Amp mit Micro o. Line out abnehmen ?

von jens, 12.05.08.

  1. jens

    jens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #1
    Das interessiert mich schon lange.
    Ein Amp mit Line Out Anschluss sollte man den grunsätzlich über den Line Out Anschluss abnehmenn ( für die PA-Beschallung ) o.besser doch mit Micro ?
    Gibt es da irgendwie Klangunterschiede? Vor- und Nachteile ?
     
  2. joe web

    joe web HCA Gitarre Allgemein HCA

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    Erstellt: 12.05.08   #2
    das kommt auf die qualität des line out an. oftmals klingen die ausgänge einfach nicht so toll und deshalb bin ich eher ein fan von mikros. es klingt einfach "echter".
     
  3. Mr Miau

    Mr Miau Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #3
    Da kann ich Joe nur Recht geben. Bei hochwertigen Verstärkern ist der Line Out in der Regel auch gut zu gebrauchen, aber für natürlicheren Sound ist das Mikrofon besser. Letzten Endes modelt der Line Out ja nur eine Box, und dass diese auch einen großen Einfluss auf den Sound haben, sollte bekannt sein.

    Ich hatte es aber auch schon mit Mischern zu tun, die auf den Line Out bestanden, einfach weil sie zu faul waren, sich die Arbeit mit den Mikros zu machen...
     
  4. NOwhere

    NOwhere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #4
    Kann ich so auch nur bestätigen, bei meinem ist der LineOut auch mist im gegensatz zu nem Mikro und das ist kein günstiger verstärker.
    Wenn ich selber mische nehm ich auch immer Mirkrofone.

    Gredtz Basti
     
  5. georgyporgy

    georgyporgy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #5
    Lieber Jens,

    man muß 2 Arten eines Line-Out unterscheiden:

    Meine Vor-Antworter (schönes Wort, gell?) gehen von Line-Out mit Speaker-Simulation aus.

    Gut, so ein Signal ist in der Regel erstmal zur direkten Abnahme brauchbar. Hier ist es oft Geschmacksache oder man hat Sachzwänge (kein Mic-In mehr frei dafür aber nach 2 Line-In). Meistens gefällt jedoch das mikrofonierte Signal besser. Geschmacksache eben.

    Es gibt jedoch auch Line-Out OHNE Speaker-Simulation. Diese kann man nehmen, wenn man beispielsweise nur clean spielt (Jazz oder so) oder den artifitiellen Kreissäge-Sound/Moskito im Joghurtbecher-Fuzz-Klang gut findet, der da ungefiltert mit über 20kHz Bandbreite rauskommt.

    Es gibt einige Produktionen, wo so ein Sound (aber auch noch heftig nachgefiltert) als Grundlage genommen wurde: Ich denke hier an "The Loner" (Gary Moore) oder "Murder on the Dancefloor" von "weiß nicht mehr". Als Effekt mal ganz nett, aber als Dauersound???

    So ein Line-Out ist eher gedacht, als Abgriff um Effekte anzusteuern und deren Output dann über Endstufen und Gitarrenboxen wiederzugeben oder um bei grossen Bühnen das Signal gleichmässig auf Endstufen und Boxen zu verteilen.

    LG Jörg
     
  6. jens

    jens Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #6
    Also sollte ich den Fender Super Champ XD besser mit Mikro abnehmen?
    Welches Micro wäre da zu empfehlen ( Preis-Leistungsverhältnis ) ?
    Was wäre dabei unbedingt noch zu beachten ?
     
  7. georgyporgy

    georgyporgy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.05.08   #7
    Der Klassiker:
    https://www.thomann.de/de/shure_sm57_lc.htm
    finde ich nicht immer passend...

    Mein Tip:
    https://www.thomann.de/de/sennheiser_e606_instrumentenmikrofon.htm

    und noch besser:
    https://www.thomann.de/de/sennheisere_906.htm

    Durch die Bauform kann man das Mikro auch einfach über den Combo baumeln lassen und spart so ein Stativ. Achtung! Auf die Einsprechrichtung achten! Je weiter weg das Mikro vom Zentrum des Speakers (Kalotte), um so höhenärmer ist der Sound. Je nach Position treten andere Frequenzen in den Vordergund. Meistens gibt es einen sogenannten Sweet-Spot, der Punkt, wo es am schönsten klingt. Ausprobieren...

    Ich gehe hier mal von Live-Anwendungen aus. Im Studio können auch noch Bändchen- und Kondensatormikros super sein. Meist ist dort ein Gemisch aus verschiedenen Mikros am Start. Das ist aber eine ganz andere Welt und erfordert viel Einarbeitung.

    By the way: Sollte (wie Mr Miau anmerkte) ein(e) Live-Mischer(in) die Mikro-Abnahme wegen der "Mühe" oder weil es "kompliziert" sei ablehnen, kannst Du den Mann/die Frau getrost als unfähig ansehen. Sollte man öfter live auftreten, lohnt es sich, einen Mischer seines Vertrauens fast so wie ein Bandmitglied zu integrieren und auch bei fremder Technik mitzunehmen.

    LG Jörg
     
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    Erstellt: 12.05.08   #8
    Der Line-Out vom Super Champ ist afaik ohne jede Frequenzkorrektur und wird direkt in die PA ganz furchtbar klingen, sobald die Sounds Verzerrung haben. Was man sich für Live aber evtl überlegen kann, ist eine DI Box mit Frequenzkorrektur zu benutzen, wie zB eine Hughes&Kettner Redbox.
    Das allerletzte Quäntchen Authentizität und Frische kommt da zwar nicht rum, aber für Live sehr brauchbar und bestimmt besser als ein falsch aufgestelltes Mikro!

    Die Frage ist halt auch, wie Du den Amp normalerweise benutzt und einstellst. Wenn Du Endstufensättigung als Teil von Deinem Sound benutzt, wirst Du mit dem Line Out nie glücklich!

    Mikro aufstellen will aber auch gelernt sein. Irgendwie vor den Amp hauen macht oft nicht glücklich.
     
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