Auf Temperaturschwankungen achten??

von RG-Jule, 08.05.07.

  1. RG-Jule

    RG-Jule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.07   #1
    Hi Leute, ich habe nun schon in mehreren Thread gelesen, dass man auch Temperatufschwankungen achten sollte. Wieso? Ich mach dir da jetzt ein wenig Sorgen, denn im Winter zB ist es sehr warm bei mir im Zimmer (um die 20°C), aber wenn ich dann mal lüfte und draußen sind -5°C oder so, dann wirds ja logoscherweise auch kälter in meinem Zimmer. Ist das schädlich für die Gitte? Sollte man sie deswegen lieber in einem Koffer oder GigBag aufbewahren? Ich hatte nämlich eigentlich an eine Wandhalterung gedacht
     
  2. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 08.05.07   #2
    Hallo LP-Jule,

    mach Dir nicht so viele Sorgen, Du hast ja Deine Gitarre noch nicht. ;) Ich habe meine Gitarre bei permaneten gekippten Fenster, entweder im Gigbag oder auf dem Bett liegend oder im Ständer stehend. Bei mir habe ich noch nichts feststellen können. Ich denke nicht das Stoßlüften etwas aus macht. Ansonsten sollte man in der Regel halt feuchte Räume meiden.

    :)
     
  3. RG-Jule

    RG-Jule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.05.07   #3
    Ich sollte aber schon VOR dem Kauf entscheiden, worin ich die Gitarre aufbewahre ;) . Denn wenn hier jemand schreibt, dass es ungünstig ist, seine Gitte an die Wand zu hängen, dann ist es zu spät, wenn ich das ganze Zubehört schon gekauft habe. Außerdem will ich einbfach nichzs falsch machen.
     
  4. .s

    .s .hfu Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.05.07   #4
    lüftest du permanent? :o
    also meine gitten sind alle im koffer, bis auf meine 80€-klampfe. die steht auch beim lüften im ständer. und mir ist noch nicht aufgefallen dass sich was verändert hätte....:cool:

    wenn du eine teure giterre kaufen möchtest/hast, würde ich ohnehin einen koffer nehmen:rolleyes: ... aber ansich ist doch eigentlich immer ein gigbag dabei...:confused:
     
  5. RG-Jule

    RG-Jule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #5
    Nee, ich lüfte nicht bermanent ;). Halt jeden Abend Stoßlüften und in der Nach lass ich das Fenster angeklappt ...
    Ne GigBag ist bei Marken wie Ibanez immer dabei, da hast du recht. Aber bei den eher billigeren Produkten (zB Spade) ist nur selten eine mit dabei.
    Kann man seine Gitte eigentlich auch in ner GigBag aufbewahren oder braucht man unbedingt nen Koffer?
     
  6. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #6
    Können tut man (fast) alles! Aber am besten ist die Gitarre im Koffer aufgehoben.
    Das ist nu' halt mal so!
    A.
     
  7. Desperados

    Desperados Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #7
    Hi,
    es kann schon sein dass sich der Hals verzieht bzw. verdreht.
    Daher sollte die Gitarre nicht über einer Heizung oder direkt am Fenster hängen.
    Es sollte auch darauf geachtet werden dass die Gitarre nicht permanentem Durchzug ausgesetzt wird denn dann besteht die Gefahr des verziehen.
    Im Winter ist es eigentlich so dass die Luft sehr trocken ist und im Sommer recht feucht.
    Das bedeutet dass im Winter der Gitarre Feuchtigkeit bei permanenter Lüftung entzogen wird was durch den direkten Luftzug begünstigt wird.
    Wenn also eine Gitarre sehr schnell durch das o.g. Feuchtigkeit verliert so treten Spannungen im Holz auf welche den Hals sich verziehen lässt oder den Lack auf dem Body reißen lässt.
    Wenn du also nur kurz lüftest und du deine zukünftige Gitarre nicht an der Heizung oder dem Fenster aufhängst, sollte da kein Problem auftreten.
    Quelle
    Lesebeispiel

    Gruß Despi
     
  8. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #8
    Also Budget-technisch würd ich mal auf ein Gigbag tendieren. Wenn Du nicht grad das billigste kaufst, oder zuhause darauf herumtrampelst (und warum solltest Du das auch...), genügt das als Schutz und ist schlicht und einfach praktischer zum herumtragen der Gitte als ein Koffer...
     
  9. RG-Jule

    RG-Jule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #9
    Hallo rog_72,
    so seh ich das eigentlich auch. Außerdem kann ich mir nen Koffer einfach nicht leisten. Der kostet ja fast mehr als meine Gitarre :D . Nee, Scherz ... aber fast ^^. Für ne 150€-Gitarre lohnt sich ein Koffer einfach nicht.
     
  10. -Silence-

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    Erstellt: 09.05.07   #10
    Das ist normal im Schlafzimmer. ;) Wenn ich spiele mache ich das Fenster zu, damit mich von draußer her keiner hören kann. :D Falls die Frage jetzt mir galt. ;)
    Ein 10 € Gigbag genügt da völlig. Dann hast Du immer einen parat, wenn Du ihn mal brauchst. :)
     
  11. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #11
    Naja, ich würde doch ein bisschen mehr als 10 € ausgeben für n Gigbag. Da gibts schon auch ziemliche Qualitätsunterschiede m.M. nach. Aber wenn man es nicht zu wild gehts natürlich auch mit einem Billig-Gigbag...
     
  12. RG-Jule

    RG-Jule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #12
    Was soll an einer Billig-GigBag denn schlimm sein? Solange Reißverschluss funktioniert, kann da doch eigentlich nichts kaputt gehen. Aber ich glaube, dass die billigsten GigBags, die ich gesehen hab, bei 20€ losgehen.
     
  13. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #13
    Nun ja, es gibt da schon unterschiede bei der Qualität. Teurere Gigbags sind meistens besser gepolstert und haben eine spezielle Auflage für die Kopfplatte. Sprich - es geht nicht darum, dass das Gigbag kaputt ginge, aber ein besseres schützt halt die Gitarre einfach ein bisschen besser...
    Aber wenn Du vor allem zu Hause übst und die Gitarre nicht viel rumträgst ist es nicht so wichtig, weil gegen Staub und Feuchtigkeit tuts sicher auch ein Billigteil..
     
  14. IcePrincess

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    Erstellt: 09.05.07   #14
    Völlig richtig. Und wenn der Reißverschluß dann aufgibt, kann man sich immer noch was anderes kaufen :D

    Es wird sich für Dich sowieso erst im Lauf der Zeit rausstellen, was Du an Transportlösung brauchst. Wie oben erwähnt: Gigbags lassen sich einfach leichter transportieren - eben oft auch als Rucksack.

    Ansonsten: Lass Dich nicht kopfscheu machen. Ich habe auf meine A-Gitarre in puncto Aufbewahren und Lüftung nie auch nur den Hauch von Rücksicht genommen und die hat zwanzig Jahre im Süd-Dachzimmer (im Winter ca. 16 Grad, Sommer an die 40 Grad tagsüber) überlebt.
    Jetzt hängt sie bei der neuen Besitzerin auch fröhlich an der Wand. Nix verzogen, nix kaputt.
    Lediglich öfter nachstimmen wirst Du müssen, aber das soll ja nicht das Problem sein ;)
     
  15. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.05.07   #15
    Das stimmt. :) Aber wenn man ihn nur für daheim braucht, reicht ein günstiger aus. Ich habe auch einen raltiv günstigen, mit dem ich auch mal ganz kurz unterwegs war. Mit dem Zug würde ich natürlich nicht mit einem Gigbag reisen der nur 1 cm oder weniger gepolstert ist, da muss dann schon etwas stabileres her. ;)
    Doch für 10 € gibts welche. ;)
     
  16. delayLLama

    delayLLama Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #16
    Hab meine Gitarren teilweise in Koffern, Gigbags, in Ständern und auch an der Wand.
    Sehr oft hab ich auch ganztägig das Fenster gekippt.
    Und das seit Jahren!
    Hat bisher nie geschadet. Hört sich vll. jetzt so an, das ich wenig Rücksicht auf meine Schätzchen nehme - iss aber garantiert nicht so.
    Regelmäßig werden die Griffbretter geölt und die Luftfeuchtigkeit ist in Ordnung.
    E-Gitarren sind da auch nicht ganz so empfindlich.

    Von Luftbefeuchtern in Koffern halte ich nix (evtl. schlechtes Mikroklima), ausser es ist extrem trocken (~30% Luftfeuchtigkeit), da kann man aber im Raum selbst durch Pflanzen etc. das Klima verbessern, man sollte sich ja auch selber wohl fühlen!
    Aprupte Temperaturschwankungen sind Gift, genauso wie die Lagerung dicht an der Heizung. Wenn man also von draussen bei minus 5° ins warme Zimmer kommt, sollte die Gitarre im Koffer etc. erst mal aklimatisieren.

    Gigbags und so haben halt auch den Vorteil, das nix einstaubt - klar wer nur eine Gitarre hat wird die eh nicht einstauben, bei mehreren bis sehr vielen ;-) kann das schon passieren.

    Und Koffer gibt es schon für 39€, die halte ich dann nochmal sicherer als Gigbags bei groben Stößen.


    Also, seit fast 30 Jahren keinerlei Probleme..........

    Noch was interessantes zum nachlesen!

    Was hat die Gitarre mit Luftfeuchtigkeit zu tun?


    Pflegen Sie Ihre wertvolle Gitarre! Sie können mit richtiger Behandlung und dem Einhalten der folgenden Tips viel dafür tun, daß Sie auch noch nach langer Zeit viel Freude an Ihrem Instrument haben.

    Sommer- und Winterzeit haben durch Luftfeuchtigkeit und Temperatur unterschiedlichen Einfluß auf Ihre Lakewood-Gitarre, je nachdem Sie in trockenen oder feuchten Gebieten unseres Planten leben.

    Sommer

    Obwohl wir ausschließlich getrocknete und abgelagerte Tonhölzer in speziell klimatisierter Umgebung verarbeiten, dauert es noch bis zu einem Jahr nach der Erstellung des Instruments, bis sich alle Leimfugen, Wölbungen und Flächen stabilisiert haben.

    Unsere Gitarren sind in kritischen Bereichen (Körperbau, Halsanfertigung) unter klimatischen Bedingungen von 20° Grad Celsius und 38-44% relativer Luftfeuchtigkeit entstanden. Andere Bereiche sind nicht weiter klimatisiert, weil sich unsere Instrumente auch schon vor dem Verlassen der Werkstatt an wechselnde Bedingungen gewöhnen müssen.

    Wenn allerdings besonders in den Sommermonaten die relative Luftfeuchtigkeit über 60% steigt, nehmen die Hölzer der Gitarre Feuchtigkeit auf. Dies beruht auf einer natürlichen Eigenschaft des Materials "Holz" und hat nichts mit mangelnder Vorsorge in der Herstellung des Instruments zu tun.

    Je nach Feuchtigkeit werden folgende Symptome mehr oder weniger auftreten:

    Decke und Boden verstärken ihre bereits vorhandene Wölbung. Bei sehr starker Feuchtigkeitszufuhr kann es sein, daß sich der Oberklotz der Gitarre, in dem der Hals befestigt ist, auf dem Boden des Instruments "abzeichnet". Dieser Oberklotz ist auf einer großen Fläche mit dem Boden verleimt und kann der unnatürlichen Überwölbung des Bodens nicht folgen.
    Leimfugen an Rändern und Einlegearbeiten werden geringfügig sichtbar und manchmal auch fühlbar. Dies hat mit dem Zusammentreffen von unterschiedlich auf Feuchtigkeit reagierenden Materialien zu tun.
    Die Saitenlage kann sich erhöhen. Dies hat damit zu tun, daß sich durch Auswölbung von Decke und Boden die Geometrie des Gitarrenkörpers verändert und der Hals zwischen Kopf und Ansatz am Körper einen konkaven Verlauf nimmt. Außerdem kann extreme Feuchtigkeit (70% rel. und mehr) dazu führen, daß sich die Bundstäbchen lösen und ihre Funktion als stabilisierendes Moment im Gitarrengriffbrett verloren geht.
    Die Lackoberfläche kann bei starker Feuchtigkeit Folgeschäden der Veränderung des Holzes zeigen. So ist es möglich, daß der Lack in die Poren des Holzes nachsinkt und die Lackoberfläche kosmetische Beeinträchtigungen erhält.
    Der Klang Ihrer Gitarre wird bei zunehmender Feuchtigkeit matt und leise.

    Wenn Ihre Gitarre einige der beschriebenen symptome aufweist, so raten wir Ihnen dringend Ihre Umgebung mit einem Luftfeuchte-Meßinstrument zu kontrollieren und Abhilfe zu schaffen. Überzeichnete Wölbungen von Decke und Boden bilden sich zwar in aller Regel wieder zurück und auch der Klang wieder wieder so sein, wie sie ihn gewöhnt waren. Dennoch kann zu hohe Feuchtigkeit dauerhafte Schäden hervorrufen. Diese Schäden sind nicht durch unsere 10-jährige Gewährleistung abgedeckt.

    Was können Sie also tun, um es Ihrem Instrument gut gehen zu lassen?

    Bewahren Sie Ihre Gitarre nie in einem dunklen und feuchten Keller auf. Auch im Koffer ist die Gitarre dort nicht geschützt, weil sich im Kofferinnern ein feuchtes Mikroklima aufbauen kann.
    Benutzen Sie Ihren Koffer nur für Transportzwecke. Stellen Sie Ihre Gitarre in einen Gitarrenständer; achten Sie aber darauf, daß der Standort nicht nahe einer Wärmequelle oder im direkten Sonnenlicht ist.
    Vergessen Sie Ihre Gitarren nicht im Kofferraum Ihres Autos. Dort kann sich das Instrument bei Sonneneinstrahlung im Koffer extrem erhitzen. Starke Erwärmung führt zum Lösen der Leimverbindungen an Körper und Hals. Dies kann die Spielbarkeit und Geometrie des Instruments nachhaltig schädigen. Durch starke Hitze hervorgerufene Schäden sind nicht durch die Gewährleistung abgesichert.

    Winter

    In den Wintermonaten kann es zu einer relativen Luftfeuchtigkeit von weniger als 35% kommen. Die dadurch hervorgerufenen Trockenschäden können erheblich sein und Ihr Instrument stark beeinträchtigen. Je nach dem Grad der Trockenheit können folgende Symptome auftreten:

    Die Wölbung von Decke und Boden wird geringer und kann im Extremfall flach oder sogar konkav werden. Diese Mißbildungen gehen bei Aufbewahrung in normaler Feuchtigkeit von 50-60% innerhalb einiger Tage wieder zurück.
    Die Lackierung wird durch dieses Trockenvorgang beeinflusst und erscheint unebener. Wenn diese Erscheinung andauert, kann sie bei einer hochglanzpolierten Lackoberfläche durch neuerliches Schleifen und Polieren beseitigt werden.
    Die Leimfugen zwischen Hölzern und Einlegearbeiten werden sichtbar und fühlbar. Auch nach Beendigung der Trockenphase bleiben diese Erschenungen, gefährden jedoch nicht Klang oder Stabilität der Gitarre.
    Das Griffbrett schrumpft und die Enden des Griffbretts stehen scharfkantig heraus. Dadurch biegt sich der Hals konvex und verursacht ein Schnarren der Saiten in den ersten 4-6 Lagen der Gitarre. Bei zunehmender Feuchtigkeit begradigt sich der Hals in der Regel oder kann mit Hilfe des Halsstabes nachgestellt werden. Die Überstände der Bundstäbchen können von einem Fachmann entfernt werden.
    Der Steg der Gitarre oder ein Teil der Beleistung von Decke und Boden kann sich bei starker Trockenheit lösen, da z.B. Wuchsrichtung von Gitarrensteg und Decke gegensätzlich sind und auch ihre Schwundmaße so voneinander differieren.
    Risse an Decke oder Boden können entstehen. Diese Schäden haben kostspielige Konsequenzen, da neben den Leimarbeiten in aller Regel auch Arbeiten an der Lackoberfläche notwendig werden. Bei einer fachgerechten Ausführung der Reparatur ist aber nicht mit einem Klangverlust des Instruments zu rechnen.

    Trockenschäden durch zu geringe Luftfeuchtigkeit sind nicht durch unsere Gewährleistung abgesichert. Es liegt bei Ihnen selbst, dafür zu sorgen, daß Ihr Instrument in richtig klimatisierter Umgebung verwendet und aufbewahrt ist. Allgemein ist zu sagen, daß nicht automatisch Schäden durch geringe Luftfeuchtigkeit auftreten, so wie auch nicht alle Gitarren zur gleicher Zeit und Klima an der selben Stelle einen Riß produzieren.

    Erneut: Was können Sie tun, um Schäden zu vermeiden?

    Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit an dem Aufbewahrungsort Ihrer Gitarre und lassen sie sie bei ca. 20° Grad Celsius nicht unter 40-45% fallen.
    Falls das nicht möglich ist, verwenden Sie Gitarrenbefeuchter wie das "Dampit", mit dem Sie das Gitarreninnere befeuchten können. Allerdings hat dies keinen Einfluß auf Hals und Bundstäbchen.

    Etwas Grundsätzliches zu Luftfeuchte-Meßinstrumenten (Hygrometer)

    Leider sind die allermeisten der am Markt angebotenen Hygrometer recht ungenau und lassen nur bedingt Schlüsse auf die tatsächliche Luftfeuchtigkeit zu. Digitale Geräte sind manchmal etwas accurater, lassen sich jedoch im Allgemeinen nicht eichen. Haar-Hygrometer, die auf analoge Weise anzeigen, können nach Anleitung (liegt den Geräten bei) geeicht werden. Diese Eichung ist in größeren zeitlichen Abständen notwendig, weil das "Haar" in den Meßgeräten seine Elastizität durch zunehmende Trockenheit einbüßt.
     
  17. Cadfael

    Cadfael HCA Bass Hintergrundwissen HCA HFU

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    Erstellt: 09.05.07   #17
    Hallo Jule,

    grobe Faustformel:
    Was Du nicht magst, mag deine Gitarre auch nicht.

    Würdest Du dich beim Lüften im Winter unters Fenster legen? Nein? Dann tu es deiner Gitarre auch nicht an. Würdest Du im Raum bleiben, aber eben in einer anderen Ecke? Dann stell die Gitarre solange dort hin.

    Gleiches gilt für Proberäume. Wenn Du nicht in einem Proberaum wohnen wolltest, weil es dort viel zu kalt, warm oder feucht ist, dann lass auch die Gitarre nicht dort.

    Solange man weder sorglos noch über vorsichtig ist, ist alles okay.

    Gruß
    Andreas
     
  18. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #18
  19. rog_72

    rog_72 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #19
    Oha! - heisst das jetzt, dass meine Gitarre einen Schaden davonträgt, wenn irgendein Retorten-Scheiss am Radio gespielt wird? :D
     
  20. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.05.07   #20
    Wenn man mehr ausgeben kann, sollte man das immer tun, so erspart man sich lästiges nachkaufen. :)
     
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