[Amp] Laney Lionheart L20H

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Eine (mehr oder weniger) kurze Vorgeschichte:
Alles begann damit, dass ein paar Freunde und ich uns zusammen getan haben, um ein bisschen Musik zu machen (den Begriff "Band" möchte ich bewusst noch nicht in den Raum werfen, da wir uns immer noch in einer "Zusammenfindungs-Phase" befinden)
Aber nun zurück zum Thema:
Probe ist jeden Sonntag, und da ich nur im Besitz eines Verstärkers war, hieß es jeden Sonntag Vormittag: Alles abstöpseln, Footswitch vom Effektboard stibitzen, einpacken, Gigbag samt Gitarre nehmen um dann schwerst bepackt alles ins Auto zu befördern. Angekommen am Proberaum geht die Schlepperei dann weiter. Nachdem dann endlich alles seinen Platz gefunden hatte, wurde erstmal wieder die Lautstärke eingepegelt und und und... Nach der Probe dann das gleiche Spiel nocheinmal. Auf die Dauer taten mir der Verstärker (übrigens ein Hughes & Kettner Edition Tube 20th) und mein Rücken irgendwie leid und ich spielte mit dem Gedanken mir noch einen kleinen Amp für zu Hause zu holen. (G.A.S. spielte natürlich überhaupt keine Rolle ;-) )
Nun denn, mal das Internet an den ersten üblichen Anlaufstellen befragt: den großen Online-Musikläden. Röhrencombos und Röhren-Topteile nach Preis sortiert und ein bisschen gestöbert. Wichtige Kriterien: Nicht zu viel Watt, 2-Kanäle, offenes Gehäuse (damit sich der Klang schön im Raum verteilt) und wenn möglich ein Effektloop.
So weit so gut.. Da mir schon seit längerem der Lionheart im Kopf rumschwirrte kam er natürlich ziemlich schnell auf meine "Antest-Liste". Für die Leute, die es nicht wissen: Den kleinen Löwen gibts als 5 Watt Combo, 20 Watt Topteil und als 20 Watt Combo bestückt mit 4x10er Lautsprechern. Nun kommen wir zum ersten Problem: nicht jeder Musikladen hat ihn, auf gut Glück bestellen wollte ich auch nicht.
Da Bad Ems so ziemlich zwischen Köln und Frankfurt liegt, boten sich der Musicstore und der Musik-Schmidt an. Da meine Freunde und ich nicht wirklich gute Erfahrungen mit dem Store gemacht haben, und der Schmidt eigentlich unser Stammladen ist, war diese Entscheidung auch schnell gefällt - und oh, welch Zufall, Musik-Schmidt hat die 5 Watt Combo auf Lager. Perfekt. Wie immer Schönes-Wochenend-Ticket besorgen und ab gehts nach Frankfurt.
Aber zu früh gefreut: in der Woche, in der 2 Bandkollegen und ich eigentlich den Samstag im Schmidt verbringen wollten, sehe ich auf der Homepage "Lionheart 5W - (Noch) nicht an Lager". Na super, ist ja typisch. Also schnell mal per Mail nach nem Liefertermin gefragt und als Antwort kam ein: "Wir rechnen nächste Woche damit.." Grmpf. Na gut, vielleicht sind ja auch ein paar andere brauchbare Verstärker vorrätig.
In der Zwischenzeit hatte ich sehr günstig eine offene Mesa 1x12er Box in der Bucht ergattert und so fiel mein Interesse sehr schnell auf Topteile. Okay, mit knapp 1000 Euro viel zu teuer, aber irgendwie cool: der Orange AD30. Zwar kein Lionheart, aber könnte man trotzdem mal antesten.
Dann, Freitag, Tobi guckte auf der Schmidt Homepage: AD30 verkauft - "Das kann doch jetzt nicht wahr sein -.-". Auf gut Glück nochmal den Lionheart gesucht und: "Vorrätig". Oh Gott, das musste ein Zeichen sein. Gefreut wie ein Schnitzel und am darauf folgenden Tag nach Frankfurt gefahren. Der Kleine hatte einem echt den Kopf weggeblasen. Einfach nur geil.
Eine kleine Anekdote aus dem Testraum: Kumpel spielt Gitarre und ich drehe ein wenig an den Reglern, um die Sounds auszutesten. Er: "Dreh mal bisschen mehr Gain rein, die Zerre ist richtig geil". Ich: "Ehm, das ist der Clean-Kanal". Er: "WAS?!" ^^
Richtig klasse.
Nun hatte ich schon eine Mesa-Box daheim stehen und musste mir überlegen: 5W Combo oder 20W Top. Also kurz dem Verkäufer Bescheid gesagt: "Ich brauche ein bisschen Zeit zum Nachdenken, komme dann gleich wieder." - "Alles klar".
Wir sind dann zusammen mit dem Drummer auf Splash-Suche gegangen, wo ich aber - nicht ganz bei der Sache - die ganze Zeit "5W oder 20W" murmelnd durch die Abteilung gewatschelt bin =D
Nachdem der Drummer dann ausgesplasht hatte, ging ich zurück zur Gitarrenabteilung und bestellte bei Achim (mit dem ich auch den kurzen Email Kontakt hatte, vielen Dank nochmal!) das Topteil, bezahlte und nach einem kleinen Spaziergang durchs sonnige und warme Frankfurt ging's dann nach Hause.
Dienstag Mittag kam eine kurze Bestätigungsmail von Achim, dass der Verstärker die nächsten Tage bei ihnen eintreffe und dann ein paar Tage später bei mir.
Donnerstag Nachmittag klingelte dann der UPS Mann an der Tür..=)

Auspacken und freuen:
Im Karton war neben Polstermaterial irgendwo noch ein Verstärker, ein Amp-Cover, ein Footswitch, ein Stromkabel und eine Bedienungsanleitung versteckt. Also erstmal alles vom Plastik befreit, angeschlossen und ab geht die Lutzi..
Aber nein, zuerst noch was zur Optik und Haptik.
Der Amp ist in schönes Marineblau gekleidet mit beiger Frontbespannung. Das Bedienpanel ist genau wie die Schutzecken aus chromfarbenem Metall. Sieht edel aus.
Die Regler haben weiße Chickenhead-Köpfe. Passt! Mehr gibts hierzu nicht zu sagen. Alles fühlt sich sehr hochwertig an und man könnte meinen, der Amp würde mindestens das Doppelte seines eigentlichen Preises kosten.
Zum Einstellen gibt es zwei Lautstärke- einen Drive-Regler, einen Bright, einen Channel und einen Standby-Switch, einen 3 Band EQ, den sich die 2 Kanäle teilen, einen Reverb- und einen Tone-Regler. Zum Einstöpseln gibt es einen Hi und einen Lo-Input.
Auf der Rückseite sind ein An/Aus Schalter, Boxenanschlüsse in 4/8/16 Ohm, Fx-Loop und ein Footswitch-Anschluss.
Also, jetzt geht's los:

Der Klang:
Clean- und Drive-Volume erstmal auf 0, ansonsten alle Regler auf 12 Uhr und dann langsam die Lautstärke angepasst. Erster Eindruck: "Hui!", zweiter Eindruck: "Hui, aber ein bisschen viel Bass". Bass runter geregelt auf 10 Uhr, Mitten auf 2 Uhr und Höhen auf 3 Uhr. Aha, das kommt meinem Sound schon näher. Schön mittig, knurrig, Daher hat er also seinen Namen, der Löwe. Aber irgendwie immer noch ein bisschen "dumpf". Nochmal vergewissert, der Bright-Schalter ist an. Mmh, dann mal am Tone Regler drehen.
Hier kommt das erste Manko. Es tut sich eigentlich nur was zwischen 0 und 1 & 9 und 10, alles zwischen 2 und 8 klingt in meinen Ohren identisch. Runtergedreht ist es für mich viel zu dumpf, könnte man aber sicher für gewisse Sounds gebrauchen, voll aufgedreht wirds auf einmal richtig hell, weniger bassig und beinahe schon schrill. Schnell am EQ gedreht, Bass auf 1 Uhr, Mitten bleiben bei 2 Uhr und Höhen runter auf 11 Uhr. Hah! Das ist mein Sound. So will ich ihn haben. Perlige Höhen, knurrig in Mitten und Bass, viele Obertöne. Geil.
Kommen wir zum Reverb, der dank Stereo-Footswitch-Buchse auch fußschaltbar ist (das habe ich bei meinem Edition Tube immer vermisst. Irgendwie in meinen Augen bzw. Ohren Quatsch einen nicht fernsteuerbaren Hall zu haben). Bis ungefähr 12 Uhr hat er einen richtig schönen Raumklang, weiter aufgedreht klingt es schon wie in einer Halle. Flexibel! Da ist für jeden was dabei. Für schwebende, abgedrehte Sounds habe ich meinen RV-5.
So, kommen wir zum Drive-Kanal. Drive wie oben beschrieben erstmal auf 12 Uhr. Mit Humbuckern ist hier schon ein schöner Overdrive zu entlocken, mit Singlecoils ein Mittelding zwischen Clean und besagtem Overdrive. Also ein schön warmer Crunch.
Apropos warm: Der Löwe klingt immer warm und - wie soll ich sagen, fleischig. Sein Klangcharakter schwingt immer mit. Ein schöner, runder, warmer Sound. Anders kann ich es nicht beschreiben. Er klingt nie künstlich oder billig. Für Leute die sterile Metal-Sounds lieben ist er eher nichts.
Wieder zum Brüllkanal. Drive runtergeregelt geht es nahezu Clean los und bis 3 Uhr ist auf jeden Fall alles zu gebrauchen. Zwischen 12 und 3 sind Overdrive bis Distortion Klänge zu entlocken, die so ziemlich jeden Rock- oder sogar Hardrock-Freund beglücken sollten. Ab 3 Uhr tritt eine starke Kompression ein, die man entweder mag oder nicht. Ich komme mit ihr klar und für gewisse Sounds ist sie einfach wie geschaffen.
Im Vergleich dazu der Edition Tube, dessen Gain Regler bei mir selten höher als 9 Uhr und nie höher 10.30 Uhr ist. Bei Proberaum-Lautstärke steht er sogar nur auf 7-8 Uhr, weil es da schon übelst zerrt.
So, also ist der Lionheart bis zu Hard-Rock zu gebrauchen, was ist aber mit der Heavy bis Metal Fraktion, ist für die auch was dabei? Also Gain zwischen 3 Uhr und voll auf, Badewannen-EQ und los geht's. Ui, scooped. Klingt garnicht übel, aber irgendwie fehlt hier der *rsch. Also Mitten auf 9 Uhr und schon knurrt es wieder. E-Saite runter auf D und Killswitch & Sonstiges gedudelt.
Wow, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet. Damit kommt er richtig gut klar. Wie oben schonmal erwähnt sind hier zwar keine - wie ich es immer nenne - "sterilen" Sounds rauszuholen, aber wenn man den Löwen einmal Metal hat brüllen hören, braucht man das auch nicht.
Nur um nochmal klarzustellen, er ist zwar definitiv nicht für Härteres gemacht, braucht sich aber trotzdem nicht zu verstecken, wenn es darum geht.

Die Tretminen:
So, jetzt noch ein paar Worte zur Verträglichkeit mit Effektgeräten und dem Fx-Loop. Wah, Fuzz und Overdrive vor den Amp und Delay und Reverb einschleifen. Dann testen wir mal..
Vom kleinen Catalinbread lässt er sich richtig gerne kitzeln. Damit lassen sich schöne Lead-Klänge erzeugen, und wenn man zusätzlich noch Gain dazugibt singt er wie wild. Auch der Clean-Kanal verträgt sich süperb mit dem Overdrive-Pedal. Je nach Einstellung könnte man fast schon meinen, man würde den Drive-Channel hören. (Auch hier wieder zum Vergleich mein Edition Tube, der nicht ganz so gut mit Overdrives kann. Hier ist es schwerer einen Amp-ähnlichen Sound mit Tretern zu erzeugen. Oft klingt es nach Blechbüchse)
Wah und Fuzz klingen, wie sie sollen, da gibt es nichts Großartiges zu berichten.
Mit dem Reverb lassen sich die Bereiche abdecken, die der interne Accutronics-Reverb nicht mehr schafft. Also flächige, Post-Rock-typische Klangteppiche.
Das Delay funktioniert auch tadellos. Aufgrund einiger Stimmen im Netz, die behaupten Probleme mit gebufferten Geräten im parellelen Effektloop haben (Phasenauslöschung o.Ä.) hatte ich anfangs bedenken, kann jedoch nichts davon bestätigen. Bei mir klappt alles so, wie es soll.
Auf die Schnelle mit dem eingebauten Looper des DD20 eine kleine Akkordfolge aufgenommen und drüber gejammt. Ich würde fast schon behaupten, dass es aufgrund des parallelen Loops ein bisschen besser klingt, als durch den Seriellen im Edition Tube. Könnte aber auch Einbildung sein.

Nicht alles ist makellos:
Auch wenn die Euphorie noch so groß ist, ein paar kleinere Sachen gibt es zu bemängeln, wenn auch gleich diese einen nicht von einem Kauf abbringen sollten.
  • der etwas seltsame Tone-Regler, der nur voll auf oder zu eine Klangänderung bewirkt
  • kein eingebauter, fußschaltbarer Booster, welcher bei einem parallelen Effektloop ganz praktisch gewesen wäre
  • ein Schalter um den Fx-Loop von parallel nach seriell zu wechseln oder ein Drehregler mit dem man den Anteil des Signals bestimmen kann
  • (auch wenn ich hier ein wenig pingelig bin) bei meinem Modell ist die Send-Buchse sehr schwergängig
  • der Fußschalter hat keine LEDs, die den Zustand anzeigen
  • kein geräuschloses Kanalumschalten

Gut gebrüllt - Das Fazit:
Du brauchst einen Amp, der britisch-rockig, notfalls aber auch flexibel genug für härtere Gefilde ist, einen Fx-Loop und fußschaltbaren Reverb hat und so ziemlich jede Box frisst, die du ihm andrehen willst und im Gegensatz zum schwarz/grauen Einheitsbrei in einem richtig schnieken Blau daherkommt, dann ist der Lionheart DER Amp für dich. Für Clean, Blues, Indie und Rock ist er für die paar Mäuse (Straßenpreis 519€) einfach unschlagbar. Die Investition werde ich mit Sicherheit nicht bereuen und hoffentlich mein Leben lang Freude damit haben.
Getestet habe ich den Kleinen mit einer Framus Diablo Pro und einer Ibanez SZ320.
Meine Effektkette: Dunlop CryBaby -> Red Witch Fuzz God II -> Catalinbread DLS -> Amp -> Boss DD-20 -> Boss RV-5, alles angetrieben durch ein Ollmann Netzteil.
Für die Leute unter uns, die das Gras wachsen hören: Klotz Gitarren-, Patch- und Boxenkabel.
Zum Schluss noch ein paar Bilder, die ich auf die Schnelle gemacht habe..
Bild1.jpg Bild2.jpg Bild3.jpg
In dem Sinne hoffe ich, dass das Lesen Spaß gemacht hat..

Viele Grüße,
Tobi
 
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schönes review :) ich hatte ja neulich mal den Combo am Wickel und war nicht so angetan, wahrscheinlich wars gerade dieses fleischige und etwas knorrige, was mich gestört hat. Clean fand ich den irgendwie etwas leblos dabei. Komme aber auch eher aus der 7ender-Ecke.
 
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Hi Tobi,

danke für das Review und Glückwunsch zum neuen Amp.

Welche anderen Amps hast du noch angespielt, gegen die sich der Lionheart durchgesetzt hat?
Vor allem würde mich interessieren, ob du den Lionheart mit den anderen Laneycombos in dieser preisklasse verglichen hast (also VC15, VC30, LC30). Obwohl ich in einer Großstadt lebe, scheint es hier keine Laney Amps zu geben und ich müßte um selbst testen zu können 200 km einfach fahren.
 
NotveryevilTobi
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Gern geschehen. :)
Um ehrlich zu sein, hat mir der Sound des Lionheart auf Anhieb so gefallen, dass ich gar keine anderen Amps gegengespielt habe.
Es war direkt dieses "so hab ich's mir vorgestellt" Gefühl da. Falls dem nicht so gewesen wäre, hätte ich auch gerne mal den VC15 angespielt. Aber ich versuche das bei Gelegenheit mal nachzuholen.
 
NotveryevilTobi
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Eine kleine Anmerkung am Rande:
Ich habe heute gesehen, dass eine Lionheart 20 W Combo auf den Markt gekommen ist. Preislich um 729 €. Wurde auch langsam mal Zeit, da 5 W vielen doch zu "wenig" ist.
Das wäre dann eine gute und preisgünstigere Lösung als Topteil und Box. Muss ich mir bei Gelegenheit auch mal genauer ansehen :D
 
Thorti
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der Lionheart hat einfach den schönen, warmen Sound den wir von Opas Röhrenradios kennen, ich find den auch genial!
gerade weil er mit Effektpedalen gut kann, und auch leise schon sehr gut klingt.
 
grimmels
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erstmal tolles review.

Eine Frage zur Lautstärke des Löwen.
Denkst du dass es für eine "Rockband" mit Drum, bass & gitarre ausreicht ? Wenn dabei der Clean auch clean bleiben soll?
Hast du ihn mal im Bandgefüge getestet ?
 
Whiteout
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Ich spiele den L20H an einer Framus 1x12" mit Celestion Greenback.

Die geschilderten Eindrücke kann ich im Großen und Ganzen bestätigen, wobei mir bei meiner musikalischen Ausrichtung (Jazz, Blues, Bluesrock) der dunkle, warme Ton sehr entgegen kommt. Den Tone-Regler habe ich z. B. auf 9 Uhr, weil es mir klanglich entgegen kommt. Zu basslastig kommt er mir an meiner Box auch nicht vor, aber ich vermute, das ist ein Fall von persönlichen Vorlieben und Geschmäckern... mir ist nämlich der Klang mit Bright-Switch und aufgedrehtem Tone-Regler zu hell ;)

Ich habe auch ein paar Verstärker getestet (Fender Blues Junior, Fender Princeton Reverb RI, Blackheart Little Giant und Handsome Devil, Cornell Plexi...) hatte aber auch hier spontan das Gefühl "den Klang" gefunden zu haben...

Ich spiele meine ´83er LP Studio Custom (PAF-ähnliche Humbucker) im Lo-Input und habe im Endeffekt Bass, Middle und Treble auf 12 Uhr (Bright-Switch off) belassen und es passt einfach... Mit einem Xotic RC-Booster booste ich ihn nach Bedarf (und könnte aus den 2 Kanälen 4 Sounds machen)...

@ grimmels
Ich fürchte, bei mir geht es musikalisch eher ruhiger ab und daher hatte ich bisher keine Probleme, was dir aber nicht wirklich weiterhelfen dürfte ;)
 
NotveryevilTobi
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Sorry, habe hier eine Zeit lang nicht mehr reingeschaut, daher eine etwas verspätete Antwort :)
Also im Bandgefüge habe ich ihn noch nicht getestet - zur Zeit steht er nur zu Hause.
Aber er kann schon richtig laut werden.. Sollte definitiv kein Problem im Bandkontext geben.
Ob er Clean bleibt kann ich dir nicht wirklich sagen, kommt schließlich auch drauf an, womit du ihn befeuerst.
Meine Vorstellung von Clean ist eh ein wenig sonderlich - der Cleankanal wird nahezu nie benutzt :D
@ Whiteout: Einen Greenback würde ich auch gerne mal testen am LH. Mal sehen was sich ergibt. Aber es ist interessant, wie unterschiedlich Geschmäcker doch sind :) Wobei auch hier wieder viele Elemente eine Rolle spielen.

Liebe Grüße,
Tobi
 
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NotveryevilTöbi;5108917 schrieb:
Sorry, habe hier eine Zeit lang nicht mehr reingeschaut, daher eine etwas verspätete Antwort :)
Also im Bandgefüge habe ich ihn noch nicht getestet - zur Zeit steht er nur zu Hause.
Aber er kann schon richtig laut werden.. Sollte definitiv kein Problem im Bandkontext geben.
Ob er Clean bleibt kann ich dir nicht wirklich sagen, kommt schließlich auch drauf an, womit du ihn befeuerst.
Meine Vorstellung von Clean ist eh ein wenig sonderlich - der Cleankanal wird nahezu nie benutzt :D
@ Whiteout: Einen Greenback würde ich auch gerne mal testen am LH. Mal sehen was sich ergibt. Aber es ist interessant, wie unterschiedlich Geschmäcker doch sind :) Wobei auch hier wieder viele Elemente eine Rolle spielen.

Liebe Grüße,
Tobi

Die unterschiedlichen Geschmäcker zeigen nur, was mit dem Verstärker alles geht... Ich nutze z. B. derzeit fast ausschließlich den Cleanchannel ;)

Bin übrigens nachwievor sehr zufrieden mit meiner Wahl (das einzige, was evtl. darüber gehen würde, wäre an die Entscheidung geknüpft, mich komplett auf Jazz zu konzentrieren und dann einen Polytone oder eher noch einen Henriksen Jazz Amp zu wählen ;) )... klingt bereits sehr leise sehr gut und in dem Umfeld in dem ich mich musikalisch bewegen würde, mache ich mir keine Sorgen, dass er zu leise sein könnte...
 
Bluesbrother508
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Hey, super Review erstmal! :great:
Was mich ein bisschen an dem Amp stört ist, dass er keinen Standby Schalter hat. *Edit - Der L20H hat natürlich doch einen Standby Schalter :)
Aber naja, brauch man ja auch nicht unbedingt.

Beste Grüße
 
AlexLink
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moin moin,

der l20h hat also bei allen settings auf 12 ne schön druckvolle und starke basswiedergabe, ja? und durch bright schalter, equalizer (v.a. treble) und tone regler kann man ihn dennoch wieder "anspitzen" also evtl. bißchen "fendrig" machen, right?

ich suche nämlich z.Z. ne combo oder ein topteil plus box für stoner rock (qotsa, kyuss, fu manchu, brant bjork...) und grunge (soundgarden, alice in chains, nirvana....) sounds. also mucke, die sehr schwerfällig ist, evtl. mit gedowntuneten gitarren gemacht wird (humbucker!) und manchaml echten punch mit gaaaain braucht :cool:

aber ich rede hier nicht von dirty metal :rofl:

dafür ist der lionheart doch was oder?

welche boxen könnte mir hier jemand für meine soundvorstellungen empfehlen? dachte da an orange, mesa, ampeg evtl. marshall....
brauche aber in der hinsicht auch sehr gerne low-budgeht tipps, denn ich wollte nicht mehr als max. 250-300€ für die box ausgeben (das topteil ließe meine kasse schon echt weinen!;) )

gerne aucht tipps für druckvolle, bassy 1X12 cabs....:D

thx leute
 
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Dark1974
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Moinsen ,

hab den benannten Amp gestern bekommen und muss sagen der hat mir die Socken ausgezogen :D.
Selten so einen guten Klang gehört , lässt sich sehr fein einstellen und hat definitiv genug Gain für Stoner,
aber er wird ohne Treterchen nie ein High Gain Monster sein.

Hab ihn gestern Abend auf einer AOR 2*12 slaint mit Celestion 70´s getestet und damit war er sehr ausgewogen vom Sound.
Mit einer Tele auf Standard gestimmt -Perlig bis frech ,
Gibson LP auf D war da schon bisserl böser mit Druck auf den Bässen (kam mit weitaufgedrehtem Gain schon sehr stonerartig),
die PRS SE pegelte sich so dazwischen ein :redface:.

Die ersten Bodentreter hat er genommen wie geschnitten Brot , aber das ist jetzt nur die erste Testphase :rolleyes:.
Heute wird er noch durch eine Harley Benton 2*12 mit V30 und einer TT mit Emis gejagt , dann hat er noch einige Treterchen zu meistern.
Wenn er das überstanden hat , muss wohl einer der Marshis gehen :cool:.
 
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Whiteout
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moin moin,

der l20h hat also bei allen settings auf 12 ne schön druckvolle und starke basswiedergabe, ja? und durch bright schalter, equalizer (v.a. treble) und tone regler kann man ihn dennoch wieder "anspitzen" also evtl. bißchen "fendrig" machen, right?

ich suche nämlich z.Z. ne combo oder ein topteil plus box für stoner rock (qotsa, kyuss, fu manchu, brant bjork...) und grunge (soundgarden, alice in chains, nirvana....) sounds. also mucke, die sehr schwerfällig ist, evtl. mit gedowntuneten gitarren gemacht wird (humbucker!) und manchaml echten punch mit gaaaain braucht :cool:

aber ich rede hier nicht von dirty metal :rofl:

dafür ist der lionheart doch was oder?

welche boxen könnte mir hier jemand für meine soundvorstellungen empfehlen? dachte da an orange, mesa, ampeg evtl. marshall....
brauche aber in der hinsicht auch sehr gerne low-budgeht tipps, denn ich wollte nicht mehr als max. 250-300€ für die box ausgeben (das topteil ließe meine kasse schon echt weinen!;) )

gerne aucht tipps für druckvolle, bassy 1X12 cabs....:D

thx leute

Ich nehme an, du kennst die YT-Demo von Laney? Da hast du die Bandbreite schonmal vorgeführt:
http://www.youtube.com/watch?v=8LrytVzeL9k

Was die Boxen angeht... ich habe den noch nicht an anderen außer meiner getestet... Grundsätzlich würde ich ja empfehlen, nicht an der Box zu sparen... Teste dich einfach mal durch... Die "zugehörige" Laneybox ist ja mit G12H ausgestattet, aber warum nicht eine Orange PPC dazu probieren, die ja mit V30 ausgestattet sind... Budget wäre dann die Harley Benton G212 Vintage (auch V30)... Die Framus FR 212 CB hätte die Möglichkeit, offen oder geschlossen betrieben zu werden...
 
NotveryevilTobi
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Ich bin auch der Meinung nicht bei der Box zu knausern.
Klar sind die Kosten für eine gute Box etwas höher, aber es zahlt sich auch aus.
Der Lionheart hat so einen bassigen Grundsound, dass es m.M.n. schon fast egal ist, welcher Lautsprecher genau nun dranhängt - der zaubert überall wuchtige Töne :D
Ich habe wie gesagt nur Erfahrungen mit Celestion Greenbacks und einem Mesa C90 (ein aufgebohrter Celestion Classic Lead) gemacht, aber er klang an beiden sehr ausgewogen. Durch den Tone-Regler und Bright-Schalter lässt er sich auch entsprechend anpassen, wenn er zu schrill oder zu dumpf klingt.
Wenn du, wie ich gerade gelesen habe, dir einfach nur eine 1x12er holen willst, warum dann nicht einfach die Lionheart Combo?

Noch als Nachtrag zu meinem Review - seit ich den Lionheart habe, bin ich rundum zufrieden.
Ich komme noch nicht einmal in Versuchung nach neuen Amps zu schauen.:)
 
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na, dann werde ich wohl noch so schnell wie möglich zuschlagen

ich wollte erstmal keine combo, weil ich zu hause evtl. erstmal nur 'ne 1x12 cab spielen will und dann nur das top mit in den probenraum nehmen (und da an 'ner 2x12 oder 4x12 laufen lassen):gruebel:

kennt denn irgendjemand günstige cabs mit diesen überall so lobgepriesenen celestion g12h30-speakern? habe teilweise sich vor begeisterung überschlagene meinungen über diese speaker gelesen...
 
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Die Egnater Tweaker Box hat den verbaut:

https://www.thomann.de/de/egnater_tweaker112x.htm

für knappe 300€ wirste wohl kaum ein besseres Angebot finden (Wenn es denn Neu und nicht TubeTown werden soll)

PS: Das Egnater Schild kriegt man glaub ich auch ab ;-)
 
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jo, danke yacob, hatte mir den schon mal angeschaut

habe gestern meinen laney l20h bei der bucht bestellt...war sehr günstig und laut beschreibung neu :D

werde aber wahrscheinlich das line6 gt25 extension cab dazukaufen. hat auch einen celestion g12, allerdings in der customausführung "h90" nur für line6 produziert. laut soundfiles und beschreibungen sollte er dem sound des laney sehr entsprechen/schmeicheln

insbesondere brauche ich jetzt aber auch einfach ein cab, wo das top schon demnächst kommt :D

ps: geile singnatur übrigens, bin irrer pearl jam-fan :great:
 
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Hi Leute,
ich geh nun seit geraumer Zeit mit dem Lionheart L20T-112 schwanger. Nachdem ich gedanklich eine zeitlang mit einem Fender liebäugelte, zieht es mich jetzt doch wieder zum Lionheart, weil ich seit einigen Jahren ein begeisterter VC30 User bin. Ich habe in meinem VC30 einen Eminence Speaker verbaut und mit vor allem mit den Clean Sounds sehr zufrieden.
Ich frag mich nun, ob der Lionheart den Mehrpreis tonal wirklich rechtfertigt. Gibt es User die beide Amps verglichen haben?
 
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Da ich nun einen L20T-112 mein eigen nennen darf Beantworte ich die Frage mal für alle potentiell interessierten selber: er ist jeden Cent Wert und unterscheidet sich klanglich doch schon deutlich vom VC30
 

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