[Bass] - Review ESP LTD Viper 254

von Orgetorix, 17.06.07.

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  1. Orgetorix

    Orgetorix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.06.07   #1
    Review: ESP LTD Viper 254 olympic white

    *Vorgeschichte*
    ------------------

    ich besitze ja schon so einige Bässe. Eigentlich dachte ich, dass mit dem Kauf des Epi Thunderbirds vor kurzem
    meine Wünsche erstmal befriedigt sein würden, ja aber weit gefehlt.
    Bis vor einer Weile gehörte ich der Fraktion an, die meinte: "Bloß keinen aktiven Bass!". Aber als ich bei meinem
    Musik-Dealer dieses weiße Etwas hängen sah, konnte ich nicht widerstehen und musste den mal anspielen.
    Ja, und was soll ich sagen: Ich bin nun stolzer besitzer eines aktiven Basses.
    Die SG-Form ansich fand ich ja schon immer ziemlich geil, jedoch war für mich die Form des "normalen" SG-Bass
    (Epi EB-3) optisch nicht ganz ansprechend, halt einfach nen Gitarrenbody mit längerem Hals. Da sprach mich
    der Viper Bass eher an...


    *Specs*
    ----------

    34" scale
    Body: Mahagoni
    Hals: 5-teilig Ahorn/Walnuss
    21 Bünde
    Griffbrett: Palisander
    Konstruktion: Setneck (verleimt)
    Tuner: Grover
    Bridge: ESP 604 string-thru (Saiten können in der Bridge auch eingehangen werden)
    PUs: EMG 35 HZ EP
    EQ: 3Band, EMG B64
    Volume/Balance
    weißes (creme) Binding, komplett weiß lackiert, schwarze Hardware


    *Verarbeitung*
    -----------------

    Alles Top!
    Der Lack ist prima aufgetragen, keine Lacknasen, etc..
    Die Potis sitzen fest, reagieren gut, kein Rauschen, Kratzen.
    Die Tuner sind super stimmstabil, leichtgängig und übertragen sehr präzise.
    Der Hals war schon von meinem Dealer prima eingestellt, Saitenlage schön flach.
    Es sind absolut keine Deadspots festzustellen, alles klingt sehr harmonisch.
    Die Bünde sind sehr sauber abgerichtet und poliert (und bundrein positioniert ;-))
    Die Gurtpins sind schön groß, so dass ein Gurt festen Halt hat, trotzdem habe ich sie gegen Schaller Sec. Locks
    getauscht (sicher ist sicher!).
    Der Sattel ist sauber an das Griffbrett angepasst und gut gekerbt, die Saiten laufen sauber in den Kerbungen.
    Insgesamt ist wirklich alles sauber verarbeitet, kann keine Mängel feststellen, außer
    dass die Abdeckung für das Batteriefach leider verschraubt ist und leider auch etwas zu groß war, so dass
    es beim Abnehmen etwas klemmte (ich habe die Abdeckplatte etwas angeschliffen, damit sie nicht mehr klemmt
    und dann Klettband an den Seiten verklebt. Jetzt kann ich ohne schrauben das Fach öffnen und schließen).


    *Handling/Bedienung*
    -----------------------

    Ich habe für diesen Bass einen Harley Benton Wildledergurt. Ich kann nur sagen, dass mir mal nicht der kleinste
    Ansatz von Kopflastigkeit auffällt. Der Bass hängt gut am Körper. Ich fühle mich einfach wohl wenn ich ich spiele!
    Der hals ist lackiert und lässt sich gut bespielen (normalerweiße bevorzuge ich ja unlackiert/mattlackierte Hälse,
    aber hier stört mich die Lackierung gar nicht).
    Das Stringspacing ist gut gewählt, nicht zu eng nicht zu weit, selbst Slappen macht hier spaß.

    Zur Bedienung will ich eigentlich nicht soviel sagen.
    Es steht eine 3-Band-Eq zur Verfügung, die über einen 9V-Block gespeißt wird. Höhen, Mitten und Bässe lassen sich
    sowohl anheben als auch absenken. Zudem lassen sich beide Pickups präzise über einen PU-Blend mischen bzw. auswählen.
    Dann eben noch ein Master-Volume, was ich nicht weiter erläutern brauche.
    Alle Potis bis auf das Volume Poti haben einen "center-point".
    Insgesamt sind die Frequenzbänder des EQs gut gewählt, die Potis greifen gut und defieniert in den Sound ein.


    *Sound*
    ----------

    Der Viper-Bass macht ordentlich Dampf, das sei schon mal angemerkt. Durch den Mahagoni-Korpus und den outputstarken
    Pickups drückt der Bass ziemlich. Jedoch ist nicht der geringste Ansatz zum "Mumpfen" zu hören. Im Vergleich zu
    meinem Bach Preci sieht das etwas anders aus, der growled schön erdig (aber mumpft leider auch etwas).
    Durch den Eq ist man jedoch sehr flexibel in der Soundgestaltung. Mehr Knurren (und das kann der Viper echt super),
    noch mehr Dampf (Bass), mehr Definition und Klarheit im Sound, alles kein Problem.
    Ob heavig-rockig, oder bluesig, oder mal etwas sanfter, dieser Bass ist für alles offen. Jedoch spürt man immer wieder,
    dass der Bass eher rocken will, schönes Knurren von unten das gefällt mir am liebsten.

    Der Bridge-PU ist die "Knurrinstanz" ohne dass es an Druck fehlt. Über diesen PU spiele ich am meisten. Will ich aber
    eher etwas Preci-like, dann nehme ich den Neck-PU, der für das definiert "Untenrum sorgt, noch etwas die Bässe
    und die Höhen am Eq rausdrehen, voila Preci!
    Noch weniger Bass etwas mehr Mitten und Höhen und wir haben nen schönen JazzBass Sound.
    Dieser Bass deckt alle meine Soundvorstellungen (Rock, Blues, Funk, Punk, Jazz, BigBand) zufriedenstellend ab. Wer jetzt denkt,
    dass es dem Bass dadruch an Charakter fehlt...neenee! Es bleibt immer das gewisse "Viprige" (knurrender, drückender Sound).
    Und das finde ich gut, dadruch bleibt der Bass sehr individuell.

    Der Bass klingt einfach druckvoll warm, ohne zu mumpfen; definiert/präzise knurrend, ohne an Durchsetzung zu verlieren.


    Bisher habe ich den Bass mit KenSmith Saiten gespielt. Die finde ich aber nicht so dolle. Ich denke, dass ihm auch
    ganz gut Flatwounds stehen würden. Werde deshalb einen umfangreichen, aber auch geldintensiven Test mit Fender 9050,
    DD Chromes, La Bella, etc. durchführen. Aber ich denke, dass ihm die Fender ganz gut stehen würden.

    *Fazit*
    ----------

    Ich bin echt froh, dass ich mich für den Viper entschieden habe. Es ist mein erster "anständiger" Bass.
    Vorallem bin ich froh, dass sich der Sound des Basses mit all meinen Musikrichtungen die ich zur Zeit spiele deckt.
    Ich würde mir den Bass immer wieder kaufen, den die Verarbeitung ist einfach mal spitze, der Sound passt und die Optik
    ist sowieso mal die geilste.
    Leider wird dieser Bass so nicht mehr produziert. Die 254-Version ist geringfügig günstiger geworden, hat dafür aber nur
    noch ESP-eigene PUs und EQ. Habe auch diesen Bass schon in den Händen gehabt. War nicht allzu weit weg von meinem Viper vom
    Sound, jedoch hatte ich das Gefühl, dass der neuen Version durch die "billigere" Pickup/Eq Kombi eben das Salz in der Suppe
    fehlt, das gewisse etwas halt.

    Bilder folgen noch, Soundfiles habe ich probiert zu machen, die waren aber einfach nur grottig schlecht, muss mal
    schauen was mit meiner Soundkarte los ist.

    Ich hoffe ich konnte mit diesem Review dazu beitragen, dass man sich ein Bild von diesem Bass machen kann.
     
  2. FATBASS

    FATBASS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #2
    Fast-Das Bild fehlt :p
     
  3. Punka

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    Erstellt: 20.06.07   #3
    Merci für das tolle Review, da ich auch an diesem Bass überlege, wenn dann aber an der alten Version. Gibts die noch irgendwo, oder is mitlerweile jeder Händler auf die ESP-hauseigene Variante umgestiegen?
     
  4. Kaputtz

    Kaputtz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #4
    jawohl endlich mal wieder ein review zu nem ESP bass ^^
    danke für das nette review aber pls noch pics ;)
     
  5. Orgetorix

    Orgetorix Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #5
    Hier nun die versprochenen Bilder:
    leider konnte ich sie nur mit meiner handy-cam machen.
    In natura ist der Bass aber wesentlich geiler anzuschauen!
    Bin vor kurzem umgezogen, deswegen ist die wand leider noch weiß/passt aber prima zum bass :-)
     

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  6. Orgetorix

    Orgetorix Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.06.07   #6
    vielen dank für die resonanz!
    @ punka
    in berlin bei justmusic /pariser straße, da hängt noch das vorführ modell vom schwarzem viper, den wollten die mir für 500 euro verkaufen hab mich dann aber auch bei justmusic nur in der kulturbrauerei für den weiß3n entschieden, preis auch um die 500 euro.
    kannst ja mal bei justmusic anrufen und nachfragen (www.justmusic.de).
    ansonsten schaust du mal im internet die musikhäuser durch, da findest du auch manchmal einen alten.
     
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