Bassdrum und Snare optimieren

von Forrest, 29.03.06.

  1. Forrest

    Forrest Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.06   #1
    Hallo!
    Ich weiß, dass es schwierig ist die Bassdrum und die Snare eines Schlagzeugs gut rüberzubringen. Mikrofonierung und Effektgerätetechnik ist sehr aufwändig. Da überlege ich, ob es heutzutage Alternativen gibt.
    Die Größenordnung ist Amateurniveau; Gig mit zirka 400 bis 600 Zuhörern; grobe Musikrichtung: Alles was in den 80ern vorne in den Hitparaden war und ne Oldierockrunde.
    Ich könnte mir vorstellen, dass man heute Spezialsensoren auf die Felle kleben kann und damit synthetische Tonquellen triggert. Und schon hat es der Tontechniker um einen Quantensprung einfacher.
    Ist die Idee verkehrt, oder liege ich vielleicht gar nicht so falsch?
    Kennt jemand sowas?
    Könnte ich vielleicht auf der Musikmesse sowas finden?

    P.S.: Ich habe diese Frage extra nicht im Drum-Forum gestellt. Die wären bestimmt über mich hergefallen, vonwegen "Natur ist halt Natur - und wir Drummer wollen genau den Sound aus den Boxen haben, den wir auch erzeugen"! Tatsache ist aber, dass das was aus den Boxen kommt doch sehr oft ziemlich bescheiden klingt!
    Gruß
    Forrest
     
  2. 8ight

    8ight HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 29.03.06   #2
    triggern kann man. such doch mal im drumforum danach, oder frag die, so unnatürlcih ist das nicht.

    wenn du probleme mit snare und bass hast, dann probier evt mal mit 2 mikros.
    ein normales bassdrum mikro am reso und ne grenzfläche für den bauch hinein in die drum legen.

    an der snare eins von oben und eins von unten.

    bassdrum evt gaten, damit kein boing vom rest des sets zu hören ist

    als triggerset evt sowas:
    http://www.musik-service.de/E-Drums-DDrum-Trigger-Kit-3-1-1-Pro-prx10593de.aspx
    und dann als soundmodul :
    http://www.musik-service.de/E-Drums-Roland-TD-20-E-Drum-Modul-prx395740115de.aspx
     
  3. Boerx

    Boerx Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.03.06   #3
    Warum dann nicht gleich auf ein E-Set ausweichen?
     
  4. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 29.03.06   #4
    hallo,
    beim thema triggern bin ich etwas gespalten,
    ich war rund 2 jahre mit einer produktion unterwegs die damals 2 vollgetriggerte drumsets auf der bühne hatte. das ganze hat vor aber auch nachteile.

    vorteile wären z.b.:
    -schnellerere Aufbau, trigger muss man ja nicht entfernen wie mics die bleiben dran, werden mitgecased, müssen kaum nachjustiert werden
    -auch ohne soundcheck etc steht ja schon der sound-> große zeitersparniss.
    -keine externe dynamik effekte mehr nötig, siderack wird kleiner

    nachteile z.b.:
    -lange vorbereitungszeiten zum erstellen und anpassen der richtigen sounds
    -velocitiy anpassen kann sehr mühsam sein wenns schnell gehen muss, da richte ich lieber mics kurz sauber aus
    -natursounds können nie perfekt wiedergegeben werden, spätestens wenn man über die ohs keine toms mehr bekommt geht ein ganzer touch räumlichkeit verlohren.
    -im fehlerfall vor ort schwer ersetzbar, ein kaputtes bd mic ist schnell gewechselt, ein kaputtes dtx aufm job.. -> Spare ->hohe Kosten

    Diese Listen lassen sich bei beiden Punkten natürlich weiterführen, ist nur ein kurzer Überblick. Unterm Strich kann ich sagen das es Spaß gemnacht hat und interessant war damit zu arbeiten. Und noch schöner ist das wir das zeug jetzt los sind und natur spielen :D
    Trigger haben imho eine existensberechtigung bei live show. wenns einfach darum geht abgefahrene sounds abzuschießen, z.b. in der elektro szene sehr beliebt. es gibt halt kein nauirset das nach techno, elektro etc klingt.
    auch als kleiner fx kanns super sein, zb infra sounds per pad (setzten wir z.b. bei der geschichte auch mit den natur drums noch ein).
    Aber wenns darum geht einen klassischen Natru Rocksound zu imitieren.. Nein Danke bin ich bedient. Warum Nachbauen wenns das original gibt.
    Macht imho keinen Sinn und lohnt einfach nicht.

    Generell bin ich der Meinung das eine BD oder ne Snare auch nicht leichter oder schwerer in den Griff zu bekommen sind wie alle anderen Kanäle, Hier ranken sich nur viele Mythen und sie werden gerne als bsp hergenommen. Vllt ja weil ganz am Anfang des Pultes :D

    Was dir evtl helfen könnte:
    - Darauf Achten das die bd und sn wirklich richtig gut gestimmt sind. beide felle. auch bei einer bassdrumm sollte das resonanzfell gestimmt sein. ist eigentlich jedem klar, machen viele trotzdem nicht wenns mal hektisch wird. aber die backline ist halt der ursprung wenns hier schon nicht stimmt..
    - dämmung der bassdrum beachten. damit kann mann viel verbessern, oder auch nicht. im zweifellsfall einfach damit experimentieren. wichtig ist das das dämmmaterial nicht unkontrolliert durch die gegend wabert sondern ordentlich verlegt ist. manche nehmen kissen, andere molton, die nächsten noppenschaumstoff, manch legen auch nur einen stein in die fußpauke, da muss jeder selber wissen was er mag.
    - sinnvolle mikrofonierung wählen: das ist auch wieder ein punkt mit viel geschmacksanteil. experimentiere mit verschiedenen mikros, dynamisch, kondenser, grenzfläche, unterschiedliche charakteristika, hier gilt es herauszufinden mit was man gerne arbeitet. genauso die schon erwähnten kombinationen. 2 bd mics oder snare top+bottom. sind wirklich sehr interessante effekte, benutze ich gerne, jedoch bezweifel ich das man damit was erreicht, wenn man schon mit den standards scheitert. wenns aber darum geht das letzte bisschen rauszukitzeln oder kreativer zu arbeiten, dann immer rein damit
    -die richtige dynamikwahl: gates und compressoren nur geziehlt einsetzten. auch hier ist manchmal weniger mehr. ist eine bassdrum schon super punchig, knackig, wird mit konstantem pegel getreten muss wohl nicht mehr viel komprimiert werden usw.. auch hier ist der geschmack ml wieder hoch beteiligt, wichtig ist jedoch das man sich nciht übernimmt. geinsertet wird nur was man auch handeln kann. alles andere raus.
    - die eq arbeit. hier gibst ja die bekannt berüchitigten standarts: heb mal bei 80hz für mehr eier, bei 2-3 für attack, usw. wichtig ist nicht blind auf diese zu vertrauen sondern wie bei jedem anderen input auch auf seine ohren zu vertrauen.

    unterm strich beim fazit also: trigger ja, aber nur für fx geschichten oder wenn bestimmte sounds gefordert sind die die natur nicht liefert. trigger weil der tech keinen sauberen sound hinbekommt. nein. hier ist entweder der tech schuld, oder es ist ein fehler den er eigentlich erfassen müsste (stimmung etc). nur weil hier ein fehler liegt das set ändern? das ist kämpfen gegen sympthome nicht gegen die ursachen. Falls ihr tortzdem zu den triggern wechselt nicht vergessen, das das auch auswirkungen für das monitoring hat. die bühne wird leiser, das wird den anderen musikern erstmal zu gute kommen. der drummer wird sich jedoch wohl etwas komisch vorkommen und schnell nach mehr druck etc betteln. hier kann man dann mit größeren drumfills, buttshakern etc entgegenwirken.
     
  5. Forrest

    Forrest Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.06   #5
    Tolle Antworten - Danke, besonders an Tobse!
    Gruß
    Forrest
     
  6. Forrest

    Forrest Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.06   #6
    Hallo Boerx!
    Weil ich noch keinen Drummer gesehen habe, der gerne ausschließlich auf einem E-Set spielt. Da fehlt einfach das Feeling und er hört sich nur über Boxen. Für den Zuhörer wäre das vielleicht gut, aber für den Drummer selbst ist das einfach zu unecht.
    Gruß
    Forrest
     
  7. 8ight

    8ight HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 01.04.06   #7
    dann eben mit triggern, da kan er dann auf seinem normalem drumset rumkloppen aber der sound kommt aus der dose...
     
  8. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.06   #8
    Ich bin da eher mit Tobse einer Meinung, ich kenne keinen Synth der ein Schlagzeug besser hin bekommt als ein besseres 'echtes'.
    Und das Problem der Abnahme lässt sich doch wohl irgendwie lösen! Ist vermutlich weniger Spielerei als die Trigger richtig hin zu bekommen incl. Eingewöhnung.
     
  9. Campfire

    Campfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.06   #9
    Ich hatte als Techniker bisher höchstens mal mit getriggerter Bassdrum zu tun, meiner Erfahrung nach sollte man wirklich viel Zeit investieren um vor dem Gig schon einen guten Triggersound einzustellen.
    Hatte einmal eine die war super, unbearbeitet auf die PA geben und zufrieden sein, ein anderes Mal muste ich die Getriggerte BD trotzdem Gaten und kräftig EQen.
    Und ich würde sagen ein Guter Bassdrumsound einer NaturBD ist jetzt bei halbwegs brauchbarem Drummer/Set/Mikro/PA wirklich kein Problem, wenn der Techniker daran scheitert wird er auch trotz Trigger den Rest des Mixes nicht bewältigen.
    Ich bin jetzt kein Strikter Gegner des Triggerns, wenn entsprechende Effektsounds gefordert sind sofort, aber weil der Techniker es nicht auf die Reihe bringt...
    Dann endets irgendwann bei Vollplayback....(der Sänger klingt ja auch oft nicht so gut, der Bass geht immer unter......)
     
  10. Tobse

    Tobse PA-Praxis Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.06   #10
    genau meine rede camp,,,
    triggern mag ok sein, wenn geziehlt damit gearbeitet wird und es zur soundgestaltung etc einfach sinnvoll aber notwendig ist..
    aber triggern weil ein tech keine base drum zum klingen bekommt?
    und deine weiterführung ist gar nicht zu übetrieben..
    jetzt hatt er ein voll getriggertes set, was ist jetzt mit dem bass, und der klampfe, usw.-.
    am besten gleich nen multitracker kaufen ;)
    ne im ernst das kanns nicht sein.. wenn ich klavier spielen will aber mit den schwarzen tasten nix anfangen kann male ich sie ja auch nicht weiß an und hoff das es dann klappt...
     
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