AC/DC / Let there be rock / 1977

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Das Album erscheint auf Atlantic Records.

Laufzeit: 44.20 Minuten.

Songliste:
1. Go Down (5.33)
2. Dog eat Dog (3.36)
3. Let there be rock (6.08)
4.Bad boy boogie (4.29)
5. Problem child (5.26)
6. Overdose (6.11)
7.Hell ain´t a bad place to be (4.16)
8. Whole lotta rosie (5.33)

Lineup:
Drums - Phil Rudd
Bass - Mark Evans
Gitarre - Angus Young
Rhythmusgitarre - Malcolm Young
Gesang - Bon Scott

So nun zum Album an sich:

1977 war für ACDC ein entscheidendes Jahr. Mann hatte es geschafft in England Fuß zu fassen und war mit einer ausgedehnten Tour durch die clubs auch relativ erfolgreich gewesen. Das Medieninteresse spaltete sich aber. Für die einen waren ACDC eine erfrischende Alternative zu all den Stadionrockbands, für die anderen nur eine verkommene Truppe von tätowierten Schreihälsen.
Also bedurfte es eines Albums, das die ganze Kraft von ACDC zum ausdruck bringen und die Kritik ersticken konnte.
Und eben dieses Album ist Let there be rock.
1977 aufgenommen mit dem bewährten Produzentenpaar Vanda/Young gilt dieses Album als eins der besten und wildesten von ACDC. Tatsächlich macht sich das Alter der Platte dahingehend bemerkbar, das die Produktion etwas schlampig und der sound nicht immer glasklar ist. Dies steigert allerdings nur den Kultfaktor und die Authenzität der Platte.

Nun zu den songs:

1. Go down - Dieser Song ist der Hammeropener schlechthin. Gestützt auf ein extrem fettes und rockiges Riff bietet der Song alles, was man sich von einem guten Rocksong wünscht. Der Text deutet Scott typisch mal wieder auf das Schwingen des Tanzbeins oder eines anderen Körperteils hin...

2. Dog eat Dog - einer der ACDC Klassiker, und das zu recht! Zwar ist der song in mancherlei Hinsicht weniger originell als der Rest der Platte, überzeugt aber durch seinen harten, stampfenden Rhytmus und den unbeschreiblichen Groove.

3. Let there be rock - der Titelsong ist definitiv eines der größten Machwerke ACDCs. Perfekt harmonieren hier die Gitarren, geradezu erregend ist das Wechselspiel zwischen Angus und Scott und der Text, der sich mit der Entstehungsgeschichte des Rock befasst gibt dem song den richtigen Kick.

4. Bad boy boogie - auch hier zeigt sich wieder das perfekte Zusammenspiel der beiden Young-Brüder und die texterischen Glanzleistungen von Bon. Der Song besticht durch seinen schnellen und heissen Groove und das herrliche Gitarrensolo.

5. Problem child - bereits auf dem Vorgängeralbum "dirty deeds" enthalten, offenbart er erneut den unglaublichen Charme ACDCs. Das drückende Dreiakkordriff in verbindung mit dem krächzenden Geheule von Scott lassen den Song zu einem wahren Ohrenschmaus werden. Angeblich handelt der song von Angus, Gerüchte geben aber auch einen Vetter der Youngs als Vorbild an.

6. Overdose - Obwohl der langsame und anfangs ACDC-untypisch erscheinende Anfang zuerst Stirnrunzeln verursacht, entfaltet der Song seine wahre Brllianz praktisch im Handumdrehen. Mit einem mitreissendem Solo, einem brillianten Text und einer herrlich harmonischen Songstruktur ist Overdose ein Song erster Güte.

7. Hell ain´t a bad place to be - Ein perfektes Beispiel für ein praktisch perfektes Riff bietet dieser Song, der die Hölle (natürlich ironisch) als eigentlich recht annehmbaren Ort hinstellt und auf ein neues die perfekte Harmonie zwischen Scotts ironisch/witzigen Texten und den Young-typischen mörderriffs demonstriert. Ein geradezu perfekter Rocksong bei dem vom Gesang über das Solo einfach alles stimmt.

8. Whole lotta rosie - der vielleicht bekannstest Song vom LtbR Album. Tatsächlich bietet dieser Song soviel, das er durchaus als einer der besten ACDC-Songs gehandelt werden darf. Das geniale Riff, der provokative und mit dem obligatorischen Scott-Zwinkern versehende Text und das vielleicht beste Gitarrensolo auf Let there be rock machen den song zu dem was er ist: ein waschechter Hardrocksong ohne Schnörkel und gewaltigem headbangfaktor.

Fazit:
Für mich ist Let there be rock eins der besten vielleicht sogar das beste ACDC Album aller Zeiten. Es gibt einfach keine Pausenfüller, Hänger, oder irgendwie langweilige Passagen. Die Wildheit, der ungestüme Groove, die perfekte Harmonie zwischen den Instumenten und ein schnörkel- und effekteloser Sound machen das Album zu einem Meilenstein der Rockgeschichte, der in keiner Sammlung fehlen darf.

Also Note 1, 10 von 10, Goldmedaille, Sieger, Zielgruppe, absoluter Abräumer.
 
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kann auch nur zustimmen

meiner meinung nach ist "bad boy boogie" DER song des albums

schade um den guten bon....


grüße b.b
 
Krehlst
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ja stimmt, bon war der einzig wahre boogende bad boy...auch wenn brian seinen job gut macht, ist und bleibt bon eine legende und wir werden ihn wohl lalle vermissen.

ich liebe das ganze album. mann kanns einfach einlegen und hat dann ne dreiviertelstunde sex, drugs and rock n´ roll im ohr. so ein album wie let there be rock können nich viele bands aufweisen...
 
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Ich stimme dir absolut zu! LTBR ist auch einer meiner Lieblings AC/DC Alben und das Review wird diesem Meisterwerk wirklich gerecht!
Gut gemacht!:great:
 
Krehlst
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danke, sehr freundlich von euch. :)

von dieser guten kritik angespornt werdsch mich mal gleich an ein weiteres AC/DC review machen...
 
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Sehr geiles Album, am besten gefällt mir Let there be rock. Geiler Sound. Einfach Perfekt.

PS: LTBR feierte dieses Jahr 30- Jähriges :D
 
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Auch ein Album gefüllt mit Klassikern.

Geiles Review Krehlst!
 
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Bin auch deiner Meinung, klasse Scheibe, wo will man da noch meckern? Nach dem Review habe ich mir auch mal wieder Go down angehört. Anfangs hat es mir nicht wirklich so gefallen, aber wenn man mal öfters reinhört, dann entdeckt man schon die tollen Seiten dieses Songs. Das beste Lied für mich auf der Platte ist Whole Lotta Rosie oder auch Dog eat Dog, aber letztendlich entscheide ich mich lieber fürs ganze Album. :D

Was ist eigentlich mit Crabsody in blue? Das wurde nur auf den australischen Platten für Problem Child veröffentlicht. Schade, dass das hier nicht aufgeführt ist. Genialer Blues-Song (total AC/DC-untypisch), dem ich jeden empfehlen würde!
 
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Was ist eigentlich mit Crabsody in blue? Das wurde nur auf den australischen Platten für Problem Child veröffentlicht. Schade, dass das hier nicht aufgeführt ist. Genialer Blues-Song (total AC/DC-untypisch), dem ich jeden empfehlen würde!

Das ist das eigentlich traurige an der europäischen Pressung, dass ausgerechnet so ein eigenwilliges Ding wie "Crapsody in blue" nicht enthalten ist und dafür zum zweiten Mal (müsste eigentlich verboten werden) "Problem child" (wobei der Song an sich ja nicht schlecht ist). Nachdem ich "damals" beim Umstieg von LP auf CD lange gesucht und dann noch länger getrauert habe, habe ich glücklicherweise irgendwann doch noch einen australischen Silberling mit "Crapsody in blue" gefunden - und anderen Schätzchen wie "Love song", "Jailhouse Rock" oder (nur für Sammler interessante) Aufnahmen von Bon Scotts Vorgänger Dave Evans.:great:
 
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Jailhouse Rock von AC/DC? Geil^^
 
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Ich bevorzuge ganz klar die AC/DC der '70er Jahre, also Bon Scott, alles was danach kam war mir zu "poliert" ..... :redface: Die Alben High Voltage, Let There Be Rock und Highway To Hell sein meine absoluten Favoriten! :great:
 
Theo Retisch
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Es ist einfach zusammen mit "Powerage" und "If you want blood you got it" das beste AC/DC Album. Ich will jetzt die Brian Johnson Fans nicht beleidigen und ich mag ihn auch, aber mit Bon haben AC/DC einfach die besseren Alben gemacht. ZUmal sie damals Live noch ein ganz anderes Kaliber waren als heute.:great:
 

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