Belting/Mischen

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HexeKex
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Hey, ich bin ganz neu hier , also tut mir Leid, wenn es diesen Thread schon gibt, einfach löschen.
Ich höre mir ziemlich gerne Ariana Grande's Musik/Covers an (youtube channel osnapitzari) , ich finde sie singt einfach toll. Sie hat gesagt, sie nimmt jetzt erst seit Kurzem Gesangsunterricht, aber sie singt trotzdem irgendwie mit Technik. Meine Frage , mit welcher Technik singt sie in den ganz hohen Tönen? Wie hier zum Beispiel ab .4:44 http://www.youtube.com/watch?v=M-BrGX4FDik
oder in diesem Video http://www.youtube.com/watch?v=39p2Khz5x10&feature=related ab .1:15 bei dem fantasy. Sie macht das immer in ihren Liedern und ich habe mich gefragt, wie sie das singt, ob sie das mit Mischstimme macht etc? Ich wollte das meiner Gesangslehrerin eklären, hatte aber kein Hörbeispiel dabei und ich konnte nicht ekrlären, was ich damit meine, also wie genau singt sie diese Stellen, die imemr extrem hoch sind und trotz, dass sie noch kaim Gesangsunterricht hatte unmöglich reine Bruststimme sein können. Bei mir ist nämlich das Problem, oft, wenn ich versuche Mischstimme zu singen versuche ich den Hals weit zu halten - es klappt nicht, ich werde heiser. Bei ganz hohen Tönen soll man ja so die nase rümpfen, wie man es auch bei Christina Aguilera immer sieht. Wenn ich das mache funktioniert es manchmal, manchmal merke ich dann einen kurzen Schmerz(bei den ganz hohen Tönen), auf der Kehle und habe das Gefühl ich fange an zu drücken, was das Nase rümpfen doch eigentlich vehrindern sollte.. Ich wäre sehr, sehr dnakbar, wenn mir jemand das ein oder andere beantworten könnte. Denn meine Gesangslehrerin hat gesagt. sie hört absolut kein drücken, aber da ich ja was auf der Kehle merke, muss es doch so sein, oder?

vlg :]
 
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Hallo

Wer ist denn diese Ariana Grande? Hab von ihr noch nie was gehört.
Tja, manche haben es kübelweise geschenkt bekommen ;-) Sie singt toll, sieht super aus und ist zudem noch blutjung.
Was sie da macht ist in der Tat Belting. Das Naserümpfen bewirkt einen guten Vordersitz, was vor allem bei hohen Belt-Passagen hilfreich sein KANN. Das ist aber nicht direkt eine Voraussetzung. Die erste Voraussetzung für einen guten Belt ist ein starker, trainierter Atem. Aber auch eine gewisse Ungehemmtheit, der Mut, so stark aus sich heraus zu kommen. Ariana hat das. Sie macht das wirklich gut.
Das Naserümpfen verhindert nicht, daß du evtl drückst ;-) Es verschiebt wie gesagt nur den Tonkern/Fokus nach Vorne. Verhindern daß du drückst kannst du nur dadurch, daß du lernst, nicht mehr mit Druck aus der Kehlkopfmuskulatur zu singen. Die Power muss aus dem Atem kommen. Sonst klappt es nicht egal welche Grimassen du schneidest ;-)
 
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Das wundert mich nicht, dass du sie nicht kennst, sie spielt in einer Nickelodeonserie mit und hat sonst bisher nur eine Single auf iTunes herausgebracht und arbeitet derzeit an ihrem Debutalbum. Und ja, wie unfair das alles ist, schauspielern kann sie nämlich auch noch gut. :D Und wie kann ich das am besten lernen mit wneiger Druck aus dem Kehlkopf zu singen? Eben habe ich es noch mal probiert und es hat wunderbar geklappt ohne heiser oder sonstiges zu werden. Und dieses hohe Belting, nicht in ihrer Höhe, aber vom Sound her, kann man das auch lernen mit viel Übung, dass sich das so anhört? Denn ich finde den Sound super. ;) Und den Fokus nach vorne zu bekommen, ist es für das nicht-mehr-drücken dann von Vorteil weit aufzumachen oder eher breit und nicht allzu weit den Mund zu öffnen? Ich hoffe man versteht überhaupt, was ich meine ;D
 
Liebe Hexe

Du schreibst doch, du hast Gesangsunterricht, oder? Versteht deine Lehrerin was vom Belting oder ist sie reine Klassikerin? Wenn du - wie die meisten - nicht mit so einem außergewöhnlichen Naturtalent gesegnet bist wirst du das professionell erlernen müssen. Die Grundvoraussetzung ist die Atemverbindung (auch "Stütze" genannt) und die Kraft, die du aus der Atmung aufbringen musst. Die wenigsten können das einfach mal so, wie offensichtlich diese Ariana. Talent ist eben ungerecht verteilt ;-)
Es gibt verschiedene Formen des Belting. Die ovale Mundöffnung wäre für mich quasi die Ausgangsstellung. Also Mund weit auf, aber eher oval als breit. Es gibt aber auch die bereits angesprochene Form der Fauchstellung (gerümpfte Nase und sichtbare obere Zahnreihe) und auch den Belt mit breiter Mundstellung.
Ich würde dir raten, dir eine Lehrerin zu suchen, die sich damit auskennt und nicht so viel alleine herumzumurksen ;-)
 
Dazu muss ich mal kurz was loswerden. Eine Schülerin von mir singt einen Song von Jennifer Hudson, in dem passagenweise recht hoch gebeltet wird. Sie hat die hohen Parts nie richtig hinbekommen, ist immer zu brustig hochgegangen und war dann natürlich flat, hat die Stimme überschrien und wurde heiser.
Da sie den Song nächste Woche bei einer größeren Feier live singen will, waren wir etwas unter Zeitdruck. Ich bin bei Gesangsanfängern in der Regel vorsichtig mit der Fauchstellung (ich selber wende sie immer an bei hohen Beltparts, weil ich mit der ovalen Mundstellung gar nicht klarkomme, das wird dann immer so opernhaft; allerdings habe ich es auch nie anders gemacht), aber in diesem Fall dachte ich mir, wir versuchen es jetzt mal und sie soll die besagten Töne mit gerümpfter Nase fauchen.
Und es hat auf Anhieb geklappt ! Die Töne kamen klar, kräftig und sogar mit mehr Oberklang - genauso, wie sie klingen müssen.

Shana hat natürlich recht, ein trainierter Atem ist die Grundvoraussetzung. Und dann die Fähigkeit und den Willen, aus sich herauszugehen. Aber das wird dann laut, und "laut" ist aber, besonders am Anfang, nicht gleichzusetzen mit "schön".
 
ja, meine lehrerin kennt sich damit aus, aber die Zeit da reicht leider vorne und hinten nicht. Meine Lehrerin sagt, ich habe ne sehr gute STimme und am Anfng auch einiges direkt 'drin gehabt'; was viele erst lernen müssen, aber so talentiert wie Ariana Grande bin ich natürlich nicht. SO ein Naturtalent finde ich ist auch außergewöhnlich. Aber ja, ich werde meine lehrerin noch mal darauf ansprechen. Vielen Dank schon mal für deine Hilfe :)

---------- Post hinzugefügt um 19:01:13 ---------- Letzter Beitrag war um 18:58:35 ----------

Dazu muss ich mal kurz was loswerden. Eine Schülerin von mir singt einen Song von Jennifer Hudson, in dem passagenweise recht hoch gebeltet wird. Sie hat die hohen Parts nie richtig hinbekommen, ist immer zu brustig hochgegangen und war dann natürlich flat, hat die Stimme überschrien und wurde heiser.
Da sie den Song nächste Woche bei einer größeren Feier live singen will, waren wir etwas unter Zeitdruck. Ich bin bei Gesangsanfängern in der Regel vorsichtig mit der Fauchstellung (ich selber wende sie immer an bei hohen Beltparts, weil ich mit der ovalen Mundstellung gar nicht klarkomme, das wird dann immer so opernhaft; allerdings habe ich es auch nie anders gemacht), aber in diesem Fall dachte ich mir, wir versuchen es jetzt mal und sie soll die besagten Töne mit gerümpfter Nase fauchen.
Und es hat auf Anhieb geklappt ! Die Töne kamen klar, kräftig und sogar mit mehr Oberklang - genauso, wie sie klingen müssen.

Shana hat natürlich recht, ein trainierter Atem ist die Grundvoraussetzung. Und dann die Fähigkeit und den Willen, aus sich herauszugehen. Aber das wird dann laut, und "laut" ist aber, besonders am Anfang, nicht gleichzusetzen mit "schön".

ah, vielen Dank auch für deine Hilfe. Bei mir ist es das Problem, dass ich bei ovaler Mundöffnung irgendwie leicht verkrampfe. Und bei den ziemlich hohen Tönen klappt es bei mir am besten mit der Fauchstellung, ich hätte es aber lieber, dass es ein wenig anders klingt, so wie bei den hohen Belts von Ariana. Ich werd' das Video mal meiner Lehrerin zeigen.
 
und ich habe noch eine Frage. Beim belting gibt es ja verschiedene Arten und ich hab eben in einem Thread gelesen, dass man bei der 'gerümpften' nase Stellung vorsichtig sein soll. Meine Lehrerin sagt bei höheren Liedenr soll ich versuchen wie bei der Klassik(also zunächst einmal jedenfalls) den Gaumen hinten hoch machen, also wie beim gähnen. Und dann den Mund den Vokalen nach entsprechend öffnen, wie sie es mit mir auch bei Musicalsongs übt. Sobald der Ton höher wird und "schärfer" wird soll ich die Nase rümpfen und den Mund etwas breiter aufmachen(was man bei Klassik ja auf keinen Fall soll)und quasi twas Zähne zeigen. Wir haben Lieder dafür zum üben auch miaut. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hab gelesen, dass man GENAU DAS nicht soll, jetzt bin ich total verunsichert, weil ich es so üben soll und eine meiner größten Ängste ist meine STimme kaputtzumachen. Oo Meine Frage, ist das, so wie sie es mir beibringt(insofern ihr es versteht) ungesund? Oo
 
Ach ja :)
Das Leben als Gesangsschülerin ist kompliziert geworden heutzutage im Zeitalter des Internets. So viele Infos. Die einen sagen dies, die anderen das Gegenteil. Ich las letztens einen schönen Spruch: "Alles ist möglich - und auch das Gegenteil von allem".
Liebe Hexe, dir wird nichts anderes übrigbleiben, als deine Lehrerin zu fragen, was sie da mit dir macht und warum sie es macht und dir dann dein eigenes (!) Urteil zu bilden: Bringt dich dein Unterricht voran? Hast du bei dem, was du lernst ein gutes Gefühl und keine Schmerzen? Dann vertrau deiner Lehrerin, aber bleibe bei dir selber (Nicht das Gehirn an der Garderobe abgeben).
Als Tipp: vom Naserümpfen geht keine Stimme "kaputt". Sie kann Schaden leiden, wenn du zu sehr über deine körperlichen Grenzen hinasuschreist. Das bedeutet: Du solltest ein gewisses Atemtraining haben und die Mixed-Voice zum belten erlernen.
 
Vielen Dank für deine Antwort, ich weiß viele Fragen :D
Also meine Lehreirn hat sehr viel Erfahrung mit Gesang, sie macht viele Atemübungen mit mir, mischen tu' ich laut ihr auch, das Problem ist, dass ich selber manchmal nicht weiß, ob ich mische, ich werd' sie noch mal ansprechen, ob wir da noch mehr üben können, weil ich richtig belten gerne lenren mag. Aber es geht auch shcon viel besser und ich kann sehr hohe Töne singen ohne irgendwelche Schmerzen oder Heiserkeit, nur funktioniert es eben nicht immer. Ich hab auch Übungen gemacht den MUnd wie bei der Klassik weit auf o zu öffnen und dann auf o verschiedene Töne geübt, hat gut funktioniert, auf u auch, auf a gar nicht. Da werde ich meine Lehrerin auch noch mal fragen, ob wir das mehr üben können, also dass ich für die hintere Weite auch beim Pop das Zäpfchen 'hebe' um ein Gefühl zu bekomme. Und ja. ich habe ein sehr gutes Gefühl bei meiner Lehrerin, sie ist sehr nett, sie erklärt mir, wofür man die Übungen macht, sie beantwortet mir meine Fragen sehr ausführlich und schriebt mir viele Übungen in mein Notenheft. Sie singt in Operetten , kann aber auch Musical singen, Gospel, souligere Sachen, Popgesang.. sie mischt auch die Liedergenres gut durch, die wir singen. Aber sie sagt halt, dass Klassik einfach gut ist richtig zu atmen und für die richtige Weite beim singen etc. Auch wenn ich Klassik nicht gerne singe, nehme ich das für den Fortschritt gerne in Kauf. Und beim Internet muss ich sagen, ist es wirklich so. Überall lese ich da was anderes und da krieg ich manchmal eben sofort ein bißchen Angst. :D

Aber vielen Dank für deine Hilfe. :)

Eine letzte Frage hab' ich noch :D Bei der Atemstütze, meine Lehrerin sagt, da shat sich enorm verbessert, trotzdem habe ich oft Atemprobleme, die mir den ANfang erschweren. Wenn wir mehrere Songs singen bsp. und wir dazwischen sprechen(aufgrund meine Asthmas kriege ich dann während dem Reden öfters Atemnot, mal mehr mal wneiger); kann man dagegen dann überhaupt was machen, ich hab zwischen den Liedern nicht die Zeit noch Atemübungen zu machen, oder mich zu lockern..
 
und ich habe noch eine Frage. Beim belting gibt es ja verschiedene Arten und ich hab eben in einem Thread gelesen, dass man bei der 'gerümpften' nase Stellung vorsichtig sein soll. Meine Lehrerin sagt bei höheren Liedenr soll ich versuchen wie bei der Klassik(also zunächst einmal jedenfalls) den Gaumen hinten hoch machen, also wie beim gähnen. Und dann den Mund den Vokalen nach entsprechend öffnen, wie sie es mit mir auch bei Musicalsongs übt. Sobald der Ton höher wird und "schärfer" wird soll ich die Nase rümpfen und den Mund etwas breiter aufmachen(was man bei Klassik ja auf keinen Fall soll)und quasi twas Zähne zeigen. Wir haben Lieder dafür zum üben auch miaut. Ich weiß nicht mehr wo, aber ich hab gelesen, dass man GENAU DAS nicht soll, jetzt bin ich total verunsichert, weil ich es so üben soll und eine meiner größten Ängste ist meine STimme kaputtzumachen. Oo Meine Frage, ist das, so wie sie es mir beibringt(insofern ihr es versteht) ungesund? Oo

Ich lehre das auch so. Und ich habe noch keine Stimme kaputtgemacht.
Die Fauchstellung bewirkt einfach nur einen schärferen, vordersitzigeren Klang als die runde Mundstellung, und genau diesen Klang braucht man manchmal bei Rock/Popgesang.
Es ist natürlich wichtig, daß du lernst, auf deine eigenen Empfindungen zu achten: was sich ungesund anfühlt, ist meistens auch ungesund. Das heißt: kriegst du ein enges Gefühl in der Kehle, ein Kratzen, musst du die Töne hochstemmen, um sie noch zu erwischen, dann musst du einen Gang zurückschalten !
Die berühmte "hintere Weite" (gähnen, staunen, einen Duft einsaugen - es gibt da verschiedene Vorstellungen) sollte man in der Höhe eigentlich immer voraussetzen.
Und - ja, im Internet liest man alles mögliche, vor allem widersprechen sich die diversen Gesangstheorien ständig. Irgendwie bin ich froh, daß es das zu meiner Ausbildungzeit nicht gab. Da wird man ja kirre !
Umso wichtiger ist es eben, daß du lernst, auf deinen Körper zu achten.
 
Ich lehre das auch so. Und ich habe noch keine Stimme kaputtgemacht.
Die Fauchstellung bewirkt einfach nur einen schärferen, vordersitzigeren Klang als die runde Mundstellung, und genau diesen Klang braucht man manchmal bei Rock/Popgesang.
Es ist natürlich wichtig, daß du lernst, auf deine eigenen Empfindungen zu achten: was sich ungesund anfühlt, ist meistens auch ungesund. Das heißt: kriegst du ein enges Gefühl in der Kehle, ein Kratzen, musst du die Töne hochstemmen, um sie noch zu erwischen, dann musst du einen Gang zurückschalten !
Die berühmte "hintere Weite" (gähnen, staunen, einen Duft einsaugen - es gibt da verschiedene Vorstellungen) sollte man in der Höhe eigentlich immer voraussetzen.
Und - ja, im Internet liest man alles mögliche, vor allem widersprechen sich die diversen Gesangstheorien ständig. Irgendwie bin ich froh, daß es das zu meiner Ausbildungzeit nicht gab. Da wird man ja kirre !
Umso wichtiger ist es eben, daß du lernst, auf deinen Körper zu achten.
gut, dann bin ich jetzt beruhigt und durchforste vorerst das Internet nach solchen Sachen lieber nicht mehr ;-) Bei der Fauchstellung brauche ich ja auch die hintere Weite, aber da geht das ja mit gähnen schlecht, oder nicht? Aber so mache ich das sonst auch, wenn es kratzt mache ich Pause oder versuche es anders zu machen und wenn es nicht kratzt und sich gesund und frei anfühlt sollte es dann ja eigentlich richtig sein. Aber wnen ich mit dem atmen entspannt bin klappt das mit dem ovalem öffnen und der durch das 'gähnen' bestehenden hinteren Weite auch. Werde meine Lehrerin aber wie gesagt noch mal bitten mir noch einmal Übungen für's mischen und belten mitzugeben. Ich finde eine halbe Stunde Unterricht aber auch viel zu wenig.
Und ist belting denn Mischstimme also beltet man, wenn man es gesund macht immer mit Mischstimme, nur, dass der Brustanteil höher ist als der Kopfstimmenanteil? Aber ab einem bestimmten Ton muss man die Resonanz doch sicher anders 'verlegen' um den hohen Ton zu treffen aber nicht sofort nur Kopfstimme zu singen, oder?

Und danke, an alle, die auf meine vermutlich kompliziert gestellten Fragen antworten. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal ja, es gibt verschiedene Arten das Belten anzugehen, deshalb auch die verschiedenen Meinungen über die Fauchstellung etc. Mir persönlich sagt auch die Herangehensweise mit der hinteren Offenheit eher zu. Ein berühmter Vertreter dieser Belting-Technik ist z.B. Elvis Presley. Die Fauch-Stellung (die er auch manchmal verwendet) ist dabei absolut sekundär. Typisches Merkmal dieser Belts ist es, dass sie sehr brustig und voll klingen. Das ist auch der Grund, warum Elvis bei ganz hohen Belts fast wie ein klassischer Opernsänger klingt. Er wechselt seine Gesangsteinstellung von "normalem" sprachnahen Gesang auf eine sehr kehloffene Einstellung.

Die Fauchstellung hat den Nachteil, dass sie zusätzlich zum Vordersitz auch sehr leicht eine höhere Kehlkopfstellung verursacht, was in einem gewissen Maße okay sein kann, was aber auch schnell zu viel des Guten bedeuten kann. Wenn man diese Tendenz durch die "Gähnstellung" sozusagen wieder ausgleicht, kommt man in der wohligen Mitte an.

Die zweite "bedeutende" Art das Belten anzugehen ist "Twang". Dabei ist die durch die Fauchstellung höhere Position des Kehlkopfes durchaus gewollt, wird aber dafür durch das für Twang typische Verengen des Ansatzrohres ausgeglichen. Im Gegensatz zum "normalen" Belt klingt Twang deutlich schärfer und aggressiver (sehr twangig beltet z.B. Anastacia). Das kann je nach Genre gewünscht sein oder eben nicht.

Zum Schluss noch zu deiner letzten Frage: Ja, Belting wird immer im Mix gesungen. Dabei ist auch klar, dass bei höheren Tönen die Schwungmasse geringer werden muss, also die Töne werden kopflastiger. Ganz wichtig ist, dass du lernst (und in jedem guten GU wird das gelehrt) die Tonhöhe durch Reduktion der Schwungmasse (auch "Ausdünnen" gennant) zu steigern, nicht durch Erhöhen des Atemdrucks. Belting hat zwar einen höheren aber über die Höhen hinweg KONSTANTEN Atemdruck.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Methode deiner Lehrerin würde ich auch als gut empfinden und Fauchstellung sollte niemals ohne einen gewissen "Ausgleich" (Gähnstellung oder Twang) genutzt werden. Wer sich nur auf das Rümpfen der Nase konzentriert endet in der Regel mit zu hohem Kehlkopf.
 
Ich hab noch mal ne Frage und wollte nich extra nen neuen Thread eröffnen. Und zwar höre ich mir gerne Demi Lovato an, zumindest die neuere weniger disney-lastige Musik von her. Und dieses Lied ist mein favorit. http://www.mp3ye.eu/default.php?q=demi+lovato+give+your+heart+a+break . Bei den hohen Belt passagen jedoch habe ich das Gefühl, dass sie diese Höhe von natur aus hat und nur mit Bruststimme singt und diese hochdrückt? Würde das Lied gerne singen, aber die hohen Stellen klingen total ungesund, so rausgeschrien, als hätte sie Belting nicht mit einem lehrer erlernt oder bilde ich mir das nur ein und das klingt einfach nur nicht 'nach meinem Geschmack'? Würde mich mal interessieren :) Dasselbe bei ihrem Lied 'Lightweight'.
 

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