Akustikbass - wozu eigentlich?

Moulin
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Hallo Leute,

was mir in diesem Forum gefehlt hat ist ein ultimativer Akustikbass Thread. (Hiermit freundlich von mir eröffnet . :) )

Alles zum Thema ist ziemlich verstreut und es sollten doch einige Basser neben ihren Vollholzbässen die Akustischen Varianten der E Bässe für sich enteckt haben. Manche spielen ihn sicher auch als hauptinstrument oder hauptsächlich für bestimmte Musikgattungen.

Und natürlich mal ganz unabhängig davon ob Ihr eine 70 Euro ABG von Ebay, ein 2000 Euro - Geschöpf von Stoll oder ein noch teureres Instrument aus einer Gitarrenschmiede besitzt, postet doch einfach Eure Erfahrungen, Eure Motivationen, Eure Soundvorstellungen, die Musik, die Ihr damit spielt usw.
Ich habe mich sehr lange und intensiv mit dieser Instrumentengattung beschäftigt und stehe bei Fragen im Rahmen meiner Möglichkeiten gerne zur Verfügung. ;)

Le Moulin



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ClausRogge
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Probierte gestern im Musikgeschäft einen bundlosen akustischen Fünfsaiter aus - sowas fasziniert mich immer und bei diesem klangen auch die tiefen Töne gut! Hab im Moment mit meiner Kohle anderes vor daher merkte ich mir nicht wirklich was - aber Moulin Rouge, kann das passen? Und so 450 Euronen. Wenn ich nicht einen Looper bräuchte und nicht eh schon so viele Gitarren hätte fehlte mir eigentlich noch so einer in der Sammlung ...
 
GoodYear
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Meine Erfahrungen mit meinen drei Akustikbässen sind durchweg gut:

Ein Weller Akustikbass 475 Jumbo Size

Ein Olympia OB3CE (sehr zu empfehlen)

Ein Applause AE40 Shortscale fretless Akustikbass

Auf allen hab ich früher oder später Flatwound Saiten draufgezogen, weil mir Roundwounds auf A-Bässen zu sehr klappern.

Vor einem Jahr habe ich mir aber DEN WAHREN Akustikbass zugelegt, einen Kontrabass. Ich kann jedem A-Bass-Interessenten nur nen KB empfehlen, denn dagegen verkümmert ein A-Bass zur akustischen Bassgitarre. Mein Kontrabass ist gut eingestellt, klingt fett, ist aber vollgesperrt. "Kneipentauglich" nenne ich das, da er nur 1500 EUR gekostet hat, weniger als so mancher E-Bass. Soundschnipsel im Anhang nach 1 Jahr KB-Spiel.

Akustikbässe sind so ein Zwischending, aber vielleicht hätte ich ohne sie niemals die Idee gehabt, auf KB umzusatteln. Mitterwerile spiel ich das Teil fast ausschließlich, meine A-Bässe hängen nur noch an der Wand rum.

Gruß,

Pablo
 

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Ich hab zum Abitur (vor 6 Jahren) einen Akkustikbass von Johnson geschenkt bekommen-JAB 100E.
Hab den immer mal so zum Klimpern zuhause benutzt, ein paar Akkustik-Gigs mit meiner Band damit gespielt.
Mit dem Sound war ich nie so ganz zufrieden-dröhnig und scheppernd tendenziell.
Bis ich vor ca 1 Jahr mal Flats draufgezogen hab, und zwar die Thomastik Infeld Jazz Flats.
Zusammen mit ein paar Umdrehungen am Trussrod, was auch der Saitenlage geholfen hat, bewirkte das eine immense Soundverbesserung, sowohl akkustisch als auch verstärkt.
Ein richtiges "Einsatzgebiet" für den Bass habe ich zwar nicht (zuhause spiele ich meist einen meiner "normalen" Bässe-auch mal unverstärkt auf der Couch), aber manchmal bekomme ich Lust drauf und dann bin ich froh dass ich ihn hab;-)
 
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AmPrayer
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ja, so einer fehlt mir auch noch. ich hab mal den fender victor bailey in der hand gehabt. der hat mir schon sehr gut gefallen - war so richtg smooooooth!
wie oben schon erwähnt, hab ich auch nicht wirklich ein einsatzgebiet für den, so dass ich mich dem g.a.s. noch erwehren kann
 
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Hallo Goodyear,
hallo alle.

Ein Kontrabass ist natürlich ein ganz edles Instrument und man sollte nicht den Fehler begehen, ihn durch eine akustische Bassgitarre ersetzen zu wollen, obwohl es einige wenige ABG's gibt, die zumindest vom Sound her nahe daran gehen.
Ich denke im Moment auch sehr intensiv darüber nach einen Kontrabass zu kaufen, mal sehen, was sich so zum Testen zeigt.

In Bezug auf die Akustikbässe hatte ich mir immer einen tief bassigen Ton vorgestellt, trotz Bundstäbchen sollte er hölzern sein und ein bischen knarzig.
Nachdem ich mich dann in allen möglichen Foren schlau gemacht hatte, besonders in den amerikanischen, weil die ABG's dort einen höheren Stellenwert genießen als bei uns, ging ich los um zu testen. Die meisten schieden wegen geringer Lautstärke aus oder weil sie nicht den Sound hatten, den ich suchte.
Ich konnte dann bei meinem Händler um die Ecke den direkten Vergleich zwischen meinem Favoriten, dem Furch Durango und einem Tacoma Bass, der mir bis dahin gar nicht so gefiel erleben.
Alternativ hätte ich den Stoll Bass kaufen können, der mir für 2000 Euro aber zu teuer war. Habe ihn dann gar nicht erst getestet.
Die Bässe haben natürlich alle diese Bronzesaiten aufgezogen, die einen blechernen Klang erzeugen und trotzdem setzte sich zu meinem Entsetzen der Tacoma in Lautstärke und Bass - Sound gegen den Furch durch, so dass mir keine Wahl blieb und ich mich schließlich für den Tacoma Thunderchief CB 10 entschied.
An das Aussehen habe ich mich schnell gewöhnt und der Klang wurde durch die Thomastik Flats weiter deutlich in meine gewünschte Richtung verbessert.

Das Tacoma Werk ist inzwischen geschlossen, da es seinen Standort wechselt und zwar von Tacoma nach Conneticut, warum auch immer, aber Tacoma Guitars gehört zum Fender Konzern und denen geht es in erster Linie sicher nicht um die Philosophie irgendeines Instrumentes.

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Nachdem ich immer mal wieder einen Akustikbass hatte ....No Name von Ebay, ARIA, Olympia OB3CE und die dann immer wieder verkauft hatte habe ich mir kürzlich einen 160,- Harley Benton Akustik Bass gekauft, weil ich einfach wieder einen günstigen für gelegentliche Unplugged Sessions wollte.

Was in der Vergangenheit in meinen Ohren immer ein Problem war.... Die Unterschiedliche Lautstärke von zumindest 1 Saite im verstärkten Zustand. Da war immer eine Saite, die in der Wiedergabe lautstärkemäßig deutlich abfiel. Vermutlich aufgrund mangelhafter Platzierung des Piezo Pickups.

Hier hat mich der HB Akkubass wirklich überrascht. Die Verarbeitung ist tadellos, die Saiten sind ALLE sowohl plugged als auch unplugged gleichlaut und zwar übers ganze Griffbrett. Da habe ich nichts zu meckern gehabt. Außerdem hat mich bei dem HB Bass gefreut, dass der nicht mit diesen doofen Phosphor Bronze Saiten ausgestattet kam, sondern mit Stahlsaiten. Ist doch ein deutlich angenehmeres Spielgefühl. Demnächst werde ich Nickels aufziehen, gibt noch etwas mehr Wärme. Aber das Teil klingt -vor allem für die Kohle - richtig gut und hat mich wirklich sehr angenehm überrascht.

Natürlich kann man sich unverstärkt immer noch nicht wirklich gegen zwei Akustikgitarren, Cajun und Gesang durchsetzen, aber das kann man mit kaum einem Akkubass. Es sei denn, man nennt einen Stoll sein Eigen, aber der kostet über 2000,- Eur. und ist Riesengroß. Egal... muss ich eben mit kleinem Übecombo dezent verstärken. Ansonsten gilt. Dabeisein ist alles. Lieber leise mitklimpern als gar nicht...;)

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Liebe Kollegen,

der Thread ist spitze, da paßt meine Frage super her. In letzter Zeit spiele ich immer mehr Incubus, dafür brauch ein einen 5 Saiter. Jetzt dachte ich mir, ich verbinde die drei Anforderungen, die ich zZ an einen Bass habe. Es soll ein 5 Saiter sein, fretless und ein Akustikbass wäre für einfach zum zu Hause mitspielen optimal.

Nun die Frage, was können die Profis mir hier empfehlen? Zum Preis, viel mehr als 500,- sollten es nicht sein, ist ja nur ein Spaßinstrument für zu Hause.

Zusammengefaßt:
+ Akustikbass
+ 5 Saiter
+ fretless
+ ~ 500,-

Mir ist schon klar, dass es in dem Preissegment keine "Soundwunder" gibt, aber wie gesagt, ist nur für zu Hause zum rumzupfen.

Danke schonmal für die Hilfe!

lG Mario
 
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Soundwunder gibt es wirklich nicht. Viele Bässe von 150 bis 500 machen oft keinen Unterschied, so dass ich, wenn ich einen Frettless 5- Saiter Akustik suchen würde mal den HB probieren.
habe selbst aber keine Erfahrung damit.
 
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Hi,

dann werf ich noch mal ein Youtube Video eines Bassic Kollegen ins Rennen, der einen Harley Benton Akustik-Fretless spielt... Klingt doch geil, oder?

Harley Benton Akustik Fretless
 
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Wer ist das? hingstler sagt mir jetzt nix, ich meine den bassic nick.

thx

PS: Klingt wirklich sauber
 
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da wo es bässe gibt
Oh, diesen Threadhab ich heut erst entdeckt.
Ich habe auch nen HB Bass vom großen T.
War mein erstber Bass! Ich dachte mir damals, warum sollten nur Gitaristen mit Akustik anfangen? ;)
Besitzte den Bass immernoch nach knapp 4 Jahren, habe ein Jahr lang fast nur auf dem gespielt, weil ich nichts anderes hatte, also so richtiger schrott kann es dann nicht sein...

Habe dem grad mal Flats aufgezogen, ihr scheint ja alle begeistert davon zu sein :)
Bei mir hat sich nur der Sound in den Höhen etwas verändert und weniger "Saitengeräusche".
 
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Im Übrigen fehlt mir auch noch ein Fretless Akustik Bass.
Hab ich mir auch gekauft, als kurze Zwischenstation zum KB (ich weiß, ich nerve :D)

Habe dem grad mal Flats aufgezogen, ihr scheint ja alle begeistert davon zu sein :)
Bei mir hat sich nur der Sound in den Höhen etwas verändert und weniger "Saitengeräusche".
Ja durch weniger Saitengeräusche kann man doller reinlangen, wird dadurch insgesamt brummiger also lauter. Flats sind super, wahrscheinlich musst du aber den Hals nachstellen.

Area, der HB-Fretless klingt ja echt gut!

Gruß,

Pablo
 
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da wo es bässe gibt
Lauter würde ich den Bass jetzt nicht bezeichnen, aber das ist ja nur für zu Hause, also egal.
Ja der Hals muss nach gestellt werden, habe da jetzt D´addario Chromes drauf, und die haben schon einen gewaltigen Zug....
 
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Manchmal muß man eine Entscheidung treffen zwischen Laut oder Sound. Am Lautesten sind die Dinger sicher mit fetten Bronzesaiten und Plecspiel. Ich habe mich da nun wegen dem Klang eher für die hölzern klingenden Thomastik Flats entschieden, die wegen geringerer Saitenspannung auch leiser sind. Aber dafür gibt es ja Verstärker. ;) Idealerweise den kleinen Roland Bass Cube. :great:

@ AREA
Woher hast Du den Pinup Aufkleber, das wäre ja was für meinen 50s Fender. :great:
Der von Dir verlinkte Bass im Video klingt richtig bassig. Beim Fretless suche ich aber mehr das seicht singende, die Frage ist, ob man das wieder mit einem Akustikbass hinbekommt, oder ob man da besser einen Solidbody kauft? Habe mit Fretless nicht die notwendige Erfahrung.
 
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Ich finde nicht, dass Flats leiser sind. Im Gegenteil, Das liegt aber eher an den geringeren Nebengeräuschen der Saiten. Dadurch nämlich kann ich stärker reinlangen und dadurch wird es lauter. Sozusagen lassen die Flats wegen des fehlenden Rounds-Klapperns zu, dass man mehr Kraft aufbringen kann. So wird mehr Energie umgesetzt, wodurch es lauter wird.

Das passiert nicht unbedingt sofort, sondern man muss sich erst mal auf die neuen Saiten einspielen und die Spielweise wird "kraftvoller".

Außerdem kommt es mit wirklich so vor, dass man Flats erst mal einspielen muss, bis sie "rund" klingen.

Dummerweise gehen diese Beobachtungen immer über Wochen, daher kommt's mir nur so vor. Ich hätte jedenfalls gern mal zwei baugleiche A-Bässe, einen mit Rounds und einen mit Flats zum direkten Vergleich. Am besten zwei Thunderchiefs :great:

Ach ja, ich hab die d'Addario Chromes drauf, weil die dicker sind und tief-brummiger. Vielleicht sind die ja einfach nur lauter. Flinker bespielbar sind imho jedenfalls die Thomastiks, die Moulin drauf hat.
 

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