[Bass] - Ernie Ball MusicMan Stingray 5 HH

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Ernie Ball MusicMan Stingray 5 HH

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Vorwort
Ich besitze diesen Bass nun schon einige Zeit und war mit ihm auf so einigen Bühnen und Recording-Sessions unterwegs. Er ist mein Hauptinstrument und wird dementsprechend auch stark beansprucht. Somit habe ich die Hoffnung, das dieses Review nicht wie viele andere von einer Anfangseuphorie benebelt wird, sondern halbwegs ehrlich und informativ wird.​


Ein wenig Hintergrund
Der Stingray5 wird von Ernie Ball seit 1987 gefertigt und war das erste eigenständig entwickelte Modell seit dem Kauf von MusicMan. Dabei wurde vor allem optisch nicht unbedingt an dem viersaitigen Vorbild festgehalten sondern einen andere Form gewählt. Diese weist markanten, schrägen Kanten und das typische "Teardrop"-Pickguard auf. Sie ist quasi das Gegenstück zur zeitgleich vorgestellten Silhouette Gitarre.
Seit 2005 ist der Stingray5 auch in unterschiedlichen Tonabnehmer-Varianten erhältlich. Diese umfasst neben der altbekannten Variante mit nur einem Humbucker nun auch die Variante "H+S", mit einem zusätzlichen SingleCoil und die hier vorgestellte Variante"H+H" die mit zwei Humbucker bestückt ist.​


Eckdaten - Fakten, Zahlen und so weiter
Hersteller: Ernie Ball MusicMan
Modell: Stingray 5 HH
Baujahr: 2006
Korpusholz: Esche
Mensur: 34", 864mm, Longscale
Sattel: Kunststoff, "compensating nut"
Griffbrett-Radius: 11"
Bünde: 22, Jumbo
Sattelbreite: 44,5mm
Hals: verschraubt, Ahorn mit Ahorn Griffbrett
Hardware: Chrom, Poti-Knöpfe schwarz
Mechaniken: offen, lizensierte Schaller BM
Tonabnehmer: 2 Humbucker
Elektronik: 3-Band EQ, 9V
Ausstattung: kein Matching Headstock, kein Piezo
Modifikationen: Brücke schwarz lackiert, Pickguard beklebt, Mechaniken gegen schwarze Schaller getauscht.

Da die Modifikationen quasi nur das Optische betreffen denke ich, das diese das Review nicht allzusehr beeinflusst.​


Nun aber ran an das Teil - Optisches & Haptisches
Hebt man das gute Stück an, spürt man das deutliche Gewicht. Mein Exemplar bringt beispielsweise stolze 5,2kg auf die Waage. Leicht ist was anderes. Hängt man sich das Instrument um, merkt man zwar das Gewicht, doch der Bass hängt angenehm ausgeglichen mit nur minimaler Kopflastigkeit. Und das trotz der nicht unbedingt zierlichen Kopfplatte. Der schwere Korpus hält das Ganze hier im Gleichgewicht.
Der Ahornhals ist gewachst und geölt und fühlt sich im werksneuen Zustand einfach umwerfend an. Nicht zu "klebrig" nicht zu "rau". Damit das auch so bleibt, muss man ihn regelmäßig pflegen, zum Beispiel mit Lemon Oil.
Das Werkssetup ist ganz passabel, und stellt vermutlich eine durchschnittliche Saitenlage dar. Was bleibt dem Hersteller da denn auch anderes übrig, er kennt den Kunden in der Regel nicht...

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Die Jumbo-Bünde sind sehr hoch (ca 1.15mm). Dies führt zu einem unschönen Effekt: Drückt man die Saite mit viel Kraft bis aufs Griffbrett, dehnt man die Saite und sorgt für ne fehlerhafte Intonation. Das mag für "versierte" Spieler und "Lehrbuch"-Spieler kein Problem sein, aber für den Hobby-Rocker ist das live schon ein kleines Hinderniss bei voller Körperspannung dann nicht ordentlich in die Saiten packen zu können.
Das Bundmaterial ist mir nicht genau bekannt. Da ich den tonalen Einfluss allerdings für überbewertet halte, achte ich dort nur auf die Haltbarkeit. Hier lassen sich nach über 3 Jahren eifrigen spielens kaum Abnutzungsspuren entdecken. Da gibts also kaum was zu meckern.

Ab dem 16ten Bund geht der Hals in den Korpus über. In höheren Lagen ist das Spielen zwar noch möglich, komfortabel ist es allerdings nicht mehr, da der Halsübergang klassisch rustikal gestaltet ist. Wer sich öfter in diesen Lagen aufhält, ist mit diesem Bass eventuell nicht so optimal beraten. Allerdings würde ich demjenigen auch nen 6-Saiter oder eine höhere Stimmung empfehlen...

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Der Korpus legt sich recht angenehm an der Körper. Es gibt sicherlich ergonomischere Bässe, aber, sagen wir mal so, es findet sich kein auffällig negativer Punkt in punkto Ergonomie. Die Anschlaghand wandert automatisch auf den Brücken-Tonabnehmer. Die Tonabnehmer weisen "oben" eine angenehm abgerundete Kante auf, sodass der Daumen sich hier gleich heimisch fühlt.
A propos Daumen: Es wird viel kritisiert, das der Hals-Humbucker zu nah am Hals sei und damit das Plucken so gut wie unmöglich sei. In der Tat sind nur 24mm Platz zwischen Hals und Tonabnehmer. Da ich nur ein Gelegenheitsslapper bin, hat es mich bisher kaum gestört.​


Genug angefasst, ab zum Verstärker - Elektrisches & Sounds
Was diesen Bass von anderen Stingrays unterscheidet ist die Ausstattung mit zwei Humbuckern. Der Bass hat also 4 Spulen, deren unterschiedliche Verschaltungen über einen 5fach-Wahlschalter (Lever) kontrolliert werden. Einen Überblick bietet die folgende Grafik:

sr5_diag_small.jpg


Es gibt also weder einen Single-Coil Modus noch eine serielle Verschaltungsmöglichkeit. Diese beiden Optionen des "alten" Stingray 5 wurden hier weggelassen.
Gehen wir also einmal durch die Positionen, beginnend an der brückennächsten Einstellung:
  • Position 1 - Spulen 1&2. Der "Klassiker"
    Was einem da aus dem Verstärker entgegen kommt ist der bekannte Stingray Sound. Knackig, Mittig mit viel Punch. Feine Ohren werden hier bestimmt Unterschiede zum 4-Saiter heraushören, Fakt ist aber, das der Sound sehr, sehr nah dran ist. Paralleler Humbucker in der gleichen Position... Wenn man am EQ nun die bekannte Badewanne reindreht, sprich Höhen und Bässe rauf, Mitten runter, erzielt den markanten, wuchtigen Slapsound. Soweit nichts Neues.

  • Position 2 - Spulen 1&4
    Auf Grund der Positionen der hier gewählten Spulen sollte man meinen, hier gehts in Richtung Jazz Bass. Ganz grob stimmt das auch. Der Ton hat viel Bass und ein gewissen Mittenloch, das mich doch stark an so manchen JazzBass erinnert. Dennoch schwebt über diesem Sound der markante "Knack" und die Obertöne eines Stingray. Die aktive Elektronik tut hier wohl ihren Job. Der Sound hat mehr Bässe als Position 1.

  • Position 3 - Spulen 1&2&2&4 "Vollgas"
    Alle Spulen parallel. Ein sehr wuchtiger Sound. Die Höhen gestalten sich hier relativ dünn und sehr hochfrequent, aber dennoch präsent. Die Hochmitten sind extrem reduziert. Ein Vergleich für diesen Sound ist schwer zu finden. Er bietet sich für Slap-Parts an, wenn es dann doch mal nicht der bekannte Stingray Sound sein soll.

  • Position 4 - Spulen 2&3
    Ähnelt nicht nur auf dem Papier der Position 2. Er klingelt ähnlich, aber etwas mittiger, kerniger.

  • Position 5 - Spulen 3&4
    Sehr holzig, tiefmittig. Hat nen Tick preci-artigen Charakter, aber auch hier schwebt immer der Stingray drüber..
Positiv fällt hier auf, das es nur minimale Pegelsprünge zwischen den einzelnen Einstellungen gibt. Somit steht einem flotten Umschalten kaum mehr was im Wege.

Der aktive Preamp ist der bekannte 3-Band-EQ und wird mit einem 9V-Block beschrieben. Dieser liegt in einem separaten Batteriefach. Der EQ bietet bis zu +/-20db an Spektrum. Hier ist also viel Spielraum vorhanden. Die Frequenzgänge sind in der angehängten Grafik dargestellt.
stingray_3band_gain-frequency.gif

Der Sound lässt sich hier also deutlich formen. Zusammen mit den fünf PU-Schaltmöglichkeiten stehen hier also eine Unmenge an Varianten zur Verfügung.
Da ich aktuell keine Möglichkeit habe, brauchbare Soundfiles zu erstellen, verweise ich hier auf dieses Youtube Video. Der dort vorgestellte Bass ist zwar der 20th Anniversary, der sich in Preamp und Holz leicht unterscheidet, aber die groben Richtungen der PU-Kombinationen sind dennoch erkennbar. Außerdem kann Ed viel besser spielen als ich... ;)

Beim Einpegeln fällt auf, das der Bass ein sehr starkes Ausgangssignal liefert. Das mag zwar erstmal nicht so schlecht sein, treibt aber so manchem Effektgerät eventuell die Schweißperlen aufs Gehäuse. Ich hatte beispielsweise Probleme mit meiner Funkstrecke, da der Sender trotz maximaler Dämpfung permanent clippte. Hier muss man also vermutlich ein wenig mit Komplikationen bzw Anpassungen rechnen.
Wo wir grad beim Thema Effekten sind: Wie viele aktive Bässe hat auch der Stingray so seine Probleme mit den allermeisten Verzerrern. Die Höhen, die den Sound so brilliant und knackig machen, klingen verzerrt doch meist sehr harsch und spitz. Hier muss man sich also auch auf ein bisschen experimentieren einlassen, bis es passabel klingt.

Insgesamt ein sehr vielseitiges Instrument. Letzendlich lassen sich hier alle "bekannten" Sounds näherungsweise imitieren. Daher ist er als Allzweckswaffe für eine Coverband gar nicht so uninteressant. Klar gibt er keinen JazzBass glaubwürdig wieder, aber der Sound geht von der Struktur her in die Richtung, und welcher Nicht-Bassist oder gar welcher Nicht-Musiker würde diesen Unterschied bemerken?​


...und in der Band?
Legt man dann mit der Band los, tritt die typische Stingray-Symptomatik auf: Der Bass ist sehr unausgeglichen. Die tiefen Saiten bieten einen tierischen Pegel und ein hammer Bassfundament. Doch dieses bricht zu den höheren Saiten hin merklich ein. Die G Saite ist fast nur für Solopassagen, perkussive Elemente oder Ähnliches geeignet. Sie hat quasi kein Fundament, "knallt" dafür aber ordentlich. Laut MusicMan ist dies durchaus beabsichtigt, um den bekannten Slap-Sound zu erreichen.
Dem kann man natürlich mit einem Kompressor zu Leibe rücken, aber komplett wird man es wohl kaum lösen können. Da bleibt einem nur die Spielweise in der Band etwas anzupassen und mit mehr Lagenwechseln zu spielen.
Ansonsten beißt sich der Bass regelrecht durch. Sein prägnantes Attack dringt durch jede Gitarrenwand und das straffe Bassfundament sorgt für den nötigen Schub.
Wer einen ausgeglichenen Bass sucht, der in allen Lagen und auf allen Saiten ein gleichmäßiges Frequenzspektrum hat, der ist mit dem Stingray falsch beraten. Das können andere besser.​


...und nach mehreren Jahren im Alltag?
Trotz regelmäßiger Pflege fühlt sich der Hals nach ein paar Jahren nicht mehr ganz so gut an, und die beanspruchten Stellen und dunkler. Eventuell schafft hier eine professionelle Sanierung und Erneuerung des kompletten Finishs für Abhilfe.
Der Lack erweisst sich wie der Rest des Instrument als ausgesprochen robust. Den einzigen, nennenswerten Schaden hat der Bass von einem Sturz aufs Pflaster aus ca. einem Meter Höhe. Gebt euer Instrument nie aus der Hand... Der Sturz hat das Instrument erstaunlich gut weggesteckt. Er schlug erst mit der Korpuszarge und dann mit der Kopfplatte hart auf. Mehr als Lackschäden und Holzabschürfungen sind dabei nicht passiert....Rock solid. Das Teil hat sich dabei nicht mal verstimmt...​


Zusammenfassung & Persönliches
Ich persönlich bin im Rockbereich zuhause und bevorzuge dafür einen von viel Attack geprägten Sound. Ich habe einen harten Anschlag und bevorzuge dafür ein Plek. Der Brücken-Tonabnehmer kommt mir hier sehr entgegen. Er bildet einen sehr dichten und breiten Sound, der mir hilft, im Gitarrengewitter dennoch für hörbaren Schub zu sorgen statt undifferenzierten Mulm zu produzieren.
Er bietet mir alles von einem brettharten Rocksound über funkige JB-Sounds bis hin zu holzigen, ruhigeren Klängen, die für tragendere Songs gut funktionieren.
Ich mag zudem Bässe, die ich auch mal ordentlich anfassen kann, also eher ein Werkzeug als ein Kunstwerk...daher griff ich auch zu dieser Keule ;)

+++ Pros
+ Verarbeitung
+ Soundvielfalt
+ Durchsetzungsfähigkeit
+ Hals-Feeling​

----- Cons
- Gewicht
- Unausgeglichenheit der Saiten
- Hohe Bünde (und somit ungewollte Bendings möglich)
- Preis (man zahlt hier den Namen schon gut mit)​


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Sehr gutes und schönes Review, vor allem find ich gut wie du die Pickupstellungen erklärst und auch der Sound im Bandgefüge. >Punkte

Das mit der Hardware und dem Pickguard hast du selber gemacht oder?
Das passt perfekt mit der schwarzen Hardware und dem bunten Schlagbrett. könntest du mir vielleicht sagen was das auf dem Schlagbrett ist? Ne Folie oder was?
 
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Das mit der Hardware und dem Pickguard hast du selber gemacht oder?
Jo ist selbst gemacht.

Das passt perfekt mit der schwarzen Hardware und dem bunten Schlagbrett. könntest du mir vielleicht sagen was das auf dem Schlagbrett ist? Ne Folie oder was?
Das auf dem Schlagbrett sind ganz normale, handelsübliche Promo-Sticker meiner Band. Wasserfeste Sticker mit hochglanzoberfläche. Davon einfach ein paar verteilt und den Überschuss mitm Cutter entfernt. Mehr nicht ;)
War nen Experiment, das irgendwie so gut gelungen ist, das das nun seit zwei Jahren so aussieht ;) Ich find persönlich die Spielspuren, die sich so bilden, sehr geil :D
 
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Sehr gutes Review
Interessant zu lesen und gut gestaltet


aber ist das hier irgendwie eine Krankheit von den Reviewschreibern oder warum wird NIE der Preis hier mit angegeben?
 
Uli
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aber ist das hier irgendwie eine Krankheit von den Reviewschreibern oder warum wird NIE der Preis hier mit angegeben?
  1. Der Preis wird durchaus gelegentlich angegeben, meist von demjenigen, der dieser Information bei seiner Bewertung eine entsprechende Wichtigkeit beimißt
  2. Preise variieren teilweise sehr stark, so daß diese Angabe im Review nach 2 Jahren eher überholt bis unzutreffend ist
  3. wer Google bedienen kann, hat in Sekundenschnelle die aktuellen Preise, mit denen er bei Kaufinteresse auch etwas anfangen kann
 
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Jo ist selbst gemacht.


Das auf dem Schlagbrett sind ganz normale, handelsübliche Promo-Sticker meiner Band. Wasserfeste Sticker mit hochglanzoberfläche. Davon einfach ein paar verteilt und den Überschuss mitm Cutter entfernt. Mehr nicht ;)
War nen Experiment, das irgendwie so gut gelungen ist, das das nun seit zwei Jahren so aussieht ;) Ich find persönlich die Spielspuren, die sich so bilden, sehr geil :D

So (echte) Gebrauchsspuren find ich auch sehr schön, is dann halt individuell und so.
 
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Hi,
schönes review :great:
ich frage mich nur folgendes: du schreibst, dass du am Bridge-PU anschlägst. Ich finde dass da nicht sonderlich komfortabel, weil schwergängig... wie findest du das? Ich persönlich find den Anschlag am Neck-PU angenehmer.
 
sKu
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HFU
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Der MM-PU sitzt sehr weit von der Brücke entfernt für einen "Brücken"-Tonabnehmer. Dort ist es wesentlich leichter anzuschlagen als beispielsweise über dem Bridge-PU eines JazzBasses oder ähnlichen Bässen.
Dazu kommt, das man auf Grund der typischen Haltung des Basses (also Kopfplatte höher als Korpus) den Daumen eher auf der Hals-näheren Kante des PUs ablegt. Somit ist man noch ein Stück weiter vorne.

Ich schlage ziemlich genau über der zweiten Spule an. Mit Saiten Stärken im Bereich .045-0.130 finde ich das sowohl mit Plek als auch mit Fingern sehr angenehm.
Über dem Neck-PU, der relativ weit am Hals sitzt, ist der Sound schon seeehr warm und bauchig. Das ist nicht mein Sound ;)

Zur Preisangabe: Die Preise sind in den letzten Jahren um einige hundert Euro gefallen und wieder gestiegen. Die UVP ist auch kein guter Anhaltspunkt, da viel zu hoch angesetzt. Daher hab ich keinen Preis reingesetzt und auch keinen Shop direkt verlinkt...
 
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schönes Review !
Die G Saite ist fast nur für Solopassagen, perkussive Elemente oder Ähnliches geeignet. Sie hat quasi kein Fundament, "knallt" dafür aber ordentlich. Laut MusicMan ist dies durchaus beabsichtigt, um den bekannten Slap-Sound zu erreichen.
Ich muss sagen, dass ich das, wie du schreibst, "Einbrechen" des Sounds der G-Saite eine eher strittige Sache ist, weil ich das persönlich eher als Vorteil ansehe und es von Ernie Ball /Music Man wie du sagtest, gewollt ist.

Mir fehlt persönlich die Ansprache der H-Saite. Kannst du darüber noch etwas sagen? Muss man da etwas mit dem Bassregler nachhelfen, dass sie gut durchkommt?
 
sKu
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Der H-Saite muss man nicht mit dem Bassregler nachhelfen. Sie hat mehr als genug Fundament. Da ist eher vorsicht mit dem Bassregler angesagt, da es sonst schon zuviel des Guten ist und wummert.

Die Ansprache ist natürlich etwas träger als die restlichen Saiten, sofern man drauf achtet. Im Bandkontext fällt es kaum auf. Oberhalb des 7ten Bundes ists dann allerdings vorbei mit einem definiertem Ton... das Schicksal so ziemlich aller 5-Saiter mit 34"...
 
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