Beyerdynamik DT-770 Pro oder AKG K271 MKII?

R
ruedi
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
24.01.14
Registriert
25.12.07
Beiträge
269
Kekse
124
Hallo,

ich bin drauf und dran, mit einen Studiokopfhörer zu kaufen. Gegenüber meinem jetzigen Kopfhörer würde wahrscheinlich jeder Kopfhörer super klingen, ich kann mich aber dennoch nicht zwischen diesen beiden entscheiden.

Ich würde den Kopfhörer an einem Line6 Toneport UX1 anschließen, weiß jemand, wie der Output von dem Teil ist?

Weiterhin nutze ich den Kopfhörer sogut wie nur für Aufnahmen (Rockmusik).

Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten?
 
Eigenschaft
 
rein für Aufnahmen ganz klar der k271.
Hab noch keinen anderen Kopfhörer gehört, der so lupenrein, detailgetreu, ehrlich und linear ist.

Die Außendämmung ist beim k271 und DT770 gefühlt gleich.

Für live ist eher der DT770 zu empfehlen, da er einen kräftigeren Bass hat. Ist dadurch aber nicht mehr so naturgetreu.
Soll nicht heißen, dass der k271 live schlecht ist, ich kann damit sehr gut arbeiten. Aber wenn man ausschließlich bzw. hauptsächlich Beschallung macht, würd ich eher den Beyerdynamic empfehlen. Ansonsten den AKG.
 
Also das war doch mal ne klare Ansage,. danke schön!

Ich muss mich übrigens korrigieren, da ich den Kopfhörer auch fürs "Klavier" spielen am Pc nutze, was mir derzeit wegen schlechter Library und beschissenen Kopfhörer aber kein so großen Spaß macht ;)

Also, nach allem, was ich jetzt gelesen habe und nach deinem hilfreichen Kommentar komme ich zu folgendem Ergebnis:
Der AKG ist aufgrund seiner Neutralität der perfekte Studiokopfhörer für Recordingzwecke, da einem hinterher keine bösen Überraschungen erwarten.
Der Beyerdynamik ist aufgrund seines höhreren Bassanteils und fehlender Neutralität für das Recording nicht so gut geeignet. Genau dadurch ist aber der Spaßfaktor beim Einspielen umso größer.

Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!

Noch was zum AKG: Wie Bassarm ist er denn? Macht es überhaupt Spaß, darüber rockig Gitarre zu spielen oder dergleichen?!
 
der AKG ist nicht bassarm, er ist neutral! das ist ein unterschied.
Der Beyerdynamic hat etwas überbetonte Bässe.
Wenn du beim AKG viel wumms haben willst, kannst du genau so gut mit nem EQ untenrum was reindrehen.
 
Sehr gut, vielen Dank! Meine Entscheidung steht somit fest ;)
 
Wahrscheinlich komme ich ein wenig zu spät, da du den AKG evtl. schon gekauft hast. Aber trotzdem mal meine zwei Cents:

Ich habe auch den AKG 271 und bin vollends zufrieden. Über den Sound brauchen hier kein Wort verlieren, man sollte das Gerät einfach nur hören.
Durch die geschlossene Gehäusekonstruktion bist du sehr gut gegen die Umgebung gedämmt - und umgekehrt. Gesangsaufnahmen werden nicht durch Playback beeinflußt (oder ein banaleres Beispiel: Meine Freundin kann fernsehen, ich neben ihr den Kopfhörer nutzen und weder hört sie meine Musik, noch ich den Fernseher). Allerdings wirkt sich die geschlossene Bauform ein wenig negativ aufs Hörerlebnis aus..

So gewinnt in einem Vergleichstest der Profesional audio (Magazin 06/09), an dem auch der AKG 271 teilnimmt, zB. der Sennheiser HD das Rennen. Es heißt: "Seine Klangqualität und die konkurrenzlose Raumabbildung erreicht kein anderer Kopfhörer. [...] Der AKG K 702 ist dem HD 800 dicht auf den Fersen.." Beide Modelle sind offene Konstruktionen.

Wenn du den Kopfhörer also nicht zu Recordingszwecken einsetzen möchtest (oder den dämmden Effekt schätzt), empfiehlt sich evtl. ein anderes Modell.

PS: Über den AKG 271 heißt es übrigens: "Der beste Allroundhörer dieses Vergleichs ist ein weiterer Studio-Klassiker, der AKG 217 MkII. Auch wenn er nicht die klangliche Klasse der offenen beziehungsweise halboffenen Kopfhörer erreicht, ist er doch vorbildlich ausgewogen, trägt sich vorzüglich und ist sehr gut abgeschirmt."
 
hey, danke!!
Hab ihn mir noch nicht gekauft, Kohle ist noch nicht da :p
Aber ich werde trotzdem dabei bleiben, da der Sennheiser mir zu teuer ist und eine geschlossene Konstruktion mich eigenltich sehr anspricht.

Aber nochmals vielen Dank!
 
Hallo,

ich habe vor ein, zwei Monaten das Yamaha CP33 Epiano gekauft mit allem drum und dran... Immer mal wieder ist mir aufgefallen, dass die Kopfhörer (beyerdynamics dt 770 pro) anscheinend nur für leises spielen taugen... Sie fangen schon sehr schnell an, zu knacken, auch wenn ich normal Musik damit höre.
Jetzt wollte ich fragen, ob das normal ist für diese Kopfhörer, weil irgendwie erwarte ich von 150€ schon mehr... Leider bin ich jetzt natürlich zu spät um irgendwelche Ansprüche zu stellen, aber es interessiert mich doch... ich kann noch nichtmal das Epiano ganz aufdrehen (dann ist es so laut wie ein normales Klavier) und etwas dynamischer spielen. Sofort fängt es mit dem Knacken an. zusätzlich sind sie um einiges leiser als andere Kopfhörer.
Wenn ich sie an mein Handy anschließe, merke ich das mit dem Knacken besonders, im Vergleich zu meinem 5¤-Standartheadset. Das ist um einiges angenehmer. Ich kann damit ohne Probleme aufdrehen, sodass es mir fast wehtut, ohne, dass sie irgendwelche Probleme haben usw. Die Beyerdynamics knacken schon wesentlich früher.
Ich vermute, das ist eher ein Problem der Höhen, weil die Bässe sind einwandfrei (mit verschiedenen Liedern ausprobiert).

Hat jemand eine Ahnung ob das vielleicht ein Gewährleistungsfall ist, weil die Kopfhörer irgendwie schlecht verbaut waren/sind oder ist das einfach immer so? Das wäre nämlich ziemlich erbärmlich... Man sollte doch erwarten, dass 150€ Profihörer mehr können als 5€ Standartheadsets...


Grüße,
Cangar
 
Ich bin mir nicht ganz sicher, was du jetzt genau mit knacken meinst

aber mir ist aufgefallen, dass man mit den DT770 einfach deutlich schneller hört, wenn eine Audioquelle clippt (also übersteuert), als z.B. über herkömmliche Hifi-Boxen
Insofern wäre es genauso auch möglich, dass nicht dein Kopfhörer knackst, sondern er das Knacksgeräusch, das beim Übersteuern von Audiogeräten entsteht, einfach besser wiedergibt..

aber wie gesagt, ich weiß jetzt natürlich nicht, wie sich das bei dir konkret anhört..
 
Ich bin mir nicht ganz sicher, was du jetzt genau mit knacken meinst

aber mir ist aufgefallen, dass man mit den DT770 einfach deutlich schneller hört, wenn eine Audioquelle clippt (also übersteuert), als z.B. über herkömmliche Hifi-Boxen
Insofern wäre es genauso auch möglich, dass nicht dein Kopfhörer knackst, sondern er das Knacksgeräusch, das beim Übersteuern von Audiogeräten entsteht, einfach besser wiedergibt..

aber wie gesagt, ich weiß jetzt natürlich nicht, wie sich das bei dir konkret anhört..

es ist ganz sicher was, was nicht so gehört, und bei den anderen ist es ja gar nicht zu hören, nicht leiser
 
am besten wäre es mal mit einem anderen Beyerdynamic DT-770 PRO vergleich zu hören. es klingt wohl nach einem defekt. i.d.regel sind die kopfhörer nicht sonderlich anfällig und sehr langlebig. meine sind ca. 10 jahre alt.

übrigens habe ich auch zusätzlich den AKG K-271 MK II. der dt-770 und der k-271 klingen äusserst verschieden. ich würde nicht unbedingt, wie viele, behaupten den AKG K-271 MK II als neutral einstufen. er hat eine tendenz eher mittig zu klingen. da in den mitten die meisten musikalischen informationen liegen, kann man das als detailgetreu empfinden.
ich habe beide, genau wegen dieser unterschiede und beide haben ihre stärken.

noch ein geheimtip, den ich mir erst zugelegt habe und der verhältnismässig günstig und sehr sehr ordentlich klingt!: Ultrasone HFI-450
 
Zu was würdet ihr bei meinem Nutzungsprofil raten? Nach meinen bisherigen Recherchen stehe ich ähnlich wie ruedi vor der Wahl zwischen

Audio Technica ATH-M40s
Beyerdynamic DT-770 Pro
AKG K271 MKII

Wichtig ist mir vor allem ein beeindruckendes, detailliertes und gut ortbares Hörerlebnis, das nicht notwendig "originalgetreu" sein muss - der Erlebnis- und Spassfaktor zählt! Gehört wird überwiegend Rock-und Metalmusik (60%), aber auch ab und an mal eine "audiophile" Klassik-/Soundtrackaufnahme (30%; Telarc, Erich Kunzel, o. ä.). Außerdem will ich gelegentlich damit eine Homerecordingaufnahme checken (10%). Hoher Tragekomfort und Robutstheit sollten da sein, da ich eine lange Nutzung plane. Könnte da der DT-770 Pro passen? Oder gibt noch bessere Kandidaten in der Preislage?
 
könnte passen. Ich kann keinen Vergleich anstellen, aber der DT770 hört sich durchaus sehr audiophil an, beeindruckend und detailliert kommt hin.
Robustheit ist auf jeden Fall gewährleistet, Tragekomfort ist.. prinzipiell gut, besser als bei Standard-Kopfhörern, aber nach einer gewissen Nutzungsdauer (im mehrere Stunden Bereich) macht das relativ hohe Gewicht ein wenig zu schaffen, finde ich
mein tragbarer Koss-Kopfhörer im Niederpreissegment ist z.B. schon unterhalb einer Stunde unangenehm.. insofern ist das doch auch eher gut)

hält sich aber echt sehr in Grenzen, ist auch der einzige minimale Kritikpunkt, den ich an dem Gerät bisher habe
 
Hallo,

auch unbedingt mal des Anhörens wert, wenn schon der kleine Bruder in der Liste steht: Beyerdynamic DT990. Da der Hörer wohl nicht zum Recorden selbst gebraucht werden soll, ist die halboffene Bauweise auch kein Hindernis. Klingt noch mal deutlich besser als der 770 - und robust ist er auf jeden Fall ;)

Viele Grüße
Klaus
 
Habe mir nun den 770 Pro gekauft, da ich mir die Recordingoption offenhalten wollte und ich einen glatten Kabel, sowie die geringe ohmzahl (80) bevorzuge. Erste Eindrücke: Die räumliche und klangliche Auflösung und die Dynamik gehen weit darüber hinaus, was ich von meiner Stereoanlage und meinem bisherigen Kopfhörer (Sennheiser HD525) gewohnt war - hatte ich so nicht erwartet. Es ist vergleichbar damit ein Bild statt mit 640x480 nun mit 1920x1200 Bildpunkten zu betrachten. Sehr schön. Nur im Bassbereich geht diese Differenzierungsfähigkeit etwas verloren, so dass ich da schonmal das eine oder andere Dezibel abgesenkt habe.

Ich hab gelesen, dass man die KH erst "einbrennen" sollte, durch einige Dutzend Std. Beschallung. Ist das Aberglaube oder bringt das was?
 
halte ich für Aberglaube.
Vermutlich ist darunter eher zu verstehen, dass du dich ein wenig an den Klang der Kopfhörer gewöhnen solltest, um verlässlich damit arbeiten zu können.
Das ist dann aber bei jeder Abhöre so.
 
http://www.head-fi.org/forums/f4/headphone-burn-faq-56744/

Ich bin auch skeptisch, denn das würde ja bedeuten, dass sich das Schwingungsverhalten der Membranen in den ersten 100 Std. oder so merklich ändert und danach wieder konstant bleibt, was eigentlich nicht im Sinne des Erfinders sein kann (und wenn doch könnte der Hersteller den Burnin übernehmen)
 
halte ich für Humbug.

es gibt scheinbar keine wissenschaftlichen Belege dafür bis auf die Aussagen von manchen Leuten, dass sich der Klang ihrer Kopfhörer verändert hätte
Das Gehör ist aber sowas von unglaublich subjektiv, dass aus verschiedenen Höreindrücken zu verschiedenen Zeiten und verschiedenen Bedingungen überhaupt keine verlässliche Schlussfolgerung gezogen werden kann.. von daher: Quatsch.

edit: Andererseits wird es deinen Kopfhörern auch nicht schaden, wenn du sie einfach mal eine Zeit lang mit Musik laufen lässt.
Wenn sich nichts am Sound verändert, hast du damit auch keinen Nachteil produziert
wenn aus irgendwelchen Gründen doch ein "Burn-In" stattfinden sollte, dann hast du es damit erreicht

da sind keine Nachteile, wenn du es mal lieber ausprobieren willst
ich für meinen Teil werde es aber sein lassen.
 
bei dem BurnIn kommt es aber sehr auf die richtige Musikauswahl an - also nicht Klassik laufen lassen und dann wundern, warum Metal dann nicht mehr richtig klingt :D

Und auch bitte auf die richtige Beleuchtung achten - Lavalampen bevorzugt.

aaarghhh - das ist ja fast noch besser wie Vovo* Klangleiter
 
Ich persönlich finde den DT 770 besser als den AKG, liegt meiner Meinung nach aber auch viel am Komponisten bzw Tonmenschen :) Ich produziere ausschließlich Pop, RnB, Black, der DT ist etwas Bass "lastiger" für meinen geschmack deshalb für mich die erste Wahl wie Larry oben erwähnwürde ich auch zum Ultrasone raten, richtig geiles Teil!

Ach ja ich fidne außerdem das der DT was den Sound angeht langlebiger ist zudem finde ich das Kabel besser, es liegt nicht nur in der Gegend rum und ist somit weniger anfällig kaputt zu gehen, bzw. aus versehen überfahren zu werden...

Einzig die Ohrpolster finde ich etwas naja sagen wir schlecht, da man sie wirklich Zwecsk der Farbe und der Verschmutzung bei vielem Tragen wechseln muss, anders als der AKG, bzw der Ultrasone sind diese nicht schwarz sondern grau udn verscmutzen daher einfacher zumal sie aus Velour sind.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben