3/4 oder 4/4 Kontrabass- pro und kontra

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Hallo liebes tieftönendes Forum

Ich spiele seit einigen Jahren E-Bass und möchte nun meinen musikalischen Horizont etwas erweitern und mit einen Kontrabass zulegen.

Ich habe bereits auf einem 3/4 Kontrabass gespielt- der sich sehr gemütlich spielte, wie ich finde. Dank meiner großen Hände ziehe ich aber in betracht, mir einen 4/4 Kontrabass zu kaufen, allerdings habe ich noch nie auf einen gespielt.

Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:

1. Ist ein 4/4 Kontrabass im Vergleich zu einem 3/4 sehr viel schwerer zu spielen? Ich spiele des öfteren licks und kleine soli, da wäre mir ein zu sperriges Instrument im Weg ;)

2. Gibt es sound-mäßig starke Unterschiede vom 3/4 zum 4/4 Kontrabass? Ich stelle mir den größeren soundlich "fetter" vor, was meinem Geschmack mehr entspräche.

3. Alle 3/4 Kontrabässe die ich sah, haben bei etwa 800 Euro begonnen- sind die größeren Modelle teurer?

4. Am Kontrabass werde ich vor allem Jazz machen, welche größe ist in dieser Musikrichtung vorherrschend?

5. Sollte man ein solches Instrument vorher immer anspielen? Ich wohne leider in einem ziemlichen Kaff, und das größte Musikgeschäft in meiner Nähe hatte genau einen Kontrabass dort stehen, da konnte ich nicht viel herumprobieren und werde wsl aus dem Internet bestellen müssen.

Das wars, freue mich auf baldige Antworten
 
Eigenschaft
 
also was am 3/4 gut ist mal die grösse. der ist viel handlicher und angenehmer zu handhaben. er nimmt nicht viel raum in anspruch und spielt sich ( wahscheinlich) leichter.

ich würde aber auch meinen dass der 4/4 fetter kling und deinen erwartungen eher entsprechen wird, nur weis ich nicht wie es bei denen mt dem preis ausschaut. nehm mal die sind um einiges teurer( hat mir mal meine ehemalige musik profesorin gesagt)

hoffe ich konnte dir helfen :great:


aber an deiner stelle würd ich ma den warwik kaufen ( mit dem kleinen korpus):D
 
hehe mal schauen :rolleyes:

als E- Bass wirds der warwick werden, aber ich brauche auch infos bezüglich Kontrabass, da ich mir zu ostern ev. einen wünsche :cool:
 
Bin zwar kein Experte, aber mal ein paar Stichpunkte zum nachdenken:

In den Klang spielt nicht nur die Größe sondern auch die Bauweise rein. Sicher, tendenziell müsste ein 4/ 4 schon fetter klingen, es bleibt aber noch die Frage nach der Bauweise: massiv, halbmassiv oder Sperrholz. Ich denke, ein vollmassiver 3/4 kann schon besser als ein Sperrholz 4/4 klingen.
Und gerade die Bauart schlägt sich im Preis nieder!

Ein 4/ 4 bereitet größere Transportprobleme!

Wenn du Jazz machen willst, soll das unbedingt total unplugged sein? Bei einer Tonabnahme wäre nämlich ein wesentlich kräftigerer Ton gar nicht zwangsläufig unbedingt erforderlich. Das sieht in Orchestern zb anders aus.

Ja, im flexiblen Bandbereich haben sich aufgrund der Verstärkung und des Transports die 3/4 Bässe durchgesetzt.
 
Danke für die Hilfe!

Ich habe mir noch andere Foren mit etwa diesem Thema durchgelesen und es wird wsl der 3/4 werden.

-leichter zu transportieren
-im Jazz am häufigsten verwendet
-einfacher und günstiger zu erhalten als die größere Ausgabe

greetz
 
Na dann viel Erfolg!

Danke für deine Rückmeldung & halt uns auf dem Laufenden, wie es läuft!

Es grüßt C&B
 
Solange du nicht im Orchester spielst, ist ein 4/4 eher oversized. Nimm einen 3/4 und investiere das gesparte Geld in eine gute Tasche.
 
Soo viel größer als ein 3/4 ist ein 4/4 nun auch nicht. Ich als 1,95-m-Riese ziehe den Stachel meines 3/4 30 cm aus. Das sieht schon fast nach Cello aus :)
Wenn ich mir mal einen neuen KB zulegen sollte, dann teste ich auch 4/4 an. Auf der längeren Mensur kann man mehr Kraft einsetzen und der Ton hat (verstärkt und unverstärkt) mehr Fülle.
Verkaufen kann man einen 4/4 wohl schlechter als einen 3/4, wie man an diesem Thread sieht. :gruebel: und das schreckt mich etwas ab, ehrlich gesagt.

Wieviel länger (ohne Stachel) ist ein 4/4 überhaupt? 10-15 cm?

Gruß,

Pablo
 
4/4 hat eine mensur von 107 -110, 3/4 von 104 - 106 cm. theoretisch müßte ersterer lauter und voller klingen, manchmal tut er das auch, oft aber auch nicht. in der praxis hängt halt alles am einzelnen stück.
3/4 bässe neigen bei piezoabnahme etwas weniger zu rückkopplungen.
vollerer klang abgenommen bei 4/4? würde ich mal sagen nein.
ich meine: 4/4 ist nicht schlimm, ist aber in der regel teurer, schwerer, größer, saiten sind schwieriger zu bekommen und für mich am wichtigsten, die komfortable greifzone fängt für mich erst in der 4. Lage (also 7. chromatische) an.
ich hab mal gedacht, wozu brauch ich eine tasche? das ding schlepp ich eh nie rum. in wahrheit trag ich den bass inzwischen dreimal die woche durch die gegend. wenn ich mir eine andere größe als 3/4 käufte, dann wärs ein halber bass.

gruß zwar
 
Danke für die super Inforationen :D

Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher, dass es der 3/4 wird. Ab Februar (quasi nächstes Schulsemester) möchte ich Unterricht nehmen- da kann ich meinen Lehrer ja auch noch ordentlichst ausfragen bzgl. Größe des Kontrabasses.
 
Also 4/4 in Sperrholz ist eher selten, das ist eigentlich eine Mensur für's Orchester. Mir persönlich sind auch die Griffe auf einem 4/4 zu weit, das schmerzt manchmal ganz schön... Ansonsten ist ein 4/4 nicht die schlechteste Investition. Mal abgesehen davon, daß sich hier ja vor allem eher die Gelegenheitskontrabassisten tummeln, ist unter Klassikern der 4/4 absolut en vogue. Da gibt's dann auch gut Geld für - so er was taugt ;-) Vorteil beim 4/4 ist, daß man ihn in China und anderweitig eher selten(er) nachbaut, so daß man oft noch sehr gute europäische Bässe im Gebrauchtmarkt bekommt. Da sieht's beim 3/4 schon eher anders aus. Nachfrage macht's halt, und die ist eher auf den 3/4 ausgerichtet.
Für Jazz und mit verstärkung gespielt, würde ich immer zum guten 3/4 raten. Für Klassik hingegen ist es die Überlegung wert. der 4/4 ist nicht unbedingt lauter, aber der Klang ist insbesondere auf der E-Saite um Längen tragfähiger. Cooler sieht's natürlich auch aus...

Gruß
Roman


PS: Ach ja, und bei den Saiten muß man auch mal schauen, ob es alles gibt! Da ist beim 4/4 auch so manches beliebte Material nicht so leicht zu bekommen - zumindest nicht, wenn man es schnell benötigt.-)
 

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