Artikel: Gibson Les Paul Classic Custom

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Gibson hat nun für Leute die auf die Optik einer Les Paul Custom stehen, jedoch nicht so tief in den Geldbeutel greifen können/wollen , ein neues Modell im Angebot: Die Gibson Les Paul Classic Custom
Sie wurde optisch an eine Gibson Les Paul Custom angelehnt. Bei der Classic Custom wurde ein ``Baked Maple`` Griffbrett verwendet (später dazu mehr) im Gegensatz zu einem Ebenholz Griffbrett, der Mahagoni Korpus wurde gechambert und auf der Korpus Rückseite wurde auf das Binding verzichtet.

Specs:
-Mahagoni Korpus(Chambered)
-Gewölbte Ahorn Decke
-Mahagoni Hals
-Baked Ahorn Griffbrett
-22 Bünde
-Acrylic-weiße Block Inlays (Kein Perlmutt)
-Multi-Ply Binding
-Kopfplatte mit acrylic-weißen Split Diamond Inlay(Kein Perlmutt)
-Chrom Hardware
-1 x 57 Classic Humbucker(Chrom)
-1 x 57 Classic Plus Humbucker(Chrom
-2 x Volume
-2 x Tone
-Chrom Tune-o-matic Bridge
-Grover Kidney Mechaniken
-erhältlich in: Antique Natural, Cream, Ebony, Goldtop und Wine Red(sehr lecker)


Baked Maple:
Gibson ist wiedermal mit dem Gesetz in Berührung gekommen. Laut Indischen Export-Regelungen darf Rosewood dass nicht in Indien lackiert und bearbeitet worden ist exportiert werden. Da Gibson das Rosewood überwiegend als Griffbrettholz verwendet, welches kaum lackiert wird, hat Gibson es also unlackiertes Holz importiert, was bis jetzt anscheinend nicht aufgefallen ist.Deshalb braucht Gibson jetzt Alternativen.

Man hat sich also für Maple entschieden. Jedoch ist dieses Maple, wie der Name schon sagt baked also gebacken, das Fachwort wäre Torrefiziert. Bei der Torrefizierung wird das Holz bei 200° unter Luftabschluss gebacken wobei dem Holz ein hoher Wasser und Sauerstoff-Anteil entzogen wird. Für das Ahorn heisst das, dass es dunkler und trockener wird.

Das Ahorn als Griffbrett führt dazu dass der Klang, im Vergleich zu einer Rosewood Les Paul, heller wird.
Hier ein Review der Gitarre mit einem Maple/Rosewood vergleich:http://www.youtube.com/watch?v=qf61M3lBraY

Ich würde mich über Verbesserungen und Kommentare freuen.

MFG Ali



Quellen:http://de.wikipedia.org/wiki/Torrefizierung
http://www.andertons.co.uk/News/aid1158/gibson-baked-maple-fingerboard-guide.asp
 
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bluesfreak
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Netter Bericht, aber zwei kleine Anmerkungen:
Gibson hat Holz importiert das NICHT in Indien endbearbeitet wurde (und damit gegen ein indisches Gesetz verstoßen das von Indischen Behörden nicht vollzogen wird, allerdings von US Behörden nun dementsprechend ausgelegt wurde) , bitte mal das Statement nochmal durchlesen und korrigieren, das ist in sich unschlüssig
Zweitens ist die Torrefizierung ein bischen übers Ziel hinausgeschossen, ich würde eher auf TMH/TMT verweisen da Torrefizierung generell eher im Zusammenhang mit Brennstoffen benutzt wird.. aber das nur so als Hinweis...

cu
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Ottochilli
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Ich würde mich über Verbesserungen und Kommentare freuen.


Da Du schon fragst....

Rechtschreibung ist immer noch ein Thema.

Grüße Otto



Gr
 
daramdam
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Ich warte an sich schon ziemlich lange auf so nen A-B Vergleich zwischen Baked Maple und Rosewood. Ich finds aber recht unglücklich, dass die ne gechamberte Paula mit einer Traditional vergleichen. So lässt sich nicht wirklich sagen, was da in Sachen Tonunterschied auf die Kappe des Griffbretts geht, und was auf die unterschiedliche Korpuskonstruktion zurückzuführen ist...
 
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Ich warte an sich schon ziemlich lange auf so nen A-B Vergleich zwischen Baked Maple und Rosewood. Ich finds aber recht unglücklich, dass die ne gechamberte Paula mit einer Traditional vergleichen. So lässt sich nicht wirklich sagen, was da in Sachen Tonunterschied auf die Kappe des Griffbretts geht, und was auf die unterschiedliche Korpuskonstruktion zurückzuführen ist...

Ich habe eine mit Baked Maple - allerdings mit P90 Pickups. Vom Ton her bin ich zufrieden. Das Holz scheint zumindest mit den P90 klanglich gut zu harmonieren. :rock:
 
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Thorsten B.
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Mich würde mal interessieren, was ihr von den baked maple Griffbrettern haltet.
Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt, welche auszuprobieren, dann postet das doch hier oder PN an mich.

Danke ;-)

P.S.: Ich habe schon einen A/B Vergleich gemacht, werde das hier aber nicht posten...sonst bekomme ich wieder mit den Gibson-Kritikern Ärger ;)
 
bluesfreak
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Servus Thorsten,

ich hab mir die GIBSON LP STUDIO 50 TRIBUTE GT DB TM kommen lassen, wobei ich zuerst mal die Klampfe wieder zurückgeschickt habe da sie anscheinend u.a. den Plek Automaten und die finale Qualitätskontrolle verpasst zu haben schien (Es war auch kein Q-Zettel unter dem PG wie bei anderen Gibsons). Die zweite war dann deutlich besser verarbeitet bis auf einen kleinen Kritikpunkt den ich bei allen Tributes (hab inzwischen 3, eine 50ties mit P90, eine 60ties mit P90 nun MiniHB und die angesprochene GT mit HB) feststellen musste, der Hals ist im Winkel ziemlich am oberen Rand des Specs eingeleimt, sprich er hat mehr als die üblichen 3-4° Grad. Aber egal, Soundtechnisch hab ich bei dem TM/BM Griffbrett eigentlich keine gravierende Veränderung des Tones zu Palisanderbestückten LPs feststellen können, evtl. einen Hauch mehr Knack und Brillianz aber das kann ich erst endgültig beurteilen wenn ich die 49xer Tonabnehmer gegen die meinen Ohren besser geläufigen Pearly Gates ausgetauscht habe (was mich zu dem Punkt bringt das Gibson mal Ersatzstecker anbieten sollte, dann kann man die PU einfacher tauschen). Gravierendster Unterschied des TM/BM: Es säuft Öl ohne Ende. Wie üblich hab ich der Gitarre nach dem Entschluss sie zu behalten "mein" Setup verpasst, also "meine" Saitenmarke und -stärke, alles sauber eingestellt und eben das Griffbrett nachgeölt. Normalerweise reichen bei neuen Gibsons so 2-3 Durchgänge mit dem Fretboard Conditioner bis dann ein leichter Ölfilm auf dem Griffbrett mir anzeigt dass es satt ist, aber diesmal hab ich sieben (!) Durchgänge benötigt.... Vorteil: Das Griffbrett ist dabei dermaßen nachgedunkelt daß es praktisch von Palisander nicht zu unterscheiden ist, auch haptisch. Allerdings ist das auch ein weiterer kleiner Kritikpunkt, ggf sollte G darüber nachdenken TM/BM ausgestattete Gitarren entsprechend zu kennzeichnen damit man weiß was man (vor allem gebraucht) kauft. Wie man wahrscheinlich sieht ist für mich keine Welt zusammengebrochen, der Ansatz ist begrüßenswert (da es rare Ressourcen schont) und die Änderungen im Sound dürften sich im Promillebereich bewegen, der Einfluss des Chamberings ist da deutlicher zu bemerken.
Interessant sind dann nur noch Langzeiterfahrungen wie mögliche Rißbildung oder Verschleiß aber bis die gemacht werden können werden wohl einige Monate wenn nicht Jahre vergehen...
Falls noch Fragen => PM ;)

Gruß
bluesfreak
 
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Nachdem ich etliche baked maple Gitarren gespielt habe, würde ich die klanglichen Eigenschaften eher mit denen eines Ebenholzgriffbrettes vergleichen statt mit denen eines Palisanders. Das Chambering lässt die
Gitarren "trocken" sehr perkussiv wirken was der obertonreiche Klang des baked maple noch unterstreicht.

Nicht traditionell aber durchaus gelungen.
 
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Ich hatte gestern 2 davon in der Hand und muss leider sagen, dass sie mir vom trockenen Spielgefühl her beide weniger gefallen haben als eine Standard die ebenfalls dort war. Kann natürlich eine Einstellungsfrage sein, aber umgehauen haben sie mich wirklich nicht.
 
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Ob man in einem A/B Blindtest die Griffbretter wirklich raushören könnte?
 
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Die Gitarre sieht verdammt schnieke aus und der Preis liegt ja sogar unter dem einer Standard - nicht schlecht. Das einzige, was ich optisch nicht so schön finde ist das Griffbrett - ist es wirklich so viel dunker als ein Rosewood oder Ebony Griffbrett? Ließe sich das mit genügend Öl etc. vielleicht ausgleichen?
 
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Nein, im Gegenteil: das Baked Maple ist eigentlich eher heller als Palisander/Ebenholz. Ich hatte vor einiger Zeit eine der neuen Limited SGs mit Baked Maple Griffbrett im Musicstore in den Pfoten. Das Griffbrett wirkt schon eindeutig heller (nicht "gebakenes" ahorn als Griffbrett ist ja auch quasi hell^^). Mich würde aber nicht wundern, wenn das variiert. Der Prozess scheint ja noch nicht so alt zu sein. An sich gefiel mir der Klang und die Optik der SG (nicht nur des Griffbretts) sehr gut, die angebotenen Finishes sind sehr interessant. Ebenso die LP Varianten. Tatsächlich endlich mal etwas neues von Gibson, bei dem ich kein Zähneknirschen bekomme^^.

Das, was mich aber schon von einem Kauf einer Baked Maple Gitarre abhält, jedenfalls momentan, ist eher, dass das Verfahren soweit ich weiß noch relativ neu ist. Daraus ergibt sich nicht, wie lange die Fretboards halten oder welche Ausfallerscheinungen sie haben könnten. Das mit dem Öl ist da jetzt schonmal ein Beispiel. Ich denke, wenn es ein neueres Verfahren ist wird es definitiv (wie alles, was neu ist) "Kinderkrankheiten" aufweisen. In dem Verfahren wird sich also sicherlich etwas ändern im Laufe der Jahre (wenn es denn weiter betrieben wird). Ich vertraue bei meinen Gibson Gelüsten weiter auf meine traumhafte Tokai LP Replika und (im Hinblick auf mein GAS) auf die "traditionellen" Gibson SG Standards^^.
 
crimsonsky
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Ooops - ich meinte natürlich heller und nicht dunkler :D
 

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