[Bass] Yamaha RBX 375 BK

von Mr. P, 03.02.11.

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  1. Mr. P

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    Erstellt: 03.02.11   #1
    Yamaha RBX 375 BK (09.2004)

    I. Inhalt
    Die Verpackung von der Yamaha RBX 375 kommt neben dem Bass selbst mit dem entsprechenden Werkzeug für Saitenreiter und Halsspannstab daher. Zudem war ein Klinkenkabel mit 1,5m Länge dabei, davon hatte ein Ende einen Winkelstecker. Die Anleitung war natürlich auch an Bord und eine 9V-Block-Batterie.

    II. Ausstattung
    Mit dem Optischen begonnen sieht man sofort die fünf Saiten auf einer 34“ Mensur (864mm). Der hier verwendete Saitensatz hatte schwarze Stoffenden (meist haben die Ausstellungsstücke und Beispiele der Internetversandhäuser rote) und lag in der Stärke .045-.125 vor. Weiter sind die 24 Bünde zu erkennen und die „neuartigen Humbucker“.

    Das dunkle Griffbrett lässt Palisander erkennen. Wer auf die Rückseite des Halses schaut, erkennt dass er in matt schwarz lackiert ist. Wer dann noch besonders gute Augen hat, kann erkennen, dass es sich um einen Erlekorpus und einen Ahornhals handelt. Bei so genauer Betrachtung fällt dann auch der „3D Headstock“ auf.

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    3D Headstock unter der Lupe

    Auf der Rückseite findet man auch das Batteriefach für die aktive Elektronik und man sieht, dass der Hals vierfach verschraubt ist. Wieder vorne angekommen fällt einem noch die Die-Cast-Bridge auf und vier Potis. An dieser schwarzen RBX 375 sind schwarze Mechaniken verbaut, nicht die schwarzverchromten, wie bei anderen Farbgebungen. Bei neueren Modellen scheinen allerdings die verchromten Mechaniken verbaut zu werden.

    III. Bespielbarkeit
    Die Yamaha RBX 375 hat einen 19mm Saitenabstand. Daher mag der Hals vielleicht etwas breit oder dick vorkommen. Im Grunde ist es aber nicht außergewöhnlich. Er liegt gut in der Hand und passt gut zum Bass. Der Hals ist am Steg 41mm breit und im 12. Bund 65mm. Der lackierte Hals mag etwas sonderbar erscheinen, aber er trägt zum guten Spielgefühl bei. Eine Besonderheit ist, dass der Lack an sich matt ist, aber durch ständiges Spielen immer glatter und glänzender wird. Kein störender Effekt, aber etwas wundert man sich schon, wenn man es bemerkt.

    Die Tonabnehmer haben auf beiden Seiten geschwungene Vertiefungen, wo man wunderbar seinen Daumen positionieren kann. Das hat den Vorteil, dass es keine Daumen(nagel)abdrücke auf dem Korpus gibt.

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    Neuartige Humbucker? - Guter Sound sollte doch etwas selbstverständliches sein.

    Auf dem Bass haben die Saiten bislang immer ein natürliches Ende gefunden. Scharfkantige Ecken gibt es nicht.

    Das Gewicht könnte bei der RBX 375 für viele ein Thema sein. Der Korpus ist recht groß und fühlt sich recht schwer an. Das Transportgewicht liegt laut Karton bei sechs Kilo, unbekleidet bringt die RBX 375 etwa 4,4kg auf die Waage. Durch den großen Korpus ist auch keine Kopflastigkeit vorhanden.

    Falls der Musikshop nicht heimlich Einstellungen vorgenommen hat, kommt die RBX 375 auch hervorragend eingestellt vom Fließband.

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    Schwarze Kapsel-Mechaniken - In der 2004er Serie wurden noch keine verchromten Teile verbaut


    IV. Klang
    Die RBX 375 hat einen aktiven 2-Band-Equalizer für Bässe und Höhen. Dadurch lässt sich eine Vielzahl an Sounds einstellen. Für das Extra an Variabilität sorgt zudem der Panorama-Poti, der stufenlos die Tonabnehmer hinzu oder weg blendet (was mittlerweile wohl recht gängig ist). In der Mittelstellung sind beide Tonabnehmer gleich stark eingeblendet. Hier sei noch gesagt, dass, außer der für die Lautstärke, alle Potis eine gut fühlbare Mittelstellung haben.

    Die fünfte Saite ist leider auch einmal zum Thema geworden. Sie klang immer etwas stumpf und schwang immer schneller aus als die anderen – bis neue Saiten aufgezogen wurden. Mit den DR Strings war die RBX 375 ein richtiger Fünfsaiter und kein „4+1-Saiter“ mehr. Scheinbar war mein Werkssaitensatz von minderer Qualität. Der Bass selbst macht es einem leicht einen konsistenten Sound zu erreichen.

    Die Tonabnehmer rauschen nicht, außer in einer Einstellung. Wenn man den Bridge-Pick Up auswählt und die Höhen voll aufdreht. Eine Einstellung, die wohl durch das Transportieren in der Gigbag zustande kam. Das Rauschen verringert sich sehr stark, wenn man einen der verantwortlichen Potis nur minimal bewegt und verschwindet ganz bei einer weiteren so minimalen Bewegung. Ansonsten hören die Tonabnehmer auf die Einstellungen, die man vornimmt.

    V. Anmerkungen
    Im Laufe der Zeit lockerten sich schon vielerlei Schrauben und Muttern. So hat sich schon die Mutter auf der Klinkenbuchse gelockert (und den Sound gekillt), die Muttern von den Potis (die dann zu wackeln begannen), und die Potikappen selbst. Alles brauchte nur handwarm angezogen werden und dann war Ruhe, kein Wackeln mehr und nichts. Keine Schraube hatte sich je zwei Mal gelöst.

    Der Stecker für die Batterie ist leider etwas schwächlich geraten. Diese Art der Steckverbindung kommt in der allgemeinen Elektronikwelt zwar häufig vor, aber der sitzt so bombenfest, dass beim Batterie entnehmen mal ein Kabel vom Stecker abgetrennt wurde. Jeder, der halbwegs virtuos mit dem Lötkolben umgehen kann, ist in der Lage das zu beheben.

    Aufgrund des Steckers wurden die Batterien nur gewechselt, wenn es wirklich notwendig war. Die Lebensdauer der Batterien war dadurch nicht so lang, wie bei anderen beschrieben. Wobei die teuren Markenbatterien ungleich länger halten als die günstigen.

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    Der Hals ist lackiert und sitzt bombenfest. Die Batterie allerdings auch

    Im Laufe der Zeit ist leider der Kunststoff um die Kabel im Batteriefach hart geworden und die Batterie passt nicht mehr so geschmeidig ins Fach, wie früher.

    VI. Ergebnis
    Die RBX 375 ist ein toller Einsteigerbass. Immer habe ich etwas Passendes gesucht, wollte aber von den RBX 170 weg. Mit der aktiven Elektronik und den Humbuckern habe ich dann die RBX 375 ausgewählt. Ich habe sie als Anfänger im Winter 2004/05 bekommen und bis Januar 2011 gespielt. Andere suchen vielleicht früher neue und aufregende Sounds, aber meine Ansprüche hat sie bis dahin immer erfüllt. Geduldig hat sie einige Rock’n’Roll-Unarten aus der Jugendzeit über sich ergehen lassen und war, bis auf beschriebene Ausnahmen, immer treu. Ich habe die RBX 375 meist für voluminöse Bass-Sounds oder für unanständig schmutzigen Schulrock und später Hardrock verwendet. Allerdings ist das Spektrum weitaus größer, das haben die ruhigen Momente bei den Proben gezeigt. Welche Stilrichtungen der RBX 375 noch gelingen, kann ich von meinem bescheidenen Standpunkt nicht sagen. Gemeinsam wurden Klassenräume und Turnhallen gerockt. Jetzt geht es für mich mit einer Ibanez SR 505 BM weiter und nach all der Zeit ist es dann auch kein Wunder, dass man einer jüngeren Generation die Arbeit überlässt. Nun darf die RBX 375 einer Sache nach gehen, die sie ebenso gut kann, wie Musik machen – einfach schön aussehen.

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    Saitenwechsel leicht gemacht. Die-Cast Bridge aus Druckguss, ebenfalls schwarz und nicht verchromt.

    VI. Alles im Überblick

    Materialien
    Hals: Ahorn/Maple
    Griffbrett: Palisander/Rosewood
    Korpus: Erle/Alder
    Brücke: Druckguss
    Mechaniken: Verkapselt

    Maße
    Mensur: 34“ (864mm)
    Bünde: 24
    Saitenabstand: 19mm
    Halsbreite (Sattel): 41mm
    Halsbreite (12. Bund): 65mm
    Gewicht: 4,4kg

    Ton
    Tonabnehmer: 2x Humbucker
    Regler: 1x Lautstärke, 1x Panorama Poti (kurz: PanPot; für die Tonabnehmer), 1x Bass und 1x Höhen (2-Band-EQ)
    Elektronik: 2-Band, aktiv

    Weitere Herstellerangaben:
    Radius: 23 5/8" (600mm)
    Pickup Switch: N/A
    Construction: Bolt-on
     

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