(A-Gitarren) - Preisentwicklung bei Gitarren > 2000€

von Trotamundos, 27.05.20.

  1. Trotamundos

    Trotamundos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #1
    Hi!
    Da ich ersf seit diesem Jahr mich nach einer neuen Westerngitarre umschau, stellt sich mir die Frage zur Preisentwicklung.

    Ich meine nun schon öfter gelesen zu haben, dass um 2010 rum und später, Gitarren wie z.B. die Martin D-28 oder die Taylor 414ce-r
    um die 2000€ kosteten und vorher scheinbar noch ein Stück weniger.

    Aktuell z.B. in den Online Shops und Musikläden vor Ort kosten diese Gitarren ab 2700€ und mehr.

    Kennt sich jemand mit der Preisentwicklung aus und kann das bestätigen bzw. dementieren?

    Ich finde einem Preisantieg um teilweise 30% doch happig...

    Was meint ihr?
     
  2. dongle

    dongle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #2
    Das sind bei 10 Jahren doch bloß 3% Inflation im Jahr. Mit Zinseszins weniger. In normalen Zeiten kein Thema.
    Wenn du jetzt noch anschaust, was der Dollar dank Griechenland/Eurorettung mit dem Euro gemacht hat, ist 30% in 10 Jahren ein Witz..
    Für Taylor gilt die Amerikanische Inflation, der Wechselkursverlust kommt noch oben drauf.
     
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  3. soundmunich

    soundmunich Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #3
    Hmmm, hast Du Dir schon mal die ganz normale Inflationsrate überlegt?

    JahrVerbraucherpreisindexInflationsrate
    (rechnerisch)
    Inflationsrate
    (gerundet)
    2020∗106,00,6648 %0,7 %
    2019105,31,4451 %1,4 %
    2018103,81,7647 %1,8 %
    2017102,01,4925 %1,5 %
    2016100,50,5000 %0,5 %
    2015100,00,5025 %0,5 %
    201499,51,0152 %1,0 %
    201398,51,4418 %1,4 %
    201297,11,9958 %2,0 %
    201195,22,1459 %2,1 %
    201093,21,0846 %1,1 %

    Damit käme man schon von 2000 Euro im Jahr 2010 auf gut 2260 Euro jetzt.

    Dann ist die Frage, wie sich bestimmte Faktoren individuell entwickelt haben (Preise für bestimmte Hölzer, z.B. abhängig von der Verfügbarkeit). Kein Hersteller wird einfach aus Lust und Laune die Preise übermäßig erhöhen, um einfach mal so 30 % mehr Profit einzustecken. Er steht ja immer im Wettbewerb. Eine Preiserhöhung alleine nützt einem Hersteller ja auch nichts, wenn dann niemand mehr die Produkte kauft.

    Außerdem wirkt sich das grundsätzliche Wirtschaftsprinzip von Angebot und Nachfrage aus. Aktuell sind z.B. die Webcam-Preise um 100 % und mehr innerhalb weniger Wochen gestiegen (wenn man bestimmte Modelle überhaupt bekommt; bei eBay gehen gebrauchte Exemplare teurer weg als sie neu gekostet haben.

    Wenn Sachen billiger werden, fragt keiner nach dem "warum".
     
  4. Frank-vt

    Frank-vt Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.05.20   #4
    Es gab mal einen starken Anstieg des Dollarkurses, so 2015/16 müsste das gewesen sein. Eine Martin HD-28, die damals auf meiner Wunschliste stand, ist dann von 2.450 (2014) auf ca. 3.000 gegangen (jetzt ü 3k), eine D-35 kam seinerzeit ca. 2.300/2.400. Der Dollarkurs ist m.W. dann wieder runter gegangen, die Preise aber nicht :tongue:
    Dadurch verlangen jetzt manche für ihre Gebrauchten mehr als den seinerzeit bezahlten Neupreis :mad:
     
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  5. SlowGin

    SlowGin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.20   #5
    Wenn ich manchmal sehe was unsere Gitarren aus Amiland heute so neu kosten, dann ist das schon heftig.
    Da hat sich in den letzten Jahren durchaus etwas getan. (z.B. bei unseren amerikanischen Modellen von Gibson, Collings, Santa Cruz)

    Allein für den heutigen Gebrauchtpreis der Collings (C10) meiner Frau bekämen wir sogar von allen namenhaften deutschen Gitarrenbauern die edelsten Gitarre unserer Wahl.
    Neu liegt das Ding heute schon irgendwo bei knapp 7.000 EUR. (Red-Cedar/Koa)

    Aber man zahlt halt auch für die "Marke". Bei den Amis ganz besonders.
    Ist ja nicht nur bei Gitarren so. ;-)

    Besonders gestaunt habe ich seinerzeit bei der damals neuen Taylor 814ce.
    Könnte so ca. 2014/2015 gewesen sein.

    Diese Gitarre wurde damals nachweislich "über Nacht" kanpp 700,00 ERU teurer.
    Das kann man natürlich mit vielen Argumenten erklären. (Steuern, lange keine Preisanpssung Holzpreise, mehr, Inflation, etc.)
    Letzendlich wird sich mancher Kunden dann einfach bei anderen Herstellern umschauen und/oder gebraucht kaufen.

    Ich war damals echt angekest und habe mir seinerzeit (schon rein aus Trotz) ;-) eine ganz wunderbare BSG anstatt der Taylor gekauft.

    Man kann auch sehr gut gebraucht kaufen und wirklich sehr viel Geld sparen.
    Wenn man gut vernetzt ist, dann sind auch Tauschgeschäfte eine tolle Sache.
     
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  6. adola

    adola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.20   #6
    Ja, ging mir auch so :(
    Das sind ~20% Aufschlag. Gefühlt war das auch bei anderen Git./Amps so.

    Habe mir eben mal den EUR/Dollar Kursverlauf angesehen. Da fiel der EUR tats. in 2010 und 2011 in 6 Mon. um 20%. 2008 und von 2011 auf 2012 war es allerd. genauso. Inzwischen liegt der EUR 25% ´under water´.
    https://www.ariva.de/euro-dollar-ku...mpare=None&band=None&indicator=None&scale=log

    So ein Käse ;)
     
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  7. SlowGin

    SlowGin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.20   #7
    20 Prozent Preiserhöhung sollte ich bei meinen Kunden auch mal versuchen.
    Dann wären mir auch die Preise der Gitarren weit weniger wichtig. :-)
     
  8. Trotamundos

    Trotamundos Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.20   #8
    Inflation, Holzpreise, etc. ist natürlich verständlich.
    Wobei die Inflationsrate der Usa auch nicht groß über 2% liegt.

    Ich glaube es wird vom Wirtschaftsboom profitiert.

    Dennoch finde ich solche Preise schon ein wenig happig, gerade wenn nun jedes Jahr eine Erhöhung von rund 70-100€ auf uns zu kommt.

    Jemand hier der eine “Amerika“-Gitarre vor 3-7 Jahren gekauft hat? ☺
     
  9. SlowGin

    SlowGin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.05.20   #9
    - Gibson J-45 True Vintage
    - Santa Cruz H-13
    - Collings C-10 Custom (Red-Cedar/Koa)

    Wobei ich die spiele und weniger als Wertanlage betrachte.

    Eine Martin HD-28 VS habe ich allerdings bereits gut verkauft. ;-)
     
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  10. saitentsauber

    saitentsauber Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.05.20   #10
    Wenn das ein Versuch sein sollte, hier eine Diskussion zu einem (gesellschafts)politischen Thema zu entfachen, ist das ein guter Ansatz. Ich warte aber noch auf grünes(!) Licht der Moderation (z.B. @peter55 ), bevor ich das "Angebot" annehme...
     
  11. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 28.05.20   #11
    Das wirst du nicht bekommen ;)

    Politische und gesellschaftliche Diskussionen sind im Board nicht mehr gestattet. In den Fachforen erst recht nicht ...

    Siehe dazu den Disclaimer des ehemaligen "Politik-Subs" im OT:

    "Dieser Bereich ist bis auf Weiteres geschlossen, da eine Diskussion nicht in der erforderlichen geordneten Form stattfindet und die Betreuung des SUB, wirtschaftlich sinnvoll, nicht zu leisten ist. Bitte führt die Diskussion in einem auf Politik ausgerichteten Forum. Im Musiker-Board werden politische Beiträge an anderen Stellen strikt durch die Moderation entfernt."
     
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