Bachposaune - ja oder nein? ;Welche Marke ist gut??

von FrieselJonas, 05.11.07.

  1. FrieselJonas

    FrieselJonas Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.11.07
    Zuletzt hier:
    15.12.12
    Beiträge:
    26
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.11.07   #1
    Hallo zusammen!

    Ich bin schon seit langem auf der Suche nach einer perfekten Posaune für meine Ansprüche. Ich benötige sie für Sinfonie- und Blasorchester, habe aber auch vor mit dem Instrument Musik unter dem Hauptfach Posaune zu studieren.
    Zur Zeit habe ich eine recht einfache Posaune von Jupiter. Meine neue Posaune muss auf jeden Fall ein Quartventil haben und im tiefen und hohen Bereich gut spielbar sein. Außerdem muss ich mit ihr verschiedene Musikstile (Klassik, Blas-/Marschmusik...) spielen können. Welche Marke könnt ihr mir empfehlen?

    Ich habe bereits mehrere Marken ausprobiert und fand, dass die Bachposaune insgesamt den besten Klang hatte. Ein Posaunenlehrer sagte mir allerdings, dass Bach nicht gut in der Verarbeitung sei und oft in Reparatur müsste. Stimmt das??

    Wenn der Lehrer Recht hatte bin ich auf der Suche nach einer Posaune mit dem vollen Klang von Bach und der guten Verarbeitung von Yamaha. Was könnt ihr mir empfehlen; oder ist Bach doch die beste???


    PS.: Bitte gebt Informationen zur Preisstufe. Nach Möglichkeit sollte bei 2500 Schluss sein währ aber auch sehr gut mit der Hälfte zufrieden!!!!
     
  2. Born2Run

    Born2Run Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.09.07
    Zuletzt hier:
    30.01.15
    Beiträge:
    94
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    56
    Erstellt: 05.11.07   #2
    Mir wurde von Bach auch abgeraten... da war ich aber noch jung und habs einfach hingenommen. :D

    Ganz ehrlich: Wenn du eine bestimmte Posaune für die richtige hältst, dann nimm sie! Jeder hat andere Vorlieben.

    Empfehlen kann ich dir Kühnl & Hoyer (spiele selbst eine "Bolero") kenne viele die die spielen und alle sind zufrieden! Ich hätte gerne eine Getzen genommen (hat meine Lehrerin gespielt) aber die war ein bisschen zu teuer für meine bescheidenen Verhältnisse! ;)
     
  3. rumposauner

    rumposauner Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.09.06
    Zuletzt hier:
    9.12.15
    Beiträge:
    357
    Ort:
    Nrw - Essen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    97
    Erstellt: 05.11.07   #3
    einfach ausprobieren.

    edit: ich finde die Posaunen von der Marke Lätzsch sehr schön, mein Lehrer spielt eine Lätzsch Bassposaune und das Teil ist ein Traum.
    Allerdings sind die Posaunen von Lätzsch da sie teilweise noch von Hand gefertigt werden sehr teuer und überstreiten deine 2500€.
     
  4. de_lang

    de_lang Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    07.06.07
    Zuletzt hier:
    3.12.16
    Beiträge:
    323
    Ort:
    BaWü
    Zustimmungen:
    20
    Kekse:
    152
    Erstellt: 12.11.07   #4
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Einfach ein paar Modelle anspielen und die nehmen, die sich am besten "anfühlt". Ich bin auf diese Weise bei Yamaha gelandet (YSL 648R, gibts mittlerweile nicht mehr).

    Kühnl & Hoyer sind auch sehr gut, wobei mir da die "Bart van Lier Serie" nicht so gelegen hat. Aber die "Standard" (haben die auch nen Namen) und die Bolero-Serie sind sehr gut, haben bei mir im Verein auch einige (wir sind 8 Posaunen und 5 davon spielen K&H). Auch die Slokar Serie kann man empfehlen. Was ich an Kühnl nicht so mag ist die Überwurfmutter zwischen Zug und Stürze. Warum zum Geier ist da ein Linksgewinde dran? (Wenn dir Klang und Bespielbarkeit gefällt, würd ichs aber nicht deswegen scheitern lassen, daran gewöhnt man sich).

    Was mir auf der Musikmesse dieses Jahr sehr gut gefallen hat war eine von Schielke, kostet aber leider über 8000 Euro....

    Von Bach hat mir noch niemand abgeraten, aber durch Antesten weiß ich, dass sie mir "nicht liegen". Kommt wohl daher, dass ich die "leichteren" Yamaha Modelle gewohnt bin, hab auch auf Yamaha angefangen, das hat mich wohl geprägt.

    King ist auch nicht soo schlecht, aber die scheint man irgendwie eher im Jazzbereich anzutreffen.

    C.G. Conn ist auch nicht schlecht, spielt sich auch gut. Dort ist aber meines Erachtens der "Überwurf" etwas zu kurz, also das Teil, dass ein Bisschen über den Innenzug geht, da wo man die linke Hand hat. Da ich recht große Hände habe, läuft man dort Gefahr, sich selbige einzuklemmen (kommt aber vielleicht nur mir so vor).

    Wenn du Sinfoniemusik machst würde ich auf jeden Fall ein Instrument mit großer Mensur wählen, auch "L" genannt (13,89 mm). Man hat m.E. einfach einen volleren Klang. Die engeren Instrumente (12,7mm) sind m.E. eher im Jazzbereich zu gebrauchen (oder wei bei mir auch für Guggenmusikeinsätze und die ganzen Fastnachtsspielereien, "scheppert" besser. Beim Trichtermaterial empfehle ich Goldmessing. Meine hat Rotmessing, klingt sehr gut, ist aber wegen des hohen Kupferanteils sehr weich und anfällig für Kratzer. Beim Zug nimmt man wohl am besten Neusilber, ist stabiler. Gelbmessing geht aber auch, man rennt ja schließlich nicht den ganzen Tag irgendwo gegen...
    Zu der Quartventilart sag ich mal nichts, da gibts mittlerweile so viele Arten, das probierst du am besten selbst aus. Ich hab ein Standard-Drehventil und kann darüber nicht klagen. Thayerventile sind etwas leichtgängiger, dafür haben sie einen längeren "Pedalweg". Ob Traditional- oder Open Wrap ist wohl Geschmackssache. Ich spiele Traditional Wrap und bin auch damit sehr zufrieden.

    Zum Thema Blasmusik allgemein: Wenn du auch (wie ich mit dem Verein) Unterhaltungsmusik machst (also auch Polkas und moderen Adaptionen wie bei uns z.B. "Go West") empfehle ich vielleicht nicht unbedingt so etwas "schweres" wie Bach. Bei solchen Sachen bist du mit einer "leichtgängigen" Yamaha gut beraten. Ein Bekannter von mir hat eine Bach und eine Yamaha, er nimmt die Bach für sinfonisches und Konzertmusik, für die Unterhaltungssachen nimmt er nur die Yamaha. Wenn du aber studierst, viel übst und nen guten Ansatz hast, müsstest du auch mit ner "schweren" Bach bei Unterhaltungsmusik zurechtkommen.

    So, mehr fällt mir grade auf die Schnelle nicht ein. :)
     
  5. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.05.05
    Zuletzt hier:
    25.07.13
    Beiträge:
    607
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    404
    Erstellt: 12.11.07   #5
    Du bist nicht allzuweit von Gütersloh. Besuch mal den großen Laden FMB. Da findest du reichlich Auswahl an Amikannen.
    Wenn du schon da bist, fahr auch ein stückchen weiter nach Vlotho Exter und zu www.finkehorns.de und teste die an. Dürfte dir auch preislich entgegenkommen. Ich halte die Instrumente für sehr gut. Wenn du für deine Hände eine Anpassung brauchen würdest wäre das dort kein Problem.

    P.S.
    Früher oder später landest du wahrscheinlich eh bei Finke wenn was zu reparieren ist, an welcher Kanne auch immer.
     
  6. HaraldS

    HaraldS Mod Emeritus Ex-Moderator

    Im Board seit:
    03.03.05
    Zuletzt hier:
    10.04.14
    Beiträge:
    4.890
    Ort:
    Recklinghausen
    Zustimmungen:
    750
    Kekse:
    29.296
    Erstellt: 13.11.07   #6
    Ich habe vor dem Studium mir eine Bach 36 mit Quartventil gekauft und damit ebenso Sinfonie-/Blasorchester, Posaunenquartett und auch meine Aufnahmeprüfungen gespielt. Das war ein gutes SemiPro-Instrument, bis auf die Tatsache, daß ich nach langem Spielen grüne Hände hatte - der Lack bei Bach-Instrumenten löst sich schnell.

    Im Studium habe ich dann aber gemerkt, daß Baßposaune eher mein Fach ist und bin dann auf eine Haag umgestiegen, die ich bis heute habe. Als Tenor spiele ich eine King 4B, die für tiefe Tenorstimmen ideal ist.

    Lange Rede kurzer Sinn: mit einer Bach bist du in deiner momentanen Situation gut bedient. Rechne damit, in ein paar Jahren viel genauer zu wissen, was du langfristig brauchst.

    Harald
     
Die Seite wird geladen...

mapping