atemtypen - was ist dran?

von sunflower, 21.05.05.

  1. sunflower

    sunflower Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.05   #1
    ich hab mir gestern ein buch besorgt, da geht es darum, dass es "einatmer" und "ausatmer" gibt - also solare und lunare typen.
    ich frag mich, was genau da nun wirklich dran ist.
    und wie genau sich das nun beim singen auswirkt.

    habt ihr da bestimmte erfahrungen damit gemacht?
    habt euch schon mal damit beschäftigt?
    wisst ihr, welcher typ ihr seid?
    und hat das euer singen beeinflusst?

    oder haltet ihr das alles für kompletten schwachsinn?
     
  2. Rebellin

    Rebellin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.05   #2
    ehrlich gesagt glaube ich nicht an die lunare und solare atemtechnik ,
    ich halte das einfach wie astrologie , entweder man glaubt dran und denkt auch dass es klappt oder nicht
     
  3. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.05.05   #3

    hast du es denn selber schon einmal probiert?

    GLAUBST du nur nicht, dass es klappt, oder funktioniert es wirklich nicht?



    mir fällt da eine aussage über feng shui ein: Sie brauchen auch gar nicht daran glauben - es funktioniert trotzdem :D


    es muss doch mehr als eine glaubensfrage sein. beziehungsweise kann man ja vieles beim singen gar nicht bewusst steuern und man hilft sich da doch oft mit irgendwelchen vorstellungen oder denkhilfen weiter.
    die frage ist also - unabhängig davon ob man es wissenschaftlich analysieren und nachweisen kann - ob es eine wirkung zeigt. WARUM es funktioniert oder nicht ist ja gar nicht die entscheidende frage sondern eher, OB es funktioniert.

    hast du dich mal damit auseinandergesetzt und nachher festgestellt dass es absolut unnütz für dich ist?
    oder hast du dir von vornherein gedacht "lunar? solar? hört sich alles nicht grad sehr fundiert an. brauch ich nicht. ist nur zeitverschwendung."


    mich würd das echt interessieren. ich weiß im moment nicht so ganz, was ich davon halten soll. ich hab ein paar übungen ausprobiert und fand die ganz angenehm - wobei ich nicht weiß, ob ich mir vielleicht nur "einrede", dass es mir gut tut. ich weiß nicht so ganz, was das genau mit meinem körper macht. aber irgendwas macht es. ich weiß nicht, ob es jetzt sinn macht, sich noch mehr drauf zu konzentrieren und damit zu arbeiten oder ob ich damit nur meine zeit verschwende und mir was "falsches" anlerne.
    wobei sich dann wieder die frage stellt nach "was ist falsch und was ist richtig?"
     
  4. petejosephs

    petejosephs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.05   #4
    Lunar Solar, au weia, mein lieblingsthema.

    ich hab schüler gehabt, denen hat´s geholfen, anderen hat geschadet. Oft wird es als ausweg benutzt, um wirklich effizientem Üben aus dem Weg zu gehen. Ist ja auch viel einfacher.
    Zur Theorie das es Einatmer und Ausatmer gibt, finde ich sehr abstrus. Es gibt ja auch nicht Esser und Ausscheider. Aber vielleicht sollte ich mal ein Buch darüber schreiben und viel Geld verdienen.
    Auch zur Theorie: Ausatmer atmen aus, bevor sie schwere Lasten anheben. Das gibt´s überhaupt nicht. Dann erschlafft die Intercostal-Muskulatur und der Rücken wird weich wie Pudding. Damit kriegt man nichts angehoben. Ist völliger Unsinn.
    Nun aber genug geschimpft. Ich habe Leute gesehen, denen hat´s geholfen.
    Denken wir an den guten Paracelsus: "Wer heilt, hat recht."
    Kann man sicherlich auf Singen übertragen.
     
  5. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.06.05   #5

    hast du es bei dir selbst auch ausprobiert? irgendeinen unterschied gemerkt?
    wie wichtig findest du die rolle des atmens beim singen? und denkst du, dass das für jeden gleich funktioniert? oder dass sich da jeder seine eigene technik (je nach typ) suchen muss?
     
  6. petejosephs

    petejosephs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.05   #6
    Ich habs selber nicht ausprobiert. ich habe in einer tabelle nachgeschaut, was ich denn für ein typ sein soll, und danach wäre ich solar, also ein frühaufsteher. Ich wahrheit bin ich aber einer der schlimmsten morgenmuffel. daher habe ich die theorie als haltlos verworfen.

    zum thema, jeder muß seine eigene technik finden.
    ich denke, daß stimmt so nicht ganz. prinzipiell haben wir alle die gleichen muskeln und ein paar funktionieren zum singen, wieder andere nicht. diese in ein gutes zusammenspiel zu bringen ist die arbeit des sängers. und das sind ganz objektive kriterien die auch klar sichtbar sind, wie die stellung von kehlkopf. zuviel mystik ist nicht gut für die musikalische arbeit. es gibt auch ohne genug zu tun. horoskope sind gut und schön, aber für einen tollen klang brauchts schon ein bisschen mehr.
    wenn du spirituelle erleuchtung willst, dann sind horoskope vielleicht ganz gut.
    ich habe schon viele sänger betreut, aber ein deutlicher hörbarer! unterschied durch lunar solar war noch nicht dabei, obwohl sehr viele sich damit beschäftigen.
    aber probiers ruhig, ich lasse mich gern vom gegenteil überzeugen.
     
  7. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.05   #7
    Wahrscheinlich geht es jedem so, daß er bei manchen Gelegenheiten eher aktiv einatmet und bei anderen Gelegenheiten eher aktiv ausatmet. Ein Säufzer der Erleichterung ist doch immer aktiv, Einatmen vor Schreck ist doch immer aktiv. Davon gibt es viele Beispiele...
    Die "Vorredner" haben wohl Recht: Wenn einem Horoskope irgenwie weiterhelfen -gut, genauso ist es mit Mond- und Sonnentypen.
    Wie dieses System allerdings beim richtigen Singen helfen soll, ist mit nicht klar. Du mußt in den Bauch einatmen, egal ob passiv oder aktiv, und die Bauchdecke beim Singen halten (grob ausgedrückt), egal ob aktiv oder passiv,- als Atemstütze. So what?
     
  8. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.05   #8

    nun ja, viele dinge kannst du beim singen gar nicht bewusst steuern, sondern die laufen über vorstellungshilfen.
    und es gibt menschen, die bei den richtigen vorstellungshilfen auch die richtigen muskeln benutzen.
    und da kann dir genau die sache mit den atemtypen helfen.
     
  9. Whych

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    Erstellt: 27.06.05   #9
    Nicht soviel denken und mehr Singen ;)
     
  10. sunflower

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    Erstellt: 27.06.05   #10
    stimmt schon :D
    nur wenn man wo an probleme stößt, kommt man ja nicht weit, wenn man stur einfach weitermacht und sich denkt "ach irgendwann wirds schon klappen", sondern dann sollt man überlegen was denn der grund sein könnte und wie mans anders machen kann...

    deswegen find ich es nie schlecht, sich mit vielen meinungen auseinanderzusetzen und dann einfach selbst herumzuprobieren und sich aus allen theorien das herauszunehmen, was man gebrauchen kann.
     
  11. Whych

    Whych Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.05   #11
    Das ist ja auch ok aber das sind ja schon 'esoterische Gesangstechniken' um die es hier geht :D
     
  12. Astronautenkost

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    Erstellt: 27.06.05   #12
    Ob lunar oder solar - das macht imho keinen Sinn. Einatmen und ausatmen in der richtigen Technik machen dagegen Sinn. Das hat nichts mit Eso zu tun. Das betrifft Gesang wie Sprache. Diese Techniken müssen erlernt, also eingeübt werden. Gesunde (d.h. schadstofffreie) Räume, die die Sinne und den Verstand anregen, also gut tun, lassen sich auch ganz ohne Feng und Shui einrichten. Lernen ist immer der mühseligere Weg.
     
  13. Whych

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    Erstellt: 28.06.05   #13
    Da hat auch wohl keiner was dagegen gesagt oder ? :rolleyes:
     
  14. MagicTobi

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    Erstellt: 28.06.05   #14
    Hi !

    Die Geschichte klingt fürmich zunächst sehr merkwürdig. Ich denke, wenn man bei der Beachtung hiervon tatsächlich einen Effekt spürt, wird dieser auf einer Art Glauben oder Vorstellung basieren.

    Mir fällt dabei ein, dass vor Jahren ein Chor-Dirigent eine Übung gemacht hat, wo er sagte, man soll sich vorstellen, der Vokal "a" käme quasi von der Stirn. Mir erschien das seltsam, aber bei der Vorstellung "funktioniert" der Ton scheinbar besser.

    Der Endeffekt sollte der Gleiche sein: Man lernt singen über bestimmte Vorstellungen. Aber die braucht man nur so lange, bis man begriffen hat, was "körperlich" gemeint ist.

    Beispiel: Der Dirigent sagte, "singt den Ton in den Rücken". Ich stellte mir das vor und der Ton war besser, aber ich wusste nicht warum. Ich arbeitete mit der Vorstellung bis ich darüber begriff, dass der Ton gestützt werden muss und wie man mit dem Zwerchfell arbeitet. Und die Vorstellung brauche ich nicht mehr.

    Frage: Wieviel Gesangserfahrung hast Du ? In Jahren ?

    Wenn Du das beachtest, mach doch mal folgenden Versuch. Singe, und stell Dir vor, Du bist der "lunare" Typ. Dann singe nochmal und stell Dir vor, Du wärst der "solare" Typ. Merkst Du einen Unterschied ?

    Gruß

    Tobias
     
  15. MagicTobi

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    Erstellt: 28.06.05   #15
    Ich hab's. Es geht wirklich. Wenn ich mich in die Sonne stelle und singe, ist es anstrengender, als wenn ich bei Mondschein singe. Obwohl bei Mondschein das Vorankommen schwieriger ist, weil immer die Polizei kommt ... :)
     
  16. Whych

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    Erstellt: 28.06.05   #16
    Bei Mondschein habe ich das Problem das die Toene sehr heulend und langezogen kommen. :D
     
  17. DerDrache

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    Erstellt: 29.06.05   #17
    so macht meine gesangslehrerin das die ganze zeit und es funktioniert wirklich prima
     
  18. sunflower

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    Erstellt: 28.10.05   #18
    ist zwar schon etwas älter, aber aus gegebenem anlass kram ich es wieder hervor...
    einfach nur um euch dran teilhaben zu lassen.

    also... ich habe mich ja eine weile mit den atemtypen beschäftigt. habe es aber dann nach einer weile wieder zur seite gelegt. und mich wieder mit den "handfesten" dingen über die atmung beschäftigt.

    nun ja, eine weile hat es funktioniert, bis ich allerdings wieder an meine grenzen gestoßen bin. und mich in einer sackgasse befunden habe.
    ich habe durch zufälle wieder den weg zurückgefunden zu den atemtypen - und ich habe mich erneut damit auseinandergesetzt.

    und siehe da: ich SPÜRE einen unterschied! und ich HÖRE ihn auch!
    dazu muss ich sagen, dass ich eben ein "einatmer" bin - was im prinzip bedeutet, eben die luft sehr wohl auch in den brustkorb zu lassen, dass sich der brustkorb weitet, und dass man den geweiteten brustkorb beim singen "hält".
    und was soll ich sagen - das ist bei mir kein vergleich, wenn ich plötzlich den brustkorb wieder aktiv ins singen miteinbeziehe!!!

    und es hört sich vielleicht entgegengesetzt der allgemeinen "tief in den bauch atmen" theorie an. und ich würde das "atmen in den brustkorb" ja auch vom gefühl her nicht als "oberflächliches atmen" beschreiben - es geht sehr wohl auch irgendwie tief, aber eben irgendwie "anders" als die herkömmliche tiefe atmung.


    UND was ich noch viel spannender fand: ich habe heute die dvd von einem konzert von alicia keys gesehen. und was habe ich festgestellt: die atmung findet bei ihr auch im brustkorb statt und nicht im bauch!
    ich war eigentlich überrascht, zu sehen, dass sich ihr bauch gar nicht bewegt sondern wirklich nur der brustkorb. und teilweise hat sie sogar so tief in den brustkorb geatmet, dass sich ihre schultern mitbewegt haben - genau das, was ja eigentlich immer so verpönt ist...
    das hat mich doch auch etwas verwirrt... ich mein, und sie KANN ja singen - noch dazu verdammt gut (wie ich finde). power kombiniert mit einer unglaublichen leichtigkeit.


    auch wenn es sich vielleicht alles komisch anhört, aber: wenn ich die atmung mehr im bauch hab, dann schlägt sich das bei mir oft auf den hals nieder. wenn ich hingegen jetzt hauptsächlich den brustkorb beim atmen "aktiviere", nimmt mir das die komplette kraft aus dem hals und es singt sich alles plötzlich so leicht! wirklich, es ist einfach eine neue "leichtigkeit" der stimme, die sich dadurch ergibt!

    und es fühlt sich wie gesagt "natürlich" an!
    ich habe oft phasen gehabt, wo das singen "automatisch" klappte und genauso hatte ich auch phasen, wo alles "festgefahren" war und ich nicht wusste, wie ich es denn eigentlich immer genau gemacht hab wenn es geklappt hat.
    ich bin dann im nachhinein immer draufgekommen, dass, wenn ich nicht über die atmung nachdenke sondern sie einfach geschehen lasse, alles am besten funktioniert, und dass da automatisch meine atmung nicht so tief funktioniert sondern dass es dann immer das gefühl der weite im brustkorb und das atmen in den brustkorb war, was meine stimme "befreit" hat. und wo sich auch der obere rücken bei mir gefühlsmäßig immer gedehnt hat und gar nicht so sehr der untere rücken oder so.


    so, auch wenn das jetzt vielleicht ein bisschen komisch klingt.
    was auch immer ihr drüber denkt - ich wollte es euch nur erzählen!
    einfach weil es für mich selber sehr spannend war, mich da jetzt wieder drauf einzulassen.




    liebe grüße,
    eure sun
     
  19. Mr.prs

    Mr.prs Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.05   #19
    also ich hab jetzt nicht alles gelesen,.. aber mein gesangslehrer hat das buch auch,... ich bin ein einatmer,.. das funktioniert ja irgentwie mit den geburtsdaten ne? Er meinte er glaub net umbedingt dran aber in einer vielzahl der Fälle klappt es und stimmt somit halt.
     
  20. sunflower

    sunflower Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.05   #20
    wenn du dem buch nach ein einatmer bist, dann probier es unbedingt aus!
    denn die einatmertypen sind diejenigen, bei denen die stärksten veränderungen auftreten können!

    und wie gesagt, bei mir hat es - obwohl ich am anfang sehr skeptisch war - jetzt plötzlich "wunder" gewirkt!


    also, auch wenn es im endeffekt vielleicht nicht das richtige für dich ist, lohnt es sich damit auseinanderzusetzen und dem ganzen wenigstens mal eine chance zu geben!



    liebe grüße
    sun
     
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