[A-Gitarre] Entstehung der Korpusform

von RqckerS, 14.03.19 um 13:17 Uhr.

?

Wonach ist die korpusform designt?

  1. Dem Körper einer Frau

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  2. Ergonomie und Statik

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  1. RqckerS

    RqckerS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 13:17 Uhr   #1
    Guten Tag
    Hatte gerade eine Diskussion mit einem Kollegen. Der wichtige teil: er meinte die Form der Gitarre sei der der Frau angeschaut/angelehnt. Ich hingegen denke eher das sich das ganze stück für Stück aus ergonomischen und statischen Gründen so entwickelt hat.

    Außer Frage steht an dieser stelle dass die Form der Gitarre Ähnlichkeit hat.zumindest in meinen Augen.
    Nichtsdestotrotz würde es mich interessieren zu wissen warum die Gitarre so aussieht wie sie aussieht.

    Lieben Gruß
    Armin
     
  2. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 14.03.19 um 13:33 Uhr   #2
    wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Gitarre#Geschichte ;)
    Der Korpus hat sich aus Instrumenten mit einem kleinen Resonanzkörper entwickelt, bis er zur heutigen (ergonomischen) Form wurde.

    Und nein, Flöten wurden nicht nach dem Aussehen des männlichen Geschlechtsteils entwickelt :D
     
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  3. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 14:31 Uhr   #3
    Danke Peter, Dank Dir haben mich gerade einige Arbeitskollegen blöd angeschaut, weil ich plötzlich laut aufgelacht habe:-D
     
  4. blechgitarre

    blechgitarre Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 14:53 Uhr   #4
    [​IMG]
    Der Gott Pan persönlich widerspricht Dir da:evil:
    Und mit ihm alle musikalischen Psychoanalytiker:D
     
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  5. RqckerS

    RqckerS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 16:50 Uhr   #5
    Flöte beiseite!

    Hab ich schon durchforstet ich lese dort aber nirgendwo woher diese Form kommt...
    das Mittelalter ist laut dieser Quelle der Springende punkt...zeitrtaum... wie auch immer...
    Die Lauten haben zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht die Form der Gitarre aber die daraus entstandene Vihuela hat zumindest auf dem dortigen bild schon eine ähnliche Form... Mit keinem Wort wird erwähnt warum...

    Ich finde es schön dass du meiner Meinung bist als Nachweis reicht das aber leider nicht aus

    LG
    Armin
     
  6. Berlinist

    Berlinist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 17:31 Uhr   #6
    Man kann aber Anhand der Haltung der klassischen A-Gitarre schon erkennen, dass das eine ergonomischere Weiterentwicklung der Laute ist. Genauso wie ja auch Cutaways aus ergonomischen Gründen entwickelt wurden.

    Bei Geigen gibt es ja auch eine Taille. Die ist aber deswegen vorhanden, weil ansonsten der Korpus dem Bogen im Weg wäre.
     
  7. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 17:53 Uhr   #7
    Vihuela und Laute sind schon interessante Begriffe auf der Suche nach der Form. Die Gitarre ist eine Kastenhalslaute, die "richtige" Laute hat halt keinen Kasten. Wenn man sich die frühen Fideln einerseits, die Vihuelas ansieht, dann sind beide keinesfalls so tailliert, wie heute. Das hat sich erst später entwickelt, meiner Vermutung nach auch als Ausdruck handwerklichen Könnens, in Verbindung mit der Veränderung von Spieltechniken. Die heutige klassische hat ihre Form durch Torres bekommen, wie schon beschrieben, bei den Steelstrings haben sich die richtig runden Formen (OOO und Jumbo) auch erst im 20. Jhr. heraus gebildet.

    Mittlerweile haben sich diese Formen als die vorherrschenden herauskristallisiert - und um so schwerer ist es auch, dass neue Formen auf dem Markt akzeptiert werden. Aber die bestehenden funktionieren ja auch. Interessant ist, dass auch die alten Formen wieder auf dem Markt verbreiteter werden, "Parlors"; 0/00, Biedermaiergitarren ...- aber in der Regel als Dritt-, Viert- oder Sechzehntgitarren.
    --- Beiträge zusammengefasst, 14.03.19 um 17:53 Uhr, Datum Originalbeitrag: 14.03.19 um 17:52 Uhr ---
    Weil ein Kasten leichter zu bauen ist, als eine Schale.
     
  8. RqckerS

    RqckerS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 18:04 Uhr   #8
    Wem sagst du das ;) (bin Tischler/Schreiner)

    Wie schon angedeutet min ich ja auch der Meinung das das über die zeit aus technischen Gründen so entwickelt hat.
    Die Taille sorgt für guten sitz und ermöglicht denoch soviel Klangkörper wie möglich.
    Das kommt mit sicherheit noch dazu

    Danke für die Konstruktive rückmeldung (ohne Flöte)
     
  9. rw

    rw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.03.19 um 18:20 Uhr   #9
    Noch zwei Nachträge:
    - die Vihuela wurde ja auch mit dem Bogen gestrichen (Vihuela de Arco)
    - die Spielhaltungen und -techniken haben sich im Lauf der Jahre weiterentwickelt. Dazu: "Harfe, Gitarre und Klavier waren die Instrumente, deren Klang zum "anmutigen", "sanften" und "lieblichen" Charakter des weiblichen Geschlechts passte und die den Frauen eine Spielhaltung erlaubten, die dem bürgerlichen Anstand entsprach. Darüber hinaus wirkten sie sich positiv auf die Anmut der Spielerinnen aus, da sie "schöne Arme und Hände gehörig ins Licht" setzten." (https://biedermeiergitarre.jimdo.com/instrument/) Das bezieht sich aber auch die schlankere, kleinere Biedermaiergitarre.
     
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  10. gidarr

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    Erstellt: 15.03.19 um 19:40 Uhr   #10
    Schon vor 2500 Jahren gab es in Persien eine Laute mit vier Saiten, die Târ, die auch einen achtförmigen Korpus hat. Ihre Oberseite ähnelt zwei Herzen, die miteinander verbunden sind.
    Vielleicht hat man sich für diese Form entschieden, weil sie einfach schön aussieht?

    https://www.metmuseum.org/art/collection/search/502242
     
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  11. RqckerS

    RqckerS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.19 um 07:25 Uhr   #11
    In dem Fall könnte man vielleicht eine Anlehnung an den Frauen Körper vermuten... oder weil sie s könnten. Aber man sollte die antiken Menschen wahrscheinlich nicht unterschätzen. Vielleicht war es ja auch da aus praktischen Gründen...
     
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