Als Singer/Songwriter mit eigenen Songs, Cover-Songs oder gemischt in Kneipen spielen

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Hallo Leute,

ich bin momentan etwas im Zwiespalt, ich würde gerne in Kneipen meine eigenen Songs performen um diese etwas unters Volk zu mischen ;) jedoch höre ich von mehreren Seiten immer "mach lieber Cover-Songs, die Leute wollen was hören was sie kennen". Ich habe Angst, dass meine Songs unter den ganzen Cover-Stücken untergehen und es mich in meiner "Karriere" nicht weiter bringt wenn ich beides gemischt mache. Jedoch befürchte ich auch, dass niemand Interesse zeigt wenn ich nur meine eigenen Songs performe. Ich würde vorwiegend mit Akustik-Gitarre + Gesang und einem freund auftreten der sich um Percussion kümmert.

Wie ist eure Erfahrung? Gehen die eigenen Songs echt unter zwischen mehreren Covern? Würde damit gerne etwas Geld dazu verdienen, aber natürlich nicht davon leben ;) Ich hätte da so Gagenmäßig für 1.30h an 100€ Gage gedacht oder so. Je nachdem wie das halt ankommt. Hatte mal einen Auftritt mit gemischten Songs, kam ganz gut an aber ich würde einfach mal gerne wissen wie eure Erfahrungen so dazu sind ;)

Vielen Dank schonmal :)
 
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An deiner Stelle würde ich Cover und Eigene Songs mischen. Wenn du nen gewissen Bekanntheitsgrad hast, oder genug Stoff, kannst du die eigenen Sachen ja als CD rausgeben und zwei, drei am Abend als Werbung dafür spielen. Nen Merchandizing-Stand beim Gig (oder Werbung für ne Bezugswebseite) und schon hast du etwas mehr Kohle drin.

Und bitte hüte dich vor der Macke sehr vieler Singer/Songwriter: zu selbstdarstellerisch zu sein, zu viel zu labern auf der Bühne, dich selbst und deine Songs zu wichtig zu nehmen. Die Leute wollen tatsächlich Musik hören, und zwar gute; ob sie's kennen, ist erstmal nicht sooo wichtig. Coversongs scheinen im Vorteil zu sein wegen des Wiedererkennungs- und Mitschunkelwerts, den kannst du imho wett machen mit interessanten, eingängigen Songs, die sich in den Ohren einfach festbeißen.
Mir scheint, dass dir die eigenen Songs mehr am Herzen liegen als Coversongs, und das ist problematisch. Wenn du bei eigenen Sachen gefühlvoller spielst als bei den Covern, merken die Leute das. Überhaupt finde ich anderthalb Stunden Programm zu lang, du solltest da abspecken und dich aufs Wesentliche konzentrieren. Viele Leute haben gar nicht den Nerv, sich anderthalb Stunden lang einen Menschen mit Gitarre anzuhören, besonders wenn er ihnen unbekannt ist und aufgrund der Tatsache "Solokünstler" eine sehr eingeschränkte musikalische Vielfalt hat. Da solltest du aufpassen, ein abwechskungsreiches Programm zu haben. Angemessener fände ich 30-45 Min, da kannst du dann z.B 10 Coversongs spielen und noch 3-5 eigene. Den Coveranteil kannst du mit steigendem Bekanntheitsgrad verringern.

Erst gestern hab ich (mal wieder) einen sehr schaurigen Singer/Songwriter-Auftritt erlebt. Eine Stunde (also zu lang für die Hörgewohnheiten des Stammpublikums) nur selbstgeschriebene Songs (null Mitschunkelwert), die sich auch noch alle gleich anhörten (nach der dritten Romantikkitschballade ist die Hälfte des Publikums ins Foyer gegangen). Alle stöhnten erleichtert auf, als der letzte Song angekündigt wurde. Und dann hat der Mensch an der Gitarre auch noch unaufgefordert drei Zugaben draufgesetzt! Stress war das, Stress hoch zehn. Gut, dass hinterher noch ne bezaubernde Band den Abend gerettet hat.

100 Euro Gage ist imho angemessen, aber am Anfang würde ich an deiner Stelle nicht erwarten, für solche Beträge zu spielen. Viele kleinere Läden können dir nämlich keine feste Gage versprechen und beteiligen dich darum an den Eintrittsgeldern. So kommt dann eher die Hälfte aus, mit Merchandizing ein paar Euro mehr. Wenn du nicht völlig für umsonst/Freigetränke spielen willst, solltest du dir ne Bühne suchen, wo vor oder nach dir noch andere Bands spielen. Je mehr an nem Abend gespielt wird, desto mehr Leute tummeln sich und desto mehr Kohle nimmt dir Tür ein - und damit auch du.
 
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Heyho,

dankeschön für die Tipps :)

Also mir liegen meine Songs selbstverständlich mehr am Herzen aber ich stecke auch gerne mein herzblut in gute Coversongs rein ;) Also bei dem einen gig habe ich 4-5 eigene songs und 6 Coversongs gespielt un hab damit so ca. 45 Minuten gefüllt. Das mit dem Merch-Stand ist ne gute Idee bin auch schon fleißig am recorden.

Also ich würde nie auf die Idee kommen wie dieser erwähnte Singer/Songwriter, so macht man sich och nur "unbeliebt".

Was ist denn, wenn der Wirt keinen Eintritt nimmt?

Nochmal Danke ;)

Gibts noch weitere Tipps?
 
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An deiner Stelle würde ich Cover und Eigene Songs mischen.

Und bitte hüte dich vor der Macke sehr vieler Singer/Songwriter: zu selbstdarstellerisch zu sein, zu viel zu labern auf der Bühne, dich selbst und deine Songs zu wichtig zu nehmen. Die Leute wollen tatsächlich Musik hören, und zwar gute; ob sie's kennen, ist erstmal nicht sooo wichtig. Coversongs scheinen im Vorteil zu sein wegen des Wiedererkennungs- und Mitschunkelwerts, den kannst du imho wett machen mit interessanten, eingängigen Songs, die sich in den Ohren einfach festbeißen.

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Also ich bin auch als Singer/Songwriter unterwegs und hab die Erfahrung gemacht, das es bei der Songauswahl die Mischung macht. Ich spiele Coversongs, aber auch eigene.

Was das selbstdarstellerische betrifft, auch da ist ein gesundes Mittelmass angebracht. Zwischen den Stücken erzähle ich auch manchmal kleine Anekdoten oder trete mit dem ein oder anderen Zuhörer in Dialog.
Das darf natürlich nicht in stundenlangen Diskussionen ausarten. Meist nehme ich mich selbst nicht zu ernst dabei, spiele auch etwas mit meinen Schwächen und versuche mit dem Publikum auf Augenhöhe zu bleiben (sie sollen ja auch nich zu mir rauf schauen, sondern mich in ihrer Mitte wähnen)
Das klappt ganz super und ich hab bisher nie irgendwelche negativen Rückmeldungen bekommen. Diese Art hat natürlich auch den Vorteil, wenn ich merke, das Publikum nimmt mein gequatsche locker auf, sinkt mein Lampenfieber-pegel.

dann versuche ich das Publikum natürlich auch bei den Songs zum mitmachen mit einzubeziehen...klappt auch gut....auch bei den eigenen stücken...und so bleiben die auch bei ihnen hängen
 

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