einem nach dem anderen auf, bei 4321 legst du alle Finger auf und nimmst den Finger dann von der Saite runter wenn der Ton gespielt wurde.
Als immer soviele Finger pro Saite auflegen wie möglich. Bei einem Saitenwechsel sollten dann die Finger nach möglichkeit runter von der eben gespielten Saite, da du sonst immer noch einen Ton hast, der dann in die nächsten Töne reinklingt.

Ich habe es damals von meinem Lehrer so gelernt (an einem Beispiel):
Wenn du auf der tiefen E und auf der A Saite dieses hier spielst
4-2-1
4-2-1
Dann legst du erstmal alle drei Finger die du benötigst auf die A-Saite und spielst die ersten beiden an. Dann legst du gleich danach beide Finger auf die nächste Saite, nebenbei spielst du den letzten Ton auf der Saite und ziehst den Finger dann ab und positionierst ihn auf der E-Saite, wähend du schon die anderen beiden Töne anspielst. Ist etwas merkwürdig zu erklären.

Das hat auch einen guten Grund. Wenn du bei schnelleren Stück so etwas hast und jeden Finger einzeln aufsetzt kannst du a) Probleme mit der Koordination haben und b) klingt dein Legatospiel bei einem hohen Tempo und auch bei größerer Lautstärke sauberer, da du ja schon minimale Töne bem Fingeraufsetzen fabirizierst.
 
Harlequin schrieb:
Du legst immer so viele Finger wie möglich auf. Das heisst bei 1234 legst du einem nach dem anderen auf, bei 4321 legst du alle Finger auf und nimmst den Finger dann von der Saite runter wenn der Ton gespielt wurde.

Das hat auch einen guten Grund. Wenn du bei schnelleren Stück so etwas hast und jeden Finger einzeln aufsetzt kannst du a) Probleme mit der Koordination haben und b) klingt dein Legatospiel bei einem hohen Tempo und auch bei größerer Lautstärke sauberer, da du ja schon minimale Töne bem Fingeraufsetzen fabirizierst.
Ok, das klingt sehr logisch - aber wie mache ich das dann wenn ich jetzt zB erst 432 auf der E und dann zB noch 1 auf der A-Saite spielen will, bzw. ähnliche Beispiele? Wie macht ihr das dann, setzt ihr die finger vorher in ein passendes Muster und spielt die entsprechenden Noten? (Über diese Art der Herangehensweise, also sämtliche Finger "vorrausschauend" in einem Muster zu positionieren habe ich noch nie nachgedacht, fällt mir gerade auf :rolleyes:)
 
Also, darüber gabs schonmal nen Thread...
Wenn du jetzt zB auf der Hohen E-Saite bist, und 4321 spielst und dann auf die h-saite hochgehen willst un dort auch 4321 spielen willst, dann legst du wie beschrieben, alle Finger erstmal auf die Hohe e-saite.

und jetzt kommt das eigentlich schwierige: Während du den letzten Ton auf der e-Saite (imit dem Zeigefinger) spielst, setzt du die anderen 3 schon auf die h-Saite. Den Zeigefinger setzt du "zeitlich versetzt" auf die h-saite, damit der Ton auf der e-Saite auch noch Zeit hat zu klingen.
 
Argh schrieb:
Ok, das klingt sehr logisch - aber wie mache ich das dann wenn ich jetzt zB erst 432 auf der E und dann zB noch 1 auf der A-Saite spielen will, bzw. ähnliche Beispiele? Wie macht ihr das dann, setzt ihr die finger vorher in ein passendes Muster und spielt die entsprechenden Noten? (Über diese Art der Herangehensweise, also sämtliche Finger "vorrausschauend" in einem Muster zu positionieren habe ich noch nie nachgedacht, fällt mir gerade auf :rolleyes:)
Exakt dieselbe herangehensweise wie oben geschrieben, also Saite für Saite
Du hast nun also
1
432
zu spielen.
Du legst also nun 432 auf die erste Saite und spielst die Töne, wenn du die 2 anschlägst oder kurz davor legst du schon dne Finger für die 1 in Position und wenn du die 2 angeschlagen hast hebst du diesen Finger und setzt den Zeigefinger auf die 1 auf der A Saite. Man könnte jetzt natürlich sagen : "Hey, ich lege einfach alle vier Finger auf". Es hat sich aber anscheinend eher bewährt, immer nur soviele Finger aufzulegen wie möglich aber nur auf einer Saite. Also du hangelst dich immer von Saite zu Saite und kurz bevor du den Ton spielen musst liegt der Finger schon bereit. Wie schon gesagt, dieses Prinzip mit dem Finger rechtzeigit in Position bringen ist ein wenig blöd zu erklären.

Um es kurz und möglichst allgemein zu schreiben:
Schritt 1 : Auf der ersten Saite, auf der du spielst, die Finger so weit wie möglich in Position bringen (Beispiel 432).
Schritt 2 : Wenn du die Töne anschlägst und bei dem letzten Ton ankommst - in diesem Falle der 2 - hebst du ja kurz davor die Finger 4 und danach die 3 und wenn du die 3, also die vorletzten Note auf dieser Saite gespielt hast, dann legst du die Finger so weit wie mögilch für die nächste Saite vor. Du hast dann also nur noch den letzten Finger auf der einen Saite während du gerade die anderen Finger auf der nächstne Saite auflegst. Wenn du dann den ersten Ton auf der folgenden Saite anspielst ziehst du den ersten Finger von der vorigen Saite auf die nun gültige Position auf deiner aktuellen Saite.
 
Danke für diese ausführlich Beschreibung :)
Nun noch eine abschliessenden Frage... Ich spiele ja nun schon eine ganze Weile ohne dieses Prinzip anzuwenden - wie sollte ich mir das jetzt am besten angewöhnen? erstmal sämtliche Übungen, die ich bisher tägliche durchziehe normal weitermachen und parallel dazu Übungen mit diesen neuem Prinzip (dann natürlich wesentlich langsamer)? Oder mit allen Übungen praktisch von vorne anfangen aber gleich diesen neuen Weg einbauen?
 
Wenn du damit klarkommst kannst du deine Übungen gleich mit dem Prinzip spielen.

Kommste damit nicht klar solltest du halt was einfacheres machen, also ältere Übungen.
 

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