Ausbildungsplatz als Musikalienhändler - was muss ich können?

von Naitsabes, 28.09.06.

  1. Naitsabes

    Naitsabes Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.06   #1
    HI, ich würde gerne eine Ausbildung als Musikalienhändler, obwohl das Lehrstellenangebot sehr rar gesät ist und nicht jeder hier im Forum sehr viel positives über Stellenangebote meldet, anfangen.
    Jetzt will ich fragen wie fit ich an meinem Instrument und in Musiktheorie sein muss?
    Also ich spiel seit viereinhalb Jahren E-gitarre, das meiste habe ich mir selbst beigebracht, ich hatte ein Jahr Einzelunterricht, aus Zeitgründen (fing dann Berufsausbildung mit Schichtarbeit an, danach kam der zivildientst) habe ich denn unterricht beendet und habe mich selbst weiter gebildet.
    Ich denke das hat soweit geklappt ich kann Dur- und Moll Tonleiter anwenden, weiß wie sie sich zusammensetzen, und klinge auch so ganz passabel, bin eher ein rock- und metalgitarrist.
    Allerdings kann ich nicht nach Noten spielen, ich kann Noten lesen (wenn auch etwas langsam), auch notenwert und sonderzeichen, weil ich früher zwei Jahre Keyboard gespielt habe und das auch in der Schule gelernt habe, aber ich kann halt nicht nach Noten spielen.
    Und jetzt noch zu meinen eigentlichen Fragen, musstet ihr beim Vorstellungsgespräch vorspielen? Was habt ihr gespielt?
    Empfiehlt es sich ein längeres Praktikum zu machen ? Ist das so möglich, ich brauch was zur Überbrückung von Zivi bis Ausbildung, das könnten fast neun monate sein?
    Habt ihr Tipps für die Bewerbung?

    Vielen Dank an alle die sich das ganz durchgelesen haben, und mir vielleicht helfen können.
     
  2. slaytalix

    slaytalix Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.06   #2
    Mal bei der IHK fragen. Das ist wohl wirklich rar. Einige Musikalienhändler, die ich kenne, bieten nur Familienmitgliedern ein Auskommen

    Sonst gibt es noch den technischen Beruf "Fachkraft für Veranstaltungstechnik" Dies bilden PA-Vermieter oder Theater aus.

    Ferner den "Kaufmann für Eventmarketing"

    Leider ist es auch schon vorgekommen, daß Jahrespraktika vor der beruflichen Ausbildung verlangt werden. Das ist schon etwas übertrieben, denn während der Ausbildung gibt es ja eine Probezeit.

    Trotzdem viel Glück bei der Ausbildungsplatzsuche :)
     
  3. Katzilla

    Katzilla Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #3
    Wenn du bereits bist, für diesen Job innerhalb GANZ Deutschland umzuziehen, und dir ein gutes Basiswissen über klassische Musik aneignest, dann hast du vielleicht eine Chance.:eek:
    Aber ansonsten kannst du's vergessen. :rolleyes: Das Wissen über E-Gitarren ist in dem Beruf (lt. Berufsbild und Ausbildung) nicht wirklich gefragt.
    Der "Musikalienhändler" ist LEIDER noch immer hauptsächlich auf klassische Musiknoten und Instrumente ausgerichtet. Sprich, wenn man wie ich das private Fachwissen nicht wirklich anwenden kann, ist und bleibt man lediglich ein Verkäufer.
    Ok, das macht zwar schon noch irgendwie Spass, aber die mageren Aussichten für die Zukunft sind depremierend.

    Rar ist gar kein Ausdruck. Eher MEGA-Rar. ca. 20 Azubis in einem Lehrjahr in GANZ Deutschland ist mager.
    Auskommen für ein Familienmitglied? Noch nicht mal das. Als Single kommst du damit aus, aber eine Familie kannst du damit nicht gründen, geschweige denn eine davon ernähren.
    Und dafür soll man dann bitte auch noch Abitur vorlegen, am liebsten auch noch studiert haben?? :screwy::screwy:
     
  4. roby

    roby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.10.06   #4
    Also ich wohne fast neben einer Musikalien Handlung, ist am Ende der Straße.
    Das ist dort aber ein bisschen anders, der Inhaber führt eben die MusikalienHandlung und eine Musikschule. Seine Frau unterrichtet u.a., natürlich noch andere Lehrer, z.b. 2 Gitarren Lehrer,Gesang,Flöte,Klavier und Keyboard, Trompete usw.
    Er führt nur den Laden, in dem es dann eben Instrumente usw. gibt, Noten usw.
    Aber er hat eigentlich nicht viel mit Gitarren zu tun, eher ein sehr solides Basiswissen, von jedem etwas eben.
    Ich hatte ihn auch mal gefragt, ob ich dort jobben könnte, wir sind schon seit ner guten Weile per Du, er würde mich auch gerne einstellen, weil er gut zu tun hat (der Laden floriert, weil die Lage ganz gut ist, in der Nähe mehrerer Schulen, sodass man, wenn man dort Unterricht nehmen möchte, erstmal auf die Warte Liste kommt, gibt halt die klassischen kleinen 8-10 Jahre, aber auch ältere um die 30), aber er kann nichtmal eine kleine Aushilfe bezahlen.
    Ich glaub auch nicht, dass es ihm so schlecht geht, aber viel Geld kann man mit dem Beruf wirklich nicht verdienen, dass gute an seiner Handlung ist halt, dass er die Musik-Schule gleich nebenan hat, und nicht nur auf die Kundschaft der Handlung angewiesen ist.
     
  5. NightflY

    NightflY Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.12.06   #5
    Ich kenne einer der überhaupt kein instrument spielen kann, und gar keine noten lesen kann, trotzdem hat er ein gut laufendes musikgeschäft und bietet handgebaute Spanische gitarren an...
    Auch für ein autoverkaufer ist es nicht nötig ein führerschein zu haben, oder für ein wirt ist es nicht nötig alkoholieker zu sein (ich kenne vielen die gar kein alk trinken).
    Das wichtigste is immer verkaufen konnen und erlich sein zu deine kunden, und deine kunden konnen im regel spielen und wissen genau was sie suchen (ausser die anfänger und dabei kann oft ein spezialist nichts richtig machen).
    Last but not least: wenn man ein eigenes geschäft öffnen möchte: sollte man ein sack voll geld für ein gutes basisangebot haben und für einige highlights (dann kommen die kunden glotzen und kaufen oft aus scham kleinkram). Vielen spielen gerne ein instrument mal an, wenn das nicht möglich ist, verliert man schnell kunden oder geld (wenn es zurückgaberecht gibt).
    LG
    NightflY
     
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