Banjo-Kaufempfehlung - 500 - 800€

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DaysOfSummer
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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem guten Banjo. Meine Wenigkeit spielt auch seit geraumer Zeit, jedoch lefty (was die Suche deutlich erschwert hat ;-) )
Ein guter Freund will sich nun ein neues Instrument zulegen - in genanntem Preisrahmen bis ca. 800€.
Es sollte kein Anfänger-Instrument sein, musikalisch bewegt er sich in folkigen, oftmals ruhigeren Singer/Songwriter-Kreisen (etwas, aber eher wenig Bluegrass).
Ich persönlich kenne den RK-R25 - im Thomann-Angebot gibt es nur noch das Modell RK-R37. Kennt jemand die Unterschiede? Wie ist er?
Wollen wohl nächste / übernächste Woche mal beim Thomann was anspielen.

Habt Ihr Vorschläge? Vielen Dank schon im Voraus! :)

Beste Grüße
 
Eigenschaft
 
Vom RK-25 gibt es zwei sehr unterschiedliche Varianten. Das RK-OT25-BR ist ein "Openback"-Banjo, das hinten dran salopp gesagt keinen Deckel (korrekt "Resonator") hat. Dadurch ist es spürbar leiser und der Klang ist weicher. Openback Banjos werden bevorzugt im Clawhammer-Stil gespielt (einfach mal "Clawhammer Banjo" auf Youtibe eingeben, wenn Du den Stil nciht kennst).

Das RK-R25 hat einen Resonator und hat damit einen lauteren, knackigeren Ton. Es geht eher in Richtung Bluegrass-Banjo. Von einem "amtlichen" Bluegrassbanjo unterscheidet es sich durch das Fehlen eines bronzenen Tonrings, der auf dem Kessel sitzt und über den das Fell gespannt ist.

Das RK-37 (und das anscheinend bis auf die Optik identische RK35) wäre dann genau so ein Banjo mit Bronzetonring. Es ist noch lauter aus das RK-R25 und der Klang ist nochmal etwas perkussiver.

Mit diesem Wissen gewappnet könnt Ihr ja mal bei Thomann probieren gehen. Ich würde eventuell vorher anrufen, was gerade da ist und ob vielleicht bald mit einer größeren Auswahl zu rechnen ist. Die Verfügbarkeit von Banjos bei Thomann schwankt sehr stark, ich habe die Vermutung, dass da immer mal wieder eine größere Lieferung eintrifft und dann Zug um Zug abverkauft wird. Im Moment scheint der Recording-King-Banjo-Vorrat gerade zur Neige zu gehen;) Wäre ja blöd, wenn Ihr am Wochenende zu Thomann fahrt und dann am Montag im Internet seht, dass neue Banjos eingetroffen sind.

Banjo
 
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DaysOfSummer hat mir inzwischen eine Aufnahme zukommen lassen, die die Richtung, in die es gehen soll, zeigt. Ich würde es mal als ruhigen Folk/Folkrock einstufen (wie schon im Eingangspost beschrieben) und da ist ein Banjo drauf, das mit Fingerpicks gezupft wird.

Dafür würde ich das RK-R25 oder das 35/37'er-Modell vorschlagen. Der etwas weichere Ton des RK-R25 käme der Musik unter Umständen zugute, auch wenn man mit der Einstellung des Fells auch ein Banjo mit Bronzetonring weicher klingen lassen kann. Aber wäre für diese Art Musik wäre das Fehlen des Tonrings kein Nachteil, wie es vielleicht bei hart gespieltem traditionellem Bluegrass der Fall wäre. Das RK-OT25-BR halte für Fingerpicking nicht für die optimale Wahl.

Eventuell bekommst Du ein RK-R25 auch hier:

http://www.thilohain.com/8.html

Der Nachteil ist, dass dieser kleine Händler mit den Thomann-Preisen bei weitem nicht mithalten kann. Der Vorteil ist, dass er als Banjospieler die Instrumente gleich einstellt um optimalen Klang und Bespielbarkeit herauszuholen. So ein Banjo hat ziemlich viele Schrauben, manche halten es zusammen, andere verändern den Klang, ein weites Feld;)

Banjo
 
Das klingt weiterhin sehr interessant! Klasse!

Vielen Dank für Deine Einschätzung! :) :great:

---------- Post hinzugefügt um 16:06:54 ---------- Letzter Beitrag war um 16:01:22 ----------

Ach, wo wir gleich schon dabei sind. Eines würde mich noch interessieren.

Welche Möglichkeiten hat man denn, ein Banjo zu verstärken?

Ist es am sinnvollsten, das Instrument mit einem Mikro direkt abzunehmen? Es gibt ja auch diese (https://www.thomann.de/de/shadow_shb1.htm), jene (https://www.thomann.de/de/shadow_sh930.htm) oder sogar noch weitere (?) Möglichkeiten?

Hat jemand Erfahrung?

Vielen Dank! :)
 
Den besten Klang liefert die Abnahme mit Mikrofon. Die Lautstärke ist natürlich nach oben durch die Feedbackgefahr begrenzt, aber ein Banjo, beherzt gespielt, ist lauter hörbar als eine akustische Gitarre, insofern muss man nicht ganz so weit aufdrehen und die Feedbackgefahr ist etwas geringer. Wenn man aber gegen einen lauten Rockdrummer antreten will, kommt man mit Mikrofon nicht so weit.

Über den SH930 habe ich schon Gutes von Kollegen gehört, kenne ihn selber aber nicht. Ganz natürlich klingt es vermutlich auch nicht. Aber auch mit Pickup sind die erreichbaren Pegel begrenzt, das Banjofell wirkt wie ein riesiges Mikrofon, da pfeift es irgendwann halt. Mit einem Preamp mit Notch-EQ kann man die Feedbackfrequenz des Fells (ca. 200-300Hz) rausziehen, ich verwende den hier:

https://www.thomann.de/de/tonebone_pzpre_2.htm

Eventuell findest Du auch noch etwas Günstigeres, wichtig ist der EQ, der ein schmales Frequenzband absenken kann. Das Ausstopfen des Korpus mit Handtüchern oder dergleichen, die das Fell bedämpfen hilft auch noch etwas gegen Feedback.

Eine perfekte Lösung weiß ich aber auch nicht, wenn Du eine findest, sag Bescheid:)

Banjo
 
So, inzwischen - seit Samstag um genau zu sein - haben wir ein neues Banjo. Da wir tourmäßig in der Nähe waren, sind wir tatsächlich bei Deiner Empfehlung Thilo Hain vorbeigefahren und es dann doch ein RK-R25 geworden. War auf jeden Fall ein super Tipp, ist wunderbar eingestellt etc. :)

Was den Tonabnehmer angeht, hat er uns einen Mini-Flex empfohlen, also so ein Schwanenhalsmikro. Damit kommen wir aber noch nicht 100%ig klar. Wie und wo genau muss das denn positioniert werden?

Grüße und weiterhin vielen Dank! :)
 
Freut mich, dass es geklappt hat mit dem Banjo:great:

Ich kenn das Miniflex selber nicht, deshalb kann ich Dir nur sagen, wie ich ein "normales" Mikro am Stativ auf das Banjo ausrichte. Ich lasse es auf den unteren Teil des Fells zeigen, eher in der Nähe des Randes. Je näher zur Mitte, desto bassiger und hohler ist der Klang. Da müsst Ihr auch ein wenig experimentieren, damit der Klang passt und der Schwanenhals nicht im Weg ist. Ich habe auch mal nach Bildern zu "Banjo Miniflex" gegoogelt und das erste Bild zeigt einen gewissen Banjo-Jim mit einem Miniflex, leider in schlechter Auflösung. Ich habe aber nicht die ganze Ergebnisseite durchsucht, evtl. findet sich weiter unten noch ein Bild.

Ich kenne die Befestigung nicht, aber auf jeden Fall wird das Miniflex irgendwie an der Hardware rund um den Kessel befestigt, vermutlich an den Spannhaken, die das Fell spannen oder am Flansch, vielleicht in einem der Löcher im Flansch.

Banjo
 

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