besser spielen lernen

von workstour, 27.09.07.

  1. workstour

    workstour Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #1
    Hallo!

    Ich spiele seit mehr als 10 Jahren Keyboard, hatte aber nie Unterricht. Die Theorie (Noten ect.) habe ich gelernt und das Spielen.

    Seit 3 Jahren spiele ich in einer Rockband Synthesizer (Fantom XA, Novation KS-5, Korg M3R). Ich lege meistens den Soundteppich unter die Songs und ab und an einfache Melodien.

    Aber ich spiele absolut nicht fliessend, vor allem meine rechte Hand spielt sehr steif und die linke Hand...auch so´n Problemfall. Ich merke es vor allem, wenn ich Piano spiele-total verkrampft.

    Meine Frage nun: Durch welche Fingerübungen/ Spieltechniken lernt man lockerer und auch schneller zu spielen?

    Wenn ich finanziell besser dran wäre, würde ich auch gerne Klavierunterricht nehmen, aber das bekomme ich finanziell nicht auf die Reihe.

    Für Tips und Tricks bin ich dankbar!
     
  2. wayne-o-mat

    wayne-o-mat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.09.07   #2
  3. workstour

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    Erstellt: 28.09.07   #3
    Ja, den Link-da war ich auch gestern mal, klingt auch sehr interessant, was jedenfalls die Finger lockerer machen würde.
    Problemfall ist ja auch, wie bei vielen, die linke Hand. Also beide Hände getrenntes spielen.
    Da werd ich wohl ohne Unterricht nicht sehr weit kommen.
     
  4. Böhmorgler

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    Erstellt: 28.09.07   #4
  5. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.09.07   #5
    Klingt schwer interessant die Seite. Danke!!!
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 28.09.07   #6
    Beobachte deine hände und kontrolliere die bewegungsabläufe. Hebe hin und wieder den arm ein wenig, hängt die hand locker herab, ist sie unverkrampft, lockere sie immer wieder, fingerübungen nützen nichts, resümée langer spielerfahrung, auf tasten spielen ist kein kraftakt, und unsere hände sind eben, wie sie sind.
     
  7. zks

    zks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #7
    Ich bin in der selben Lage wie du, 10 Jahre Erfahrung, nie Unterricht gehabt. Ich sitz manchmal auch vor Sachen, wo ich absolut nicht begreife, wie ein normaler Mensch das hinkriegt. Du musst dich in solchen Momenten aber zwingen, das Ding zu spielen, egal wie grottig das klingt. Und das solange, bis du es kannst. Das ist eigentlich weniger eine Technikfrage, denn wenn du irgendein Stück richtig hinkriegst, hast du ja deine Technik (mir sagt man immer, ich könnte zwar gut spielen, aber meine Haltung wär unter aller Sau).

    Was auch hilft, ist dir ein Vorbild zu suchen. Sieh dir Pianisten bei Youtube an, z.B. den hier: http://www.youtube.com/watch?v=Hr965Fxrws0
    (als ich das zum ersten mal gesehen hab, dachte ich auch "Nicht in hundert Jahren!").
     
  8. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #8
    Ja, zks, wie in dem Video ist es wie bei mir: Nie in hundert Jahren. Hab auch schon viele andere Clips dort gesehen, wo ich mich frag...haben die zehn Hände?

    Aber ich denke, ohne Unterricht wird man wohl doch nicht weit kommen...
     
  9. Böhmorgler

    Böhmorgler Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #9
  10. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 29.09.07   #10
    Keine hexerei, das spielt jeder mit halbwegs gediegener klavierausbildung, und die dauert keine 100 jahre. Aber wenn es daran mangelt, kann man lange fummeln.
    Ich bin mit lehrern nicht über mittelmaß hinausgekommen (lags an mir, lags an ihnen, lags sowohl als auch?), irgendwann habe ich mir einen ruck gegeben, bin der sache auf den grund gegangen und bin heute fast mit mir zufrieden.

    "Wie etwas sei leicht,
    weiß, wer es kann,
    und wer es erreicht"
     
  11. zks

    zks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #11
    OT ::= @Böhmorgler: Dom Pipkin gefällt mir.

    Es wär vieleicht ganz gut, wenn du mal ein Beispiel posten würdest, dann können wir dir hier auch spezifischere Sachen verraten. Wenn wir hier nur im dunkeln rumballern, treffen wir sowieso immer ins schwarze.

    Naja, zum Unterricht: Ich bin mir sicher, es wird dir helfen. Denk aber dran, dass Klavierspielen kein Voodoozauber ist. Ich bin mir recht sicher, dass du dir alles, was dir ein Klavierlehrer vermitteln kann, auch selbst erarbeiten kannst, entsprechende Motivation und Arbeitswille vorrausgesetzt. Es dauert natürlich länger. Du musst jetzt für dich selbst entscheiden, ob du jemanden brauchst, der dir hin und wieder in den Ar*** tritt, damit du Fortschritte machst oder ob du selbst so hartnäckig bist (das Schwierigste ist sowieso, sich selbst gern zuzuhören, aber das motiviert auch unglaublich).
     
  12. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.09.07   #12
    Ja, Günther Sch. schreibt irgendwie in Rätseln, klingt aber interessant.

    Was Du, zks, schriebst, ob Leherer oder nicht ist sicher teils/teils. Die Motivation habe ich auf jeden Fall.

    Was für Stücke würded ihr empfehlen zum üben, um besser zu werden. Hab mich an "Für Elise" rangetraut. Der erste Teil ist kein Problem, aber da, wo es schneller wird, da krachen schon die Balken.
     
  13. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 30.09.07   #13
    Bach, Kleine präludien und fugen, Inventionen
    Beethoven, 2 sonatinen
    Schumann, Album für die jugend
    Bartok, Mikrokosmos Bd.1

    Daneben tonleitern in allen tonarten (jede woche eine), parallel und gegenbewegung, ebenso arpeggien und kadenzen.
    Beim untersetzen handgelenk leicht anheben, beim übersetzen handgelenk in gewünschte richtung drehen
    Grundregel: bewegungsabläufe beobachten und optimieren, jedes stück hat andere, hier legato, hier staccato, da sprünge oder anderes, und immer polyphon denken und spielen, d.h. alle stimmen müssen deutlich zu hören sein, alle noten möglichst ihrem wert entsprechend gehalten werden.
    Aber fernunterricht ist schwierig, wenn nicht unmöglich, vielleicht kann eine gute klavierschule (da findest du auch übungsstücke von anfang an) den lehrer teilweise ersetzen, die hauptarbeit muss man allemal selbst tun.
     
  14. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.09.07   #14
    Ja, ich denke mal auch, dass Fernunterricht nicht das Optimale ist.
    Aber die genannten Stücke werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Danke!
     
  15. Guendola

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    Erstellt: 30.09.07   #15
    Ich hab mir mal den Onlineorgelkursus von orgel-live.de angesehen. Das sind nette Übungen aber die wichtigste grundlegendste und bekannteste haben die ausgelassen:

    Finger alle nebeneinander auf den Tisch oder die Klaviatur, so wie man es auch am Keyboard macht.

    Jetzt nacheinander jeden Finger einzeln (!) so weit abheben wie möglich, die anderen bleiben möglichst locker liegen. Um Zeit zu sparen, kann man das mit links und rechts simultan machen. Finger einen Moment - 1-2 Sekunden oben lassen, dann wieder runter.
    Wenn ein Finger nicht so richtig will, darf man ihm ein bischen helfen, aber NICHT forcieren. Mittel- und Ringfinger sind durch Sehnen ziemlich eingeschränkt, damit muß man leben.

    Zweiter Schritt: Jeweils zwei Finger gleichzeitig soweit abheben wie möglich, Rest wie oben.

    Dritter Schritt: Drei Finger gleichzeitig, ansonsten wie oben.

    Vierter Schritt: Vier Finger gleichzeitig, ansonsten wie oben.

    Als Variation legt man vor die Finger ein Buch mit 1-2 cm Dicke und tippt auf das Buch anstatt die jeweiligen Finger nur abzuheben. Man kann zunächst auch einfach eine Linie nehmen, hinter die man tippt. Die Höhe selbst ist nicht so wichtig.

    Danach empfehlen sich die Übungen aus orgel-live.de, und zwar in allen Tonarten, dur und moll gespielt (müssen nicht alle Tonarten auf einmal sein).

    Das ganze ein paar Wochen regelmäßig geübt sollte dir weiterhelfen. Aber es kann niemals Unterricht ersetzen, den ich dir trotzdem sehr empfehle. Alleine die Summe der kleinen Hinweise, die einem ein Lehrer zum jeweils perfekten Zeitpunkt geben kann, können wichtiger sein als die Lektüre von 1000 Büchern und Websites.

    Gute Übungsliteratur: Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach
    Die meisten Stücke sehen recht einfach aus, man muß aber oft Zeit investieren, bis es wirklich gut klingt, durch richtige Artikulation, Hervorheben der Melodie etc. etc. Auf Klavier kommz zur Artikulation noch die Dynamik (Veränderung der Lautstärke) dazu. Für Keyboarder würde ich sogar empfehlen, Anschlagdynamik - falls vorhanden - abzuschalten.
     
  16. workstour

    workstour Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #16
    das von Onlineorgel-live ahabe ich mir angesehen und finde auch diese Übungen sehr interessant. Werde diese Übungen auf jeden FAll regelmäßig machen.
    Auch an die Übungen von Dir, Guendola, werde ich machen. Denke auch, dass man so wenigstens etwas weiter kommt.

    Ich spiele wie erwähnt seit mehr als 10 Jahren und seit 3 Jahren in ner Rockband. Aber selbst unser Gitarist spielt besser als ich Piano, obwohl der nicht mal weiß, wo am Piano ein C oder A-Taste ist :-)
     
  17. Guendola

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    Erstellt: 02.10.07   #17
    Mit zehn Jahren Erfahrung und einer aktiven Rockband wäre es übrigens trotzdem nicht schädlich, mal einen Lehrer anzuheuern. Ich hab das für Gitarre in ähnlicher Situation gemacht, zwei Stunden und es hat wirklich viel gebracht. Danach hatte ich andere Sorgen und hab den Unterricht abgebrochen, sonst wäre ich heute eine Stevine Morse oder so ;)
     
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