Auf in-ear umstellen … Bodypack und Kopfhörer/Ohrhörer, wie herangehen?

  • Ersteller ThomasNW
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den er optimalerweise auch selber über Tablet oder Smartphone anpassen kann
ganz meine Meinung (der gesamte Text) - einzig möchte ich noch anführen, dass man ein wenig Ahnung von Mixing haben sollte, bzw sich aneignen / -lesen sollte. Einfach nur alle fader nach oben schubsen bringt nicht den Erfolg und lässt die Geräte schnell übersteuern.
 
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Stereo ist natürlich besser als Mono, manche kommen aber auch mit Mono klar.
Aus meiner Erfahrung sind die meisten mit mono zufrieden, bis sie mal stereo probiert haben. Die meisten sind mit stereo zufrieden bis sie mal 3D probiert haben.
Es geht immer von ganz einfach bis ganz aufwendig, aber bei Neuauslegung stehen Kosten/Nutzen für stereo meistens in einem guten Verhältnis.

Die wichtigste Komponente sind die Hörer.
Ja, das finde ich auch. Ich würde sogar noch konkreter sagen, die Abdichtung der Hörer.

Teuer muss nicht unbedingt. LD MEI 1000 ist ein gutes System für den Einstieg.
Ich würde zwischen Kabel und wirklich hochwertigen Funkstrecken ehrlicherweise keine Funkstrecken empfehlen wollen. Aber das ist imho eher einen eigenen Thread wert.

Beim Preis der 535 bist du schon fast bei angepassten Hörern - wäre für mich definitiv die bessere Variante, dann gleich den Sprung zu Customized zu machen.
Ja. Finde ich auch, vor allem weil meiner Ansicht nach der Passform und damit Abdichtung mehr Verbesserung bringt, als die tatsächliche Klangqualität des Inears. Und das, obwohl für mich der Sprung von den 50€ KZ AS10 auf 1900€ Vision Ears VE Pure sehr groß war.
 
Interessante Diskussion. Danke
 
Teuer muss nicht unbedingt. LD MEI 1000 ist ein gutes System für den Einstieg
Ja, stimmt, aber über den kabelgebundenen bodypack für 33€ hab ich keine Nebengeräusche und deutlich besseren Sound.

Ich hab da auch den direkten Vergleich, hab die Mei1000g2
 
Otoplastiken für z.B. Shure kann der HG-Akustiker um die Ecke fertigen lassen. Viele Markenhörer haben die Hersteller idr. bereits in der Datenbank.
Die ganzen Aufsätze, die Herstellerseitig bei den Kopfhörern dabei sind, passen bei meinen Ohren (Knick im Gehörgang) nicht, oder sind unfassbar unbequem .

Vorteil bei Otoplastiken: Der Abstand des KH zum Trommelfell ist immer gleich - kein Rausrutschen, oder zu tief in den Gehörgang stecken möglich.

Habe im vergangenen Jahr sowohl für die SE425, als auch Sennheiser DS11 Otoplastiken machen lassen. (zusammen keine 300€) Damit habe ich gleich auch Ersatz , falls mal etwas kaputt gehen sollte. Im Proberaum werkelt noch ein DT 700 Pro X, damit es auch mal schnell und bequem gehen kann. (der ist dann an den Keys und wird am KH-Ausgang der Mei1000g2 betrieben)

Komfortmäßig ist die Funk-IEM Variante schon sehr fein, da das extra-Kabel entfällt. Klang und Tragekomfort hingegen ist beim DT700 halt auch nett. Beides verfügbar zu haben ist dann eben Luxus :cool:

Wichtig bei alledem: Alles was an zusätzlicher Lautstärke weggenommen werden kann, schont die Öhrchen ungemein. Deswegen gut abdichtende KH nutzen. Und immer daran denken - die Ohren gibt es nicht so richtig gut als Ersatzteil! Was da kaputt ist, bleibt kaputt.
 
Also live mit Inear und oft auch mit Klick ,ist erst mal schon eine Umstellung. Damit du alles hörst über das Inear brauchst du möglichst geschlossene Kopfhörer. Wir nahmen immer Sennheiser Ew Packs samt Gegossene EarBuds. Du verlierst leicht auf der Bühne das "Live Feeling" weil du den Sound vom Pult ja trocken rüber bekommst. Als ich live mit dem Kemper gespielt hatte, fand ich das aber super, habe aber oft dann nur einen inear auf einer Seite benutzt,und mit dem Anderen Ohr die Monitor Box gehört. Das mag aber jeder anders. Inear finde ich generell super, gerade auch für den Gesang,weil es dir hilft, die Tonlage besser zu treffen,aber das ist mein Empfinden, das kann auch bei jedem anders sein.
 
ich denke A und O bei in Ear ist dass mindestens ein Technik affiner musiker in der Band ist, weil ein schlecht eingestelltes In ear kann auch hinderlich sein.

aber unterm strich will ich nie weider zurück zu Monitoren, sobald das Rack hochgefahren ist steht unser monitormix und der FOH hat mehr Zeit fürn Publikumsound.

obendrein kann er uns dann auch nicht aus versehen den Monitorsound schießen, ist ja in der Vergangenheit auch ab und an vorgekommen
 
Also live mit Inear und oft auch mit Klick ,ist erst mal schon eine Umstellung. Damit du alles hörst über das Inear brauchst du möglichst geschlossene Kopfhörer.
wie schon geschrieben, kommt auf die Lautstärke auf der Bühne an. Wenn's nicht gerade brutal laut ist, evtl. sogar Kemper direkt in's Pult, kommt man auch mit weniger gedämpften Hörern zurecht.
Du verlierst leicht auf der Bühne das "Live Feeling" weil du den Sound vom Pult ja trocken rüber bekommst.
Das Live Feeling geht eher dadurch flöten, dass du vom Raum nichts oder nur wenig bekommst, u.a. auch das Publikum nicht hörst. Genau dafür kann man entweder Hörer mit Ambience Öffnung verwenden, oder man stellt Extra Raummikros auf, die man sich je nach Wohlfühl dazu mischt. Wenn man möchte, kann man sich auch Effekte, wie Hall, auf seinen Weg mischen, was man bei Wedges üblicherweise nicht tut.
Als ich live mit dem Kemper gespielt hatte, fand ich das aber super, habe aber oft dann nur einen inear auf einer Seite benutzt,und mit dem Anderen Ohr die Monitor Box gehört.
Zusätzlich zu in-Ear Monitorboxen aufstellen ist aber eher unproduktiv. Der Vorteil bei in-ear ist ja gerade, dass man auf Wedges verzichten kann, was die Bühnenlautstärke deutlich reduziert und es dem Tonmischer leichter macht, einen sauberen Sound auf die PA zu bringen.
Ja, einige nutzen aber tatsächlich nur einen Hörer. Das funktioniert, wenn die Bühnenlautstärke nicht zu hoch ist, und man bekommt so auch den Raum mit. Aber deswegen stellt man nicht extra Monitore auf.
 
Hi zusammen, wegen der Monitor Boxen, auf Festivals oder Gigs auf denen mehrere Bands spielen, stehen die meist eh auf der Bühne. Es ist eh immer vom Mischer abhängig,ob er es hinkriegt,dir den gewünschten Mix aufs Inear zu schicken, wir hatten dafür immer extra jemand. Aber der Vorteil ist,dass du dir wirklich nur die Sachen ,die du wirklich brauchst, auf die Inear schicken lassen kannst..... aber da hat jeder seine Vorlieben.
Und ja, du hörst das Publikum nicht....bei ganz geschlossenen,hab ich meine immer ein Stück raus gezogen, das reicht oft schon.
 
nur einen inear auf einer Seite benutzt,und mit dem Anderen Ohr die Monitor Box gehört
Das ist so ziemlich das schlechteste was man seinen Ohren antun kann. Ja, ich hab das früher auch gemacht, weil IEM Sound nicht gepasst hat, Hörer schlecht waren, etc. Aber: heute würde ich extrem davon abraten. Bitte nicht machen.

Wenn's nicht gerade brutal laut ist, evtl. sogar Kemper direkt in's Pult, kommt man auch mit weniger gedämpften Hörern zurecht.
Meistens leidet dann aber der Inearsound, v.a. im Bassbereich. Grundsätzlich würde ich sagen, je besser die Dämpfung desto besser, wobei man egal mit welchen hochwertigen Inears oder Overears eh locker 20-25 db Dämpfung erreichen sollten. Schlecht ist, wenn die Silikonnoppen zu klein sind und nicht richtig abdichten, dann ist sofort der Bass weg.

Hörer mit Ambience Öffnung
Finde ich nicht so schön. Wenns sein muss besser Ambiencemikros verwenden (oder umgewöhnen).
 
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@PeaveyUltra120 Da hast du Recht. Ich habe auch jahrelang keine Propfen in den Ohren gehabt,weder im Proberaum noch auf der Bühne. Zum Glück funktioniert mein Gehör noch einwandfrei, aber ich kenne Andere,bei denen gerade vom Crash oder anderen Becken die höheren Frequenzen quasi "taub" sind.....

Und ja,ich tat das auch,weil der Mix Inear einfach nicht gepasst hat. Deswegen ist es dringend an zu raten, entweder ein komplett eigenes Inear Monitoring mit zu bringen, samt Pult etc. Oder zumindest einen kompetenten Mischer, der jedem genau das aufs IEM schickt, was er braucht.......

In der Band war es sowieso wichtig, nen Klick zu haben im IEM,da wir teilweise Synths und Effekte von ner DAW kamen. Ich persönlich bevorzugte in anderen Bands immer die Bühnen Monitore. Das ist einfach Live, und fühlt sich dann auch so an. Grundsätzlich nichts gegen Inears, vor allem für die Rhytmusfraktion kann das sehr von Vorteil sein, wenn es richtig tight sein soll..... Das Ganze ist einfach auch eine Frage des eigenen Geschmacks. Bands, die eben zusätzlich noch Sachen vom "Band" mit einbringen, werden das Problem kennen. Auch nur nen Klick auf dem Inear,ist auch eine Möglichkeit, ist aber auch sehr gewöhnungsbedürftig.....
 
Gibt es inzwischen zu kaufen. z.B

Der P2 ist, wie ich finde ein guter Start. IEM Hörer sind so eine Sache, da braucht es dann schon einiges an Übung und Anpassung bis die Hörer auch wirklich stabil im Ohr halten. Aber man kann da, speziell beim Proben auch ganz gut mit klassischen, geschlossenen Overear Kopfhörern arbeiten. Die sind bequemer und leichter im Handling.
Man braucht für stereo 1 x female?
Oder was braucht man noch alles an Verkabelung zum Mischpult.
 
aus dem Mischpult per 2 XLR Mono Ausgänge raus in das Kabel und dann per XLR Kabel Stereo weiter in das (aktive) Bodypack wie z.B das angesprochene Fisher Amp Inear Stick oder das Behringer PowerPlay P2. Passive, einfache Lautstärkeregler (die erkennt man z.B dass da keine Batterien oder sonstige Stromversorgung vorhanden ist) gehen da nicht, dass man da direkt Kopfhörer anstecken könnte. Da geben die Lineout per XLR nicht genug Power ab.
 
Heißt:


Und


Female

Und


Plus 2 xlr Kabel

Fertig?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Ggf. Beim Hörakustiker noch die Ohrenteile anfertigen lassen, wenn man mit den gelieferten Ohrenstöbsel unzufrieden ist
 
Und ja,ich tat das auch,weil der Mix Inear einfach nicht gepasst hat. Deswegen ist es dringend an zu raten, entweder ein komplett eigenes Inear Monitoring mit zu bringen, samt Pult etc. Oder zumindest einen kompetenten Mischer, der jedem genau das aufs IEM schickt, was er braucht.......
Sehe ich genauso.
Aus meiner Sicht ist das aber alles nichts wert, wenn man am Ende mit nur einem Inear dasteht, und das andere Ohr offen ist.
Möglichst gut abdichtende Inears sind für mich die Basis für alles andere.
Mit:
-individuellem Mix je Musiker
-stereo (oder als luxuriöse Steigerung: 3D)
-EQing
-ggf. Kompressing bei bestimmten Signalen
kann ein IEM immer sauberer werden und es wird auch weniger Pegel notwendig, um alles gut zu hören. Je schlechter der Mix desto mehr Pegel ist nötig.

Wichtig: ein guter IEM Mix lebt mit Zeit und Optimierung, und dann Konsistenz. Irgendwann passt die Einstellung quasi blind, weil am bestehenden Setting immer weiter optimiert wird. Deshalb ist es fast immer eher suboptimal, den Inearmix fremden Mischern zu übergeben. Ein eigener konsistentes IEM-Setup inkl. IEM Mixer, Strecken und möglichst gleichbleibenden Signalen ist für wirklich guten IEM-Sound eigentlich immer zu bevorzugen.
 
Gebe dir da voll Recht, wobei man das wirklich vorher mal im Proberaum ausprobieren sollte, denn mit einem komplett dichtem inear live zu spielen ist schon erst mal ne andere Erfahrung. Muss man mögen....zudem muss man auch die Lautstärke entsprechend aufdrehen, damit man alles sauber hört.....
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Zur Technik: wir haben ausschließlich Sennheiser ew Series Bodypacks verwendet. Die liefern auch die nötige Lautstärke,zur Not muss man halt den Pegel hoch Schrauben, geht glaub ich bis +12db,da bin ich mir aber nicht mehr sicher. Aber ich hatte dann immer zwei Bodypacks dran, eins für die Gitarre,und eins für das Inear, da heisst es dann auch mit den Frequenzen aufpassen, dass man nicht plötzlich das Gequatsche der Stagehands oder so auf dem Inear hat.....
 
auch die Lautstärke entsprechend aufdrehen
wenn Du es richtig machst, dann ist die Lautstärke mit IEM geringer, als das, was im Proberaum stattfindet.
Gute Dämpfung und guter Sitz durch die Passform vorausgesetzt.
Einzig EIN wesentliches Problem bleibt: JEDER MUSS jetzt ein Mikro (erreichbar) haben, sonst ist das ein ewiges rumpulen im Ohr!
 
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Gebe dir da voll Recht, wobei man das wirklich vorher mal im Proberaum ausprobieren sollte, denn mit einem komplett dichtem inear live zu spielen ist schon erst mal ne andere Erfahrung.
Wenn man's richtig macht, probt man auch mit in-ear, am besten über dasselbe In-Ear Pult, das man auch live einsetzt. Umso weniger Aufwand und gleich passender Mix, und einfacheres Handling. Außerdem kennt man dann das Setup.
In-Ear Mix fremd einstellen lassen, ist immer problematisch. Im Zeitalter der Digitalmixer gibt's da allerdings viel mehr Möglichkeiten, um auch das notfalls gut zu bewerkstelligen, was aber die wenigsten Techniker ausnutzen. Ich hab es zwar jetzt schon teilweise erlebt, dass jemand beim Einsatz von Wedges für den Linecheck mit Tablet neben dem Musiker auf der Bühne steht, der dann auch gleich hört, was der Musiker hört, und ein Monitormix in wenigen Minuten erledigt ist, schneller, als wenn man mit Zeichen und Gebärden einem FOH Mann seine Wünsche übermittelt. Sollte heute eigentlich standard sein, wird aber nur selten so praktiziert. Genauso könnte der Techniker sich auch den In-Ear Mix auf seinen Kopfhörer geben, und hört, was der Musiker auch hört. Würde den Check auch einfacher machen, tut leider nur niemand.
 
Ja,dazu sollte man sich dann aber die Ear Buds gießen lassen,was kein billiger Spass ist. Wichtig ist auch,dass man die Amps auf der Bühne entsprechend leise dreht,da man sie eh nicht mehr hört. Und: wirklich nur die relevanten Sachen,z.b..als Rhytmusgitarrist den Bass und die Drums ,sowie vielleicht noch die Vocals,falls man Backings singt. Das hängt auch immer davon ab, welche Musik man spielt. Bei Metal geht's in der Regel immer etwas lauter zu. Mir persönlich haben die normalen Sennheiser Inears gereicht,da die Gummis wirklich gut gepasst haben, aber das ist auch bei jedem anders.....wie mein Vorschreiber schrieb: es muss gut dicht sein, denn sonst hast du irgendwann Probleme,überhaupt noch was raus zu hören und dann hilft eben nur noch, eine Seite raus zu nehmen,und dann ist der Sinn des Inears fragwürdig:
Fazit: Lieber etwas Geld in die Hand nehmen und ein ordentliches System zu legen, als ein billiges System zu nehmen und dann nur Probleme zu haben. Vor allem einen Techniker suchen,der euch nen richtigen Mix für jeden zusammen stellt,und alles vorher genau so,wie es live laufen soll, testen!
Wir hatten immer Glück, dass ein Bandmitglied bei ner PA Firma gearbeitet hatte und auf das Equipment zugreifen konnte,was natürlich Gold wert ist.
 
da heisst es dann auch mit den Frequenzen aufpassen
Da sollte man grundsätzlich wissen was man tut.

Die liefern auch die nötige Lautstärke,zur Not muss man halt den Pegel hoch Schrauben, geht glaub ich bis +12db
Wenn man so einen hohen Pegel braucht, würde ich den Mix nochmal hinterfragen.

Und: wirklich nur die relevanten Sachen,z.b..als Rhytmusgitarrist den Bass und die Drums ,sowie vielleicht noch die Vocals,falls man Backings singt.
Da würde ich pauschal nicht zustimmen wollen.

Vor allem einen Techniker suchen,der euch nen richtigen Mix für jeden zusammen stellt
Grundsätzlich sollte jeder wissen, wie er seinen Mix im Nachgang dann selbst einstellen kann.
 

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