(A-Gitarre) Buch für Autodidakt Stil Blues gesucht

von Bierschinken, 18.09.20.

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  1. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 18.09.20   #1
    Hallo,

    ich suche für jemanden, der autodidaktisch ohne große Notenkenntnisse typische Bluespatterns und Licks lernen möchte ein Lehrbuch.
    Es sollten einfach verständliche Beschreibungen sein, am besten mit Backings und/oder Soundfiles.

    Wenn es ein Stilmix aus Blues, Country, Western, Folk ist, macht das auch nix.
    Level ist so fortgeschrittener Einsteiger.

    Taugt Blues u can use?
    Es geht hier hauptsächlich um praktisches Spielen und Anwenden. Nicht um Harmonielehre oder Pattern-Drills.

    Danke!
     
  2. Dr_Martin

    Dr_Martin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #2
    Meine Meinung:
    "Blues und Bücher" ist für mich ein Widerspruch.
    Blues ist ein Ding des Gefühls das sollte man nicht anhand von Noten o.Ä. lernen.

    Um mit Blues anzufangen ist das beste YouTube.
    Da gibt's Tonnen von Übungen von einfach bis professionell.

    Solospiel: einfach hinsetzen und einfache Licks lernen.

    Akkorde: erstmal mit Powerchords anfangen und sich später zu fortgeschrittenen Akkorden vorarbeiten.

    Die Theorie wirst du dir später eh aneignen wenn du erstmal den Grundstock hast.

    Ich hätte mir früher gewünscht, dass es sowas wie YT gegeben hätte. Einfacher geht's nicht.
     
  3. PettyMonk

    PettyMonk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #3
    Hallo,

    ist die Nachfrage möglich, was der/diejenige genau unter Blues (für sich subjektiv!) versteht? Gibt es konkrete Vorbilder oder Lieder die selber gespielt werden wollen? Mittlerweile gibt es gefühlt für jeden Stil eigene Lektionen und Bücher.
    Akustisch oder elektrisch? Strumming (mit und ohne Plektrum) oder Fingerstyle?
    Meine persönliche Empfehlung als Einstieg in den Blues im weiten und frühen Sinne als auch ins Fingerpicking wäre
    https://www.notenlager.de/Unterhalt...ssissippi-John-Hurt-2-CDs-for-guitar-tab.html
    ich glaube ich muss dazu mal ein Review schreiben...

    Überhaupt nicht. Das Gefühl und der Sinn für diese Musik ist wichtig, klar. Aber daneben gilt es Technik und gängige Licks zu lernen. Und vielleicht auch ein paar Bluesstandards... Das geht mit einem Lehrer, mit einen Lehrbuch und natürlich auch mit YouTube. Ich bin auch total happy was das Internet derzeit alles zu bieten hat. Wobei ich derzeit auch keinen Gitarrenlehrer beneide da wie mir scheint es einen unglaublichen Konkurrenzdruck geben muss.
    Aber: Wenn ich die Wahl habe würde ich immer ein gutes Lehrbuch oder Tabulaturen im Papierformat dem Bildschirm vorziehen! Ich sitze relativ viel vor dem Computer und bin froh beim Gitarrespielen einfach mal nicht auf den Bildschirm gucken zu müssen. Und selbst wenn ich Tabs im Internet gefunden habe von Stücken die ich zielstrebig lernen wollte hab ich mir diese ausgedruckt um sie ohne PC spielen zu können.
     
  4. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #4
    @Dr_Martin ist hier etwas auf dem falschen Dampfer meiner Meinung nach, es geht um akustischen Blues und in dem haben Powerchords und Solo-Licks (erstmal) nix zu suchen.

    Ich bin auf der Welle von @PettyMonk - um welche Art Blues soll es denn gehen? Ich bin ja auch Autodidakt (mit beschränkten Fertigkeiten) und bei mir war es immer andersrum: Ich habe gewissen Künstlern nachgeeifert und geschaut, wo ich da an Tabs usw. komme, und dann habe ich mich da reingefuchst. Es gibt gute Bücher und Lessons zu klassischem akustik-Blues, von Fingerpicking (Mississippi John Hurt, Gary Davis, Big Bill Broonzy) über Delta Blues (Robert Johnson, Skip James, Son House), Slide-Giganten (Blind Willie Johnson, Fred McDowell) und und und ...

    Was ich nicht kenne, ist "das" Buch zum Reinkomen. Eine Suche nach "Beginning Acoustic Blues Guitar" liefert ganz viele unterschiedliche Varianten, aber meist nicht im Sinne eines "Blues You Can Use" didaktisch aufbauend aufgebaut. Oh, BYCY kann man grundsätzlich auch für die A-Gitarre hernehmen, gerade zu Beginn, aber es ist halt für die E-Gitarre gemacht und geht auf Fingerstyle nicht ein.
     
  5. Dr_Martin

    Dr_Martin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #5
    Danke Zauberer, ich hatte nicht gesehen, dass es hier um Akustikgitarren geht.
    Aber wieso haben Powerchords und Sololicks nichts auf der Akustischen zu tun, das Gesetz kenne ich nicht. :-)

    Gruß
     
  6. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.09.20   #6
    Weil beides im (klassischen) Akustik-Blues nicht vorkommt. Klar, es gab den genialen Lonnie Johnson der das Gitarrensolo erfunden hat, es gab Instrumental-Stücke oder auch mal ein "Instrumental Break" ohne Gesang mit mehr Instrumenten-Melodie, aber es gibt praktisch keine Gitarrensoli wie wir sie heute kennen. Und auch Powerchords gibt es im (klassischen) Akustik-Blues nicht. Es gibt Akkorde, Fragmente davon, später auch Shuffle, aber keine klassischen Powerchords aus 1 und 5.

    Daher bin ich der Meinung, dass das - wenn man akustischen Blues lernen will - zweitrangig ist.
     
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  7. stefan5

    stefan5 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #7
    Richard Köchlis Masters of Blues Guitar ist super! Teils allerdings recht anspruchsvoll.
     
  8. Bierschinken

    Bierschinken Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 19.09.20   #8
    Hallo,

    beim Stichwort "Blues" geth um es Klischeehafte, typische Wendungen/Licks aus dem Bereich Delta/Mississippi-Blues, auch einfach ganz klassischer Blues.
    Also wirklich akustischer Blues. Ein bisschen Akkordarbeit, ein bisschen Fingerpicking…eine Art Rundumschlag wäre nett.
    Es geht hier auch nicht darum bis in die letzte Finesse den Stil anzueignen, sondern jemanden, der ein paar offene Akkorde spielen kann in das Thema zu locken, sodass sich daraus vielleicht weiteres Interesse zur eigenen Noten-Recherche ergibt.
     
  9. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #9
    Köchli wurde schon genannt, sonst wird man m.E. am ehesten ich bei den Uralt-Büchern hängen bleiben: Die Ausgaben von Stefan Grossmann, bei denen immer verschiedene Stile oder einzelne Musiker im Vordergrund standen oder auch in Deutschland die Ausgaben von Helmut Grahl.
     
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  10. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #10
    Ich hab Acoustic Blues Guitar von AMA/Jürgen Kumlehn. Für mich als Fingerpicker-Nullfichtel ist es prima, um die Basics hierfür zu erarbeiten. In späteren Kapiteln kommt noch viel mehr, aber ich habe es primär für die Pickings besorgt.

    [​IMG]
     
  11. hermanson

    hermanson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.20   #11
    Servus,

    ich bin da bei @rw mit seinem Vorschlag "Helmut Grahl". Habe ich in Verwendung.

    Gerne genommen wird auch Andi Saitenhieb mit seinen Büchern.

    Siehe hier

    https://andisaitenhieb.de/

    Ich verwende das "Garantiert Akustik-Blues ......". IMHO für fortgeschrittene Einsteiger geeignet. Da sehe ich mich immer noch.

    Gruß hermanson
     
  12. strumming_oak

    strumming_oak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.20   #12
    Ich selbst mag Acoustic + Fingerstyle und habe mir deshalb das Buch hier zugelegt, um mehr Blues-Stil zu lernen. Ich finde es super. Zu Beginn lernt man gewisse Fingerübungen und dann gehen die Licks los, die m. M. n. ziemlich gut klingen. Zum Schluss gibt es noch längere Stücke.

    https://www.fundamental-changes.com/book/fingerstyle-blues-guitar/
     
  13. Adson

    Adson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.20   #13
    Ich habe irgendwann mal das "Garantiert ..." Buch von Andi Saitenhieb durchgeackert.
    Das ist ein recht umfangreicher Band, in dem so ziemlich alles ausführlich erklärt wird.

    Aber: Ich fand es damals viel zu kleinteilig und langatmig. Es gibt seitenweise Erläuterungen zu den kleinsten Phrasen.
    Also viel Text + die üblichen Seitenfüller (welche Gitarre, welcher Amp etc. pp.)
    Was mir da gefehlt hat, waren Songs, die über ein paar wenige Takte hinausgehen. Also irgendwas, um auch ein Gefühl für die Musik zu bekommen.

    Von daher würde ich den Saitenhieb eher als Begleitliteratur verwenden, um zwischendurch ein paar kleinere Übungen zu machen.

    Kumlehn kenne ich von seinen Büchern zur E-Gitarre. Dort gab es immer auch einfache Songs, um das Gelernte in die Tat umzusetzen.
    Das hat mir damals besser gefallen.
    Das Kumlehn-Buch zum Akustik-Blues kenne ich noch nicht. Werde ich mir aber auf jeden Fall mal anschauen. Danke für den Tipp :great:
     
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