Irgendwie habe ich ein Problem mit der Ausgangssituation.
du schreibst hier von 1500-3000€ Gitarren.
So viel Geld würde ich niemals für eine Gitarre ausgeben.
Ich hab 3
Ibanez* Gitarren zuhause.
Die teuerste hatte damals mit Koffer einen Preis von, lass mich lügen, ca. 650€.
Die zweite lag bei 300€.
Die dritte und meine „immer“ Gitarre hat 122€ gekostet.
Dazu kommt dann noch meine 12 Saitige die ich für 400€ erstanden habe.
Nun zu deiner Ausgangsfrage...
Ich bin ganz ehrlich die Gitarre die ich mir für 300€ gekauft habe ist die, die am schlechtesten klingt.
Auf Platz 3 liegt die 12 Saitige. Die hat beim
Thomann* im Laden irgendwie besser geklungen.
Den zweiten Platz belegt das 700€ Modell. Ja, sie klingt gut, ich spiel sie auch gerne... aber irgendwie werd ich nie glücklich mit ihr werden.
Und jeder mit dem ich bisher irgendwo gespielt habe, sagt die 122€ Gitarre klingt phantastisch.
Die hat keinen Tonabnehmer, da ist kein Schnickschnack dran. Und so oft wie ich sie mit mir rum trage und rum schleppe, hat sie nun mittlerweile einige Dellen.
Ich habe auf vielen Festen, Grillpartys und co gespielt. Mit vielen verschiedenen Acoustic-Gitarren. Und ich habe dabei auch ein paar sehr tolle Instrumente gespielt, die besser geklungen haben als meine, ganz klar. Aber das waren nur die wenigsten. Und auch viele die meine Gitarre spielten, waren der Meinung, dass sie einfach geil klingt.
Ich geb nix auf den Preis einer Gitarre. Ich fahr zum
Thomann* und spiele die Gitarre. Und dann nehm ich die Gitarre, die mir gefallen hat gleich mit. Ich lasse mir keine frisch eingepackte bringen, ne, ich nehm die eine mit. Es gibt immer Unterschiede bei der Herstellung. Und wenn die billige Gitarre gut klingt, hat man meist länger Freude dran als an einer teuren.
Ich behandle meine billige Gitarre nicht gut, mit dem Wissen sie wird mich irgendwann verlassen. Aber ich weiß, sie hat mich lange begleitet und war mir stets ein guter Freund und ich werde irgendwann eine neue brauchen. Aber es ist nicht viel Geld dabei kaputt gegangen.