Besserer Live Sound der Gitarre durch einen EQ möglich?

von grillstern, 12.08.08.

  1. grillstern

    grillstern Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #1
    Hi,

    mich würde interessieren ob es Sinn macht in ein GitarrenSetup (in meinem Fall ein Rack) noch ein EQ zu hängen um somit das Endsignal meines Gitarrensounds zum Schluss nochmal zu "verschönern" bzw. störende Frequenzen zu beseitigen?

    Die Frage bezieht sich nämlich auf:

    Im Recordingbereich gibt es doch beim Einstellen des EQs für eine Gitarre dieses sog. "Sweeping" (wo man einen Frequenzbereich spitz anhebt um dreckige/störende Frequenzen zu finden und diese dann runter zu regeln) - macht man sowas auch auf einem Live Sound?

    Oder braucht man einen EQ doch nicht wirklich?

    Vielen Dank für die Hilfe
     
  2. rogi

    rogi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #2
    Aus meiner Sicht ist ein EQ eins der wichtigsten Geräte des Gitarristen, wenn es darum geht einen optimalen Sound zu finden. Nicht nur als Bodentreter sondern auch als Amp-EQ. Manchmal ist aber das Problem , dass man beim EQ viel Gedult bringen muss und oft nur mit kleinen Änderungen der Tonhöhen einen tollen Sound rausbringt. Oft sind es kleine Änderungen der Tonhöhen , die viel ausmachen. Ich beziehe mich v.a. auf den BOSS GE-7, weil dort eine kleine Verschiebung des Reglers bereits rel. große Änderung der Frequenz bewirkt. . Ich experementiere viel mit dem BOSS GE-7 und auch am Amp-EQ.

    Aber , was meinst du mit störende Frequenzen ? Mit einem EQ kannst du natürlich auch welche erzeugen.

    Benutzt du den Höhenregler der Gitarre ? Bringt auch schon einiges.
     
  3. rogi

    rogi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #3
    Ah, du beziehst dich auf Sweeping. Sorry , habe zu schnell gelesen .:o

    Da gibt's doch extra effekte dazu , oder nicht. Ich meine , damit das Speeping was du händisch erzugst noch mal stärker betont wird.
     
  4. grillstern

    grillstern Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #4
    Weiss jetzt nicht 100%ig ob das auch wirklich "sweeping" heißt.

    Ich kenne das unter dem Begriff wo man im Studio bspw. in einer Gitarrenspur sich einen Frequenpunkt nimmt, diesen durch die Frequenzen zieht ("sweept"?) und man sich so die Frequenzen raussucht die extrem störend/dreckig sind/fürs Ohr unangenehm.

    Hat man dann den Punkt gefunden, wird genau dort die Frequenz im Anschluss abgesenkt um den Sound klarer zu machen.

    Meine Frage wäre, ob man sowas auch mit dem Summensignal der Gitarre macht um sie am Ende Live auch "klarer" zu machen?!
     
  5. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.08.08   #5
    ich hab in meinen racksystemen gerne einen Behringer Dualfex genutzt. das ist ein Psychoakustik-Prozessor und funktioniert genauso wie der Sonic-Maximizer von BBE. er macht die bässe je nach einstellung weicher oder härter/knackiger/tighter und fügt gleichezeitig ein eigentlich nicht hörbares höhenspektrum zu. ergebnis, der sound ist wesentlich breiter, und extrem fetter. das feine bei diesen geräten ist....

    du hörst nicht, wenn sie aktiviert sind, aber hörst definitiv den unterschied wenn du sie ausschaltest:great:

    check it out!
     
  6. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.08.08   #6
    Mal noch in Erweiterung des Blickfeldes:
    Die ganze Band gehört gut aufeinander eingestellt - erst dann kommt auch der spezifische Gitarrensound und Frequenzbereich raus.

    Die EQ-Einstellungen des Amps sind zwar effektiv, meist aber begrenzt (Tiefen, Mitten, Höhen).
    Insofern kann - je nach musikstil und gitarre/amp - ein feiner aufgeteiltes Eingreifen in die Frequenzen schon - je nach Bedarf - mehr "Luftigkeit" aber auch mehr "Schub" oder ähnliches fördern.

    Es ist dann ein bißchen Tüftelei.
    Zum einen, weil es wirklich um begrenzte Frequenzbereiche gehen kann.
    Zum anderen, weil Du an fast jeder Kette eigene Einstellungsmöglichkeiten für EQ hast. Erst mal an der Gitarre, dann am Amp und dann an vielen Effekten (overdrive, distortion etc.).

    Wenn Du die Möglichkeit hast, dann geh einfach mal mit Deiner Gitarre in ein Musikgeschäft, suche Dir einen amp, der Deinem recht nahe kommt und probiere mal ein paar Equilizer aus. Oder schau mal in den FAQ/Workshop-Bereich - da wird es eine Darstellung darüber geben. Es gibt nämlich auch dort einige grundlegenden Unterschiede, die man kennen sollte.

    x-Riff
     
  7. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.08.08   #7
    Wenn es für den Livebetrieb sein soll, dann ist das meiner Meinung nach nicht die Aufgabe des Gitarristen, sonders des Manns am Mischpult. Der hat bei einem guten Pult auch viel mehr Möglichkeiten, per EQ einzugreifen, denn da sind bis zu 4 parametrische EQ-Bänder vorhanden.

    Wenn du mit deinem Sound im Allgemeinen zufrieden bist, würde ich das so machen.

    Wenn du deinen Sound doch noch per EQ verändern willst, dann gibt es 2 Möglichkeiten:
    Entweder ein EQ mit möglichst vielen Bändern, wie ein Terzband-EQ (31 Bänder), oder gleich ein vollparametrischer EQ, bei dem du Frequenz, Gain und Güte regeln kannst.
     
  8. Hephaistos

    Hephaistos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.08.08   #8
    Ich find es interessant wie unterschiedlich die Meinungen zu dem Thema sind *g*

    https://www.musiker-board.de/vb/racks-midi/284573-equalizer-ca-200-euro-f-r-gitarrenrack.html

    In diesem Thread hab ich im Prinzip die selbe Frage gestellt und mir wurde geraten es bei einem Bodentreter 10 Band oder etwas vergleichbarem zu belassen.

    Was sind eure Erfahrungen damit? Den MXR 10 Band EQ hatte ich schonmal getestet, aber war mir nicht sicher ob es nich doch einen noch besseren Sound gibt, wenn man etwas mehr Geld investiert...
     
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