Akkorde herausfinden

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ariellespielt
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Hallo ihr Lieben,

also vielleicht sehe ich auch gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht, aber ich brauche mal etwas Hilfe.
Ich (Altsaxophon) möchte gerne mit einer Freundin (Klavier) gemeinsam ein paar Lieder spielen. Ich möchte die Melodie spielen und sie hat Lust, mich zu begleiten. Das Problem ist, wir haben es auf Lieder abgesehen, zu denen ich die Noten habe, aber leider nur die Melodie. Ich habe jetzt zwei Stunden lang das Netz durchsucht und geguckt ob ich die Noten auch mit Akkorden irgendwo finde, aber ich finde entweder nur Noten für Klavier und Gesang, oder halt für Saxophon aber dann nur die Melodie. Kann ich durch die Noten irgendwie die Akkorde herausfinden?
Vieen Dank für eure Hilfe! :)
 
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Das größte Problem, dass ihr beiden haben werdet, ist die Stimmung des Sax: Ich gehe mal davon aus dass du ein Es-Sax besitzt - das heißt wenn du ein C spielst, ist das am Klavier ein Es.
Somit bringen dir Noten die ihr beide benutzt erst mal nichts.

Vielleicht hat einer der Mitleser hier entsprechende Quellen; dabei solltest du immer darauf achten, dass deine Freundin am Klavier Es-Dur spielen musst, wenn du ein Stück in C-Dur anspielst.
 
ariellespielt
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Ja, genau das ist mein Problem. Und klar könnte ich die Klavier und Gesangsnoten für mich transponieren, aber ich dachte, vielleicht geht es ja auch anders herum. Transponieren müsste ich ja so oder so, aber ich dachte vielleicht kann ich auch von meinen Noten ausgehend was machen. Oder es gibt andere Ideen. :-D Ich dachte wenn irgendwer Vorschläge hat, dann hier, wo ohne Ende Musiker rumrennen. :-D
 
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Wenn Du bei Google TAB "Songtitel" eingibst ist die Wahrscheinlichkeit gross, daß Du für den betreffenden Song Gitarren-TABs kriegst. Da stehen die Akkorde dann in normaler Schrift. Du musst sie dann nur um die Stimmungsunterschiede verschieben - wie der vorhergegangene Post schon sagt.

Wenn Du ein Programm wie den Setlistmaker oder Bandhelper verwendest kannst Du die TABS (meist mit Text) direkt da rein kopieren.
Dann musst Du um das Ganze zu transponieren nur auf "nach unten" oder "nach oben" transponieren klicken.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
...aber ich dachte vielleicht kann ich auch von meinen Noten ausgehend was machen. Oder es gibt andere Ideen. :-D Ich dachte wenn irgendwer Vorschläge hat, dann hier, wo ohne Ende Musiker rumrennen. :-D

Natürlich kannst Du von den Noten auf die Akkorde schliessen. Das bedarf aber einiger Kenntnis die Akkordfolgen und Harmonien betreffend.

Du weist wahrscheinlich am Sax welche Tonart Du für den entsprechenden Song spielst. Daraus lassen sich die wichtigsten Akkorde schon mal näher bestimmen. Das ganze um die Stimmungsunterschiede verschoben und der "Mann am Klavier" kann dann schon was draus machen. Wenn er die Akkordfolgen einigermassen intus hat.
 
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Was auch geht: Einfache Stücke - die mit den Akkorden der Tonika, Dominante und Subdominante auskommen und dabei versuchen den jeweiligen Wechsel in der Begleitung zu hören - das schult das Ohr (in diesem Fall das des/der Pianospielers/in.
Beispiel:
Du spielst ein Lied am Sax in C-Dur,
Tonika am Piano => Es-Dur
Dominante am Piano =>Bb-Dur
Subdominante am Piano =>As-Dur

Versuch das mal mit einem Lied, das nicht unbedingt in MollTonarten und Mixolydischen Wechseln daherkommt - man lernt viel dazu.
Nach einiger Zeit kann ein Pianist (ond nicht nur der) das "Hören"....

Von reinen Noten ausgehend kann man nicht unbedingt auf die Begleittonart schließen - wenn du ein C soielst, dann da in der Begleitung durchaus Es, Bb, As, Cmoll, Gmoll, Fmoll und viele andere vorkommen - das ist dann Sache des "Musikalischen Ausdrucks" oder wie man das immer bezeichnen will.
 
Claus
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Ich (Altsaxophon) möchte gerne mit einer Freundin (Klavier) gemeinsam ein paar Lieder spielen.
Wenn Ihr nur Klaviernoten habt, klingt jede Note daraus bei dir eine große Sexte tiefer.
Du musst die Melodie des Klaviers deshalb eine große Sexte höher setzen, damit Ihr gleich klingt - ein für Klavier geschriebenes c wird für dich dann zum a.

Wenn Du nicht aus dem Kopf transponieren kannst wird es zur Fleißaufgabe, jeden Ton der Klaviernoten-Melodie für dein Altsax stur eine große Sexte höher aufzuschreiben.

Eine kleine Hürde kann es eigentlich nur geben, wenn Du für eine bessere Lesbarkeit enharmonisch verwechseln solltest.
So würde z.B. ein ais zum fisis, da würde ich aber das gleich klingende g schreiben.

Wie Du in den Noten unten sehen kannst, wird aus der Tonart C Dur des Klaviers für das Altsax ein A Dur (fis, cis, gis).
Die drei zusätzlichen Kreuze bei Transposition für das Altsax gelten immer. Aus B Dur (engl. Bb) mit seinen 2 "b" Vorzeichen in den Klaviernoten wird also ein G Dur mit einem "#" in den Altsax-Noten - logisch, denn ein G ist eine große Sexte höher als ein B (engl Bb).

upload_2017-10-4_22-31-13.png


Gruß Claus
 
ariellespielt
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Vielen Dank für eure hilfreichen Tipps! Ich finds auch gar nicht schlimm, wenn das Fummelarbeit ist, ich möchte es ja lernen. Aber ich brauch halt auch irgendwie Anhaltspunkte :) Kurze Frage, um zu gucken ob ich es gerafft habe - Wenn das Lied bei mir in D-Dur ist, dann ist es am Klavier in F-Dur?
Und die Akkorde am Klavier C - C7 - F - F7 sind bei mir dann A - A7 - D - D7? Wenns nicht stimmt, dann ist es zu spät für mich und ich muss ins Bett :-D
 
Claus
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Alles richtig. :great:

Das C in den Klaviernoten wird ein A für Altsaxnoten und ein F (Klavier) wird ein D (Altsax).
Dur, Moll und Akkorderweiterungen (7, maj7, o usw.) werden einfach mitgenommen.
Infos zu Skalen, Akkorden usw.: http://www.jazzbooks.com/mm5/download/FQBK-handbook.pdf
Du kannst das wieder anhand der Grafik ablesen bzw. überprüfen.

upload_2017-10-5_8-31-53.png


Mit einem Notationsprogramm brauchst Du nur die Ausgangsnoten eingeben und dann die Tonart mit drei Kreuzen mehr auswählen, die Transposition erledigt dann das Programm auf Knopfdruck.

Als kostenloses (Spenden willkommen) Notationsprogramm finde ich Musescore einen guten Tip. https://musescore.org/de/download
Aber von Hand eingegeben und im Kopf die große Sexte transponiert lernt es sich natürlich besser.

Hast Du eine Tonart mit vielen Vorzeichen wie H Dur (engl. B major) mit seinen 5 Kreuzen, dann wäre die Zieltonart Gis Dur mit 8 Kreuzen.
Bekanntlich zieht man aber spätestens nach Cis Dur die Reissleine, man schreibt statt dessen mit B Vorzeichen weiter. Du weißt, dass wir in einer Oktave 12 chromatische Töne und ebenso viele Tonarten haben. Die Summe einer Kreuzvorzeichen einer Tonart und der B Vorzeichnung bei enharmonischer Verwechslung ergibt immer 12: Cis Dur - 7 Kreuze / Des Dur 5 B Vorzeichen.
Statt Gis Dur (G#) mit 8 Kreuz-Vorzeichen schreibt man also As Dur (Ab) mit 4 B-Vorzeichen.

Mit einem Transpositions-Schema wie oben oder einem Quintenzirkel ist die Transponiererei eigentlich gar kein Problem - ansonsten macht das eben Musescore für dich. :D

Gruß Claus
 
ariellespielt
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Vielen lieben Dank! In MuseScore fuchse ich mich sowieso grade rein, dann passt das ja. :) Ich hab das Gefühl, das Programm kann sehr viel mehr, als mir klar ist :) Ich hoffe mal, wenn ich sowas öfter mache, dann wird mein Musiktheorieverständnis mal besser :)
 
cala
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Blöde Frage, aber kann die Pianistin mit Akkordsymbolen begleiten? Viele klassisch geprägte Pianisten sind eher notenorientiert, nicht, dass es da Probleme gibt. Zumindest eine Melodielinie (in Klaviertonart), entlang der die Akkorde notiert sind, mögen viele gerne haben.
Man könnte auch überlegen, 20 Euro zu investieren und ein Heft "Es-Saxophon mit Klavierbegleitung" zu kaufen, das wäre für den Anfang vielleicht die sicherere Seite.
 
ariellespielt
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Man könnte auch überlegen, 20 Euro zu investieren und ein Heft "Es-Saxophon mit Klavierbegleitung" zu kaufen, das wäre für den Anfang vielleicht die sicherere Seite.

Solche Hefte habe ich eine Menge, mir geht es ja darum etwas neues zu lernen. Und mit Akkorden kommt sie klar, das ist kein Problem. ;-) Also wir sind schon so weit, das Problem einigermaßen einzugrenzen ;-) Achso, und normal zusammen spielen klappt auch, also zum Beispiel diverse Sachen aus diesen Schott Heften wo Klavier und Sax zusammen angeboten wird. :) Das hab ich vielleicht nicht deutlich gemacht, entschuldigung.
 
Claus
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Etwas Neues?
Dann wäre Jaap Kastelein, Anleitung zur Improvisation vielleicht ganz interessant.
Das ist nicht jazzspezifisch, sondern Pop/Rock - aber Blues kommt natürlich trotzdem vor.
Vorschau: stretta-music.com/kastelein+improvisation+es

Zu Zweit macht so etwas zu lernen noch viel mehr Spaß.

Gruß Claus
 

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