Aufnahmen aus Tonstudio selber mischen?

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maanuel
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Hey zusammen :)

Wir sind ne junge Band bestehend aus 4 Schülern und haben dementsprechend quasi nie Geld. Bisher haben wir uns mit Coverversionen von mehr oder weniger bekannten Songs durchgeschlagen, aber wir sind momentan am Schreiben von eigenen Songs dran, die wir im Sommer möglichst aufnehmen wollen, um daraus eine "Demo"-EP mit 5-6 Tracks zu basteln.

Da wäre aber nur das bekannte Geldproblem.

Jettz haben wir hier in der "näheren" Umgebung ~80km entfernt ein Studio gefunden, das Aufnahmen für 20€/Stunde anbieten würde. Was mich dabei überrascht: Die Aufnahmen klingen super! Haben auch von ner befreundeten Sängerin nur Gutes über das Studio gehört. Wer sich ein Bild machen will, hier ist mal ne Band, die auch da aufgenommen haben: http://www.myspace.com/lazybastardscrew (ohne jetzt Werbung machen zu wollen). Diese Qualität würde uns bei Weitem reichen.
Jetzt aber das Problem an der Sache: Da das Aufnehmen an sich so günstig ist, haut das Mastern und Mixen so richtig rein, zusammen sind das 100€ pro Song. Das gibt unser Budget kaum her.

Deswegen wollten wir eigentlich selber mixen.
Ich hab mich auch mal an dem Beispiel-Song aus dem "Kritik und Tips zum fertigen Mix"-Song versucht, und dabei das erste Mal in meinem Leben eine DAW-Software (in meinem Fall die Samplitude-Trial) benutzt. Das Ergebnis ist brauchbar, aber ich hab natürlich vor mich bis August/September da noch ordentlich reinzuarbeiten.

Meint ihr dass dieses Vorgehen (Aufnehmen im Studio, Mixen "zu Hause") sinnvoll ist? Klar verlieren wir dabei etwas Qualität, aber 500€ fürs Mixen und Mastern einer EP sind kaum drin. DAW-Software könnten wir uns von ner befreundeten Band besorgen, von denen kann aber leider auch niemand Mixen... keine Ahnung, wieso die so ne Software haben, aber ist jetzt ja auch egal :D

Meinungen? :)

lg und Danke im Voraus :)
 
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Hi Manuel!

Eine gute DAW gibt es sehr günstig; die Probe-Version hat keinerlei Einschränkungen: http://reaper.fm/

Meine Meinung zur eigentlichen Frage:
Wenn du nicht bis dahin einige Dinge zu Mixen findest, ist es wahrscheinlich zu schade für die 20€/h :gruebel:
Aber egal, wie ihr euch entscheidet: Klärt vorher mit dem fraglichen Studio ab, ob die euch die aufgenommenen Tracks überhaupt für lau überlassen!


MfG, livebox
 
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maanuel
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Danke für den Tip, dann werd ich da mal anfragen :) Da das da im Studio aber (wie ich gehört habe) eher familiär zugeht, sollte das keine Probleme geben :)
 
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Familiär ist schön, aber auch verdammt viele Familien haben sich schon wegen Geld zerstritten ;)
Einfach vorher abklären, dann gibt's keine Probleme.

Wenn's ganz gut läuft bekommst du irgendwo her ein paar Tracks, mit denen du noch weiter Mixen üben kannst!

MfG, livebox
 
Thompsen
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Vielleicht noch eine andere Alternative.
Du könntest dir auch jemanden suchen der dir die Songs mixt. Per Internet oder auch per Post ist es ja kein Problem die Spuren durch die Welt zu schicken.
Zuhause mixen ist natürlich möglich, aber es gibt halt schon viel zu beachten beim mixen und wahrscheinlich wirst du auch keine geeigneten Räumlichkeiten und Abhöre haben!?
 
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Ist eher am falschen Ende gespart. Was man heute ohne groß Know-How und Erfahrung selbst machen kann ist das Aufnehmen von E-Git und -Bass. Das kostet im Studio viel Zeit und ist insofern unnötig, als heute eh' meist via D.I. direkt in den Rechner gespielt wird und dann beim Mischen die Signale erst durch den Amp gehen ("Reamping"). Welches Interface man da verwendet (ob "Studioqualität" oder "Homerecording") ist nicht sonderlich entscheidend, die Zeit die ihr euch "im Alleingang" dafür mehr nehmen könnt, wird viel mehr dazu beitragen.

Wenn der Studiobeitreiber vernünftig ist, wird er euch auch bei der Vorgehensweise beraten und unterstützen. Ihm ist es nämlich sicherlich auch lieber, wenn ihr - wenn schon dann - an dem Punkt spart und nicht am Mischen, denn sein Verdienst ist gleich oder etwas besser und die Qualität der gemeinsamen Produktion sicherlich eine Klasse besser, was auch ihm zu gute kommt ("Werbung").

Noch was: Schon klar, ihr seid Schüler, seid euch aber bitte trotzdem bewusst, dass diese Preise wirklich eh schon unterstes Niveau sind und ein Studiobetreiber seine Preise nicht aus der Luft greift, sondern gewisse Beträge einfach nehmen MUSS. In dem Fall verdient derjenige sicher noch nicht mal groß was, sondern kommt wahrscheinlich höchstens auf Null.
 
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Noch was: Schon klar, ihr seid Schüler, seid euch aber bitte trotzdem bewusst, dass diese Preise wirklich eh schon unterstes Niveau sind und ein Studiobetreiber seine Preise nicht aus der Luft greift, sondern gewisse Beträge einfach nehmen MUSS. In dem Fall verdient derjenige sicher noch nicht mal groß was, sondern kommt wahrscheinlich höchstens auf Null.
Klar, das ist bei mir vielleicht auch etwas falsch rübergekommen :) Natürlich finde ich die Preise angemessen und in Ordnung, nur ist es halt wirklich nicht einfach, als Schüler so viel Geld aufzutreiben. :)

Vielleicht noch eine andere Alternative.
Du könntest dir auch jemanden suchen der dir die Songs mixt. Per Internet oder auch per Post ist es ja kein Problem die Spuren durch die Welt zu schicken.
Zuhause mixen ist natürlich möglich, aber es gibt halt schon viel zu beachten beim mixen und wahrscheinlich wirst du auch keine geeigneten Räumlichkeiten und Abhöre haben!?
Hab ich mir auch schon überlegt, aber wo fang ich da am besten an zu suchen? :D

Danke übrigends an alle für die Tips :)
 
mika
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Hab ich mir auch schon überlegt, aber wo fang ich da am besten an zu suchen?

Viele die noch am anfang sind, was mixen betrifft, freuen sich immer, wenn sie Songs von anderen in einzelspuren bekommen.
Ich denke wenn du hier einen Thread eröffnest, wo du alle spurenplus einen roughmix von dir zum download anbietest, werden sich viele Leute an dem SOng versuchen.

Dann kannst du dir ja die besten raussuchen, unf ggf alle songs von diejenigen für eine kleine Aufwandtsentschädigung mixen lassen.
Das wird dann am Ende sicherlich keine professionelle EP, aber in Verhältniss zu den Kosten sicherlich das Maximum was geht.

Es gibt hier sicher einige User die wirklich gute mixe im Rahmen der Möglichkeiten machen können, und andere die einfach gerne mal etwas übern wollen.
So hat jeder was davon.
cheers
Mika
 
Jakob
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Das ist vermutlich die beste Idee. :)
Wenn du an das ganze noch ein preisgeld für den finalen Mix hängst, dürftest du doch ein paar versionen zusammen kriegen.
Allerdings ist der nachteil, dass du das für 5 Songs machen musst. Damit reduziert sich mal sicher irgendwann der Spaß für die gratis-mischer ;) .
Weiters hast du dann vermutlich 5 Mixe von 3 bis 5 Jungs die alle ziemlich unein klingen werden.
Gerade wenn du wirklich eine art Album machen willst, sollte das ganze irgendwie einheitlich erscheinen.. das wirds so sicher nicht. :redface:

Du würdest auch sicher einen unter den Leuten hier finden der dir das ganze (also alle songs) für ein taschengeld macht und dann hast du (verhältnismäßig) einheitliche Mischungen der einzelnen Songs.
Natürlich musst dich davor für einen Mann entscheiden - wirst aber schwer vermutlich auch insgesammt was besseres kriegen.
Je nach Zeitraum für die Arbeit, könnte ich mich auch anbieten... ;)

Lg Jakob
 
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Hey
ich mixe sie dir;)

Bin zwar nicht der Vollprofi, krieg aber relativ gut klingende mixes hin und hab auch extrem gutes equipment.;)
Weiß nur noch nich ob ich was dafür nehmen würde...
 
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maanuel
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Du würdest auch sicher einen unter den Leuten hier finden der dir das ganze (also alle songs) für ein taschengeld macht und dann hast du (verhältnismäßig) einheitliche Mischungen der einzelnen Songs.
Natürlich musst dich davor für einen Mann entscheiden - wirst aber schwer vermutlich auch insgesammt was besseres kriegen.
Je nach Zeitraum für die Arbeit, könnte ich mich auch anbieten... ;)
Also, ich hab mir da mal was überlegt: Sobald wir die Spuren haben (hängt davon ab, ob das Studio sie herausgibt; ausserdem werden wir erst in den Sommerferien (also grob geschätzt im August/September) aufnehmen) würde ich hier nen Thread starten, in dem ich mal die Tonspuren eines Songs plus einen Roughmix von mir zum Download anbiete, damit ihr wisst, in welche Richtung das ganze geht. Dann kann sich mal für ne gewisse Zeit jeder dran versuchen, und derjenige, dessen Mix meinen Bandkollegen und mir dann am besten zusagt, bekommt dann den "Zuschlag" für die komplette Demo-EP.

Da würde im Prinzip jeder dran gewinnen - derjenige, der den "Zuschlag" bekommt, verdient sich ein Taschengeld nebenbei, und alle anderen haben bisschen was zum Üben :)
Klingt sowas vernünftig? :)

Übrigends - da ich gefragt wurde und das vorher nicht erwähnt habe: Unsere Musik geht in Richtung Rock bis Punk (aber kein Hardcore-Zeug mit Geschrei, eher in die Richtung von The Offspring, das ist wohl n ganz guter Vergleich).

Hey
ich mixe sie dir;)

Bin zwar nicht der Vollprofi, krieg aber relativ gut klingende mixes hin und hab auch extrem gutes equipment.;)
Weiß nur noch nich ob ich was dafür nehmen würde...
Vielen Dank schonmal für dein Angebot, bitte dann im August/September im neuen Thread nochmal posten :)
 
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nur so als Tip - kann beim Mix hilfreich sein - nehmt die Gitarren, Bass auch parallel über eine DI-Box clean auf eine extra Spur auf. Falls Keys dabei sind, auch davon einen MIDI-Spur.
 
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Na das klingt doch gut, ich bin gespannt und werd mich auch mit einem Mix beteiligen :)
 
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hängt davon ab, ob das Studio sie herausgibt

Sicher nicht kostenlos, denn das ist auch Arbeit.

Da würde im Prinzip jeder dran gewinnen - derjenige, der den "Zuschlag" bekommt, verdient sich ein Taschengeld nebenbei, und alle anderen haben bisschen was zum Üben :)
Klingt sowas vernünftig? :)

Fair wäre die richtige Frage. Ich kenn' Leute, die schmeißen mit dem Prinzip unter "Zuhilfenahme" der "Generation Praktikum" ganze Kleinunternehmen. ;)

Ich versteh' immer noch nicht ganz, warum ihr für's Tracken von E-Git und -Bass 20 EUR/h zahlen könnt/wollt, obwohl man das praktisch gleich gut oder sogar besser in Ruhe zu hause machen kann, aber dann am Mix spart. Wenn ihr euch im Studio halbwegs vernünftig Zeit nehmt für das genannte Tracken, zahlt ihr allein dafür pro Song sicher auch 100 EUR (= 5 Stunden). Von dem durch Eigenleistung ersparten Geld könntet ihr also sicher die Mixe bezahlen...
 
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Übrigends - da ich gefragt wurde und das vorher nicht erwähnt habe: Unsere Musik geht in Richtung Rock bis Punk (aber kein Hardcore-Zeug mit Geschrei, eher in die Richtung von The Offspring, das ist wohl n ganz guter Vergleich).


Vielen Dank schonmal für dein Angebot, bitte dann im August/September im neuen Thread nochmal posten :)[/QUOTE]

Schreib mich lieber an;)
sonst vergess ichs wieder:D
 
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Also, falls ihr um Nürnberg rum seid, könnte ich euch beim Aufnehmen helfen. 16 Spuren gleichzeitig bekomm ich hin. Und wenns mir gefällt versuch ich mich auch am Mix.

Gruss
-Chris
 
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Ich versteh' immer noch nicht ganz, warum ihr für's Tracken von E-Git und -Bass 20 EUR/h zahlen könnt/wollt, obwohl man das praktisch gleich gut oder sogar besser in Ruhe zu hause machen kann, aber dann am Mix spart. Wenn ihr euch im Studio halbwegs vernünftig Zeit nehmt für das genannte Tracken, zahlt ihr allein dafür pro Song sicher auch 100 EUR (= 5 Stunden). Von dem durch Eigenleistung ersparten Geld könntet ihr also sicher die Mixe bezahlen...
Das Problem ist nur, dass es uns für gute Aufnahmen am Know-How und dem nötigen Equipment mangelt... Wir müssten komplett von vorne anfangen - da bezweifle ich, dass wir mit den Aufnahmen eines Tonstudios mithalten können. Klar hab ich dadrüber auch schon nachgedacht, ich lass mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen, aber sind nicht professionelle Aufnahmen schon die halbe Miete? Ich meine hier mal gelesen zu haben, dass man mit professionellen Aufnahmen eher arbeiten kann, als semiprofesionelle Aufnahmen im Mix einigermaßen hinzubiegen.
Lieg ich da falsch? Ich bitte um Aufklärung, wie gesagt, bin Anfänger auf dem Gebiet und lass mich gerne Beraten :)

edit:

chrisderock schrieb:
Also, falls ihr um Nürnberg rum seid, könnte ich euch beim Aufnehmen helfen. 16 Spuren gleichzeitig bekomm ich hin. Und wenns mir gefällt versuch ich mich auch am Mix.
Wir sind aus der Nähe von Passau :)
 
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Das Problem ist nur, dass es uns für gute Aufnahmen am Know-How und dem nötigen Equipment mangelt... Wir müssten komplett von vorne anfangen - da bezweifle ich, dass wir mit den Aufnahmen eines Tonstudios mithalten können. Klar hab ich dadrüber auch schon nachgedacht, ich lass mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen, aber sind nicht professionelle Aufnahmen schon die halbe Miete? Ich meine hier mal gelesen zu haben, dass man mit professionellen Aufnahmen eher arbeiten kann, als semiprofesionelle Aufnahmen im Mix einigermaßen hinzubiegen.
Lieg ich da falsch? Ich bitte um Aufklärung, wie gesagt, bin Anfänger auf dem Gebiet und lass mich gerne Beraten :)

Ich weiss nicht inwiefern ihr über die technischen Aspekte bescheid wisst, deshalb kurz ein paar Grundlagen:

Wie gesagt läuft das mit E-Gitarren und Bass heute gerade in professionellen Studios so, dass die erstmal via DI direkt in den Rechner gespielt werden. Bei dem Vorgang sind nur sehr wenige technische Komponenten, die Einfluss auf Qualität haben: DI, Preamp, Wandler. Es ist qualitätsmässig übrigens völlig irrelevant, ob im Signalpfad nach diesen Komponenten als Aufnahmemedium ein 100.000 EUR Protools-System kommt oder ein 10 Jahre alter Aldi-Rechner mir Reaper als Software! Das wissen viele Anfänger nicht, ist aber technisch völlig logisch: Nach dem Wandler besteht das Signal nur noch aus einer Kette von Nullen und Einsen und der Rechner/Harddiskrecorder, was auch immer, "schreibt" das nur noch auf, was eine völlig triviale Aufgabe ist, die nur absolute rudimentäre Anforderungen an die Technologie stellt. Auf die Klangqualität der Aufnahme hat weder der Rechner noch die Software überhaupt irgendeinen Einfluss.

Also dafür braucht man kein Studio, denn Raumakustik, Mikrofon(ierung), Software, viele Kanäle, EQ, Kompression, erfahrene Ohren für die Klangestaltung, etc. also die ganzen eigentlich wertvollen und teuren Ressourcen eines Tonstudios sind hier erstmal überhaupt nicht von belang. Das wird dann beim Reampen und beim Aufnehmen der akustischen Komponenten und beim Mischen extrem wichtig. Um ein Bild zu gebrauchen: Das wäre wie mit einem Formel 1-Wagen durch den Stop & Go Stadtverkehr zum Brötchenholen zu fahren. Möglich aber, völlig sinnfrei. Du kommst damit weder schneller, noch besser ans Ziel, eher im Gegenteil.

Was Du dann nicht ohne Abstriche machen kannst - gesetzt dem Fall ihr wollt echte Amps und keine Amp-Sims - ist das dann hier irgendjemandem zum Mischen zu geben, denn für's Reampen braucht man dann eben die vollen Tonstudio-Ressourcen. Aber es ist ja auch so gedacht, dass ihr am Tracken spart und dann das Mischen inkl. Reampen professionell machen lasst. Zweite Möglichkeit: Du gibst die Gitarrenspuren vorher noch einem Studio, dass sie dir nur reampt. Lasse Lammert ist hier im Forum z.B. der absolute Crack, was das angeht und hat auch eine Amp-Sammlung, die Dir das Wasser in die Augen treiben wird. Das wäre selbst zu empfehlen, wenn ihr in dem Tonstudio bei euch Mischen lassen wollt, denn so einen oberamtlichen Sound wie von Lasse bekommt ihr da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.

Es geht also um DI, Preamp und Wandler und da ist heute Mittelklasse-Equipment locker ausreichend um professionelle Ergebnisse zu erzielen. Ich bezweifle sogar ob ein Anfänger überhaupt einen Unterschied bemerken würde zwischen einer 200 EUR Signalkette und einer von 2000 EUR. (Für 2000 EUR hat man für diese Prozedur schon das absolute Top-Equipment!). Jetzt kommt dazu, dass sauberes Arrangen, Einspielen und Doppeln, wesentlich mehr zu einer guten Sound-Qualität beiträgt, als das genannte Equipment! Sprich es ist um Längen besser, wenn man sich mit "Mittelklasse"-Equipment viel mehr Zeit nehmen kann, als über Top-Equipment diese Spuren einklopft und unter Zeitdruck die erstbesten Takes nehmen muss. Das ist eine Aufgabe, die man mit minimalem Equipment und nach wenigen Tagen Einarbeitungszeit selbst als blutiger Recording-Anfängern problemlos erledigen kann.

Und nebenbei: Meiner Erfahrung nach ist das "stupide" Tracken von Instrumenten eine bei Tonis und Musikern gleichsam unbeliebte, da extrem langweilige Aufgabe. Letztlich drückt man als Techniker nur auf den Aufnahme-Knopf. Erwarte also nicht, das dabei Hochstimmung im Studio herrscht. :D

Das einzige was euch fehlen würde, wäre das "Coaching". Also ein erfahrener Produzent/Tontechniker, kann euch helfen Arrangements und Einspielung vom musikalischen Standpunkt her zu beurteilen, der weiß was man letztlich zum Klingen bringen kann und was nicht. Ist erstens die Frage ob das Studio das überhaupt leisten kann, zweitens ob ihr das wollt und braucht, drittens, ob es die letztlich immens Mehrkosten wert ist. Zuguterletzt ist das auch etwas, dass man auf Distanz machen kann. Also wenn man nach oder während dem Einspielen die Spuren dann vorlegt, kann derjenige immer noch sagen, diese oder jene Gitarre funktioniert so gar nicht und diese oder jene ist zu unsauber gedoppelt.

Ich denke all diese Sachen wird euch jeder mit ein wenig Ahnung und Erfahrung hier bestätigen.
 
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monsy
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Eine Sache hast du nur vergessen, die sich als Anfänger nicht so leicht bewerkstelligen lässt.
Das Editing.... davon ausgehend Spuren rauszuschicken die gemischt/gereamped werden, müssen diese auch schon "fertig" sein.
Eine ausreichende Audioqualität der Di-Spuren zu erreichen ist in der Tat kein großes Problem. Damit ein Track am Ende gut klingt muss aber die Performance hervorragend sein. Letzendlich ist natürlich auch immer schwer einzuschätzen in wieweit da "coaching" im Studio helfen würde, da es da eben stark darauf ankommt wer euch aufnimmt und wieviel Leidenschaft derjenige an den Tag legt. Es gibt nicht wenige Leute im Studio die sich schnell damit abfinden wenn die Performance der Musiker nicht gut ist und dies hinnehmen....
Es gilt wie immer das gern zitierte "shit in = shit out" ...
Gibz denn von euch irgendwelche Demos mit denen man sich schonmal nen Bild machen kann?
Viele Dinge kann man nämlich schon im Vorfeld beim Vorbereiten der Songs "retten". Das wichtigste ist immer: "Die Performance darf nie am absoluten Limit des Künstlers sein und schon gar nicht darüber hinaus!!!!
Heißt im Klartext: Wenn der Schlagzeuger z.B. atemberauschende Fills spielen möchte, diese aber nicht sauber hinkriegt, dann soll er sie weglassen bzw. so stark vereinfachen dass er sie hinkriegt! Besser das einfache perfekt machen, als das komplizierte scheiße einspielen....
 
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Das Editing.... davon ausgehend Spuren rauszuschicken die gemischt/gereamped werden, müssen diese auch schon "fertig" sein.

Das kann und soll man ja auch machen lassen, bzw. müsste man das im Studio ja sowieso auch zahlen. Ich plädiere nur dafür, nicht die Masse an Zeit, die man für das reine Tracking braucht, im teuren Studio zu verbringen, um dann am falschen Ende sparen zu müssen.

Und Coaching könnte natürlich hilfreich sein, aber - abgesehen von den Problemen die Du schon angesprochen hast - ob das Coaching (gut für die Performance) den Zeitdruck (schlecht für die Performance) wettmacht? Coaching führt natürlich zu mehr Studiozeit und da besteht natürlich auch ein Interessenskonflikt des Studiomenschen. ;)
 

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