Ahorn-Pflege

von Schpaddl, 04.12.07.

  1. Schpaddl

    Schpaddl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #1
    Nachdem ich mich mit der SuFu herumgeplagt habe und keine befriedigende Antwort gefunden habe, erstelle ich nun hier einen neuen Thread.


    Und zwar wüsste ich gerne, wie ich den Hals meines Musicman Stingray am besten pflegen kann.

    Der Bass ist ca. ein halbes Jahr alt, wird allmählich blass und leicht grau. Garnicht sexy!


    Ich schwitze übrigends sehr wenig und in der Sonne lass ich meinen Bass auch nicht. Aber ich nehme an das ist eine normale Erscheinung. Nur sind richtig alte Hälse eher orange.


    Es ranken sich einige Horrorstorys darum, was alles schreckliches passieren kann, wenn man einem geölten und gewachsten Ahornhals - wie dem meinen - mit den falschen Mittelchen zuleibe rückt. Vom Austrocknen über das spröde Werden, bis hin zum Bundstäbchenausfall, naja.

    Nichtmal mein lokaler Gitarrenbauer ("Jaja, da gibts so ein spezielles Öl, bring ihn einfach mal vorbei, dann wachse ich ihn dir auch gleich neu..." Sack! ) konnte mir wirklich Auskunft geben.

    Nun frage ich euch...
     
  2. II-V-I

    II-V-I HCA Bass HCA

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    Erstellt: 04.12.07   #2
    Hallo

    normalerweise werden unlackierte Hälse durch den Handschweiß genug mit Feuchtigkeit versorgt, so dass sie nicht zusätzlich gepflegt und behandelt werden müssen. Jedenfalls mit nichts, was über das normale Reinigen mit einem sauberen, fusselfreien Tuch hinausgeht. Lackierte Hälse sind ja sowieso wartungsfrei in dieser Richtung.

    Was Mittel zur Holzpflege bei Instrumenten angeht, so gibt es Wachse, die die Poren des Holzes versiegeln, und so vor Austrocknung bewahren, oder Öle, die das Holz mit Feuchtigkeit versorgen sollen.

    Die jeweiligen Produkte (z.B. Lemon Oil oder Warwick Bees Wax) ergeben keine Verfärbungen oder ähnliches. Die Öle ziehen rückstandslos ein, wenn sie gemäß der Anleitung nur dünn aufgetragen werden, und duften i.d.R. nur ein wenig. Das Wachs verändert bei langer und regelmässiger Anwendung die Oberfläche von unbehandeltem bzw geöltem Holz in Art eines gebonerten Holzbodens, was aber bei der Verwendung von Wachs auch gewünscht ist.


    Auf jeden Fall würde ich an Deiner Stelle mal auf der Herstellerseite nachschauen und ggf auch den Kundenservice befragen, denn das steht Dir als Kunde eines Markenproduktes zu.
     
  3. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 04.12.07   #3
    II-V-I´ ausführungen ist wenig hinzuzufügen. vll. noch, dass ein gewachster/geölter ahornhals an seiner oberfläche empfindlicher ist, als seine rustikalen/dunklen verwandten aus wengé, bubinga, ovangkol ... . die holen sich tatsächlich i.d.r. ihr fett aus der hand ihres musikers weg. ahorn setzt insbes. bei unbehandelten hälsen den in der gitarrenecke oft diskutierten "grünspan" (stichwort für sufu, falls es dich interessiert) an. diese verfärbung resultiert aus dem handschweiss, auch wenn es einem selbst nicht sonderlich auffällt.
     
  4. mobis.fr

    mobis.fr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.12.07   #4
    ich reinige meinen stingray (ahorngriffbrett) immer zuerst mit einen fretboard conditioner von gibson. das restliche gedöns davon benutze ich allerdings extrem selten.

    den lasse ich gut einziehen und rubbel danach schön die bundstäbchen sauber. danach gibt es noch eine schöne schicht warwick wachs drauf, die später schön poliert wird. das ganze wird bei jedem saitenwechsel gemacht. leider habe ich jetzt flatwound saiten drauf... deswegen spiele ich mit auch dem gedanken meinen hals einen gitarrenbauer in die hand zu drücken und mir eine satin-lackschicht drauf machen zu lassen. so wird nochmal alles richtig gereinigt und abgeschmirgelt.


    ernie ball selbst empfiehlt wonderwipes. das sind glaube ich tücher die in öl und wax getränkt sind. ich habe sie aber bisher hier in deutschland noch nie gesehen.
     
  5. Cervin

    Cervin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.12.07   #5
    Ohhh ja.Ist bei meinem MuMa auch so.Sieht nicht wirklich schön aus.Es geht aber auch ein wenig weg,wenn man sich mühe gibt ;)

    Meiner kommt demnächst zum "Arzt" wollt die Bünde abschleifen lassen, aber vllt auch das ganze Griffbrett ein wenig (grünspan eben wegschleifen) und dann neu Bundieren lassen.
    Brauch auch einen neuen Sattel, demnach wird das alles in einem Zug gemacht...
    Naja, das nur am Rande wo es ja garnichts nützt...

    Aber in der SuFu findet man zu grünspan leider auch nicht so viel ;)
    Zur pflege nehm ich entsprechendes öl. Bei meinem "alten öl" stand extr bei "nicht für helles griffbrettholz geeignet". Demnach hab ich mir Lemon Oil von PW geholt.
    Klappt anfürsich sehr gut:
    https://www.thomann.de/de/planet_waves_pw_lmn_lemon_oil.htm
     
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  6. The Dude

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    Erstellt: 04.12.07   #6
    Auch wenn's nicht zwingend nötig ist, aber ein paar Tropfen Öl haben noch keinem Hals geschadet.
    Dein Holz jedenfalls würde sich darüber freuen, ist eben eine gewisse Pflege, die dafür sorgt, dass dein Instrument auch in ein paar Jahren noch ansehnlich aussieht und sich auch dementsprechend anfühlt.

    Lemon Oil ist da sicher nicht verkehrt und kostet auch kein Vermögen.
    Außerdem riechts ganz nett....;)
     
  7. Layo

    Layo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.09   #7
    Hallo, bin gerade via Sufu hier drübergestolpert.
    Also ich dachte, dass man Lemonoil gerade nicht bei Ahornhälsen verwenden soll, weil das Holz dunkel verfärbt. Oder gilt das nur für Griffbretter? Sorry, bin jetzt etwas verwirrt.

    Grüße

    Layo
     
  8. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.02.09   #8
    leichtes nekroposting - steht doch schon praktisch alles drin.
    vom konkreten fall abgesehen wird ahorn eigentlich immer lackiert (und dann natürlich nicht geölt). und wenn der lack ab ist, ist das entweder wurst oder wird neu gemacht. ansonsten siehe cervin. so´n leicht gelblicher touch ist ja auch typisch ;)
     
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