Engl Straight Special 100 Head - Lautstärkeschwankung - verschiedene Fragen -Guts(-porn?) incl.

Smoke165
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Moin, liebe Leute.
Nun ist es passiert und nach mehreren erfolgreich unterdrückten GAS-Anfällen bezüglich eines Engl Straight bin ich nun doch schwach geworden. Der Preis war zu verlockend, um es nicht zu versuchen, und 200€ ärmer bin ich nun einen Engl Straight 100 Special Head mit fußschaltbaren Gain-Boost und Hall reicher. So wie ich das eingeschätzt habe, war der Preis schon ziemlich gut. Verlockender Preis hat aber natürlich auch seinen Haken gehabt und ich bin ein gewisses Risiko eingegangen, da der Amp mit Lautstärkeschwankungen beschrieben wurde und entsprechend nicht so ganz rund läuft. Zustand ist optisch ansonsten aber imo durchaus solide, abgesehen davon, dass ich mich frage, ob Engl den Tolex ab Werk am Boden festgetackert hat oder da jemand nachträglich mit dem Tacker zugelangt hat, weil sich vll. etwas über die Jahre gelöst hat.....Schön ist es nicht, aber sieht man immerhin auch nicht. (wer guckt sich seinen Amp schon ständig von unten an)
Seit Montag steht er nun hier bei mir zuhaus. Natürlich dann direkt mal angeschmissen und getestet. Reverb-Poti kratzt etwas (who cares), ansonsten scheinen die Potis noch rund zu laufen, die ganzen Schaltfunktionen die der Amp bietet ebenfalls. Sound BEGEISTERT! Wirklich, ein Sahneteil wenn man erstmal eine Einstellung gefunden hat. Warmer Jazz-Clean, bis richtig Höhenreich "Sparkle", fetter Rocksound oder auch moderner Highgain (dabei gerne mit Tubescreamer-Boost) kriegt der echt locker hin. Wobei das mit dem Highgain wohl seit Lasse Lammerts Ampvergleich hier sowieso bewiesen sein dürfte ;) Classic Crunch-AC/DC Style scheint nur nicht so eins, spiele ich aber auch wenig. Schön vor allem, das alle Einstellungsmöglichkeiten problemfrei zu funktionieren scheinen. Aber die Lautstärkeschwankungen blieben natürlich nicht aus. Zwischendurch hat er dann gern mal etwas geknistert und gekratzt, und direkt Lautstärke verloren, sie dann aber auch öfter automatisch wieder zurück gewonnen. Der Sound wird dabei aber wirklich "nur" leiser, verändert sich aber ansonsten nicht wirklich - so zumindest mein Eindruck. Und es ist auch nicht so extrem, das man nun plötzlich kaum noch etwas hört, aber halt durchaus merkbar leiser. Betroffen sind beide Kanäle, Lead sowie Clean.
Ich habe dann erstmal die Kiste aufgeschraubt. Ich bin mir der Spannungen durchaus bewusst, und fummel da mit Sicherheit nicht einfach so IM Amp rum, wobei im Zweifelsfall heute ein Paket u.a. mit Krokoklemmen und entsprechenden Widerständen (2 u. 5 Watt á 1,5kOhm) ankommen sollte, so dass ich für den Fall der Fälle mir was basteln kann, um die Elkos entladen zu können.
Im Anhang findet ihr einige Fotos des Amps. Mir persönlich fielen da jetzt bisher kein kaputten Lötstellen direkt auf, aber vielleicht findet jemand von euch ja etwas verdächtiges. Ich habe dann erstmal alle Röhren nacheinander 1-2-3 mal rausgezogen, begutachtet und wieder eingesteckt etc um eventuelle Kontaktprobleme zwischen Röhre und Sockel zu beseitigen. Seitdem läuft der Amp auch definitiv besser, und ich habe mitlerweile das Gefühl, dass nach einer Weile spielen der Amp einmal kurz Lautstärke verliert, danach aber stabil zu laufen scheint. Das kann aber natürlich auch Zufall sein und muss ich noch weiter beobachten. Ich habe auch schon überlegt, ob man vll die Sockel noch nachbiegt? Da ich mir aber nicht sicher bin, ob rumfummeln in den Sockelkontakten reicht, um mir einen von den Elkos wischen zu lassen, habe ich darauf erstmal verzichtet. Meint ihr, ich sollte das vll mal angehen? Zwei Dinge fielen mir aber noch auf, die eventuell auch mit den Lautstärkeabfällen zusammen hängen könnten.
Die Kontaktstifte der Röhren sahen in meinen Augen im wesentlichen durchaus gut aus. Was mir allerdings noch auffiel ist zum einen die Vorstufenröhre, die einzeln und ohne zusätzliche Abdeckung nahe der Endstufenröhren liegt. Soweit ich weiß, laufen Röhren, sobald sie Luft gezogen haben, an dem silbrigen Belag weiß an. Diese Röhre hat zum einen weißliche Flecken, die nicht von außen zu sein scheinen. (Beginn des weißen Anlaufen?) Zum anderen erkennt man eine Unregelmäßigkeit in dem silbrigem Schimmer der Röhre, wenn man sie mit einer Taschenlampe beleuchtet. Das ist mir so nur bei dieser Röhre aufgefallen. Ich habe mal Fotos der einzelnen Röhre in den Anhang gepackt, es ist aber sehr schwer vor allem diesen Effekt mit der direkten Beleuchtung auf Fotos festzuhalten. Vielleicht helfen die roten Markierungen die ich noch beigefügt habe, um zu verstehen, was ich meine. Könnte es sein, dass die Röhre einfach einen leichten Schuss weg hat? Soweit ich weiß handelt es sich bei dieser Röhrenposition um die Phasentreiberröhre. Kann es sein, dass ein Problem mit dieser, wenn sie das Signal nicht sauber übertragt, sich mit Lautstärkeminderung ohne große Soundveränderungen äußern kann?
Zum anderen fiel mir eine leichte bräunliche Färbung an einem der Elkos auf der Netzteilplatine auf. Ich hab ein Foto von den 3 großen Elkos auf dieser Platine mal hochgestellt und die mir "verdächtige" Stelle markiert. Ist das normal, und kann mal vorkommen, oder spricht das dafür, dass der Elko bald auch seinen Geist aufgibt? Evtl. dadurch mal die Spannung nicht ganz hält und kurzfristig Lautstärke sinken kann? Verformungen oder Ähnliches wären mir bei den großen Elkos ansonsten nicht aufgefallen, sind aber ja dennoch Teile, die bei älteren Amps (dieser dürfte ja ungefähr +-20 Jahre alt sein?) gerne mal den Geist aufgeben.
Außerdem ist mir ein ungewöhnliches Verhalten des Presence-Reglers aufgefallen. Wenn man den Presence-Regler über 12 Uhr hinaus aufdreht, fällt mehr und mehr auf, dass ein Volume-Anstieg vonstatten geht. Ich meine mich aber zu erinnern, irgendwo mal gelesen zu haben, dass der Presence-Regler bei diesem Amp etwas "spezieller" ist und anders arbeitet als man es sonst kennt. Von daher bin ich mir nicht sicher, ob das nicht einfach normaler Nebeneffekt der Schaltung ist. Einen Schaltplan, den Engl mir geschickt hat, könnte ich dazu auch noch hochladen. Aber vielleicht kennt ja jemand den Amp hier, und kann einfach aus Erfahrung sagen, ob das normal ist oder nicht.

Also meine Ideen/mir aufgefallene Dinge:
1. Kontakprobleme Röhre und Röhrensockel. Nachbiegen? Elkos dafür entladen oder sicher, solange vom Netz getrennt und ich wirklich nur einzelne Kontake der Röhrensockel berühre?
2. Die (Phasentreiber-?)Röhre defekt?
3. Elko defekt?
4. Presence-Verhalten. Normal?

Überbrücken des FX-Loops mit Patchkabel schien nebenbei keine Auswirkung zu haben. Hier scheint der Fehler nicht zu sein. Auch greifen alle Klinkenbuchsen noch gut (alles schlichte offene Monobuchsen), lediglich die Input-Buchse habe ich leicht nachgebogen. Kontaktprobleme an den Schaltern für die Soundeinstellungen wage ich auch anzuzweifeln, da alle Funktionen funktionieren und die Lautstärkeschwankungen ja Kanal-unabhängig auftreten können.
Selbst wenn die Vorstufenröhre oder der Elko nichts mit den Lautstärkeschwankungen zu tun haben sollten, frage ich mich, ob hier ein zeitnaher Ausfall zu erwarten ist. Von daher wäre eine Einschätzung diesbezüglich so oder so auf jeden Fall hilfreich.

Als aller letztes stellt sich mir nun noch eine Frage: Alle Engl Straights sind mit einem Lüfteranschluss ausgestattet. Da ich einen Lüfter nachrüsten will, habe ich mich hier mal etwas informiert. Mir wurde von jemandem, der einen Lüfter selbst bei einem Engl Straight mal nachgerüstet hat, gesagt, das der Lüfteranschluss 115V AC liefert. Entsprechend wollte ich mir vermutlich einen 230V Lüfter besorgen, um diesen zwecks Geräuschkulisse "untertourig" zu fahren. Viel Luftdurchsatz wird ja nicht benötigt, sondern es soll lediglich der Luftstau durch etwas Bewegung vermieden werden. Kann mir dazu aber irgendwer sagen, wie man diesen Anschluss bzw die Steckerform nennt? Foto habe ich als letztes noch hinzugefügt. Im Zweifel werde ich ansonsten einen Lüfter vll einfach anlöten......:ugly: Da bei AC ja meines Verständnisses nach kein Elko vorgeschaltet sein dürfte, sollte man ja, sofern der Amp vom Netz getrennt ist, problemfrei diesen Lüfteranschluss berühren können. (korrigiert mich, wenn ich Mist rede) Aber ein passender Stecker wäre logischerweise die elegantere Lösung.


So, das wars dann auch mit dem Roman. Danke erstmal an alle, die sich die Mühe gegeben haben, sich das alles zu Gemüte zu führen! Ich bin für jeden Tipp dankbar! Der Amp hat ein bisschen Fürsorge verdient, so verdammt br00tal wie der klingen kann :D Als kleines Danke hoffe ich dann, einigen Amp-Guts Liebhabern auch einfach einen Gefallen damit zu tun, ein paar Fotos der Innereien da zu lassen...:engel:

Gruß,

de Smoke
 
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Wirklich niemand ne Idee? Oder muss ich nochma ne Kurzform vom Eröffnungsbeitrag schreiben? :D
 
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Fauler Sack :D :p War allerdings auch selbst uebrrascht wie viel das wurd. Nundenn!
Amp ist Engl Straight 100 Special Head. Steht seit Montag hier. Sound und alles super. Manchmal mscht der aber Zicken, da er ab und zu lautstärkeschwankungen bringt (wird leiser). Sound verändert sich dabei aber nicht. Hab dann alle Röhren mal angeguckt, und raus und wieder reingesteckt, falls es Kontaktprobleme bei den Röhrenfassungen sein koennten. Am Montag hatte ich das Gefuehl der schwankt recht oft beim spielen, mitlerweile ist das mal so mal so, richtig reproduzierbar ist das nicht. Weiß aber nicht obs am Röhren neu reinstecken liegt, das es vll weniger wurd.
Meine Ideen:
1. Röhrenfassungen mal reinigen und/oder nachbiegen. Kann ich mir beim rumfummeln nur (!) an den Kontakten der Fassungen einen Schlag holen? (Stichwort Elkos)
2. eine der Vorstufenröhren kam mir verdächtig vor, da sie v.A. einen hellen/weißlichen Fleck im silbrigen Schimmer hat (Fotos siehe erster Beitrag). Müsste die PI-Röhre sein. Die hab ich aber nun gegen eine neue ausgetauscht, und vorhin gabs wieder Probleme (diesmal begleitet mit hintergründigem Verzerren im Clean-Kanal)
3 ein Elko hat ein bisschen bräunliche Rückstände an einem Kontakt. Ist der vll durch? Steckt auf der Netzteilplatine, ist der "kleinste" von 3 dicken Elkos direkt aneinander. Fotos siehe erster Beitrag.



Dazu: Presence aufdrehen sorgt für merkbaren Lautstärkeanstieg. Ist das normal für den Amp? (Hab iwo mal gelesen, der Presence wäre etwas anders geschaltet als sonst ueblich) kann ggf auch Schaltplan hochstellen.
Und auf dem Foto dieses Beitrags ist der lüfteranschluss vom Amp: wie heißt diese Art Stecker? Kann auf verderben keinen passenden im Netz finden...


Hoffe das ist nun kurz genug^^
 

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Ohje ein Straight... Anyway, schon mal den FX Loop mit nem Patch gebrückt? Der ist nämlich meist die Ursache (durch korrodierte Buchsen) für Pegelschwankungen...
Ansonsten würde ich empfehlen alle Röhrenfassungskontakte auf der Platine ent- und wieder zu verlöten, die Gitterwiderstände der Endröhren im Wert checken und ggf über einen Ersatz der lila HV Elkos nachzudenken... Der Fleck im GetterSpiegel der Vorstufenröhre ist unbedenklich solange sich der nicht ausbreitet und der Getter komplett weiß wird und abfällt. Falls Du Zweifel hast ersetz sie einfach, kosten ja nicht die Welt... EDIT: sehe gerade dass Du das schon gemacht hast. Achja, schau Dir die Endröhrenfassungen genau an, es gab ne Zeit da waren bei diesen Amps weiße Fassungen erbaut die die Hitze nicht aushielten und anschmolzen bzw brachen, in dem Fall müssen die ausgetauscht werden, am besten durch Beltons...
 
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Wies, ohje ein Straight.....?^^
Hab halt echt schon 'ne Stunde gespielt, und vergebens auf dieses "Problem" gewartet, weil alles glatt lief. Echt komisch. Wobei mein Eindruck am Montag, als ich ihn das erste mal testete, eher war, dass das ständig passiert. Sollte dann wohl echt mal an die Fassungen ran. Um die mal etwas nachzubiegen und zu reinigen, müssen die Elkos entladen werden? Oder geht das auch so? (Mal von ausgehend ich fummel wirklich nur an den Fassungs-Kontakten)
Das Problem tauchte auch schon auf, wenn ich mein Pedalboard benutzt habe. Also egal ob was im Loop steckt oder nicht. Hab ich als eine der ersten Sachen getestet. Buchsen schienen mir beim reingucken auch alle noch in Ordnung zu sein. Scheinen auch alle zu funktionieren, die fußschaltbaren Funktionen laufen auch sauber.
Endröhrenfassungen guck ich mir gleich mal an, ich meine aber, die sind in meinem dunkel/schwarz. Wegen der Hitze kommt aber auch bald ein Lüfter hier an, den ich da anschließe. Fehlt nur noch ein passender Stecker (wobei ich notfalls das Lüfterkabel einfach anlöte am Anschluss <.<

Allerdings: große Neuigkeit, die damit vll auch zusammen hängt. Ich habe den Amp gerade nochmal gespielt, wollte ihn dann ausmachen, und.....Naja. Powerschalter und Standby sind runter, LED vorne leuchtet aber noch Rot, die Röhren auch am glühen......Standby hoch, kam auch Ton. Der Powerschalter scheint wohl selten, aber manchmal, nicht so recht auszuschalten. Na, jippie....

btw: Löten generell ist kein Problem, absolut nicht. Nur bin ich halt nicht der Mega Ampexperte, und immer unsicher, für welche Zwecke ich die Elkos entladen muss, oder nur Vorsicht walten lassen muss. Beim Nachlöten der Röhrenfassungen weiß´ichs halt nicht. Kann man die Kontakte berühren, oder hängt da ein Elko zu nah dran im Schaltplan, der richtig Aua macht?
Wenn mir jemand sagen könnte, wie viele "gefährliche" Elkos da drin sind, wäre auch gut. Sichtbar sind offensichtlich ja nur die 3 auf dem Netzteil und einer der aus dem Ampchassis neben den Röhren rausguckt, aber das werden wohl kaum alle sein?


EDIT: Fotos von einer EL34-Fassung, die andere von der Röhre wo ich denke, dass es die PI-Röhre ist. Beide schwarz, also keine von den Anfälligen.
 

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Ohje Straight deswegen weil ich schon ein paar hier hatte die mir einiges an Arbeit beschert haben (u.a. Wechsel aller Endröhrenfassungen, verkokelte Gitter R, FX Loop Buchsen und Netzschalter(!) ).
Das Problem mit schlechtem Kontakt an den FX Buchsen hast Du vermutlich unbewusst durch die Benutzung der Buchsen gelöst, allerdings kann das ohne Reinigung per Kontaktspray und Glaspinsel wieder kommern. Bzgl Elko: Elkos bekommst Du prima entladen wenn Du einfach im Betrieb den Stecker ziehst, dann nuckelt sich das alles sauber leer und die DInger sind weitestgehenst entladen. Ich würde bei Gelegenheit die 3 lila Teile auf dem Netzteil gegen F&Ts tauschen und auch den, der neben dem Trafo aus dem Chassis guckt. Einen passenden mit Schraubmontage bekommst Du z.B. bei Jan Wüsten (askjanfirst.de) alternativ bohrt man das Loch fachmännisch auf und montiert einen Elko mit Halteklammer wie es z.B. Marshall macht. Bei den Netzschaltern kann ich Dir APEM empfehlen, der ist zwar nicht billgi aber gebaut wie ein Panzer und auf so 100 Jahre Lebensdauer konzipiert...Führt man das alles fachmännisch durch steht der Amp einem die nächsten Jahre wieder ohne Probleme zur Verfügung...
 
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Mit den verkokeltern Widerständen wundert mich kaum, bei der Hitze die in der Kiste herscht....Stundenlange Bandproben etc würde ich dem Amp nicht zutrauen wollen, ohne den Lüfter dran zu haben (wenn ich denn irgendwann rausfinde, wo man nen passenden Stecker findet :D )
Ist mein erster Amp mit 4 Endstufenröhren, die nach unten gerichtet sind und ich find das schon echt übel. Die Gitterwiderstände, sind das dann die 2k2 im Schaltplan?
Die FX-Buchsen werde ich erstmal in Ruhe lassen, da sie mir keine Probleme bereiteten soweit. Im Zweifel ist das ja auch fix mal getan. (und vor allem relativ einfach lokalisiert wenn ein Problem daher kommt)
Amp steht jetzt seit halber Stunde oder so auf On inkl Standby On, Stecker gezogen, und Volume aufgerissen. Werd da evtl nachher schon einmal reingucken, und zumindest die Röhrensockel mal versuchen ein bisschen durchzubürstern und vor allem nachzubiegen. Gerade die PI-Röhre scheint mir, als wär die echt wackelig. Nachlöten werde ich die Sockel dann wohl auch, ggf einmal vorher das Multimeter mit Masse ans Gehäuse und gucken, ob irgendein Kontakt noch viel Spannung hält. Im zweifel hab ich halt auch Krokoklemmen und einen 1,5kOhm 5-Watt Widerstand hier, damit sollte entladen ja kein Problem sein.
F&T sagt mir so jetzt gar nichts, was ist das....?^^ Und vor allem wirds spannend, was für Elkos ich genau brauche. Hoffentlich lassen sich die Werte noch alle ablesen, das wär ja am einfachsten. Ist der original-Elko neben dem Trafo denn auch mit Schraubkontakt? Oder müsste ich da noch irgendwas modifizieren? Könntest du mir einen Link zu dem Netzschalter geben? Wär natürlich schön, wenn der optisch genauso oder zumindest sehr ähnlich aussieht.
Und vor allem: Meinst du, dass die ganzen Maßnahmen bzw vor allem die Elkos mit den Lautstärkeschwankungen zutun haben könnten? :D

Muss halt sagen, das ich mich durchaus drauf eingestellt habe, an dem Amp vll was tun zu müssen, war ja auch mit der Macke angegeben zu verkaufen. Aber wenn ich den gut zum Laufen bekomme, ohne da 1-200€ beim Techniker für zu lassen, ist das denke ich durchaus ok. Dafür war der Preis halt auch 'n Hammer finde ich.
 

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F&T (Fischer & Tausche) ist ein deutscher Hersteller qualitativ höchstwertiger Kondensatoren die man u.a. als F&T bei Tube-Town, TAD GoldCap beim Tubeampdoctor oder als FJZ bei Jan Wuesten erhält. Die im Engl verbauten lila Elkos sind auch F&Ts, inzwischen sind die blau oder schwarz aber das ist ja egal, wegen der Werte am besten nachsehen was draufsteht, die beiden dicken sind auf jedenfall 100µF/450V. APEM Netzschalter gibts u.a. auch bei Tube-Town oder Conrad, der Stecker für den Lüfter dürfte ein Molex sein, früher gabs die mal bei Conrad, oft als Akku-Stecker im Modellbau benutzt.
 
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Welche Gitterwiderstände sollte ich denn checken? Reichts, wenn ich die 1K Widerstände mal angucke, oder auch die 2k2? An die 1k kommt man wenigstens gut ran :D
Und an Molex Inc ging jetzt eine Mail, vll können die mir beim identifizieren helfen. Molex hatte ich schon gesucht, aber ist ja auch alles andere als ein einzger spezieller Stecker, den man dann findet -.-
Richtig blau ist bei mir bisher nur ein Elko innen, und der, der raushängt. Nja. Gibts denn nochmehr Elkos mit gefährlichen Spannungen, als die 4 offensichtlichen? Oder reichts wenn ich die 4 überprüft habe?
 
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Also die 1k Widerstände sind alle ok und geben mir alle Werte von 1,01 bis 1,05 kOhm, denke das ist im Rahmen der normalen Schwankungen. Wenn ich richtig liege sind das die Schirmgitterwiderstände?

Edit: ich hab 'ne Flasche Ballistol noch liegen. Koennte man damit Fassungskontakte/Buchsen reinigen, oder ist das wie Kontaktspray und sorgt ueber lange Sicht nur fuer mehr Probleme?

Edit 2: Hab vorhin entdeckt, das eine Endröhre im Eimer ist. Sie funktioniert scheinbar noch, aber da klappert ein kleines Stück Glas drin rum.....Nundenn. Wenn ich aber eh daran muss, den BIAS einstellen zu müssen, würde ich vermutlich in einem Rutsch gleich BIAS-Poti parallel mit einem festen Widerstand (als "Sicherung", sollte mal das Poti 'durch' sein) einbauen. Engl gibt Widerstandswerte von 15-27K an. Welchen fixen Widerstand mit welchem (Trim-?)Poti nehme ich dafür am besten? Als Poti hätte ich jetzt das hier gedacht....? http://www.tube-town.net/ttstore/Po...ur-Potentiometer-50-k-liegend-PT15::1527.html

Und @bluesfreak bist du sicher das die 2 dicken Elkos auf dem Netzteil 100µF/450V haben? Ich kann auf dem Schaltplan, mal davon ausgehend, ich habe das "neue Netzteil" (da EL34 gehe ich davon aus) nämlich nur einen C mit den Werten finden. Der Elko, der "rausguckt", hat jedenfalls 220µFV, einer der großen auf der Platine die besagten 100µF/450V, auf den anderen beiden ist es nicht mehr ablesbar. Und aus dem Schaltplan ziehe ich da nichts, was mir 100% Sicherheit gibt. Raten würde ich "22µF/450V" und "220µF/200V" für die 2 anderen. Aber einen zweiten 100µF/450V kann ich nicht entdecken. (oder ich stell mich grade doof an...?)

FX-Buchsen hab ich etwas dran rumgeschrubbt, werde ich aber evtl doch heute oder bald tauschen, da mir einfiel, dass ich eh noch je eine offene Stereo- und Monobuchse liegen habe. Die Stereo kann man wenn man die Kontakte verbindet ja schlicht als Mono verwenden. Röhrenfassungskontakte alle mit Interdentalbürsten "geschrubbt", nachbogen und nachgelötet. Die Kontakte auf der Platine glänzen nu wieder alle ;) Macken scheint er aber weiterhin zu haben, also der Übeltäter ist noch nicht entdeckt. Evtl die V1? Wäre, da es beide Kanäle betrifft, ja auch eine denkbare Problemursache, oder? Wobei es mich dann wundern würde, warum nur Volumen sinkt, nicht aber der Sound sich verändert. (Von dem komischen Rauschen im Hintergrund mal abgesehen)
 
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Eine Erkenntniss gerade eben gewonnen:
Ich bin mal vom Straigh FX-Send in die Endstufe meines Fireballs. Schien problemlos zu laufen. Dann nochmal den Straight allein genutzt. niedriges Vorstufen-Volume+hohes MasterVolume=> vor allem im Clean Kanal stakre Nebengeräusche beim spielen, dieses "hintergründige" Zerren inklusive. Fällt im Zerrkanal logischerweise nicht so stark auf.
Hohes Channel-Volume gepaart mit niedrigem Master gibt mir selbst bis ohrenbetäubende Lautstàrken (die bei 100% Channel Volume schnell erreicht sind) ein recht reines Clean-Signal.
Ich tippe daher stark darauf, dass diese eine Endstufenröhre einfach durch ist, auch wenn sie noch normal glüht, und auch daher diese Lautstärkesprünge kommen. Die Vorstufe scheint jedenfalls alles zu machen wie es soll. Die Elko-Daten sind und bleiben weiterhin interessant, da die über kurz oder lang auf jeden Fall mal getauscht werden. Aber je nachdem was mich das alles insgesamt kostet würde ich jetzt kurzfristig vll eher den Fokus auf den Bias-Poti Mod und neue Endröhren setzen und die dann mit dem Tubetown-Adapter einmessen (hab ich bereits hier)
Hab nur noch nicht genau 'ne Ahnung, wo der Widerstand für den Bias im Amp genau sitzt, und es bleibt die Problematik, dass ich Hilfe gebrsuchen könnte, welches Poti und welchen Widerstand ich zusammen verkabeln muss.
 

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