Suche ordentliche Westerngitarre bis 3000€

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SJJG
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Servus miteinand!

Nach langem Überlegen habe ich beschlossen, dass eine neue Gitarre her muss. Zuerst wollte ich mir eine Les Paul 57 GT holen, habe diesen Gedanken aber dann verworfen, da ich schon eine sehr gute E-Gitarre besitze und dieser vor kurzem erst eine komplett neue Elektronik gegönnt habe. Ich war auch schon mehrmals in Musikläden und habe zahlreiche Gitarren getestet. Trotzdem wollte ich einfach mal rumfragen, vielleicht hat ja noch jemand Anregungen für mich, an die ich bisher noch nicht gedacht habe.

Nachdem ich mehrere Martin Dreadnoughts (fragt mich nicht welche genaue Serienbezeichnung, sie lagen preislich immer so um die 2000€) getestet habe, bin ich aber irgendwann auf Gitarren der 000-Bauform gestoßen. Diese sagen mir deutlich mehr zu, da ich die Gitarre weniger für Strumming als für Fingerpicking verwenden möchte und mich die schnelle Ansprache und der definierte Ton überwältigt hat. Sehr zugesagt haben mir die Martin OMJM, interessant fand ich auch die Tayler 12-fret. Ich durfte auch eine R. Taylor Style 2 testen, die liegt aber weit außerhalb meines Preisspektrums, klingt aber echt irre. Aber alles weiter könnt ihr ja im Fragebogen nachlesen.

(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung?
bis ca. 3000 €



(2) Wie schätzt du dich spieltechnisch ein? Also eher Anfänger, Fortgeschrittener, erfahrener Gitarrist oder sogar Profi (Berufsmusiker)?

Fortgeschrittener



(3) Suchst Du eine Gitarre für einen bestimmten Stil ? (z.B. Fingerpicking, Schlagbegleitung (Strumming), überwiegend Plektrum)

Überwiegend Finger-Picking, natürlich auch ab und an Strumming



(4) Wo setzt du das Instrument primär ein? (nur zuhause, auf der Bühne, im Studio...)

zuhause und evtl. auf der Bühne



(5) Soll es eine Westerngitarre, Klassische (Nylon) Gitarre, 12-String, oder sonstiges sein?

Westerngitarre



(6) Welche Griffbrettbreite würdest du bevorzugen?

43-45mm



(7) Eher einen dicken Hals oder einen schlanken? (hier geht es nicht um die Breite sondern das Volumen des Halses)
schlank



(8) Hast Du schon eine Vorstellung, wie Deine Gitarre klingen soll? (silbrig, knackig, percussiv, weich, hell, dunkel, verschwommen, definiert)
definiert und hell, die einzelnen Nuancen sollten voll zur Geltung kommen, schnelle Ansprache



(9) Bei Steelstrings oder auch "Western"gitarren: welche Korpustypen kommen für dich in Frage?
000-Bauform



(10) Welche Features sind dir besonders wichtig?
[ ] Massive Decke
[ ] Massiver Boden
[ ] Massive Zarge
[x] hochwertige Mechaniken
[ ] Cut-Away (um bei Soli die Lagen jenseits des 15.(!) Bundes greifen zu können. Beispiel ohne / Beispiel mit)
[ ] Pickup/Preamp System (also ein Tonabnehmersystem für das optionale Spielen über einen Verstärker)
[ ] sonstiges:---

(11) Hast Du Wünsche bezüglich der Holzsorten??

Decke: ---
Boden&Zargen: ---


(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? möglichst schlicht, gerne etwas "vergilbt", also kein zu helles Holz


(13) Sonst noch was? Extrawünsche?
Cutaways gefallen mir nicht so gut, Pickup-System ist auch nicht zwingend notwendig (ansonsten aber bitte unauffällig)
 
Eigenschaft
 
Bevor ich hier Marken in den Raum stelle, die Grundsatzfrage: Soll es ein Instrument "von der Stange" sein, das Du vor dem Kauf anspielen kannst, oder könntest Du Dir vorstellen, Dir was "in die Hand" bauen zu lassen? Wobei es auch auch eine Art Mittelweg gibt (heisst dann Custom shop oder so ähnlich), der es ermöglicht, bekannte Modelle mehr oder weniger stark abzuwandeln.
 
Hallo SJJG,
du willst meine Eric Clapton 000-28.
Sie hat im Gegensatz zur Standard 000-28 ein breites Griffbrett, sieht wunderschön Vintage aus, inkl. Pickguard. Die Mechaniken sind, verglichen mit einer Martin Fürchtenix, die ich probiert habe, ein Traum.
Falls du sie ausprobieren kannst: Die haben standardmäßig die 12er Eric Clapton Saiten. Die finde ich nicht so toll, vielleicht wenn man verstärkt spielt, vielleicht wenn man Blues spielt, ich weiß nicht. Ich kann Klang immer nicht in Worte fassen, meine Frau meint, die Diskantsaiten klirren. Aber auch mit den klirrenden Saiten fand ich die Gitarre traumhaft.
Die Folksaiten von Martin klingen schön warm - das ist wirklich für Folkmusic, aber geschlagen klingen sie nicht. Die 12er Vintage Saiten von Martin klangen sehr schön und momentan habe ich Martin 80/20 bronze light, die gefallen mir auch für das Picking. Die Originalsaiten fand ich am schlechtesten für meine Musik.

Da sie sehr teuer ist, musste auch kein Material gespart werden - also kein Cutaway.

Tja, sie erfüllt alle deine Anforderungen - also testen. Die OMJM kenne ich nur von Bildern, aber sie könnte mir unter Umständen auch gefallen - man ist ja nicht wählerisch :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@saitenstauber: Ich will mir eigentlich kein Instrument bauen lassen, sondern eines haben, das ich davor schon ausprobieren kann. Außerdem will ich kein xy-Instrument, sondern eine bekannte Marke (nennt mich Markenfetischist). Außer natürlich ich finde bei einer gänzlich unbekannten Marke meine musikalische Erleuchtung :D

@mbern: Ja, die Eric Clapton habe ich auch ins Auge gefasst. Bisher konnte ich die leider noch nicht ausprobiern, aber so selten ist das gute Ding ja nicht, irgendwo wird es die schon geben. Ich kenne halt nur die Clapton E-Gitarren und die haben immer recht gewöhnungsbedürftige Hälse, von dem her muss ich mal schauen. Aber danke schonmal für den Tipp!
 
Bei dem Budget wuerde ich auch mal nach Lowden ausschau halten.
Der gute George faengt zwar da an, wo Martin aufhoert (Preistechnisch...) - aber die Klampfen sind durch die Bank eine Suende wert....

... wenn ich sie mir leisten koennte.
 
Bei dem Budget wuerde ich auch mal nach Lowden ausschau halten.
Der gute George faengt zwar da an, wo Martin aufhoert (Preistechnisch...) - aber die Klampfen sind durch die Bank eine Suende wert....

... wenn ich sie mir leisten koennte.

... och, die gibt's auch gebraucht. Hat dann auch den Vorteil, dass man weiß, wie sie sich entwickelt hat. Ist aber eine ganz andere Baustelle als die Martins. Dazwischen muss man sich dann schon entscheiden...
 
Ganz ehrlich? Ich bin mir nicht sicher, ob die Frage wirklich ernst gemeint ist (Neue Gitarre: erst eine Les Paul und dann auf eine Akustik umschwenken.....) Sollte sie ernst gemeint sein, es gibt Läden, die in dieser Preisklasse ein großes Angebot (mit allen bekannten Marken) haben. Wenn Du wirklich 3.000€ investieren willst, würde ich einfach in so einen Laden gehen und mir alles zeigen lassen, was sie da haben. In dem Preisrahmen gibt es einige gute Gitarren, welche letztendlich Deinen Vorlieben (Klang, Haptik, Optik etc.) entspricht, wirst Du nur rausfinden, wenn Du sie ausprobierts. Aber das ist es m.E. wert.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob Du beim Picking mit einem 43mm Hals zurecht kommen wirst. Meist fällt hier die Auswahl eher auf breitere Varianten, aber natürlich gibt es auch Ausnahmen.
 
Letztlich hilft nur: alles anspielen, was die Läden hergeben. Denn was hilft dir hier ein Tipp, der eine Gitarre empfiehlt, die du nie zu Gesicht bekommst..?

Ich würde einfach keine Marke ausschließen. Guck einfach was dir am meisten gefällt und bespielen lässt.
Ganz persönlich würde ich mitlerweile ab 2500€ immer bauen lassen, bzw irgendwas vom Gitarrenbauer kaufen, was er da hat.
Nach diversen Besuchen bei Gitarrenbauern, finde ich, dass man da sehr viel für sein Geld bekommt, jedenfalls mehr als bei vielen Markengitarren.
 
Deine Beschreibung "riecht" nach einem Lakewood M Modell
 
Hi

bei so hochpreisigen Gitarren kenne ich mich nicht wirklich aus,
aber ich glaube ab ca 2000€ sind die Untersichiede nur noch klein
bzw. muß man die auch erspielen können.
Seriengitarren sind i.Pr. für alle Spierichtungen ausgelegt
von daher besteht auch die Möglichkeit eine 2000€ Gitarre
für das übrig gebliebene Geld
beim Gitarrenbauer auf den individuellen Spielstil einstellen
zu lassen (Optimierung des gewünschten Klanges oder der Saitenlage)

nur als Denkanstoss

ich habe damit gute Erfahrungen gemacht

*flo*
 
@KH1969: Die Frage ist durchaus ernst gemeint. Die Überlegung, eine Les Paul zu kaufen, hatte für mich praktische Gründe. Ich kann in meiner derzeitigen Wohnung nicht auf einer Akustikgitarre üben, da die Wände hier so dünn sind, dass es schlichtweg zu laut wäre. Mit einer E-Gitarre + Kopfhörer (über Guitar Rig) ging das hingegen schon. Und warum so viel Geld ausgeben für eine Gitarre, die ich dann nur selten spielen kann? Da ich aber in einem halben Jahr umziehe, hat sich dieses Problem erledigt. Außerdem habe ich die letzten Jahre ausschließlich E-Gitarre gespielt. Da ich mich in letzter Zeit aber verstärkt mit Akustik-Blues, Gypsy Jazz etc. beschäftigt habe, hat mich das dann doch zum Umschwenken gebracht.

Dass ich natürlich in einen Laden gehen und Gitarren ausprobieren muss, ist mir schon klar. Das habe ich jetzt auch mehrmals gemacht und mein Feld schon ziemlich eingegrenzt. Ich hab nur gedacht, dass mir evtl. jemand noch einen Tipp geben kann oder eine Richtung, die ich bisher noch gar nicht verfolgt habe. Selbst in großen Musikgeschäften hängen ja dann vielleicht 30 gute Akustikgitarren, von denen 10 schonmal grob in meine Richtung gehen. Versteht ihr, was ich meine?

Der Gitarrenbauer ist der nächste, den ich aufsuchen will. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich mir eine Gitarre bauen lassen soll. Ich habe einfach irgendwie schon noch ein paar Bedenken, ob die Gitarre dann auch voll meinen Vorstellungen entsprechen. Damit meine ich nicht, dass die Gitarre qualitativ schlecht wäre, sondern dass ich meine Wünsche nicht so genau definieren kann wie ein Vollprofi und der Gitarrenbauer mir dann was zusammenstellt, was mir am Ende gar nicht taugt.
 
Erfahrene und kompetente Gitarrenbauer (übrigens auch Verkäufer) stellen Dir nichts zusammen, was Dir nicht taugt - und in München (mit Umland) hast Du die Qual der Wahl...
 
Erfahrene und kompetente Gitarrenbauer (übrigens auch Verkäufer) stellen Dir nichts zusammen, was Dir nicht taugt - und in München (mit Umland) hast Du die Qual der Wahl...

Wenn die Gitarrenbauer derselben Meinung sind, sollten sie auch bereit sein, mir ein Instrument nach meinen Wünschen zu bauen und mich danach entscheiden zu lassen, ob ich es kaufen will. Gibt es solche Angebote, nach dem Motto "ich baue dir eine Gitarre nach deinen Wünschen, wenn sie dir nicht gefällt, musst du sie nicht nehmen"?
 
Kommt auf den Gitarrenbauer an, und den Individualitätsgrad des Instruments.
Wenn du beispielsweise deinen Namen in das Griffbrett einlegen lässt, wirst du das Instrument schon kaufen müssen, weil das dann eben nicht an andere Personen verkaufbar ist.
Bei Instrumenten die weniger speziell ist, ist das aber durchaus so, dass die meisten Gitarrenbauer das so handhaben, dass man das Instrument nicht kaufen muss. Evtl wird dann eine kleine Aufwandsentschädigung fällig.
 
Kommt auf den Gitarrenbauer an, und den Individualitätsgrad des Instruments.
Wenn du beispielsweise deinen Namen in das Griffbrett einlegen lässt, wirst du das Instrument schon kaufen müssen, weil das dann eben nicht an andere Personen verkaufbar ist.
Bei Instrumenten die weniger speziell ist, ist das aber durchaus so, dass die meisten Gitarrenbauer das so handhaben, dass man das Instrument nicht kaufen muss. Evtl wird dann eine kleine Aufwandsentschädigung fällig.

Das hätte ich nicht gedacht - gut zu wissen.
 
Es ist übrigens auch denkbar, dass bereits gezahlte Beträge erst dann erstattet werden, wenn das Instrument definitiv (an jemand anders) verkauft wurde. Wie disgracer schrieb: Kommt darauf an ;)
 
Nur so als Hinweis: ich habe neulich mal ein paar Gitarren der australischen Firma "Cole Clark" angetestet. Gehen ca. bei 1.200.- los. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat mich wirklich umgehauen. Unbedingt mal probespielen!
 
Also, da gibt es schon Unterschiede in der Klasse ueber €2000.
Nicht, dass meine Martin D35 schlecht waere - sie ist IMHO besser als meine D40 - aber die Lowdens, die ich getestet habe sind nochmal 'ne Stufe besser, sprechen besser an, sind nochmal besser verarbeitet usw.
 
Yamaha L-Series!

Ich hab die LJX26C, die ist sehr geil, auch abgenommen ein Traum!

Solltest du dir auch mal anschauen...
 
Mhhh, schwierig, schwierig.

Bisher kann man sich auch wirklich schwer einen Eindruck bilden, was du willst, was du brauchst und was du kannst. Ist das mit dem Fingerpicking eher so eine Zukunftsidee, oder kannst du das schon ernsthaft? Trotz aller Übung auf der E-Gitte, eine A-Gitarre ist doch etwas sehr anderes, auch wenn E Moll natürlich E Moll bleibt... .

Allgemein möchte ich einmal behaupten, dass es auch ab (oder über) 2000 Euro durchaus noch objektive Qualitätsunterschiede gibt. Aktuell scheint mir der Bereich in dem es wirklich `nur noch` um Geschmack und Eigenheiten eines Instruments geht eher bei 3500 oder 4000 Euro zu liegen.

Also würde ich empfehlen, dass du dich selbst nochmals ernsthaft prüfst, was du von einer A-Gitarre wirklich willst und was du auf dieser schon kannst. Und danach ab zum Testen... .

Viel Spaß und viel Glück!
 

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