Westerngitarre teuer oder “günstig“?

von Trotamundos, 12.07.20.

  1. Trotamundos

    Trotamundos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.07.20   #1
    Hallo liebes Forum,

    nun möchte ich mal eure Erfahrungenswerte und Know How mit einbeziehen.
    Zur Zeit suche ich nach einer Western die schon etwas besonderes ist.
    Ich spiele seit 15 Jahren aber erst seit paar Monaten mit Fingerstyle begonnen.

    Nun habe ich mehrere Gitarren im Preissegment 2000-3500€ getestet und die Taylor 414ce-R hats mir wirklich angetan, Lakewood d32cp und die Martin D28 kommen danach.

    Aaaaber, es gibt ja auch die “anderen“ Marken, bei denen Vollmassive gute Gitarren 1000-1500€ kosten.
    Davon konnte ich bisher nur Furch Blue und Vintage testen, haben mich aber nicht so umgehauen.
    Online sah ich nun noch die Eastman E8D, Guild d150ce und die neue
    Martin Guitars DC-X2E (mit HPL Korpus)
    Diese kann ich in der näheren Umgebung glaube nicht testen.
    Habt ihr noch andere Tipps von Gitarren die man “gut“ bekommt, also wo man nicht 600km fahrn muss.

    Was sind eure Erfahrungen?
    Besser länger Sparen für die höhere Preisklasse oder tun es für euch auch die unter 1500€?


    PS: Mir geht's um Erfahrungen und Meinungen, es soll keine Anleitung für mich sein (bevor es Streit gibt ).


    Zum Fragebogen:


    1) Wie hoch ist das (eingeplante) Budget? Wo liegt die finanzielle Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden soll?
    1000€ plus minus oder eben 2500€ plus minus.


    (2) Soll es eine Westerngitarre, Klassische Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein?
    Westerngitarre


    (3) Welche Arten des Kaufs kommen in Frage? Neukauf, Gebrauchtkauf? Internet- oder Ladenkauf? In letzterem Falle: Möchtest du eine Empfehlung für ein Fachgeschäft? Wenn ja, welche Gegend?

    Bevorzugt Neukauf, lieber im Laden, wenn vorher getestet auch online.


    (4) Wo setzt du das Instrument primär ein (Zu Hause, Bühne, Studio?) und wie groß ist deine Erfahrung mit akustischen Gitarren?

    Zuhause primär, aber auch für eigenes Recording.
    Bisher vorhanden eine Ibanez Ael10


    (5) Suchst du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ?

    Blues, Ragtime, Country, Rock, Allg alles...


    (6) Welche Korpustypen / Korpusgrößen kommen für dich in Frage?

    bevorzugt Dreadnought oder Grand Auditorium


    (7) Welche Sattelbreite würdest du bevorzugen? Gibt es Vorlieben zu Halsdicke oder -form?

    Bevorzugt 44,5-45mm


    (8) Welche Features sind dir besonders wichtig?
    [X] Massive Decke
    [X] Massiver Boden und Zargen
    [X] Cutaway
    [X] Tonabnehmer
    Cutaway und Tonabnehmer wären wünschenswert aber kein Muss.
    Tonabnehmer z.b. für Versuchsrecordings oder mit Akustik Verstärker Effekte zu spielen.


    (9) Hast du Wünsche bezüglich der Holzsorten?

    Nach den getesteten Gitarren:
    Decke: Fichte
    Boden & Zargen: Palisander



    (10) Weitere Wünsche wie Optik, klangliche Eigenschaften (mit Vergleich?) oder sonstiges:
    Durchsetzungsfähig, sollte nicht leise sein, da ich oft nur mit Fingern spiele,
    Farbe Natur
     
  2. Atomfried

    Atomfried Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #2
    Vollmassiv ist kein wirkliches Kriterium, sondern ab einen gewissen Preis eher eine Selbstverständlichkeit. Es gibt auch vollmassive Gitarren, die 500 kosten.

    Recht verschiedene Gitarren. Weißt du schon genau, was du willst?

    Ich finde die Auswahl um 2.500 deutlich dankbarer als um 1000. Aber muss letztlich jeder selber wissen.

    Wo wohnst du denn? Schau dir vllt. mal Maestro Gitarren an, z.B. bei hier: https://www.musikhaus.org/c/elektro-akustik#1

    Dann wird wirst du dich ja so oder so deutlich verbessern - ziemlich unabhängig davon, was du genau für das Geld nimmst.

    Für Recordings eher sinnlos.

    Vllt. auch mal Lakewood M32 anschauen.

    Um 1000 könntest du hier auch eine Custom kriegen: https://yuguitars.com/guitars/custom/

    Das würde deinem Wunsch entsprechen etwas "besonderes" zu bekommen, widerspricht aber dem Wunsch vorher zu testen. Wirklich "besonders" finde ich ansonsten eigentlich nichts bis 2500 EUR. Da muss man in meinen Augen schon wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Aber die Frage ist auch, was du unter "besonders" verstehst.

    Schau ansonsten auch mal in alte Threads hier rein - gab öfters schon ähnliche Fragen.
     
  3. *flo*

    *flo* Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #3
    Hi
    sollte es richtung Fingerstyle gehen, halte ich eine GA für geeigneter, auch wenn das natürlich mit einer Dread auch geht.
    Neben den genannten Marken, da sollte man auch andere Furchs und Lakewoods (M-Modell) probieren,wäre noch zu empfehlen:
    BSG aus Tschechien, da gibts aber leider nicht viel Händler
    http://www.bsguitars.cz/company-bsguitars.html
    Larrivee wäre noch eine Option
    Ob ein PU für zu Hause unbedingt notwendig ist, lässt sich drüber streiten, kann man natürlich auch nachrüsten
    Nach MEINER Meinung bieten die europ. Gitarrenbauer mehr fürs Geld als die Amerikaner.

    *flo*
     
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  4. Atomfried

    Atomfried Registrierter Benutzer

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  5. stratopaulaster

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    Erstellt: 13.07.20   #5
    Für mich persönlich ist der Preis irrelevant, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, ob mir ein Instument gefällt oder nicht. Mir haben 300€-Klampfen schon genauso gefallen wie ich mit deutlich teureren Modellen wenig bis gar nichts anfangen konnte. Sparen, Budget erhöhen und den Kauf auschieben, funktioniert bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Die finanziellen Möglichkeiten sind ohnehin so individuell, dass es letztendlich nur eine Person gibt, die dir die Frage, wie viel eine Gitarre kosten darf/soll, abschließend beantworten kann.

    Tun es auch 1500€-Instrumente? Aber ganz sicher. Man bekommt sogar deutlich unterhalb dieser Preis-Grenze sehr viele, sehr brauchbare Instrumente. Darunter teilweise Klampfen, die deutlich teureren Modellen - abgesehen vom Hersteller-Logo und Produktionsort vielleicht - in Nichts nachstehen. Ich persönlich finde, man kann schon gar nicht behaupten, dass teurere Gitarren per se die besseren sind. Die Wahrscheinlichkeit eine tolles Instrument zu erwischen mag höher sein, wobei mir selbst im Preisbereich über 2000€ schon "Blindgänger" untergekommen sind. Freilich wird man zwischen 1000 und 1500€ auf die ganz bekannten Hersteller (Martin, Taylor, Gibson,...) wohl verzichten müssen, wenn es ein (Laden-)Neukauf werden soll.

    Also hilft letzten Endes nur geduldig bleiben, testen, testen, testen und herausfinden, was du willst. Für mich persönlich gilt da eher schon das Motto: Der Weg ist das Ziel bis man irgendwann die Richtige in der Hand hat.

    Ich gebe zu bedenken, dass wenn es eine Fichte/Palisander-Kombination (vollmassiv) ein soll, du zwangsweise in einem höheren Preissegment wilderst.
    Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit einiger Modelle derzeit leicht eingeschränkt - Corona sei Dank. Wie meine Vorredner würde ich auch einen Blick nach Osteuropa werfen: Dowina, Furch, BSG. Auch in Kanada werden tollen Gitarren gefertigt, die preislich unterhalb der "Großen" angeboten werden: Larrivee, vieles aus dem Hause Godin.
     
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  6. Atomfried

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    Erstellt: 13.07.20   #6
    Stimmt. Der Preisbereich, in dem wirklich konsistente Ergebnisse in Bezug auf den Klang zu erwarten sind, fängt aber auch erst weit oberhalb von 2000 EUR an.

    Gibt auch von denen einiges in dem Preisbereich.

    Ne. Wieso glaubst du das?
     
  7. stratopaulaster

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    Erstellt: 13.07.20   #7
    Gibt es, aber vollmassive Modelle mit Fichte/Palisander sind unterhalb von 1.500€ meines Wissens nach kaum bei Taylor, Martin oder Gibson zu finden.

    Mir persönlich sind noch nicht sonderlich viele vollmassive Fichte/Palisander-Kombinationen im dreistelligen Preissegment untergekommen. Dementsprechend würde ich behaupten, dass man mindestens um die 1000€-Marke herum suchen muss, um sich nicht zu stark in der Auswahl zu beschränken. Unterhalb dessen sind eben Mahagoni/Sapele anstelle von Palisander gängiger. Da habe ich mich im Ausgangspost vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Vielleicht fehlt mir da auch der Überblick. Der letzte Kauf ist schon etwas her. ;)
     
  8. Atomfried

    Atomfried Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #8
    Ach so. Ja, das kann natürlich sein.

    Ach du sprichst vom dreistelligen Segment. Ja, das kann sein. Paar gibts da aber auch, z.B.

    https://www.musikhaus-korn.de/de/du...XAWbuM05eAuqw2THucSZCqII9KqyxyJxoCzSoQAvD_BwE
    https://www.acoustic-music.de/epages/63090349.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63090349/Products/3500-403
    https://www.recordingking.com/ro-328
     
  9. *flo*

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    Erstellt: 13.07.20   #9
    @ stratopaulaster
    natürlich gibts im Bereich von 500-1000€ auch richtig gute Gitarren, die Chance ist aber eher gering.
    Auf der anderen Seite gibts auch 2000€ - Gurken, speziell von Gibson.
    Martin und Taylor gehen aber langsam, m.E.n. auch in diese Richtung.
    Das habe ich in einem Test 1200€ - Furch vs 3500€ - Taylor beim grossen T feststellen müssen
    (Im Blindtest hätte die Furch gewonnen)
    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die Chance eine ca 1500-1800€ Gitarre
    aus europ. Produktion rel gross ist, was richtig Gutes zu bekommen
     
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  10. SlowGin

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    Erstellt: 13.07.20   #10
    Hi Trotamundos,

    Was ist "gut"?
    Was ist "teuer" oder "günstig"?

    Ich fange immer erst mal mit dem "Zweck" oder den Anforderungen an die Gitarre an.

    Nur ml so als Beispiel:
    Ich habe gern und oft den Daumen mit auf dem Griffbrett. Das ist wichtig, denn damit ergibt sich für mich z.B. schon mal die Anforderung an den Hals bzw. die Halsbreite.
    Dann möchte ich vielleicht ein spezielles Pickup-System. Oder auch eine bestimmte Korpusgröße? Einen Pickup kann man vielleicht auch später noch einbauen?

    Als kleine "Blues-Box" finde ich z.B. auch kleine Parlor-Gitarren manchmal recht nett. Für andere Geschichten bevorzuge ich ganz andere Gitarren.
    Was für einen Sound stelle ich mir denn vor? Das ist doch wichtig?

    Wenn ich selbst nur eine Gitarre mitnehme, dann ist bei mir persönlich z.B. oft eine Dreadnought mit Slope-Shoulder.
    Quasi als praktischer gut klingender "allrounder". Aber das ist mein ganz persönliches Ding.
    Eine OM ist für mich auch immer eine gute "Universalgröße", sofern ich nicht etwas ganz konkretes im Sinn habe.

    Es ist wirklich schwer da einen Rat zu geben.
    Grundsätzlich muss eine akustische Gitarre nicht immer superteuer sein. Kommt halt auf die Wünsche/Anforderungen an.

    In dem gesetzten Preisrahmen wirst Du ganz bestimmt eine Gitarre finden die Dir gefällt und die deinen ganz persönlichen Vorstellungen entspricht.
    Wobei deine Vorstellungen schon noch etwas unklar sind. Die von Dir genannte Taylor und die Martin klingen z.B. schon sehr unterschiedlich.
    Das ist aber auch oft der deutlich schwierige Part. Da kann Dir auch keiner einen sinnvollen Rat geben.

    Der Preis muss halt zum Portemonnaie passen.
    Dar Name ist relativ wurscht.
    Die hier aufgezählten Hersteller können alle gute Gitarren bauen.

    Ich empfehle immer sich wirklich viel Zeit zu nehmen, vielleicht einen erfahrenen Mitmusiker dabei zu haben und sich mal bei einem gut sortierten Händler in Ruhe alles anzuschauen, bzw. möglichst viel auszuprobieren. In diesen großen Musikläden, bei denen natürlich auch immer wieder viele andere Dinge kaufe, fällt mir persönlich das aber eher sehr schwer.

    Läden wie TOFA (The Fellowship of Acoustis) in NL, sind da z.B. eher nach meinem Geschmack.
    Da gibt es im Gegensatz zu den meisten deutschen Händlern auch immer mal sehr schicke gebrauchte Gitarren.

    Ansonsten würde ich mich eher an der Bespielbarkeit und dem Klang des Instrumentes orientieren.
    Natürlich im Rahmen des vorhandenen Budgets.

    Bis auf eine Ausnahme liegen meine/unsere akustischen Gitarren (meine Frau spielt auch) schon eher in einer deutlich höheren Preisklasse.
    Muss aber nicht!

    Eine Freundin meiner Frau hat z.B. letztes Jahr eine für sie wunderbar passende (gebrauchte) Taylor zu einem sehr angemessenen Preis gefunden. (1.600,00 EUR)

    Die ganzen Vorschläge hier sind sicher gut gemeint, aber ich frage mich schon manchmal was das bringen soll.
    In der Regel endet das mit ganz vielen Vorschlägen die fast alles abdecken was der Markt so zu bieten hat. ;-)

    Ich selbst spiele z.B. wirklich gern auf einer kleinen, handlichen (Carbon) Gitarre, die ich eigentlich als Reisegitarre gekauft habe.
    Aber auch auf Gitarren die preislich in ganz anderen Regionen liegen.

    Meiner Frau habe ich z.B. Anfangs mal eine kleine Sigma 12fret beschafft, die von mir ein liebevolles Setup bekommen hat.
    Auch die klingt sehr ordentlich und passte seinerzeit einfach gut für sie.
    Der Preis ist nicht alles.
     
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  11. Atomfried

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    Erstellt: 13.07.20   #11
    Wäre auch meine Empfehlung, da vor allem mal nach den Gebrauchten zu schauen. Denn gebraucht kann man dort bedenkenlos kaufen.
    --- Beiträge zusammengefasst, 13.07.20, Datum Originalbeitrag: 13.07.20 ---
    Kann ja auch helfen, wenn man bestimmte Marken/Modelle noch nicht auf dem Schirm hat, die nicht im üblichen 08/15-Sortiment der meisten Musikläden zu finden sind.
     
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  12. Trotamundos

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    Erstellt: 13.07.20   #12
    Hey
    Danke für eure Antworten!
    Natürlich ohne ausprobieren kommt man aufjedenfall nicht weiter.

    Wie Atomfried meinte, man hat wirklich nicht immer alles auf dem Schirm.

    Die von mir angespielten Gitarren klingen wirklich alle verschieden, jedoch haben für mich alle der genannten etwas für sich. Wie gesagt die Taylor 414ce-R war durchaus toll.
    Jedoch bin ich mir nicht sicher, wie alt die Saiten jeweils waren.

    Wie gesagt gehts mir auch um Erfahrungswerte.

    Habe gestern von einem Freund eine Blueridge getestet, gute Bespielbarkeit aber mir hat etwas gefehlt (weiß das Modell nicht mehr leider).

    Was den Preis angeht, müsste ich doch noch ein Weilchen sparen bei 2500€, da sind 1000-1500€ natürlich leichter... es wäre mir aber wirklich wert um -Für mich- etwas richtig tolles zu haben...

    Zum Stil: wie beschrieben spiele ich unterschiedliche Richtungen, von Blues, Ragtime, Country über Rock, Pop, “Songwriter“... und eben vom Fingerstyle bis Strumming... wie beschrieben sollte sie nicht zu leise sein...

    Zum Recording @Atomfried natürlich eignet sich ein Tonabnehmer wirklich nur sehr bedingt, aber um zu schauen ob einzelne Parts passrn zb etc... bevor man die Mikrofone aufbaut
     
  13. stratopaulaster

    stratopaulaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #13
    Eben das meinte ich: Da scheiden sich die Geister. Der TE fragte explizit nach persönlichen Erfahrungen. Ich persönlich hatte nie Probleme, tolle Instrumente in diesem Preisbereich zu finden, im Gegenteil. Die Chance sehe ich keinesfalls als gering an.
    Es ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, der individuellen Vorlieben und der Definition von "toll; besonders". Objektive Kriterien gibt es kaum, die Verarbeitungsqualität ist auch für um die 1000€ in aller Regelmäßigkeit (sehr) ordentlich. Gerade "Klangeigenschaften" sind stark subjektiv geprägt.

    Siehst du ja an der Diskussion hier. Es ist eben von außen betrachtet schwer zu beurteilen, welches Instrumente deinen Anforderungen und Wünschen gerecht wird. Letztlich kannst nur du entscheiden, ob etwas richtig tolles nicht auch mit dem aktuellen Budget zu finden wäre. Für mich persönlich wäre es das. Das war ja die Ausgangsfrage.
     
  14. Trotamundos

    Trotamundos Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.07.20   #14
    Genau! :) deswegen find ich Erfahrungen von unterschiedlichen Leuten ganz interessant. Wo sich die Geister streiten... um eben ein eigenes Bild tu kriegen... in (manchen) Läden ist die Beratung, so kam es mir mal vor, doch stärker auf die teuren Instrumente gerichtet.

    Und natürlich wie geschrieben, ich nicht die Möglichkeit hatte bis jetzt, viele günstigere Anzutesten.
    Wahrscheinlich (komme aus dem Süd-Westen), werd ich doch mal längere Fahrten auf mich nehmen.
     
  15. mix4munich

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    Erstellt: 13.07.20   #15
    Falls es eine Taylor wird, teste unbedingt auch ein Modell mit dem neuen V-Bracing an. Ein früherer Bandkollege, mit dem ich jetzt ein lockeres Jam-Projekt habe, spielt u.a. eine Taylor 314ce, und der Sänger meiner jetzigen Hauptband spielt dasselbe Modell, nur eben mit V-Bracing. Da beide Bands im selben Raum proben, habe ich hier den Direktvergleich. Wenn man den Taylor-Sound mag (ich mag ihn), klingen beide sehr gut, aber gegen die V-Class sieht die andere kein Land - einfach lauter, lebendiger, mehr "Holz".

    Takamine wurde bislang noch nicht genannt - die haben viel in der Region um 1400 bis 1600 EUR, und wenn ich als Tontechniker jemanden mit einer Takamine sehe, dann weiß ich, daß mir diese keinen Stress machen wird. Ach ja, klingen tun sie auch gut. Als besonders angenehm klingend habe ich die EF360 (das Glenn Frey-Modell) in Erinnerung, die hat ein besseres PU-System eingebaut und klingt über PA fast genauso wie auch akustisch - hier der Link: https://www.thomann.de/de/takamine_ef360gf_glenn_frey.htm

    Ich selbst habe mir vor zwei Monaten eine Breedlove gegönnt, ein Messemodell um die 1000 EUR mit Side-Port, so daß man auch als Spieler voll "im Strahl" steht - da föhnt's Dich weg, so laut und lebendig klingt das beim Spielen. Der Korpus ist relativ klein, akustisch ist sie also eher auf der dezent-feinen Seite unterwegs. Aber über PA klingt sie so richtig angenehm voll und ausgewogen, ohne den typischen Piezo-Nöck bei ca. 1,2 bis 1,4 kHz, den ich ansonsten bei fast allen Akustikgitarren mit Piezo-Pickup rausziehen muss. Ich wollte eigentlich gar keine Akustische kaufen, war aber nach dem erste Anspielen so hin und weg - naja, es musste einfach sein, selbst meine Frau hört den Unterschied zu meiner kleinen Harley Benton (die für den schmalen Kurs aber auch angenehm tönt und ordentlich bespielbar ist).

    Ums Anspielen wirst Du nicht herumkommen, und wenn es irgendwann "Wow!" macht, bist Du fündig geworden, unabhängig vom Budget.

    Südwesten - hmm, Session in Walldorf, Soundland in Stuttgart, bestimmt gibt es auch was in Freiburg und dazwischen.
     
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  16. saitentsauber

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    Erstellt: 13.07.20   #16
    Es liegt nahe, nach der "Gitarre fürs Leben" zu suchen, aber in diesem Fall scheint mir die Wahrscheinlichkeit doch hoch, dass es die Gitarre vor der fürs Leben wird - was auch im Hinblick auf das, was Du hast, normal sein dürfte. Die zweite Bemerkung von @Atomfried sagt, warum.

    Bis deutlicher ist, wohin die Reise gehen soll, gibt es viel zu entdecken, auch abseits der großen Läden (die z.T. schon genannt wurden) - z.B. im Gitarrenladen in Weingarten oder bei den Gebrauchten im Gitarrenstudio Neustadt (ist für mich auch Südwesten).

    Vielleicht bringe ich diese Schiene ins Spiel, weil ich mal in einer vergleichbaren Situation war und mir in einem kleinen Laden auf die Sprünge geholfen wurde. Ich bin dann mit einer Gitarre nach Hause gefahren, die ganz anders war als das, was auf meinem Zettel stand - und war lange Zeit sehr zufrieden. Dass sich später die Klangvorstellung in meinem Kopf geändert bzw. präzisiert hat und dann doch etwas anderes her sollte, war damals halt nicht absehbar...
     
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  17. Trotamundos

    Trotamundos Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.20   #17
    @mix4munich mit dem V-Bracing geb ich dir definitiv recht. Die 414 die ich spielte hatte das und grade die Tiefen und Tiefmitten waren wirklich sehr prägnant aber nicht übertönt. Sehr angenehm im Fingerspiel!
    Welche Breedlove hast du dir denn gekauft?

    @saitentsauber fürs Leben dachte ich auch, aber der Haken den du genannt hast, dachte ich mir auch schon... so wie der Musikgeschmack sich ändern kann, sind es wohl auch die Klangvorstellungen.. man könnte dann von “Lebensabschnittsgefährtin“ sprechen :D:D

    Um den Süd Westen zu präzisieren: Pfalz Gegend, aber 2 Stunden Fahrt gingen wohl noch nach Walldorf.
     
  18. mix4munich

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    Erstellt: 14.07.20   #18
    Das ist ein Sondermodell, das sie zu einer Messe gebaut haben, das gibt es nicht (mehr) in deren Katalog. Es kommt aber recht nahe diesem Modell hier:
    https://www.breedlove-guitars.de/instrumente/solo/solo-concerto-ce.html

    Jedoch hat sie eine dunklere Decke und die "andere" typische Breedlove-Kopfplatte, so wie bei diesem Modell:
    https://www.breedlove-guitars.de/instrumente/solo/solo-concert.html
     
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  19. saitentsauber

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    Erstellt: 14.07.20   #19
    Nun ja - die Beziehung zu dem möglicherweise demnächst ins Haus kommenden Instrument muss nicht zwangsläufig enden, wenn dann wirklich(?!) die Gitarre fürs Leben gekauft wird - vielleicht hat es doch ein paar Vorzüge für ein bestimmtes Genre oder es geht darum, dass das teurere Instrument manchmal besser zu Hause bleibt...
     
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  20. Hacktor

    Hacktor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.20   #20
    Ich empfehle sie immer wieder, meine heißgeliebten Larrivee's :rolleyes:

    Ganz tolle Gitarren, gebraucht (und relativ neu) teilweise sehr günstig zu erstehen. Klanglich nicht jedermann Sache, aber ich liebe es :D

    Sonst kann ich die Eastman empfehlen, fand ich immer. Schon tolle Gitarren. Habe hier Forum auch schon negatives im Klangbild gelesen, bezog sich vermutlich auf die neuen - da kann ich nur bedingt mitreden.

    Schonmal eine Duke in der Hand gehabt? Ist die Tochter von Hanika. Find ich auch eine feine Sache!

    Edit:
    Eine teurere Gitarre muss nicht zwangsläufig besser sein - egal wie man besser definiert. Ich habe tolle Gitarren für 1.500 Euro, bei denen ich behaupten würde, dass eine Martin HD28 auch nicht mehr weit weg ist (auch wenn ich die HD28 schon echt scharf finde..)
     
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