Austrovox Showmaster 200 - Nur eine ECC83?

von Fru, 21.01.06.

  1. Fru

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    Erstellt: 21.01.06   #1
    Hi an die Runde!

    Vielleicht eine blöde Frage.... aber:

    Bin grad am sammeln von allen Topteilen die ich irgendwoher kriegen kann und hab letzte Woche einen alten Austrovox Showmaster 100 hergerichtet, bzw. lassen (50 W - BJ ca. 1960) und bin nun in Besitz eines Austrovox Showmaster 200 (100 W) gekommen. Nun gut ich hab dass Ding aufgemacht, weil mir klar war, dass die Endstufenröhren im Eimer sind und was find ich da....? OK erstmal 4 kaputte EL34 Röhren - schön, aber im ganzen Gehäuse nur eine ECC83? Zugegeben ich bin kein großer Röhrenkenner, aber nachdem der doch ältere Vorläufer immerhin 6 Vorstufenröhren hatte....:screwy:? Vielleicht ist hier ja jemand der mir das mal erklären kann, wieso dass so ist, bzw. wo der Sinn darin liegt.


    Besten Dank im voraus!

    Fru
     
  2. Tibor

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    Erstellt: 21.01.06   #2
    klingt nach nem beliebten Thema der 70er... Vorstufe Transistorisiert (das bleibt schön lange clean und spart Gewicht... Endstufe Röhre...weil noch immer preiswerter als nen teurer PowerTrannie...(war damals halt noch so)...ausserdem war das ganze ja noch nicht sehr ausgereift....

    die einzelne ECC83 arbeitet vermutlich als Phasen-Splitter...weil 4xEL34 läßt auf nen Class A/B Push/Pull Endstufe schließen... Hier würde sich vielleicht eine Balanced ECC83 von TubeTown anbieten da sind beide seiten auf Symetrie getested... klingt besser als ne unsymetrische Endstufe...
     
  3. Fru

    Fru Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.06   #3
    Hi Tibor!

    Vielen Dank für die Erklärungen - klingt im ersten Teil ganz logisch muss ich zugeben, aber gibts vl. irgendwo im Netz eine nette Page, damit ich den zweiten Teil auch so ganz versteh...?

    Ich werd bei nächster Gelegenheit einen Röhrenwechsel vornehmen, aber was für einen Einfluß hat die eine Röhre dann auf den Sound der Endstufe? Ich mein ich hab bei mir auch nen Marshall Valvestate rumstehn und wenn ich mich nicht Irre hat der Vorstufenröhren und Transistorendstufe - so wär dass doch dann normal bei einer Transe? Also irgendwie is dass da dann doch ein verdrehtes Prinzip?

    Bin für weitere Erläuterungen dankbar!

    mmg

    Fru
     
  4. GoFlo

    GoFlo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.06   #4
    Ja...in deinem Valvestate ist die Röhre in der Vorstufe, im Austrovox ist sie ein Teil um die Endstufe nutzbar zu machen (wahrscheinlich...kenne den Schaltplan des Amp jetzt nicht).

    Früher waren Leistungstrannys teuer und noch nicht ganz ausgereift, also wurde die Endstufe noch mittels Röhren realisiert. Um aus 4x EL34 100W zu holen sind die Röhren im PushPull Modus verschalten. Stell dir eine komplette Sinusschwingung vor dem geistigen Auge vor. Da hast du ja einen positiven Teil (Halbwelle) und einen negativen. In deinem Amp sind jetzt 2 Röhren dafür zuständig die positive Halbwelle zu verstärken und 2 für die negative. Da die aber mit der negativen Halbwelle erstmal nix anfangen können braucht man einen sog. Phaseninverter der das dreht. Und dieser Phaseninverter könnte mit der ECC83 realisiert sein.

    Heutzutage sind Leistungstrannys billig und somit wird beim Valvestate die Endstufe damit gebaut. Dann braucht man auch keine Ausgangsübertrager mehr und spart nochma Geld. Um dem ganzen aber etwas Röhrenklang einzuhauchen schickt man das ganze in der Vorstufe durch eine ECC83.

    Jetzt alles klar?

    Gruss Flo
     
  5. Tibor

    Tibor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #5
    besser hätt ichs nicht erklären können... :great:
     
  6. GoFlo

    GoFlo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #6
    :) Dankeschön :D
     
  7. Fru

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    Erstellt: 22.01.06   #7
    Besten Dank an euch beide für die Hilfe!!!

    leuchtet mit jetzt jedenfalls mehr ein als vorher...

    Eine Frage allerdings dann noch: Ich muss die Röhren erst wechseln und daher wirds noch ein Weilchen dauern bis ich mich wirklich damit auseinandersetzen kann, aber was für einen Einfluss hat das oben erklärte auf den Gesamtsound, bzw. was sind (soundtechnisch gesehen) Vor- bzw Nachteile dieser Aufbauart? Ich nehm mal an, dass sich das Top sehr ähnlich einem Vollröhrentop verhalten wird, aber sicher nicht genauso. Und des weiteren wirft sich die Frage auf, ob ausgehend von dieser Konstruktionsart, irgendwelche Sounds von vornherein begünstigt sind. Vl. weiß ja drüber wer Bescheid?

    mmg

    Fru
     
  8. Tibor

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    Erstellt: 22.01.06   #8
    Ich denke das Teil wird einen schönen Cleansound haben (bis zu einer gweissen Lautstärke die fast alle Ohren killt auf lange Zeit)...und eine echt Mächtige Endstufenzerre...

    ein boosten des Amps kommt weniger in Frage da heir der Vorstuffentransistor übersteuern würde und das im "allgemeinen" nich als sehr schön empfunden wird...unser Basser spielt nen Dynacord mit einem ebensolchen Aufbau (Vorstufe Transistor..Endstufe 4xEL34 plus eine ECC83 als PI)....

    dafür kommen diese Geräte mit fast jedem Modeller gut klar oder auch mit zusätzlichen Zerrern (TS-9 usw...)...

    such dir mal nen Schaltplan für den Amp vielleicht bei Austrovox.at ...
     
  9. Fru

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    Erstellt: 22.01.06   #9
    Hm... Das mit dem Modeler klingt gut, könnt ich mit nem POD koppeln...
    Dann bin ich ja vorläufig mal gespannt wie das Teil klingen wird.

    ja das mit Plan ist halt so eine Sache, das die Firma schon lang nimmer gibt und www.austrovox.at die Nachfolgefirma nur mehr PA Sachen macht. Aber ich werd mich mal schlau machen vl. find ich ja irgendwo eine Seite die mir weiterhelfen kann.

    Danke nochmal!

    Fru
     
  10. Röhrenpiet

    Röhrenpiet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.02.09   #10
    Hallo Fru,
    wegen einem Plan schau mal bei Albert Kreuzer auf die Seite. Vieleicht nicht dein 100 Reverb aber meist hilf schon ein Plan der ähnlich ist. Die Amp´s von Austrovox sind auch nur Kopien der bekannten Marken der Zeit. z.B. Echolette oder Marshall. Die haben auch damals nur mit Wasser gekocht.
    Gruß Peter
     
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