Achteldauern in Milisekunden messen - aber wie?

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Jazz1988
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Hallo,

Ich habe in einer Ausgabe der Ethnomusicology einen interessanten Aufsatz über die mikrorhythmischen Abweichungen verschiedener Jazzmusiker beim Spiel von ternären Achteln gelesen. Leider hat der Autor nur kurz erwähnt, dass er die Messungen mit Audacity vorgenommen hat. Da ich einen Mac habe, kommt das Programm schon mal nicht infrage. Davon abgesehen, habe ich keine Idee, wie ich am besten zu Messungen kommen könnte.
Mein Ziel: Ich möchte wie im Artikel die Dauer von jeder Achtel in einer Kette durch die Dauer in Millisekunden der folgenden Achtel teilen, um so eine Ratio zwischen den Notendauern aufstellen zu können. Die kann man dann beispielsweise dazu benutzen, um ihre charakteristische Verhältnisse für einen Musiker zu bestimmen oder Abweichungen von dem typischen Verhältnis mit Spannungsbögen oder Interaktionen mit den Mitmusikern in Verbindung zu bringen, etc.
Als Aufnahmen eignen sich wohl nur Solostücke, damit die Töne exakt gemessen werden können.

Ich habe mir Peak installiert, bin aber bisher nicht weit gekommen. Mit der Technik stehe ich in dieser Hinsicht auf dem Kriegsfuß... Kann mir jemand helfen? Ich wäre wirklich sehr dankbar!

Mit besten Grüßen,

Jonas
 
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Audacity ist mir oberflächlich bekannt. Allerdings ist die einzige Methode, die mir so einfällt, wie man damit zeitliche Intervalle "messen" könnte, daß man in die Wave-Datei ganz groß hineinzoomt, sodaß man im Zeitlineal entsprechend kleine/genaue Abstände kriegt, und man tatsächlich jeden "Ausschlag" einer Note graphisch anschaut, und zur entsprechenden Zeit-Koordinate in Beziehung bringt.

Rein musikalisch gesehen erscheint mir das jedoch überaus sinnlos ... denn jeder gute Musiker wird von sich aus zwischen "sehr" ternär und "sehr" gerade hin und herpendeln, auch innerhalb eines Songs, je nach musiklischer Situation und je nach gewünschtem Ausdruck bzw. gewünschter Phrasierung. Man spielt ja auch nicht jede Note genau gleich LAUT ... und was man dann aus einer numerischen Quantifizierung dieser "Noten-Startwerte" lernen sollte/könnte, ist mir (noch ?) schleierhaft ...

PS: Das hat man ja für das "Timingstudium von Jazzschlagzeugern" schon gemacht ... soweit ich es allerdings kapiert habe ist die Erkenntnis am ehesten noch, daß es wohl - was auch sonst ? - sehr tempoabhängig ist ...

http://www.speedyshare.com/files/23642462/Swingtiming.gif



LG, Thomas
 
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Allerdings ist die einzige Methode, die mir so einfällt, wie man damit zeitliche Intervalle "messen" könnte, daß man in die Wave-Datei ganz groß hineinzoomt, sodaß man im Zeitlineal entsprechend kleine/genaue Abstände kriegt, und man tatsächlich jeden "Ausschlag" einer Note graphisch anschaut, und zur entsprechenden Zeit-Koordinate in Beziehung bringt.

Richtig. Das sollte mit fast jedem WAV-Editor zu machen sein.
 
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