Alternative Rock Mix - Vocals "in den Mix kriegen"

xelaf
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Hey Leute

Ich hab mal wieder was neues von meiner Band, und ich würde gerne mal ein paar Meinungen hören, sehr gerne auch mit konstruktiver Kritik.
Ich hab leider immernoch keine Monitore, und mische das abwecselnd auf Superlux Kopfhörern (Dem Board Gewinnspiel sei Dank :p), und ner älteren Bose Hifi Anlage, deshalb würde mich besonders interessieren wie das bei euch so klingt.

http://dl.dropbox.com/u/11004411/A Night with Jack.mp3

Dann habe ich ein Problem mit den Vocals. Irgendwie krieg ich die nicht so recht in den Mix rein. Sie scheinen irgendwie oben drüber zu schweben. :S Was wären da die Ansätze?

Ansonsten hab ich auch das Gefühl dass ich im Bass un in den Tiefen Mitten doch recht viel Matsch drin habe. Wie trenne ich Gitarren und Bass am besten voneinander? Bei welchen Frequenzen? Den Bass eventuell nach oben etwas beschneiden?

Freue mich auf Tipps :)

xelaf
 
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Wie möchtest du denn, dass sie klingt?
Soll sie möglichst breit sein oder möglichst weit vorne im Gesicht...
Ohne diese Infos über deine Vorstellung kann man dir keine Tipps geben :p
 
xelaf
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Sie sollten fetter seín, voluminöser klingen, aber ohne dass sie untergehen, und es hinterher mulmt.
Ich denke wir werden die Vocals sowieso nochmal aufnehmen. Mal ein anderen Mikro probieren. Und bisschen mehr singen, und weniger pressen^^
 
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Also zuerst einmal hast du die Vocals schlecht komprimiert. Sie schwanken vor und zurück.
Ob da neue Aufnahmen und ein anderes Mikro zwingend erforderlich sind???
 
Deltafox
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definitv mehr Kompression drauf, die Vocals sind zu laut und deshalb schweben sie, wie du sagst, über dem Mix.
Deshalb gefühlt leiser machen und durch stärkere Kompression die leisen Parts trotzdem nach vorne holen

Wenn du dann das Gefühl hast, dass sie irgendwie untergehen, Probier mal zwischen 3 und 5 kHz den Bereich zu finden (oder 2-6, einfach mal da oben suchen), der die Vocals aus dem Mix herausstehen lässt. Breitbandig leicht anheben, im Gegensatz dazu evtl. die Gitarren hier minimal absenken (falls nötig). Sollte nicht den eigentlichen Klangeindruck verbiegen, nur ein wenig den Schwerpunkt in Richtung Vocals rücken.
 
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xelaf
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Danke schön! Ich werde mal rum probieren.
 
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Ich wüde erstmal mit Automation daran gehen..
Sprich die lautesten Parts leiser machen und die leisesten lauter. Natürlich nur dort, wo nötig.
Denn nun kannst du den Kompressor etwas "seichter" laufen lassen und die Stimme sitzt trotzdem besser.
Der Kompressor möchte sich vor jeder Gain-Reduktion am besten komplett erholen und er ist extrem faul, also je weniger er tun muss umso besser.
Stresst man ihn zu sehr geht er in die Kniehe und heult rum, um dann bei unterschreitung des Thresholds wie ein Fallschirmspringer der seinen Fallschrim öffnet erstmal 100m in die Höhe gesogen zu werden. Man nannte es übrigends auch "pumpen" ;) Das gilt es zu vermeiden.
 
Deltafox
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aber solange er kein Gefühl dafür hat, wie laut die Vocals im Mix sein sollten, wird er sich mit Automation keinen Gefallen tun, sondern läuft eher Gefahr eine ... ich nenn's mal "seltsame" Dynamik zu erschaffen.

Und dann hat er außerdem zig Parameter mehr, die es einzustellen gilt, wenn was nicht passt (will heißen jede Lautstärkeänderung in der Automation)

Insoooofern... wenn er das Pumpen vermeiden will gerne Automation, aber zumindest so für's Ausprobieren würde ich beim Kompressor bleiben.
Im Idealfall natürlich beides in Kombination. Wenn man's dann auf Spitze treiben will, kann man sowohl Eingangs-Gain des Kompressors als auch Gesamtlautstärke der Spur automatisieren... aber man kann ja auch mal klein beginnen ;)
 
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Naja mit einem einzigen Kompressor wird er die Stimme nicht in die richtige Position rücken können.. Ganz einfach auf Grund der Lautstärkenschwankungen.
Vielleicht klappt das mit viel Glück mit dem RComp aber den muss man denn erstmal haben und vorallem die Klangeigenschaften mögen.

Die Stimme fügt sich nicht nur nicht ein weil sie mal zu laut, mal zu leise ist. An den Stellen, wo man denkt "jepp, sie schwebt" stellt man gleichzeitig Lücken im Instrumentalium fest. Das ist wichtig, dass du die schließt. Nicht umbedingt mit neuen Instrumenten sondern mit rythmischen Delays auf Stimme oder Instrument, zus. Backings etc.
 
Telefunky
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... Ansonsten hab ich auch das Gefühl dass ich im Bass un in den Tiefen Mitten doch recht viel Matsch drin habe. Wie trenne ich Gitarren und Bass am besten voneinander? Bei welchen Frequenzen? Den Bass eventuell nach oben etwas beschneiden? ...
das Zauberwort wäre da eher Trennschärfe auf der Mikrofon- bzw DI-Seite... und ein gut konturierter Bass-Ton
(dieser ist ein wenig 'abgeschliffen' in den attacks - da geht auch oft noch was über die Saitenwahl)

cheers, Tom
 
Deltafox
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Naja mit einem einzigen Kompressor wird er die Stimme nicht in die richtige Position rücken können.. Ganz einfach auf Grund der Lautstärkenschwankungen.
[...]
Die Stimme fügt sich nicht nur nicht ein weil sie mal zu laut, mal zu leise ist.

Okay, dann einigen wir uns auf eine Kombination aus Kompressor und Automation. In der Hinsicht könnte natürlich eine gleichmäßigere Aufnahme auch schon einiges bringen.
Andererseits gibt's ja auch diese "Schummeleien", 2 Kompressoren einzureihen, wovon der erste einfach kontinuierlich mit niedrigem Verhältnis arbeitet (Threshold so tief, dass immer an und dann 1,5:1 oder max. 2:1 Ratio drauf) um die generelle Dynamik einzugrenzen und dann eben erst der "richtige" Kompressor hinterher

aber sowas will ich nicht pauschal empfehlen, kann aber in einzelnen Fällen funktionieren
 
xelaf
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Danke Leute, ihr seid super :D
Ich hab jetzt mal die Idee von Deltafox mit der doppelter Kompression ausprobiert. An Automation möchte ich mich erstmal noch nicht heranwagen, ich befürchte dass ich es dadurch nur verschlimmbessern würde.

Einstellungen vom ersten Kompressor:

Attack: 100ms Release: 1000ms Ratio: 2:1 Gain Reduction: von -2db bis -10db

Einstellungen vom zweiten Kompressor:

Attack: 10ms Release: 50ms Ratio: 8:1 Gain Reduction: von -2db bis -10db (Durchschnitt ca -5db)

Es ist auf jeden Fall besser geworden denk ich. Was sagt ihr? Die überarbeitete Version ist übrigens hinter dem Link im Startbeitrag zu hören.
 
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Ich werde mal jetzt noch den klugen raus hängen :D

Zum Thema Kompression richtig einstellen:

a) die Passage aussuchen die am besten klingt (also keine Laustärkeschwankungen) und die nebenbei nicht gerade die lauteste ist
b) Kompressor erst mal auf Ratio 2:1 stellen
c) dann den Threshold so weit herunter fahren, dass die gut klingende Passage nicht einmal komprimiert wird, also fast kurz davor
d) jetzt lässt du einen grösseren Loop Bereich laufen und stellst nur noch Ratio ein
e) komprimiert der Kompressor die lauteren Passagen zu schwach, dann Ratio so lange erhöhen bis alles die Lautstärke der guten Passage nicht überschreitet, aber nicht Threshold runter fahren! Die gute Passage bestimmt den Threshold.

Release muss halt so eingestellt sein, dass eben keine hörbare Kompression entsteht. Am besten einfach mal ganz kurz stellen und einmal ganz lang und schon weiß man in welche Richtung man gehen muss.

Das ist eine sichere Methode um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Danach bleiben nur noch evtl. Spitzen abfangen mit einem Limiter übrig oder wenn es nur wenige Schwankungen gibt, eben Automation.

Abracadabra Simsalabim!
 
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Deltafox
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kann's grade nur noch über Laptopspeaker hören, aber es klingt am Anfang auf jeden Fall einheitlicher. Finde die Vocals noch zu laut - aber mehr kann ich erst sagen, wenn ich's wieder auf sinnvollen Lautsprechern gehört habe

---------- Post hinzugefügt um 08:30:14 ---------- Letzter Beitrag war um 00:55:47 ----------

ja doch, sitzt jetzt deutlich besser im Mix. Jetzt solltest du noch via Automation im Refrain die Vocals etwas lauter ziehen bzw. auch später in den Teilen wo instrumental mehr los ist. Und ganz am Anfang wo die Vocals "fast alleine" sind etwas leiser. Dazwischen sind Stellen, wo sie genau die richtige Lautstärke haben, aber dadurch dass der Track an verschiedenen Stellen sehr unterschiedlich "gefüllt" ist (instrumental), muss da doch etwas Automation dran
 
xelaf
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Besser? (siehe Link im Startbeitrag)
 
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Gegenfrage: Wie gefällt's dir denn selbst mittlerweile so?
Also was hättest du gerne noch anders?


Nach meinem Geschmack passen Gesang, Gitarre und Bass jetzt vom Lautstärkeverhältnis her. Dafür zeigt sich jetzt, dass die Snare recht weit hinten ist, der würde ich mehr Höhen verpassen, die muss "direkter" und präsenter wirken.
 

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