Atmo/Ambience Mikrofone steuern von Bühne

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wurzel49
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Moin,

seit Längerem mikrofonieren wir uns komplett selbest, greifen die Signale für unseren InEar Mix ab und geben sie über einen Splitter ans FOH.

Da wir häufig ohne Techniker unterwegs sind nun meine (etwas laienhafte) Frage: Gibt es die Möglichkeit, unsere beiden Atmo/Ambience Mirkos während der Show zu steuern? Der Sänger und ich (Gitarre) machen häufger Ansagen, bei denen der Kontakt zum Publikum wichtig ist, die Atmos sollten während der Songs aber nicht zu laut sein, folglich müssen wir häufiger einen Ohrhörer rausziehen bei den Ansagen. Ich hätte gerne die Möglichkeit, zwischen den Songs den Pegel der Atmos anzuheben, ohne über eine App oder ähnliches zugreifen zu müssen.

Meine Ideen sind im Moment:
1) Ich habe noch ein Boss FV 50H Stereo Volumen Pedal. Kann ich hier die Atmos von XLR auf Klinke durchschleifen und von Klinke auf XLR auf unsere X32 Rack schicken und so zwischen den Songs die Lautstärke regeln? Geht das mit der Phantompower (sind ja Kondensatormikros)? Klappt das mit XLR auf Klinke?

2) Ich weiß nicht, ob das X32 Rack Sidechaincompression kann. Dann könnte man ja einfach die Atmos, wenn die Band spielt, runterfahren. Oder ist das ducking? Bin mir, was das angeht, auch echt unsicher, vor allem, weil wir ja auch innerhalb eines Songs Lautsstärkeunterschiede haben, da hätte ich Angst, das der Sound auch "wabert" und variiert.

3) Midi Pedal an X32 anschließen und die Atmo Kanäle zuweisen. Habe aber keine Idee, ob das geht mit dem X32 und wie ich da vor gehen müsste.

Vielen Dank für eure Hilfe und weitere Ideen!
 
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Ich hab das Thema mal zu Inear verschoben, da es hier besser passt.

Dein erster Gedanke ist eher nicht so zielführend. Zum einen hast du richtig erkannt dass durch das Pedal keine Phantomspeisung gehen würde. Da mit XLR auf Klinke herumspielen könnte sogar zu technischen Defekten führen.

Da ist die Idee mit dem Sidechain Kompressor schon deutlich sinnvoller. Ich entnehme dem Text dass ihr ein X32 habt. Damit kannst du das ganz gut hinbekommen auch wennich speziell bei dem Pult eher auf ein Ducking Gate mit Sidechain zurück greifen würde. Du brauchst halt ein Signal dass in den Spielpausen nicht gespielt wird, Bass oder Jeyboard oder so. Die Zeiten für Attack und Release sollten m.M.n etwas länger sein um ein nervöses hin und her schalten zu vermeiden. Außerdem solltest du noch darauf achten dass der Tappoint für die Mikros bei euren Monitorwegen nach dem Gate bzw. Kompressor sein sollte.


Midi geht auch. https://behringerwiki.musictribe.com/index.php?title=V2.0_MIDI_Implementation Beschreibt welche Midi Befehle z.B für Kanalfader benutzwerden müssen. Also z.B Midi Kanal 1 Control Change 0 für Fader X32 Kanal 1.
 
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danke für die schnelle antwort und die gute erklärung! das habe ich mir gedacht mit dem pedal...aber habe gerade mal ins x32 edit geschaut und den side chain filter gefunden, wäre also eine mögliche alternative, werde ich mal testen...

zur alternative midi pedale habe ich gerade keine idee, die sind alle ziemlich überdimensioniert, soll ja auf mein pedalboard passen und ich brauche ja nur einen schalter....kennst du da was brauchbares?
 
Ich brüh das Thema nochmal etwas auf, weil mein Anliegen in die gleiche Richtung geht.

Mann kann ja auch das Ducking auf einen BUS Kanal legen. Dann kann man mehrere Instrumente als Impulsgeber nutzen. Wenn ein Lied mit dem Schlagzeug anfängt, sollte das Ducking genau so aktiv werden, wie wenn es mit der Gitarre anfängt. Das kann man ja auf einen BUS mixen.
Ist diese Idee fehlerhaft?

Es geht mir nicht nur um das Atmomikro wenn wir Live spielen, sondern (eigentlich vor allem) wenn wir im Proberaum sind. Alle haben InEars auf und wenn kein Instrument gespielt wird, ist das Atmomikro scharf gestellt.

Passt die Idee grundsätzlich so, oder ist da ein Denkfehler oder mögliche Probleme drin enthalten?
 
Passt die Idee grundsätzlich so
Die Idee passt, nur die Ausführung würde anders gehen, denn du kannst ja dem Athmo-mikro nur eine keysource zuweisen fürs ducken. Dieses kann dann aber eben auch ein Bus sein, sodass du quasi einen Athmobus erstellen kannst, der dann für das ducken des Athmomikros zuständig ist. (Vielleicht hast du das aber auch genauso gemeint?)
 
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Ja, genau so hab ich das gemeint. Da dieses Thema noch neu für mich ist hab ich mich wohl recht umständlich ausgedrückt.

Na dann werde ich da mal ran gehen.

Ich werde 2 Atmos nehmen. Ich nehme Behringer C2Mikros, weil die als einzige noch übrig sind. Platzierung im Raum muss ich testen. Auch den speziellen Mix auf dem BUS-Kanal den ich für's Ducking nutzen will. Ich befürchte das dies eine echte Sisifos-Arbeit wird...

Noch ne Frage die mir gerade durch den Kopf schießt. Kann ich nicht noch irgendein (auch ganz billiges) Mikrofon nehmen, damit den Raum aufnehmen und dieses Mikro ausschließlich fürs Ducking nutzen? Wenn ein gewisser Lautstärkepegel im Raum überschritten wird, schalten dann die Atmos ab. Könnte das auch funktionieren? Vielleicht sogar Live?
 
ja sicher. Ich würde dafür einfach ein Grenzflächenmikro nehmen - muss ja kein ganz gutes sein. Du musst halt nur den Punkt finden, wo es schließen soll. Da kommt es auch viel auf die Disziplin der Musiker an, ob das so funktioniert, denn wenn der Trommler mal unvermittelt auf seine BD tritt, oder meine Freunde Gitarristen ihr Finger nicht ruhig halten können, ist halt gleich mal Stille am Mikro ;-)
 
denn wenn der Trommler mal unvermittelt auf seine BD tritt, oder meine Freunde Gitarristen ihr Finger nicht ruhig halten können, ist halt gleich mal Stille am Mikro ;-)
Ich vermute aber dass dass sich das recht bald einpendelt wenn "da.. nu. m..r Bru....ück. z. h..en ist." ;-) Dann schauen alle ganz vorwurfsvoll in die Richtung des Übeltäter auch wenn der ganz unschuldig zurück schaut, "Oans sog i glei. I woas net." :devilish:
 
Tja, das kann auch zum Vorteil genutzt werden. Wenn der Gitarrist die Finger nicht ruhig hält, spiele ich wenn er was zu sagen hat. Ich denke das der Lerneffekt dann recht groß ist (wohl auch das Streitpotential) :engel:
 

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