[Bass] - ESP LTD F405

von Dwarf_berserk, 11.08.07.

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  1. Dwarf_berserk

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    Erstellt: 11.08.07   #1
    So, hier mein erstes Review. Für Anregungen, Kritik und Verbesserungsvorschläge bin ich dankbar!

    Vollständige Bezeichnung:
    -ESP LTD F405FM STBK

    Grunddaten:
    -Mahagony Korpus
    -Flamed Maple Decke
    -See-Through-Black
    -Neck-Through
    -5-saitig
    -5 tlg. Hals, 3 Streifen Ahorn mit 2 Streifen Walnuss gesperrt
    -Palisander Griffbrett
    -24 Jumbo Bünde
    -lackierter Hals
    -Grover Tuner
    -extra-Longscale (35")
    -Pickups: EMG 40DC Active Set
    -EMG B64 3-fach EQ
    -Potis: Vol, Bal, Bass, Mid, Treble

    Herstellerseite/Vertriebseite:
    ESP Page
    Thomann

    Hintergrundgeschichte:

    Ich spiel jetzt seit ca einem Jahr Bass. Angefangen hab ich mit einem Ibanez RD300, ein sehr guter Bass für seine Preisklasse. Da ich ihn aber ner Freundin verkaufe die gerade mit Bass anfängt musste ein neuer Bass her. Zur Wahl standen die Warwick Corvette $$ in Nirvana Black und eben der LTD F405.
    Ich hatte leider keine Möglichkeit den F anzutesten, aber da mir der Warwick absolut nicht gefallen hat und ich von einem lokalen Händler nen guten Preis für den F bekommen hab, hab ich ihn blind bestellt.

    Vor nem Monat ist er dann gekommen, und dann gings auch los.

    Verarbeitung:

    Die Verarbeitung des Basses ist – wie in dieser Preisklasse eigentlich auch zu erwarten – ausgezeichnet. Der Übergang Hals-Korpus ist schon glatt, keine Ecken oder sonstige unangenehme Schlampereien. Die Decke kann man durch die transparente Lackierung sehr schön erkennen, was dem Bass auch etwas „edles“ verleiht. Alle Ecken und Kanten (wovon er einige hat....hat eben eine etwas mehr....“heavyigere“ Form) sind glatt geschliffen und fühlen sich gut an.

    Die Tuner verrichten ihre Arbeit wie sie sollen, der Bass lässt sich mit dem richtigen Stimmgerät gut und sauber stimmen. Hierbei ist noch zu erwähnen, dass der Bass bei nicht-chromatischen Stimmgeräten manchmal zu Problemen führen kann. Also wer sich diese Bass holt sollte auch in ein chromatisches Stimmgerät investieren.


    Die Bünde sind alle sauber abgerichtet, nichts steht drüber, nichts da wo man sich die Finger aufreißen könnte. Die Inlays sind sauber verarbeitet, man spürt sie nicht wenn man drüberstreicht. Und sie sehen Imho einfach klasse aus.

    Die Potis sind sehr leichtgängig (aber nicht zu leicht), und arbeiten ebenfalls sehr sauber. Die Hardware besteht aus Black Nickel, also sollten Leute mit allergischen Eigenschaften aufpassen damit. Allerdings muss man da nachdem man die Potis so eingestellt hat wie man will eh nicht allzu oft ran, und auch stimmen muss man nicht wirklich oft.

    Das Batteriefach ist mit einem eigenen Deckel verschlossen und wird durch 2 Schrauben gehalten. Die Abdeckungen sind plan mit dem Lack, also keine unangenehmen Kanten.

    Fazit: Die Verarbeitung ist top. Man bekommt einen wirklich sehr gut gebauten Bass. Solide und mit einigen hübschen Extras, die sich sehr gut einfügen und toll verarbeitet sind. (Inlays, Decke)

    Setup:

    Die Werkseinstellungen waren – gelinde gesagt – miserabel. Die Saiten hatte alle eine andere Höhe, die Halskrümmung war katastrophal und von oktavrein war der Bass meilenweit entfernt. Also erstmal Saitenreiter nach oben, den Hals eingestellt und gestimmt. Dann die Oktavreinheit, und die Sache sah ganz anders aus. Der Bass ist jetzt bespielbar ohne dass die Saiten schnarren, wenn man sie auch nur schief anschaut.

    Fazit: Ich weiß nicht ob mein Bass ein Sonntagsmodell war, oder ob es bei LTD Standard ist, aber die Werkseinstellungen müssen erstmal gründlich überarbeitet werden, um einen bespielbaren Bass zu erhalten.


    Handling:

    Der Bass hat einen breiten, aber flachen Hals, sodass er sich auf mit kleineren Händen gut bespielen lassen sollte. Die Sattelbreite beträgt 47mm, die Breite am 24. Bund ist ca 70mm. Saitenabstand zwischen den PUs beträgt 17mm. Nicht zu eng, aber auch nicht zu weit auseinander.

    Das Gewicht des Basses hält sich in Grenzen. Laut meiner Waage (Personenwage, also nicht sehr genau) wiegt er etwas zwischen 4,1 und 4,3 kg. Dank seines relativ kleinen Headstocks ist der Bass absolut nicht kopflastig, am Gurt pendelt er sich schön schräg ein. Also optimal ausbalanciert.

    Fazit: Der Bass ist gut bespielbar und sollte auch Leuten mit kleineren Händen keine allzu großen Probleme machen.

    Sound:

    Kommen wir zur wichtigsten Frage: Wie klingt er? Die Soundmöglichkeiten sind dank des 3-fach EQs relativ vielseitig. Der Bass ist zwar – wie auch an seinem Äußeren erkennbar – eher für Metal gedacht, klingt aber auch bei anderen Richtungen gut. Mit den richtigen IQ einstellungen kann der Bass knurren, drücken, oder aber auch in den Höhen fast singen. Bass und Mitten voll rein, H saite angeschlagen und die Erde beginnt zu beben.
    Es ist fast für jeden Geschmack etwas dabei, auch wenn er imho für Metal aller Art am besten klingt.

    Fazit: Vielseitiger Sound dank 3-fach EQ, ordentlich Druck dank den aktiven PUs.


    Gesamt-Fazit:

    Es ist zwar einiges an Fummelei nötig, aber wenn er mal eingestellt ist ist er für seine Preisklasse ein sehr guter Bass. Durch sein Aussehen ist er wahrscheinlich eher für Metaller interessant, aber vom Sound her ist er fast ein Allrounder. Durch die Decke bekommt er ein wenig vom Aussehen eines „Edel-Basses“.

    + Verarbeitung
    + Sound
    + EQ Möglichkeiten
    + Aussehen


    - Werkseinstellungen
     

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